Fernsehen
TV-Tipp: Abdelkarim in „Die Pierre M. Krause Show“
Baden-Baden (nex) – Ist er nun ein deutscher Marokkaner? Oder ein marokkanischer Deutscher? Oder gar Bielefelder? Egal, denn eines ist Abdelkarim auf jeden Fall: wahnsinnig lustig.
Abdelkarim tritt regelmäßig in TV-Sendungen wie der „heute show“ oder der „Anstalt“ auf, seine eigene Sendung „Standupmigranten“ lief mehrere Staffeln lang in EinsPlus.
Der gefeierte Stand-up-Comedian ist in diesem Jahr nach seinem mehrfach preisgekrönten Programm „Zwischen Ghetto und Germanen“ mit seinem neuen Programm „Staatsfreund Nr.1“ unterwegs. Irgendwo zwischen Comedy und Kabarett hat er sich zu einem der angesehensten Comedians des Landes hochgespielt und erklärt Moderator Pierre M. Krause, was ein „Deeskalations-Nafri“ ist.
Imany hatte 2016 mit „Don´t Be So Shy“ ihren ersten großen Hit, sie trat unter anderem beim „SWR3 New Pop Festival“ auf, jetzt ist sie mit einem neuem Album am Start: Sie präsentiert live in der Pierre M. Krause Show ihren aktuellen Hit „Silver Lining (Clap your Hands)“.
Schicksalswahlen im Saarland
Trump? Brexit? Die Bundestagswahl im September? Es gibt Wahlen, die das Schicksal der Welt beeinflussen. Aber eine geriet dabei fast in Vergessenheit: die Landtagswahl im Saarland. Journalistenlegende Pierre M. Krause hat sich in einem mehrmonatigen Roadtrip durch das Saarland investigativ den Bewohnern dieses rätselhaften Landstriches genähert. Und findet Antworten auf Fragen, die vor ihm niemand gestellt hat.
Abdelkarim bei „Spätschicht“
https://www.youtube.com/watch?v=XupS_7pNfGs
Wahlen
NRW-Umfrage: Grüne verlieren fast 50 Prozent ihrer Wähler
Hamburg (nex) – Wenn schon jetzt, und nicht erst am 14. Mai, der Landtag in Nordrhein-Westfalen gewählt würde, könnte die SPD mit 40 Prozent rechnen und läge damit 13 Prozentpunkte vor der CDU, die auf 26 Prozent käme.
Drittstärkste Kraft wäre die FDP mit 11 Prozent. Die Grünen dagegen hätten mit 6 Prozent ihr Wahlergebnis von 2012 (11,3 Prozent) fast halbiert.
Damit wäre die Fortsetzung der rot-grünen Koalition zurzeit nicht möglich. Eine regierungsfähige Mehrheit hätte nun allerdings ein sozialliberales Bündnis aus SPD und FDP. Die Linke wäre mit 5 Prozent im Düsseldorfer Landtag vertreten, in den mit 7 Prozent erstmals auch die AfD einziehen würde.
Für das Magazin stern, den Fernsehsender RTL und die Tageszeitung Kölner Stadt-Anzeiger befragte das Forsa-Institut vom 9. bis 20. Januar und vom 20. Februar bis 10. März jeweils über 1000 Wahlberechtigte an Rhein und Ruhr. Danach verbesserte sich die SPD seit der Nominierung ihres Kanzlerkandidaten Martin Schulz um fünf Prozentpunkte, weil sie frühere Wähler aus dem Nichtwähler-Lager zurückgewinnt und auch von Verlusten der CDU (minus 3) und anderen Parteien in diesem Zeitraum profitiert.
Könnten die Bürger in Nordrhein-Westfalen ihren Ministerpräsidenten direkt wählen, würden sich momentan 55 Prozent für SPD-Regierungschefin Hannelore Kraft und 23 Prozent für CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet entscheiden. Selbst von den CDU-Anhängern würden mehr für Kraft (45 Prozent) als für Laschet (39 Prozent) stimmen. Allerdings ist die Popularität der SPD-Ministerpräsidentin nicht mehr so ausgeprägt wie noch im Herbst 2015, als sie von 63 Prozent direkt gewählt worden wäre.
„Ihre abnehmende Beliebtheit“, sagt Forsa-Chef Manfred Güllner, „wird aber durch den Schulz-Effekt kompensiert, den wir mit unseren beiden Erhebungen auch in Nordrhein-Westfalen registriert haben.“ Dieser Effekt wirkt sich ebenso auf die Bundestagswahlabsichten aus. Würde neben dem NRW-Landtag nun auch der Bundestag gewählt, käme im bevölkerungsreichsten Bundesland die SPD aktuell auf 35 Prozent (plus 8 seit Januar), die CDU auf 33 (minus 4). Die Grünen landeten bei 6 Prozent (minus 3), die FDP bei 9 (plus 2), die Linke bei 5 (minus 2) und die AfD bei 7 (minus 1).
Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 9. bis 20. Januar und vom 20. Februar bis 10. März 2017 im Auftrag des Magazins stern, des Fernsehsenders RTL und der Tageszeitung Kölner Stadt-Anzeiger 1072 bzw. 1040 repräsentativ ausgesuchte Wahlberechtigte in NRW, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.
Auch interessant
Referendum: Grünen-Politikerin Öztürk bringt türkische Politik nach Deutschland
Gesundheit
Selfies fördern Verbreitung von Kopfläusen
Baierbrunn (ots) – Von Kopfläusen werden neben acht- bis elfjährigen Kindern zunehmend auch weibliche Teenager befallen.
„Die Mädels stecken beim Selfie-Machen gerne die Köpfe zusammen“, sagt Professor Hermann Feldmeier vom Institut für Mikrobiologie und Hygiene an der Berliner Charité im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.
Läuse gelangen fast immer durch direkten Haarkontakt auf den nächsten Kopf. „Eine Übertragung durch Textilien und Gegenstände ist zwar theoretisch denkbar, spielt aber praktisch keine Rolle“, so Feldmeier.
In Studien wurden an Kopfbedeckungen und Bettwäsche betroffener Kinder keine Läuse gefunden. Sollte doch einmal ein Exemplar den Kopf verlassen, hat es schlechte Karten: „Bereits nach vier Stunden ohne Blut ist die Laus so stark ausgetrocknet, dass sie nicht mehr saugen kann“, erklärt der Experte.
Deshalb sind die von vielen Eltern betriebenen Desinfektions- und Hygienemaßnahmen überflüssig.
Tourismus
Ukraine und Türkei unterschreiben Vertrag für passfreies Reisen
Ankara (nex) – Die Türkei und die Ukraine haben einen Vertag über das passfreie Reisen ihrer Staatsangehörigen in das jeweils andere Land unterzeichnet. Demnach soll die Vorlage eines Personalausweises reichen. Der Schritt soll einen Beitrag zur Förderung des Tourismus leisten.
Der Vertrag wurde Medienberichten zufolge am gestrigen Dienstag während des auf Einladung des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim erfolgten Ankarabesuchs seines ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Hrojsman unterzeichnet.
„Wir haben einen Vertrag unterzeichnet, der er den Staatsangehörigen beider Länder die Reise mit lediglich ihrem Personalausweis ermöglichen wird“, gab Yildirim auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Hrojsman in Ankara bekannt.
Die Türkei versucht die Zahl der Touristen aus der Ukraine und Russland zum Ausgleich des möglichen Rückgangs der Zahl der Touristen aus europäischen Ländern zu erhöhen.
Yildirim und Hrojsman unterzeichneten weitere gemeinsame Verträge.
Die beiden Regierungschefs hätten des Weiteren ihre Ansichten bezüglich der Diversifizierung der bilateralen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen ausgetauscht. Yildirim erklärte, dass die Türkei durch das visafreie Reisen eine Zunahme der Touristenzahl aus der Ukraine erwarte.
Auch interessant
Türkei: Antalya erwartet 2017 fast 8 Millionen Touristen
Kampf gegen Rassismus
Türkei: Erdogan kündigt Intensivierung des Kampfes gegen Rassismus in Europa an
Ankara (nex) – Die Türkei wird ihre Bemühungen im Kampf gegen Rassismus, Islamophobie und Ausländerfeindlichkeit auf allen internationalen Plattformen, vor allem in der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), deren Vorsitz sie zurzeit sie innehat, intensivieren. Dies gab der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am heutigen Dienstag auf einer Ärztetagung bekannt.
„Das ist nicht eine Sache, die nur die Türkei betrifft“, betonte er. „Dieser Faschismus, der sein schmutziges Gesicht zeigt, hat auf alle in Europa lebenden Muslime und Ausländer einen negativen Einfluss.“
Erdogan rief die in Deutschland und den Niederlanden lebenden Türken, Muslime und Ausländer dazu auf, keine türkenfeindlichen Parteien zu wählen.
In einem neuen Verbalangriff auf die Niederlande sagte der türkische Präsident, dass sie für das größte Massaker in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg verantwortlich seien.
„Wir kennen die Niederlande und die Niederländer vom Massaker von Srebrenica her“, erklärte er. „Wir wissen, was für einen verdorbenen Charakter sie haben, den sie beim Massaker an 8.000 Bosniaken gezeigt haben.“
1995 wurden im ostbosnischen Srebrenica mehr als 8.000 muslimische Bosniaken – fast ausschließlich Männer und Jungen – trotz Anwesenheit des niederländischen UN-Bataillons Dutchbat von bosnischen Serben massakriert
Zum Thema
Srebrenica: Türkischer Regisseur dreht ersten Film über Genozid von Bosnien
Ankara: Erdogan kündigt weltweiten Kampf gegen Islamophobie und Rassismus an
Russisch-türkische Beziehungen
Trotz Putin-Erdogan-Treffen: Sanktionen gegen türkische Produkte sollen bleiben
Moskau (nex) – Russland ist zwar zurzeit dabei, Wirtschaftssanktionen gegen mehrere türkische Waren aufzuheben, doch einige Agrarprodukte mit einem Gesamtmarktanteil von 425 Millionen US-Dollar bleiben laut den von der Nachrichtenagentur Anadolu zusammengestellten Daten, nach wie vor auf der schwarzen Liste.
Am 1. Januar 2016 hatte Moskau nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets über türkischem Luftraum Sanktionen gegen die Türkei verhängt. Der Vorfall hatte monatelange diplomatische Spannungen zur Folge, die mit dem Normalisierungsprozess im vergangenen Sommer wieder beigelegt werden konnten.
Erst vor Kurzem hat Moskau das Einfuhrverbot für Zwiebeln, Nelken, Salz, Blumenkohl und Brokkoli aus der Türkei aufgehoben, jedoch nicht das gegen Tomaten, Trauben, Geflügel, Tomaten, Gurken, Äpfel, Birnen und Erdbeeren
Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS Medienberichten zufolge gemeldet habe, hege die russische Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor nicht die Absicht, die Sanktionen gegen diese Produkte aus der Türkei in naher Zukunft aufzuheben.
„Diese Sanktionen bleiben“, habe die Sprecherin des russischen Lebensmittelamts Julia Melano laut TASS erklärt und hinzugefügt: „Wir haben nicht vor, diese aufzuheben. Mit Sicherheit nicht in naher Zukunft.“
Zum Thema
Moskau: Einige türkische Agrarprodukte weiterhin sanktioniert
Gesundheit
NRW: Gelsenkirchen Spitzenreiter bei Krankmeldungen
Köln (ots) – In Bonn und Köln melden sich die Menschen mit rund zwölf und 13 Tagen am seltensten in NRW arbeitsunfähig. Herne und Gelsenkirchen sind hingegen Spitzenreiter, wenn es ums Krankmelden geht.
Die Arbeitnehmer melden sich in den beiden Städten im Ruhrgebiet mit mehr als 20 Tagen am häufigsten krank. Das hat eine Studie der Techniker Krankenkasse für das Jahr 2016 ergeben. Die Zahlen für NRW liegen dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch-Ausgabe) exklusiv vor.
Im Ruhrgebiet sind demnach die Menschen öfter krank als in Verwaltungs- und Universitätsstädten wie Köln, Bonn, Düsseldorf oder Münster. Für den aktuellen Gesundheitsreport der TK wurden die Fehltage der 4,8 Millionen TK-Versicherten analysiert, von sowohl Erwerbstätige als auch Empfängern von Arbeitslosengeld I.
Im Bundesvergleich liegt NRW mit 15,5 Krankheitstagen pro Kopf im vorderen Drittel, wie Albrecht Wehner von der TK mitteilt. Meistens müssen Menschen in NRW wegen Muskel- und Skeletterkrankungen zu Hause bleiben, gefolgt von psychischen Krankheiten.
Laut der Kölner Gesundheitsökonomin Stephanie Stock müssen Unternehmen vermehrt darauf achten, dass das Arbeitsklima gesundheitsfreundlich ist – Stress durch ständige Erreichbarkeit oder Überarbeitung schlage auf die Gesundheit.
Auch interessant
Anstieg psychischer Erkrankungen
Kernenergie
Türkei: Atomkraftwerk Akkuyu soll bereits 2023 in Betrieb gehen
Istanbul (nex) – Das sich im Bau befindende Akkuyu Kernkraftwerk in der Türkei werde voraussichtlich im Jahre 2023 in Betrieb gehen. Dies teilte der türkische Minister für Energie und Bodenschätze Berat Albayrak über den Mikrobloggingdienst Twitter mit. Das Akkuyu Projekt werde für die Türkei eine neue Ära einleiten.
Albayrak teilte mit, dass er die Baufortschritte am Kernkraftwerk Akkuyu – dem 60-jährigen „Nukleartraum“ der Türkei – vor Ort begutachtet habe.
Albayrak wies auf die enorme Bedeutung des Akkuyu AKWs hinsichtlich der Kapazitäten hin und fügte hinzu:
„Akkuyu wird mit seiner ‚3+-Technologie‘ über die besten Sicherheitsstandards verfügen. Das Kernkraftwerk Akkuyu, die größte Investition in der Geschichte der Republik, wird die Türkei nicht nur in der Stromerzeugung nach vorne bringen, sondern die Türkei wird auch die Fähigkeit der breitgefächerten friedlichen Nutzung der Kernenergie erlangen, und zwar angefangen mit der Nuklearmedizin über die -industrie und der Weltraumtechnologie bis hin zur Landwirtschaft.In Akkuyu gab es bereits 1968 erste Pläne für ein Kernkraftwerk, die aber eingestellt wurden. Ab 2006 lebten die Pläne unter der damaligen Erdogan-Regierung wieder auf. Wie 2010 in einem türkisch-russischen Abkommen vereinbart, soll das Kraftwerk vom russischen Unternehmen Atomstroiexport errichtet und zunächst auch betrieben werden. Später soll das Akkuyu-Kraftwerk in den Besitz türkischer Unternehmen übergehen. Die Baukosten werden mit 20 Milliarden US-Dollar angegeben.
Auch interessant
Weltgrößter Flughafen: Mitarbeiterzahl steigt auf über 17.000
Gesellschaft
Wegen Kopftuch: Muslimische Ärztin des Fitnessstudios verwiesen
Von Caglar S. Efe
Eman Sobh ist 45 Jahre alt und Muslima. Wegen ihres Kopftuchs wurde sie des Fitnessstudios verwiesen.
Nach ihrem Probetraining, mit Kopftuch, meldete sich die Ärztin beim Fitnessstudio “LifePark Max“ an. Bereits nach der zweiten Sporteinheit stellte man sie vor die Wahl: Entweder sie legt ihre Kopfbedeckung ab, oder sie verlässt das Fitnessstudio. Sie entschied sich wütend für zweiteres: „Man hat mich rausgeworfen“, erzählt sie gegenüber dem „Donaukurier“.
Das Kopftuch ist und bleibt Privatsache
Auch mangelnde Beratung ist hier das Problem, denn hätte man sie zu Beginn über das Kopftuchverbot während des Trainings informiert, wäre es erst gar nicht zum Vertragsabschluss gekommen, betont sie. Deshalb lehnt sie auch das Angebot des Fitnessstudiobetreibers, ihr ein Sonderkündigungsrecht zu gewähren, ab. Denn für sie steht ganz klar fest: „Was ich trage, ist meine Privatsache, solange ich andere damit nicht beeinträchtige. Mir mein Kopftuch zu verbieten ist eine Diskriminierung.“
Mehr Toleranz
Die Ägypterin ist gekränkt und fordert mehr gesamtgesellschaftliche Toleranz gegenüber kopftuchtragenden Muslimas ein: „In Ägypten liegen Touristinnen topless am Strand, keine Ausländerin wird gezwungen, Kopftuch zu tragen. Kanzlerin Angela Merkel hat gesagt, dass der Islam zu Deutschland gehört. Ich bin gekommen, um hier in Freiheit zu leben. Ich habe gekämpft, um einen Platz in diesem Land zu finden. Ich fühle mich in meiner Würde verletzt.“ Um anderen Frauen derartige Vorfälle zu ersparen, hat sie das Training in dem besagten Fitnessstudio beendet.
Kleidungsvorschriften und Struktur
Volker Beitler, Inhaber des Fitnessstudios, betont die problematische, gar abschreckende Wirkung der Kopfbedeckung gegenüber den Kunden: „So ein großes Kopftuch beim Training zu tragen ist schwierig, nicht nur aus hygienischen Gründen. Es wirkt auf andere Mitglieder womöglich befremdlich. Genauso, als würde jemand im Rock trainieren oder mit Jeans.“
Das Kopftuch ist nicht Teil seiner Kleiderordnung, welche Sportkleidung ausdrücklich vorschreibt, und an die sich alle Besucher des Fitnessstudios halten sollen. „Wir wollen auch nicht, dass jemand mit Straßenschuhen oder nacktem Oberkörper trainiert. Männer sollten auch keine Träger-Shirts anziehen.“
Beitler zufolge müsse man sich seinem Umfeld entsprechend verhalten, denn nur so könne man eine gewisse Struktur dafür schaffen. Der Glaube spiele dabei gar keine Rolle. „Aber ganz ehrlich: Wenn ich eine Moschee betrete, dann ziehe ich auch die Schuhe aus.“
Angst um seine Kunden
Nachdem Eman Sobh die Alternativvorschläge Beitlers, sprich das Tragen eines sportlicheren Kopftuchs oder eines Käppis sowie das Recht auf Sonderkündigung, ablehnte, beteuerte der Inhaber seine Kompromissbereitschaft und die Angst vor Kundenverlust: „Es gibt für mich nichts Schlimmeres, als einen Kunden oder eine Kundin zu verlieren. Aber wir müssen versuchen, es möglichst allen Leuten recht zu machen. Wenn Mitglieder nicht gut auf so ein Kopftuch reagieren, dann schafft das eine schlechte Stimmung. Ich hasse solche Situationen wie die Pest.“
Dennoch hält Beitler an seiner Meinung fest und möchte das Kopftuch auf Kosten seiner Mitglieder nicht erlauben: „Ich sehe halt die Gefahr, dass es Schule macht und dies auf Widerstand meiner Mitglieder stößt.“
Auch interessant
USA: Muslima nimmt mit Kopftuch an Miss-Wahl teil
Zahlungslösungen
Moskau: Putin möchte mit Türkei eigenes Kreditkarten-Bezahlsystem aufbauen
Moskau (nex) – Der russische Staatspräsident Wladimir Putin hat seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan bei dessen Moskaubesuch den Vorschlag unterbreitet, die Infrastruktur des russischen Zahlungssystems „Mir“ aufzubauen. Das System war 2015 zur Deckung lokaler Kreditkartenzahlungen in Rubel errichtet worden.
Sollte die Türkei die Infrastruktur dieses Systems aufbauen, würde dies bedeuten, dass Zahlungen zwischen den beiden Ländern direkt erfolgen können. Offensichtlich sollen im bilateralen Handel lokale Währungen verwendet werden.
Mir, wie auch das türkische Bezahlsystem Troy, soll die lokale Begleichung von Kreditkartenschulden ermöglichen.
Das System ist zwar noch nicht weltweit wie die Mastercard oder Visa einsetzbar, aber genau das ist das Ziel von Mir: diese beiden internationalen Bezahlsysteme zu umgehen.
Errichtet wurde Mir, um den wegen der Ukraine-Krise verhängten Sanktionen entgegenzutreten. Die Kreditkartenfirmen Visa- und Mastercard hatten ihre Dienste für Kunden einiger russischer Banken eingestellt.
Auch interessant
Erdogan sagt Dollar Kampf an: Türkei will Handel mit Lira und Rubel betreiben

