Nikosia – Im Vorfeld des Qualifikationsspiels zur UEFA Conference League zwischen dem zypriotischen Klub AEK Larnaka und der israelischen Mannschaft Beitar Jerusalem ist es in der Küstenstadt Larnaka zu schweren Ausschreitungen und koordinierten Angriffen gekommen.
Die zypriotischen Sicherheitsbehörden hatten die sportliche Begegnung aufgrund der politisch hochgradig aufgeladenen Fan-Szenen bereits im Vorfeld als Hochrisikospiel eingestuft. Dennoch gelang es einem massiven Polizeiaufgebot nicht, gewaltsame Konfrontationen im Stadtzentrum und im unmittelbaren Umfeld der AEK-Arena zu verhindern. Die Vorfälle reihen sich ein in eine weltweit messbare Zunahme von gezielten Anfeindungen und körperlichen Übergriffen auf israelische Staatsbürger im Ausland.
Politisch aufgeladene Belagerung vor dem Fan-Hotel
Die Eskalation begann bereits in der Nacht vor dem eigentlichen Spieltag, als sich eine organisierte Gruppe von rund fünfzig Hooligans der zypriotischen Heimmannschaft gezielt zu dem Hotel begab, in dem die mitgereisten Auswärtsfans aus Jerusalem untergebracht waren.
Die Angreifer belagerten das Gebäude, zündeten Pyrotechnik und skandierten lautstark dezidiert politische sowie beleidigende Parolen wie „Free Palestine“, „Fuck Israel“ und „Fuck Beitar“.
Massenproteste und Jagdszenen am Stadionumfeld
Am Spieltag selbst verlagerten sich die Auseinandersetzungen in das direkte Umfeld des Stadions, wo sich die Umgebung laut Augenzeugenberichten in ein Schlachtfeld verwandelte.
Fast einhundert Personen waren an den darauffolgenden Massenschlägereien beteiligt, bei denen zypriotische Hooligans mit Schlagstöcken und Steinen auf die anreisenden israelischen Fans losgingen. In den sozialen Netzwerken verbreitete sich zudem ein verifiziertes Video, welches zeigt, wie eine Gruppe von Angreifern brutal auf einen einzelnen Beitar-Unterstützer einprügelt. Kurz vor dem Anpfiff kam es auch auf den Tribünen im Stadion zu kurzen Konfrontationen, die jedoch rasch unter Kontrolle gebracht werden konnten.
Schwere Verletzungen und juristische Konsequenzen
Die Bilanz der Straßenschlachten ist erheblich. Zwei israelische Fans wurden im Verlauf der Jagdszenen von einer Übermacht zypriotischer Angreifer brutal zusammengeschlagen, erlitten schwere Verletzungen im Kopfbereich und mussten umgehend in ein örtliches Krankenhaus eingeliefert werden.
Die zypriotische Polizei schritt schließlich ein und nahm im Umfeld der Arena insgesamt sieben Personen fest, darunter sechs zypriotische Staatsbürger sowie einen israelischen Fan.
Für den verhafteten israelischen Staatsbürger folgten die juristischen Konsequenzen im Expressverfahren. Entgegen ersten Berichten über eine aktive Teilnahme an den Schlägereien wurde der 24-jährige Mann von den zypriotischen Behörden in Gewahrsam genommen, weil er während der Tumulte außerhalb des Stadions einen Polizeibeamten schwer beleidigt haben soll.
Der Beschuldigte wurde am Freitag direkt dem Bezirksgericht von Larnaka vorgeführt, wo er sich der Beamtenbeleidigung für schuldhaft befand. Das Gericht verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.200 Euro, welche von ihm umgehend beglichen wurde, woraufhin die Behörden ihn aus dem Gewahrsam entließen. Die Ermittlungen zu den beteiligten zypriotischen Rädelsführern dauern unterdessen an.
Tensions boiled over in Cyprus before the Conference League match between AEK Larnaca and Beitar Jerusalem.
AEK fans raided the Israeli team’s hotel chanting “Free Palestine” and “Fuck Israel.” Clashes erupted on match day, leaving the stadium surroundings like a warzone.
Two…
— The Thinker (@ottomanenglish) July 24, 2026

