Corona-Pandemie
Eine Momentaufnahme aus einem Impfzentrum in Frankfurt am Main

Seit einem Jahr befindet sich Deutschland im Corona-Lockdown und die Einschränkungen haben nicht nur enorme wirtschaftliche Auswirkungen, sondern auch gravierende soziale- und gesellschaftliche Folgen. Seit Ende 2020 wird in Deutschland gegen den Corona-Virus geimpft.

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Von Kemal Bölge

Seit einem Jahr befindet sich Deutschland im Corona-Lockdown und die Einschränkungen haben nicht nur enorme wirtschaftliche Auswirkungen, sondern auch gravierende soziale- und gesellschaftliche Folgen. Seit Ende 2020 wird in Deutschland gegen den Corona-Virus geimpft. Zuerst wurde der Impfstoff von Biontech und danach Astrazeneca und Moderna eingesetzt. Bis zum 14. April 2021 wurden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bundesweit 20.049.936 Menschen gegen COVID-19 geimpft. Wie läuft es mit den Impfungen in den Impfzentren? Dazu eine Momentaufnahme aus einem Impfzentrum in Frankfurt am Main.

Das Impfzentrum ist verkehrstechnisch zentral gelegen

Vor etwa 12 Tagen hatte ich online einen Impftermin beim Impfterminservice des Landes Hessen für meine Tante vereinbart. Bereits am nächsten Tag wurden ihr die Termine für die beiden Covid-19-Impfungen per E-Mail zugesandt. Am 15. April war der erste Termin im Impfzentrum auf dem Frankfurter Messegelände.

Wir fuhren mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zur Haltestelle Messe, denn das Impfzentrum befindet sich etwa 100 Meter von der Straßenbahnhaltestelle entfernt. Gleich im Eingangsbereich wurden wir nach der Uhrzeit des Impftermins gefragt. Weil wir noch 20 Minuten bis zum Impftermin hatten, nahmen wir im Wartebereich des Eingangsgebäudes Platz.

Nach etwa 10 Minuten verwies uns ein Mitarbeiter an die Kassen, wo die Personalien der Impfpatienten kontrolliert sowie ein QR-CODE-Blatt ausgehändigt wurde. Das QR-CODE Blatt begleitete uns während des gesamten Impftermins, da es in jedem Eingangsbereich von den Mitarbeitern gescannt wird. Wir erhielten eine Nummer und anhand dieser wurden wir an den zuständigen Sachbearbeiter verwiesen, der die ausgedruckten Dokumente zur Impfung mit aufmerksamen Blicken kontrollierte. Da in dem Formular ein Häkchen zu einer Frage nicht gesetzt war, habe ich den Sachverhalt meiner Tante übersetzt und sie kreuzte es dann an.

Nach diesem Prozedere liefen wir in den Wartebereich der Impfkabinen, wo wir uns etwa 10 Minuten aufhielten. Da dieser Bereich stark frequentiert war, wurden wir in eine andere Wartezone geführt. Dort hielten wir uns gefühlte 6-7 Minuten auf, bis uns eine freundliche Mitarbeiterin in die Impfkabine bat. Meine Tante musste ihren Arm frei machen und eine andere Mitarbeiterin setzte die Impfspritze in den Oberarm. Im Anschluss wurde die Impfung in den Impfpass eingetragen.

15 Minuten Beobachtung nach Impfung

Im nächsten Schritt wurden wir in die Ruhezone der Halle geführt, da nach der Impfung die geimpften Personen 15 Minuten Platz nehmen müssen. Der Hintergrund besteht darin, die geimpften Personen zu überwachen, falls allergische Reaktionen auftreten sollten und ärztliches Handeln erforderlich sein sollte. Etwa 50 Meter entfernt werden die Impflinge von einem weiteren Sachbearbeiter gefragt, ob sie Beschwerden nach der Impfung haben und die Dokumente noch einmal kontrolliert. Als letzten Schritt läuft man zu einer Ärztin, die die Impfung durch Unterschrift und Stempel in den Impfpass bestätigt.

Professionelle Organisationsstruktur im Impfzentrum

Der gesamte Prozess im Impfzentrum ist sehr professionell organisiert und sowohl die Mitarbeiter des Messe-Sicherheitsdienstes als auch das autorisierte Personal des Impfzentrums sind kompetent und stets freundlich.

Selbst wenn man etwas nicht verstanden hat und die Frage zum zweiten Mal stellt, beantwortet das Personal die Frage sehr entgegenkommend und souverän. Die Hinweisschilder zu den einzelnen Bereichen sind verständlich formuliert und falls sich doch jemand verlaufen sollte, gibt es an fast jeder Ecke einen hilfsbereiten Mitarbeiter, der einem den Weg erklärt.

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