PKK-Terror
Erdogan: Westen schweigt über PKK-Bombenanschlag im kurdischen Dorf

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kritisierte am gestrigen Dienstag das Schweigen des Westens über den tödlichen PKK-Anschlag, bei dem am vergangenen Donnerstag 13 Einwohner des Dorfes Dürümlü im Diyarbakirer Distrikt Sur ihr Leben verloren.

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Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kritisierte am gestrigen Dienstag das Schweigen des Westens über den tödlichen PKK-Anschlag, bei dem am vergangenen Donnerstag 13 Einwohner des Dorfes Dürümlü im Diyarbakirer Distrikt Sur ihr Leben verloren. Erdogan sprach auf der dritten Tagung der Minister für Wasserwirtschaft der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC). Er übte scharfe Kritik an der westlichen Heuchelei, wenn es um Terroranschläge gehe:

Eine Riesenexplosion fand am Donnerstag statt – irgendwo 20 Kilometer vom Zentrum der Stadt Diyarbakir entfernt. Eine Bombe von zehn bis 15 Tonnen Gewicht ging hoch. Dieses Ereignis sollte auf der ganzen Welt eine heftige Reaktion auslösen. Doch der Westen hüllt sich in Schweigen, obwohl die separatistische Terrororganisation PKK sich zu dem Anschlag bekannt hat.“

Der Präsident wies darauf hin, dass Anschläge in Europa ernster genommen würden als die in der Türkei oder Pakistan. Erdogan erklärte: „Es gab auch zuvor viele Terroranschläge, doch die Welt schwieg immer dazu. Aber findet ein Anschlag in Paris oder Brüssel statt, ist der Aufruhr groß – nichts zu vernehmen ist, wenn ein Terrorakt in Lahore, Ankara oder Diyarbakir verübt wird.“

Erdogan führte weiter aus, dass die Türkei sowohl die PKK als auch den IS (Daesh) weiterhin bekämpfen werde. „Die Türkei wird ihren Kampf nicht nur gegen die PKK und den IS (Daesh), sondern auch gegen viele andere Organisationen fortsetzen“, unterstrich er und fügte hinzu, dass schmutzige Allianzen, die unter dem Vorwand geschmiedet würden, den IS (Daesh) zu bekämpfen, den Weg für größere Probleme in der Zukunft ebneten.

Erdogan ging auch auf die Haltung der Europäischen Union beim Thema der versprochenen finanziellen Hilfe für die Flüchtlinge in der Türkei ein – die EU-Staaten handelten so, als würden sie der Türkei eine Spende zukommen lassen, so Erdogan. „Sie wollen, dass wir für die Flüchtlinge Projekte entwickeln. Wir haben bereits Projekte in 26 Flüchtlingscamps laufen. Wenn der versprochene Betrag hier ankommt, können wir die Situation unserer Gäste weiter verbessern“, erklärte er.

Die EU hatte als Teil einer Vereinbarung mit dem Ziel, die Situation der in der Türkei Schutz gefundenen Flüchtlinge zu verbessern, einen zusätzlichen Betrag in Höhe von drei Milliarden Euro zur Unterstützung Ankaras zugesagt. Die zuständigen türkischen Behörden haben bereits mehrmals explizit darauf hingewiesen, dass das Geld ausschließlich für die Flüchtlinge verwendet würde.

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