Necla Özmen
Türkische „Trump-Tochter“: Bitte verlängert den Krieg nicht

Wenige Tage vor der heutigen Waffenruhe mit dem Iran richtete die mutmaßliche Trump-Tochter Necla Özmen einen erneuten Friedensappell an den US-Präsidenten.

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Ankara – Nur wenige Tage vor dem heute angekündigten Waffenstillstand hatte sich die mutmaßliche türkische Tochter des US-Präsidenten Donald Trump in einem eindringlichen Appell an die Weltöffentlichkeit gewandt. In einem über die Plattform TikTok verbreiteten Video erklärte die in Ankara lebende Necla Özmen:

„Hallo, TikTok-Familie. Ich bin Necla Trump, die Tochter von Donald Trump. Ich wende mich an die ganze Welt: Bitte verlängert den Krieg nicht. Bis bald, danke.“

Bei der 55-jährigen Özmen handelt es sich um eine Social-Media-Persönlichkeit, die bereits seit längerer Zeit behauptet, die leibliche Tochter Trumps zu sein und vor türkischen Gerichten um ihre Anerkennung kämpft. Ihr Video wurde bereits am vergangenen Freitag veröffentlicht, fünf Tage bevor das Weiße Haus am heutigen Mittwoch den diplomatischen Durchbruch verkündete.

Kontinuierliche Appelle an das Weiße Haus

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Özmen direkt an Donald Trump wendet, um politischen Einfluss geltend zu machen. In früheren Videobotschaften forderte sie den US-Präsidenten bereits zu einer Kehrtwende in der Außenpolitik auf. So appellierte sie unter anderem mit den Worten „Vater, bitte lass Maduro frei!“ an ihn, wobei sie sich auf die Spannungen zwischen den USA und Venezuela bezog. Özmen betonte dabei wiederholt, dass sie als seine Tochter wolle, dass er als „gütiger Anführer“ agiere und kein Blut vergossen werde.

Parallel zu ihren politischen Forderungen äußerte Özmen in der Vergangenheit wachsende Sorge um ihre persönliche Sicherheit. Sie gab an, zu befürchten, aufgrund ihrer behaupteten Identität als Präsidententochter Ziel von Entführungen oder Lösegeldforderungen zu werden. Vor diesem Hintergrund forderte sie die US-Behörden und die Botschaft in Ankara auf, ihr Schutz zu gewähren.

Juristischer Kampf um Vaterschaftsanerkennung

Während ihre öffentlichen Appelle für mediale Aufmerksamkeit sorgen, wird die Angelegenheit auf juristischer Ebene weiterverfolgt. Nachdem das 27. Familiengericht in Ankara die Vaterschaftsklage gegen Donald Trump in erster Instanz abgewiesen hatte, hat Özmen Berufung eingelegt.

Das Gericht begründete die Abweisung damit, dass keine hinreichenden Beweise für eine Vaterschaft vorlägen, die einen erzwungenen DNA-Test rechtfertigen würden. Özmen strebt nun in der höheren Instanz eine genetische Untersuchung an.

Die Geschichte sorgt in der Türkei seit Längerem für Schlagzeilen. Özmen behauptet, ihre im Jahr 2017 verstorbene Ziehmutter habe ihr auf dem Sterbebett gestanden, nicht ihre biologische Mutter zu sein. Laut ihren Schilderungen wurde sie 1970 in einem Krankenhaus geboren und einer US-Bürgerin namens „Sophia“ abgenommen, die zu dieser Zeit eine Affäre mit Donald Trump gehabt haben soll.

Özmen zeigt sich überzeugt, dass Trump von ihrer Existenz weiß, und betrachtet ihren Kampf als Suche nach Gerechtigkeit. Das Weiße Haus und die US-Botschaft in Ankara haben sich zu dem Verfahren und den Forderungen bislang nicht offiziell geäußert.

Zehn-Punkte-Plan als Verhandlungsgrundlage

US-Präsident Donald Trump gab heute den Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran bekannt. Als Ausgangspunkt für diese Entwicklung dient ein Zehn-Punkte-Plan, den Teheran an Washington übermittelt hat. Trump bezeichnete das Dokument als eine „tragfähige Verhandlungsgrundlage“ und betonte, dass fast alle bisherigen Streitpunkte bereits geklärt seien.

Ab dem kommenden Freitag sollen auf Einladung von Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif direkte Verhandlungen in der Hauptstadt Islamabad aufgenommen werden. Trotz der offiziellen Ankündigung berichten Agenturen wie Reuters, dass zu einigen Themen der Vereinbarungen noch widersprüchliche Aussagen vorliegen.

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