Von Caglar S. EfeAls Gegenreaktion auf die undifferenzierte Berichterstattung des ARD-Moscheereports von Constantin Schreiber rief das Fachmagazin „IslamiQ“ gestern zur crossmedialen Hashtag-Aktion unter dem Hashtag #meinmoscheereport auf. Nun beherrscht der Hashtag alle sozialen Netzwerke und ist bei Twitter sogar zum Trend-Hashtag der letzten 24 h gekürt worden.
Na, wenn das kein Erfolg ist! Echte Einblicke in muslimisches Leben in Deutschland vor der AfD (und allen anderen)! #meinmoscheereport pic.twitter.com/xwRlipdGBy
— Fabian Goldmann (@goldi) April 24, 2017
Gerade einmal 13 der rund 2500 Moscheen in Deutschland hatte der Journalist Constantin Schreiber für seinen besagten „Moscheereport“, dessen zweite Folge gestern in der ARD zu sehen war, besucht und dabei die Freitagspredigten simultan ins Deutsche übersetzt. Seine Erkenntnis? Nichts als Entsetzen: fehlende Kritikfähigkeit, Parallelgesellschaften und eine Abschottung seitens der muslimischen Community.
Dieses Ergebnis ließ die muslimische Community nicht unkommentiert. Viele bemängelten Schreibers unfundierte Recherche(-methode) sowie Übersetzungsfehler und die daraus folgenden Pauschalurteile. Dafür kritisierte ihn ebenfalls die renommierte Islamwissenschaftlern und Professorin für Islamwissenschaft an der Uni-Freiburg, Johanna Pink, in einem offenen Brief an die ARD-Chefredaktion, den der Tagesspiegel publizierte. Zudem hagelte es auch Kritik für das zeitgleich von ihm veröffentlichte Buch mit dem Titel „Inside Islam – was in Deutschlands Moscheen gepredigt werden“.
Und um genau dieser negativen Grundstimmung und dem kreierten negativen (Feind-)Bild des Islam entgegenzuwirken, forderte die Fachzeitschrift „IslamiQ“ deutschlandweit alle Muslime zu einer crossmedialen Protestbewegung in Form einer Hashtag-Aktion auf. Muslime wurden dazu aufgerufen, all ihre Posts und Anekdoten, auf Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat, rundum den Moscheealltag, mit dem Hashtag #meinmoscheereport zu versehen. Es folgte großer Zuspruch in Form sehr reger Teilnahme.
Hier einige Eindrücke:

Die Kunst die neuen Schuhe nach (Cuma) dem Freitagsgebet wieder zu sehen bzw. zu finden. #MeinMoscheeReport pic.twitter.com/QvEmN2JzWN
— Celalettin Soylu (@celsoylu) April 24, 2017
"Mit 2 oder 3 Stück Zucker?"
"Ohne Zucker bitte."
"Wie, ohne Zucker?"#meinmoscheereport pic.twitter.com/HHIZRNwi8f— Fabian Goldmann (@goldi) April 24, 2017
#meinmoscheereport die # Aktion zeigt, keiner von uns ist allein. Zeit zueinander zu finden.
— Mu Ba (@mustaphabalti) April 24, 2017




#MeinMoscheeReport ist die von der Kälte Zuflucht suchenden Katzen zu streicheln ❤ pic.twitter.com/ppxU892Ho9
— Mehmet Alparslan Çelebi (@MehmetCelebi) April 24, 2017
https://twitter.com/taxifahrer_bot/status/856771973241765888
1. Als ich aus Istanbul nach Warendorf kam, zeigte mir einer dieses Gebäude und meinte, dass dies eine Moschee sei. #meinmoscheereport pic.twitter.com/2KEwRlOPyP
— Elif Zehra (@haldandos) April 24, 2017
#meinmoscheereport ist, jedes Mal mit Begeisterung an die Decke zu starren und die Zeichen und Formen versuchen zu entziffern. pic.twitter.com/v2gMsOV8mJ
— Aykut (@aykutme) April 24, 2017
Hab schon viele Moscheen von innen gesehen, weil es da keine Türsteher gibt. #meinmoscheereport #moscheereport
— Florian Plettenhügel (@AbdelkarimsLP) April 24, 2017
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