Israel
Israelische Wirtschaft verlor 57 Mrd. Dollar durch Gaza-Krieg

Zentralbank-Bericht: Israel verzeichnet 57 Mrd. Dollar Verlust durch Gaza-Krieg. Die Kosten des eskalierenden Iran-Krieges sind in dieser Bilanz nicht enthalten.

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Teheran – Nach Berechnungen der israelischen Zentralbank belaufen sich die wirtschaftlichen Einbußen nach zwei Jahren Krieg auf über 57 Milliarden US-Dollar. In diesen Zahlen sind die Kosten des aktuell eskalierenden Iran-Krieges nicht enthalten.

Der Bericht der israelischen Zentralbank dokumentiert die ökonomische Lage nach zwei Jahren militärischer Auseinandersetzungen im Gazastreifen. Mit einem Gesamtschaden von über 57 Milliarden US-Dollar steht das Land vor einer fiskalischen Herausforderung, die erhebliche Auswirkungen auf den Staatshaushalt hat. Die Verluste entsprechen einem Rückgang von etwa 8,6 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP), was eine tiefgreifende Erschütterung der gesamten Wirtschaftsstruktur darstellt.

Dieser Einbruch resultiert aus einer Kombination verschiedener Faktoren. Primär belasten die massiv gestiegenen Verteidigungsausgaben das Budget, während gleichzeitig die Steuereinnahmen sinken. Der großflächige Ausfall von Arbeitskräften durch die Mobilisierung von Reservisten hat die Produktion in vielen Sektoren gelähmt, berichtet Bloomberg.

Besonders der Bausektor und die Landwirtschaft leiden unter dem Mangel an Arbeitskräften. Parallel dazu kam es zu einem fast vollständigen Stillstand im Tourismussektor, der traditionell eine wichtige Devisenquelle darstellt. Hotels, Fluggesellschaften und lokale Dienstleister verzeichnen seit Monaten massive Umsatzeinbußen ohne Aussicht auf kurzfristige Besserung.

Zudem verzeichneten technologieorientierte Exporte – über Jahre hinweg der wichtigste Wachstumsmotor – einen deutlichen Rückgang, da internationale Investoren aufgrund der anhaltenden Instabilität zunehmend vorsichtiger agieren und Kapital aus der Region abziehen. Die Zentralbank weist explizit darauf hin, dass die Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP stark angestiegen ist. Dies schränkt den finanziellen Spielraum für künftige soziale Investitionen, Bildung oder notwendige Infrastrukturprojekte massiv ein und erhöht die Zinslast für kommende Haushalte.

Ein zentraler Aspekt des vorliegenden Berichts ist die zeitliche Abgrenzung der erhobenen Daten. Die berechneten 57 Milliarden Dollar beziehen sich ausschließlich auf die direkten und indirekten Folgen des Gaza-Krieges bis Ende des Jahres 2025. Die wirtschaftlichen Schockwellen des seit Anfang 2026 eskalierenden Iran-Krieges sind in dieser Bilanz noch nicht enthalten.

Ökonomen warnen bereits davor, dass eine direkte und anhaltende Konfrontation mit Teheran die Kosten für Luftverteidigungssysteme, militärische Logistik und die potenzielle Zerstörung kritischer Infrastruktur in Dimensionen treiben könnte, die den bisherigen Schaden weit übertreffen.

Die israelische Wirtschaft steht somit vor der Situation, dass während der statistischen Dokumentation der Schäden der vergangenen zwei Jahre bereits die nächste, potenziell kostspieligere Welle ökonomischer Belastungen einsetzt. Ohne signifikante externe Finanzspritzen oder eine grundlegende Änderung der geopolitischen Rahmenbedingungen droht der Wirtschaft eine langanhaltende Rezession, deren Folgen über Generationen hinweg spürbar bleiben könnten.

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