Fidan in Ukraine
Freihandelsabkommen zwischen der Türkei und Ukraine

Außenminister Hakan Fidan zieht nach Kiew-Besuch Bilanz: Ukraine-Freihandelsabkommen ist Meilenstein. Türkei fordert Rückkehr zu Friedensgesprächen.

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Kiew – Die Türkei und die Ukraine werden ihre bilaterale Zusammenarbeit trotz des anhaltenden Konflikts im Osteuropa weiter intensivieren. Dies erklärte der türkische Außenminister Hakan Fidan im Anschluss an einen hochproduktiven Staatsbesuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

Fidan betonte, dass die strategische Partnerschaft zwischen beiden Nationen von Tag zu Tag stärker werde und die Kooperation in verschiedenen Schlüsselbereichen eine neue Dynamik erreicht habe.

Im Zuge seines Aufenthalts kam der türkische Chefdiplomat zu richtungsweisenden Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dem Leiter des Präsidialamtes Kyrylo Budanov sowie dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha zusammen, um sowohl die bilateralen Beziehungen als auch die jüngsten Entwicklungen im russisch-ukrainischen Krieg zu erörtern.

Freihandelsabkommen als wirtschaftlicher Meilenstein

Als einen historischen Meilenstein der wirtschaftlichen Beziehungen würdigte Fidan das bilaterale Freihandelsabkommen, welches das ukrainische Parlament kurz vor seinem Eintreffen offiziell ratifiziert hatte. Dieses Abkommen werde völlig neue Möglichkeiten für die Geschäftswelt beider Länder eröffnen und die wirtschaftliche Partnerschaft auf ein neues Fundament stellen.

Neben den wirtschaftspolitischen Fortschritten bekräftigte Fidan in Kiew nachdrücklich die unerschütterliche Unterstützung Ankaras für die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen.

Türkei wirbt für Rückkehr zu Friedensgesprächen

Gleichzeitig signalisierte er die dauerhafte Bereitschaft der türkischen Regierung, jede diplomatische Initiative aktiv zu unterstützen, die die Konfliktparteien zurück an den Verhandlungstisch führt und zu einem gerechten, dauerhaften Frieden beiträgt.Ein weiterer zentraler Schwerpunkt der Gespräche in Kiew war die Lage der krimtatarischen Gemeinschaft.

Fidan traf sich hierzu mit dem nationalen Führer der Krimtataren, Mustafa Abduldschemil Kirimoglu, sowie dem Vorsitzenden des krimtatarischen Medschlis, Refat Tschubarow.

Der Schutz der Rechte der turksprachigen Krimtataren und die Bewahrung ihrer kulturellen Identität im Schwarzmeerraum besitze für die türkische Außenpolitik dauerhaft oberste Priorität.

Hohe staatliche Auszeichnung für Hakan Fidan

Zum Abschluss des Besuchs wurde Hakan Fidan von Präsident Selenskyj mit einem offiziellen staatlichen Verdienstorden der Ukraine ausgezeichnet. Fidan erklärte, diese Auszeichnung sei eine große Ehre und stehe symbolisch für die tiefe, auf gegenseitigem Vertrauen und gemeinsamen Interessen basierende Freundschaft beider Staaten, die im Sinne der Staatspräsidenten kontinuierlich ausgebaut werde.

 


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