Iran-Krieg
Kommentar: Die Gefahr von False-Flag-Anschlägen wächst

Angesichts des festgefahrenen Iran-Kriegs wächst die Gefahr von False-Flag-Aktionen. Historische Beispiele zeigen, wie Täuschung für Bodeninvasionen nutzt.

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Ein Gastkommentar von Mehmet Tuntas

Liebe Menschen: Die Gefahr von False-Flag-Anschlägen war selten höher. Seit Wochen bombardieren die USA und Israel in einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg den Iran, doch der gewünschte Regimewechsel bleibt aus.

Stattdessen zeigt sich der Iran stabiler und geeinter als erwartet, sperrt wie angekündigt die Seefahrtswege und verteidigt sich weiter, indem er erfolgreich US-Militärinfrastruktur zerstört und die Menschen in Tel Aviv in Angst und Schrecken leben lässt. Nun stehen westliche Regierungen unter Druck. Den Krieg aufgeben und als Verlierer hervorgehen scheint keine Option zu sein.

Ein Einsatz von Bodentruppen im Iran ist nicht nur militärisch riskant, sondern ist der heimischen Bevölkerung politisch kaum vermittelbar. Mehrheitlich lehnen die Bevölkerungen im Westen den illegalen Angriffskrieg ohnehin ab, Bodentruppen erst recht. Doch die Geschichte lehrt uns, dass in solchen Momenten die Gefahr von Täuschung wächst.

Der Gleiwitz-Zwischenfall 1939, der Mukden-Vorfall 1931 oder die Lavon-Affäre 1954 zeigen faktenbasiert und bewiesen: Staaten haben in Krisenzeiten schon Anschläge oder Vorwände inszeniert, um Kriege zu rechtfertigen. Die USA haben mit Operation Northwoods sogar einmal Pläne geprüft, Vorfälle zu fälschen.

Die Ereignisse von 9/11 stehen bis heute im dringenden Verdacht eines der größten False-Flag-Anschläge der Geschichte gewesen zu sein, um anschließend in Afghanistan einzumarschieren zu können. Zwar wird die Theorie des False-Flags als Verschwörungstheorie abgetan, weil sie als unbewiesen gilt. Unbewiesen, weil es an Aufklärungswillen in den USA mangelt. Bewiesen ist es aber, wie es einst ein deutscher Bundespräsident sagte, dass wirtschaftliche Interessen am Hindukush zu „verteidigen“ sind.

Im Iran geht es den USA letztlich auch um wirtschaftliche Interessen. Diese sind jetzt so akut gefährdet wie noch nie und deswegen steht jetzt die Entscheidung an: Bodentruppen müssen raus, aber wie die Zustimmung der Bevölkerung dazu erhalten…aus diesem Grunde ist die False-Flag-Anschlagsgefahr in den westlichen Ländern aktuell so hoch wie nie.

Angst war schon oft das Mittel, um Zustimmung für militärische Schritte zu erzeugen. Deshalb muss die Öffentlichkeit jetzt wachsam sein. Wer plötzlich mit Angstbildern eine Bodeninvasion im Iran fordert, muss besonders kritisch hinterfragt werden. Die Gefahr ist real: Nicht nur die Gefahr des Krieges, sondern die Gefahr der Täuschung.

Die Täuschungsgefahr ist real, doch unsere Antwort darauf sollte klar sein: Angst darf uns nicht spalten. Halten wir zusammen, bewahren wir einen kühlen Kopf und fordern wir Transparenz. Nur gemeinsam und kritisch bleiben wir handlungsfähig – für den Frieden.

 


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


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