Reisen
Iran-Krieg beeinflusst Reisepläne der Deutschen zu Ostern

Für ein Viertel der Deutschen hat der Iran-Krieg Auswirkungen auf ihre Urlaubsplanung zu Ostern. Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage

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Berlin – Für ein Viertel der Deutschen hat der Iran-Krieg Auswirkungen auf ihre Urlaubsplanung zu Ostern. Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die der Online-Broker XTB mit Unterstützung des Marktforschungsinstituts TGM in der vergangenen Woche durchgeführt hat.

Zehn Prozent der insgesamt über 1000 Befragten haben ihre ursprünglich geplante Reise bereits angepasst, also Reiseziel oder -route geändert. Weitere zehn Prozent überlegen noch ihre Reisepläne zu ändern. Und vier Prozent haben ihren Urlaub bereits abgesagt.

„Der Konflikt im Nahen Osten ist nicht nur unter geopolitischen und militärischen Aspekten ein Thema. Er betrifft auch die Wirtschaft, und dabei nicht nur die Börse, sondern auch den Alltag der Menschen – in diesem Fall die Kosten für den Osterurlaub“, erklärt Jens Chrzanowski, Deutschland-Chef von XTB.

So spielen für viele Deutsche bei der Entscheidung über ihren Urlaub die gestiegenen Benzin- und Flugpreise eine Rolle. So geben 35 Prozent der Befragten an, dass sie entweder überlegen günstiger (20 Prozent), also etwa an ein näheres Ziel als ursprünglich geplant zu verreisen, oder mit dem Gedanken spielen, wegen der hohen Transportkosten komplett auf ihre Reise zu verzichten (15 Prozent).

Zudem gaben 17 Prozent an, dass sie die Entwicklung noch abwarten wollen, bevor sie eine Entscheidung treffen. 28 Prozent antworteten, dass sie ohnehin keine Reise mit dem Flugzeug oder dem Auto geplant hatten. Nur 20 Prozent gaben an, dass sie unabhängig von den hohen Preisen an ihren Reiseplänen festhalten würden.

„Die durch den Iran-Krieg verursachte Ölknappheit hat direkten Einfluss auf den Ölpreis – und mit dessen rasanter Erhöhung der vergangenen Wochen ist Urlaub noch einmal um einiges teurer geworden als vor zwei Monaten gedacht“, so Kapitalmarktexperte Chrzanowski.

Von denjenigen, die einen Langstreckenflug geplant haben, würden knapp 50 Prozent bei einer weiteren Zuspitzung der Lage auf ein Reiseziel in Deutschland oder anderswo in Europa ausweichen. 15 Prozent würden an ihrem Reiseziel festhalten, aber gegebenenfalls eine andere Route oder eine andere Fluglinie wählen. Die Reise verschieben oder absagen wäre für 14 Prozent der Befragten eine Option.

Lediglich 22 Prozent gaben an, dass sich ihre Pläne nicht verändern würden. „Die hohe Quote derer, die angesichts der Entwicklungen im Nahen Osten in Deutschland ihre Pläne ändern oder zumindest darüber nachdenken, führt uns das Ausmaß an Folgen vor Augen, die solche Konflikte für die Weltwirtschaft mit sich bringen“, sagt der XTB-Deutschland-Chef.

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