Start Politik Ausland Treffen in Sarajewo Gürtel für Erdogan: Profiboxer Sükrü Altay hält Versprechen

Treffen in Sarajewo
Gürtel für Erdogan: Profiboxer Sükrü Altay hält Versprechen

"Ich war so aufgeregt wie bei der Geburt meines Sohnes", so der Kemptener Boxer bei einem Gespräch mit NEX24 nach seiner Begegnung mit dem türkischen Staatsführer. Er sei sehr glücklich, Erdogan endlich getroffen zu haben.

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Sarajewo (nex) – Vor seinem Kampf um die internationale deutsche Meisterschaft in der Heilbronner Kolbenschmidt-Arena am 12. Mai versprach der deutsch-türkische Profiboxer Sükrü Altay im Fall eines Sieges seinen Gürtel dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu schenken.

Nun hat der Familienvater sein Versprechen wahr gemacht: Bei einem Treffen in Sarajewo übergab der 33-Jährige am Sonntag seinen Gürtel Erdogan.

„Ich war so aufgeregt wie bei der Geburt meines Sohnes“, so der Kemptener Boxer bei einem Gespräch mit NEX24 nach seiner Begegnung mit dem türkischen Staatsführer. Er sei sehr glücklich, Erdogan endlich getroffen zu haben.

„Ich hatte es versprochen und ich habe mein Versprechen gehalten. Ich habe ihm meinen Gürtel übergeben“, sagte Altay weiter.

Altay hatte einen Sieg gegen den serbischen Boxer Alexandar Jankovic (35) durch technisches K.O. errungen. Der Ringrichter brach den Kampf in der fünften Runde ab, nachdem Jankovic bereits in den Runden zuvor zweimal zu Boden gegangen war. Das war Altays fünfter Kampf als Profi im Halbschwergewicht – auch in seinen ersten vier Kämpfen bezwang er seine Gegner durch K.O.

Kampf gegen Erdogan-Kritiker Arik Ünsal

Trotz seiner Erfolge als Profikämpfer machte Altay bisher eher durch seine Unterstützung für den türkischen Präsidenten Erdogan von sich reden.

Im Vorfeld des Verfassungsreferendums in der Türkei im April 2017 hatte ein weiterer deuschtürkischer Profiboxer namens Ünsal Arik für ein „Nein“ geworben und dabei auch Sendungen wie das SAT1-Frühstücksfernsehen und die Show des umstrittenen Moderators Jan Böhmermann genutzt, um gegen Regierungsbefürworter auszuholen. Sinngemäß forderte der 36-jährige Superweltergewichtler unter anderem in Deutschland lebende Anhänger des türkischen Präsidenten dazu auf, das Land zu verlassen. Altay forderte daraufhin in einem viral gegangenen Video Arik zum Kampf heraus.

Erdogan in Sarajewo

Der türkische Staatspräsident landete heute in Sarajevo, um in der Halle der Olympischen Spiele vor Tausenden Anhängern aus ganz Europa eine Rede zu halten. Bosnische Behörden sprechen von 15.000 Besuchern. Laut Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) seien mehr als 30.000 Auslandstürken nach Sarajevo angereist, mindestens 8.000 davon sollen aus Deutschland mit Bussen gekommen sein. Da Deutschland und Österreich Wahlkampfauftritte Erdogans aus angeblich sicherheitsbedenklichen Gründen nicht zuließen, wurde das Treffen in Bosnien organisiert.

 

 

 

 

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