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Mega-Rüstungsdeal: Waffen aus der Türkei an die Ukraine

Historischer Waffen-Deal: Die Türkei verkauft US-Waffen im Wert von fast 300 Millionen Dollar an die Ukraine – darunter 70 ATACMS-Raketen und MLRS-Werfer.

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Washington/Ankara – Es ist das historisch größte Rüstungsgeschäft zwischen der Türkei und der Ukraine seit Beginn des Konflikts: Das US-Außenministerium hat den amerikanischen Kongress offiziell über ein geplantes Rüstungspaket im Wert von fast 300 Millionen US-Dollar informiert.

Demnach beabsichtigt die Regierung in Ankara, umfangreiche Bestände an schweren, in den USA hergestellten Waffensystemen aus ihren eigenen Depots an die ukrainischen Streitkräfte zu verkaufen. Da es sich um Rüstungsgüter aus US-Produktion handelt, ist dieser Schritt völkerrechtlich an die strikten Auflagen des amerikanischen „Arms Export Control Act“ gebunden und erfordert eine formelle Genehmigung aus Washington, die als sehr wahrscheinlich gilt.

Enorme Feuerkraft für die ukrainische Armee

Das geplante Paket umfasst eine immense Bandbreite an weitreichender Artillerie und hocheffektiven Raketensystemen, die die ukrainischen Verteidigungskapazitäten massiv stärken sollen.

Konkret sieht das Abkommen die sofortige Lieferung von 70 taktischen ballistischen Kurzstreckenraketen des Typs ATACMS (Modell M39) vor, die trotz ihrer Reichweite von rund 165 Kilometern durch schwere Sprengköpfe eine erhebliche strategische Wucht entfalten können.

Zusätzlich transferiert die Türkei zwölf schwere Mehrfachraketenwerfer des Typs M270 MLRS, die im Vergleich zu den bekannten HIMARS-Systemen die doppelte Feuerrate besitzen. Abgerundet wird die Lieferung durch mehr als 2.500 ungelenkte Streumunitions-Raketen sowie rund 47,000 schwere Artilleriegranaten des Kalibers 203mm, die vor allem für ukrainische Haubitzen vom Typ „Pion“ dringend benötigt werden.

The M57A1 Army Tactical Missile System missile is fired over the cab of an M142 High Mobility Artillery Rocket System launcher. New battle conditions call for the Army to have precision lethal and nonlethal fires that can be fired from land to produce effects in all domains, as joint, multidomain operations are expected to be increasingly common. (U.S. Army photo)

Win-Win-Situation für Ankara und Kiew

Die US-Regierung signalisierte bereits ihre volle Bereitschaft, dem sogenannten Drittstaaten-Transfer zuzustimmen, da das Geschäft mit den amerikanischen Zielen zur Unterstützung der Ukraine im Einklang stehe.

Aus den offiziellen Dokumenten geht hervor, dass es sich um eine strategische Win-Win-Situation für beide Partner handelt. Die Türkei nutzt den Verkauf gezielt, um ältere, in die Jahre gekommene Rüstungsbestände aus ihren Lagern abzugeben.

Die dadurch freiwerdenden finanziellen Mittel in dreistelliger Millionenhöhe sollen direkt in die Modernisierung und den Erhalt der eigenen, hochmodernen heimischen Verteidigungssysteme fließen.

Die Ukraine wiederum erhält durch den Deal in Rekordzeit schwere Offensiv- und Defensivwaffen, deren Bestände in den westlichen Lagern zuletzt als stark erschöpft galten.

Die Logistik des gigantischen Waffentransfers wird laut den offiziellen Papieren über ein Netzwerk aus autorisierten türkischen, bulgarischen und amerikanischen Verteidigungs- und Transportunternehmen abgewickelt.

Da sich sowohl das US-Repräsentantenhaus als auch der Senat derzeit in der parlamentarischen Sommerpause befinden, gilt ein Veto der Abgeordneten als nahezu ausgeschlossen. Wenn die gesetzliche 15-tägige Prüffrist ohne Einspruch verstreicht, tritt die Genehmigung automatisch in Kraft, sodass die ersten Waffenlieferungen aus der Türkei noch Ende August in der Ukraine eintreffen könnten.

 


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