Meinung
Kommentar: Die Türken juckt es gar nicht mehr, was die Südtribüne in St. Pauli so alles veranstaltet

Nach der individuellen und privaten Entscheidung des FC. St. Pauli Spielers Cenk Sahin, in Instagram sich mit dem türkischen Militär zu solidarisieren, haben unmittelbar nach der Halbzeit in der Begegnung des FC St. Pauli gegen Darmstadt, Fans auf einer Seite des Millerntor-Stadions in einem betreutem Denken eine Choreografie auf der Südtribüne vorgeführt. Ein Kommentar.

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Ein Gastkommentar von Nabi Yücel

Betreutes Denken und die Totgeburt „Kurdistan“

Nach der individuellen und privaten Entscheidung des FC. St. Pauli Spielers Cenk Sahin, in Instagram sich mit dem türkischen Militär zu solidarisieren, haben unmittelbar nach der Halbzeit in der Begegnung des FC St. Pauli gegen Darmstadt, Fans auf einer Seite des Millerntor-Stadions in einem betreutem Denken eine Choreografie auf der Südtribüne vorgeführt.

Diese Choreografie die als Solidarität der Ultras des Zweitligisten FC. St. Pauli für „Rojava“ aufgefasst werden soll, galt offenbar Karl Mays Kara Ben Nemsi in „Durchs Wilde Kurdistan“. Im Ernst, wie lange musste man für diese Choreografie eigentlich üben und wieviel Geld wurde da investiert?

Ich bin auch auf die Reaktionen der Vereine auf die Südtribüne, der Verbände die jedem Türkenverein mit Strafandrohung ans Leder wollen und Schiedsrichter, die angeschrieben wurden, jedwede politische Botschaft zu unterbinden gespannt.

Die Ultras hätten aber wirklich mehr bewirken können; der Name Ultras ist doch Programm, oder? Wenn sie gemeinsam mit der YPG, dem Statthalter der sogenannten „Rojava“, gegen eine NATO-Armee angetreten wären, hätten wir Türken die Popcorns herausgekramt. Aber so? Nein, nicht wirklich!

Solche halbstarken Europäer gibt es schon genug, die meinen oder meinten, im Namen der „Kurden“ auf dem Abenteuerspielplatz Mesopotamien Romanhelden zu werden. Das einzige was sie bekommen haben ist ein Platz auf einer Internetseite names „PKK – Hall of Fame“, wo sie lächelnd und bestimmt dreinblicken, zuvor aber einen gelben Sack über den Kopf gestülpt bekamen, um dann mit den Füßen voran im besten Fall gen Europa zu fliegen. Das kanns ja nicht gewesen sein!

(Screenshot/Twitter)

Im Ernst! Meinten die Ultras wirklich, damit den Nerv der Türken zu treffen? Ich mein, der Kuchen ist bereits aufgeteilt, das Ding ist bereits gegessen. Die Türken juckt es gar nicht mehr, was Europa, was die Südtribüne in St. Pauli oder die Demonstranten in Köln beim betreutem Denken durch PKK-, YPG-Ableger in Europa so alles veranstalten. Es geht den Türken und der Türkei nur noch darum, dass die Totgeburt „Rojava“ ohne Komplikationen und ohne weitere Wehen, Leid und Schmerz, abgeschlossen wird.

Investiert eure Zeit, euer Geld und euren Elan lieber für syrische Flüchtlinge, hungernde Kinder in aller Welt oder auch jeden zweiten Rentner in Deutschland, die am Existenzminimum leben. Oder aber, ihr lernt einfach nichts daraus und bleibt weiterhin beim betreuten Denken.


Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.


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