Immobilienmarkt
Immobilienpreis-Ranking: Münchner Altstadt fast doppelt so teuer wie Berlin-Mitte

Ein aktuelles immowelt Ranking der Angebotspreise von Wohnimmobilien in den Stadtteilen der 15 größten deutschen Städte zeigt

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Ein aktuelles immowelt Ranking der Angebotspreise von Wohnimmobilien in den Stadtteilen der 15 größten deutschen Städte zeigt:

  • Spitzenpreise im Münchner Zentrum: Altstadt-Lehel (12.689 Euro pro Quadratmeter) führt Ranking an – 11 der 20 teuersten Viertel befinden sich in München
  • Berlin nur zweimal unter den teuersten 50 – Mitte (6.647 Euro) halb so teuer wie Münchner Zentrum
  • Hochpreisiges Hamburg: Harvestehude (10.241 Euro) und Rotherbaum (9.859 Euro) sind kostspieligste Stadtteile außerhalb Münchens
  • Große Preisunterschiede innerhalb der Metropolen: Randlagen wie Hamburg-Neuenfelde oder Berlin-Neu-Hohenschönhausen bis zu 45 Prozent günstiger als der jeweilige Stadtdurchschnitt

Wer in den exklusivsten Wohnlagen deutscher Großstädte eine Immobilie erwerben will, muss mit Quadratmeterpreisen in fünfstelliger Höhe rechnen. Wie ein aktuelles immowelt Ranking der Angebotspreise von Wohnimmobilien in den Stadtteilen der 15 größten deutschen Städte zeigt, knacken die begehrtesten Gegenden in München und Hamburg die 10.000-Euro-Marke.

Vor allem die bayerische Landeshauptstadt spielt preislich in einer eigenen Liga – in der Münchner Altstadt kosten Immobilien fast doppelt so viel wie in Berlin-Mitte. Ganz anders sieht es am unteren Ende des Preisrankings aus: Hier finden sich vor allem Viertel in weniger wohlhabenden Großstädten wie Duisburg oder Bremen mit Quadratmeterpreisen unter 2.000 Euro.

„Das Preisgefälle zwischen den Wohnlagen in deutschen Großstädten ist enorm, sagt immowelt CEO Theo Mseka. „Besonders in den exklusivsten Gegenden Münchens haben die Immobilienpreise ein Niveau erreicht, das selbst die teuersten Berliner Ecken weit hinter sich lässt. Lediglich in Hamburg können einige Stadtteile mit den Münchner Spitzenpreisen mithalten.“

Teuerste Viertel: München lässt Berlin hinter sich

Angeführt wird das Preisranking von Altstadt-Lehel im Zentrum Münchens mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 12.689 Euro. Dahinter folgen mit Maxvorstadt (11.312 Euro) und Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (11.045 Euro) weitere Münchner Viertel. Insgesamt befinden sich 11 der 20 teuersten Stadtteile in der bayerischen Landeshauptstadt.

Überraschend spät taucht dagegen die deutsche Hauptstadt im Ranking auf. Der teuerste Berliner Stadtteil ist das grüne Villenviertel Dahlem im Südwesten der Stadt, das mit 7.190 Euro auf Platz 46 landet. Zusammen mit dem benachbarten Grunewald (7.188 Euro; Platz 47) befinden sich somit lediglich zwei Berliner Stadtteile unter den teuersten 50. Mitte, das drittteuerste Pflaster Berlins, folgt erst auf Platz 62. Mit durchschnittlich 6.647 Euro pro Quadratmeter liegen die Immobilienpreise hier rund halb so hoch wie im Münchner Stadtzentrum.

Hamburg 8-mal unter den teuersten 20

Der einzige Stadtteil außerhalb Münchens, in dem die 10.000-Euro-Marke durchbrochen wird, ist Harvestehude in Hamburg (10.241 Euro; Platz 5).

Die Hansestadt ist insgesamt 8-mal in den Top 20 vertreten, wobei neben Harvestehude vor allem das durch herrschaftliche Architektur geprägte Rotherbaum (9.859 Euro; Platz 7) und die moderne HafenCity (8.950 Euro; Platz 11) herausstechen. Den Sprung in die absolute Spitzengruppe schafft zudem Frankfurt am Main: Das zentral gelegene Westend-Süd belegt mit einem Quadratmeterpreis von 8.433 Euro Platz 16.

Schlusslicht im Ranking: Immobilien in Marxloh am günstigsten

Den preislichen Gegenpol bildet das Ruhrgebiet. In Duisburg-Marxloh, dem günstigsten Stadtteil, kostet der Quadratmeter im Schnitt lediglich 1.256 Euro – etwa ein Zehntel des Münchner Spitzenpreises. Insgesamt befinden sich 15 der 20 preiswertesten Viertel in Duisburg.

Doch auch in Bremen, Dresden und Leipzig zahlen Immobilienkäufer in den günstigsten Stadtteilen weniger als 2.000 Euro für den Quadratmeter.

Massive Preisunterschiede innerhalb der Metropolen

Erhebliche Preisunterschiede zwischen den einzelnen Vierteln bestehen auch innerhalb der Großstädte. Das zeigt der Vergleich der Stadtteilpreise mit dem Durchschnittspreis der jeweiligen Stadt.

So liegt der Quadratmeterpreis in Neu-Hohenschönhausen (3.040 Euro), dem günstigsten Berliner Viertel, 38 Prozent niedriger als der Durchschnittspreis für ganz Berlin (4.907 Euro). Im preiswertesten Stadtteil Hamburgs, dem am westlichen Rand der Stadt gelegenen Neuenfelde (3.255 Euro), kosten Wohnimmobilien sogar 45 Prozent weniger als der Hamburger Durchschnitt (5.887 Euro).

Gleichzeitig fallen auch die Aufpreise in den teuersten Gegenden der Hansestadt erheblich aus: In Harvestehude (10.241 Euro), dem kostspieligsten Pflaster Hamburgs, zahlen Immobilienkäufer 74 Prozent mehr als im Stadtdurchschnitt. Lediglich in der Düsseldorfer Altstadt (8.103 Euro) liegt der Aufschlag mit 80 Prozent noch höher.

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