Türkei
Erdogan und die Nazi-Vergleiche

Der türkische Präsident Erdogan nahm in Istanbul an der Generalversammlung der Stiftung für Wissensverbreitung teil und bezog sich bei der Rede ausdrücklich auf das Verhalten der niederländischen Regierung in der Nacht vom Samstag auf Sonntag vor zwei Wochen in Rotterdam.

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Istanbul (TP/nex) – Der türkische Präsident Erdogan nahm in Istanbul an der Generalversammlung der Stiftung für Wissensverbreitung teil und bezog sich bei der Rede ausdrücklich auf das Verhalten der niederländischen Regierung in der Nacht vom Samstag auf Sonntag vor zwei Wochen in Rotterdam.

Hier eine freie Übersetzung der Rede in Istanbul vom vergangenem Samstag:

„Die letzten Vorkommnisse in Europa zeigen, dass der Widerstand gegen unser Land und unsere Sache auf eine andere Ebene getragen wurde. Bisher versuchten sie mit ihren Marionetten (Agenten), ihren Waffenempfängern, mit den Terrororganisationen, denen sie jovial den Rücken tätschelten, mit denen, die sie für einen Dollar kauften, uns in die Ecke zu drängen, jetzt steigen sie selbst in die Arena.

Der Maskenball ist zu Ende. Die Diplomatie haben sie in eine Ecke gestellt (abgestellt), sie verstecken ihre Absichten nicht mehr, sie verheimlichen nicht mehr ihr Unbehagen vor einer souveränen (starken) Türkei. Sie scheuen sich nicht davor, ihren lange Jahre aufgestauten Hass, Ekel, gegen unser Land, unser Volk sogar gegen alle Muslime täglich von ihren Bildschirmen, Zeitungen, Schlagzeilen herauszukotzen. Denn sie wissen um die wichtige Bedeutung des 16. April, die sie nicht mehr ihren Handlangern überlassen können (die Gegenwehr können sie nicht mehr ihren Handlangern überlassen, deswegen steigen sie selber in die Arena).

Sie wissen genau, das am 16. April nicht nur über das Regierungssystem der Türkei abgestimmt wird. Vielmehr wissen sie um die Gefahr des Zerfalls des alten Systems, das sie seit Jahrzehnten missbrauchen konnten, das sie nach ihrem Gutdünken ausnutzen konnten.

Wenn sie sich nicht schämten, würden sie KZ´s und Gaskammern wieder zum aktuellen Thema machen.

Weiterhin bemerkte Erdogan, dass europäische Staaten sich nicht scheuten, ihre heilig gepriesenen Werte wie ihre demokratischen Werte, Versammlungsfreiheit, Meinungsfreiheit, Frauenrechte, Menschenwürde mit Füßen zu treten.

Sie (europäische Staaten) hätten jetzt in türkischer Sprache eine „Hayir Kampagne“ gestartet. Den holländischen Verantwortlichen, die sich gestört über den Rat der „fünf Kinder“ äußerten, und ankündigten, die Zahl der Türken in Holland dezimieren zu müssen, sagte Erdogan:

So wie sie es vor 22 Jahren in Bosnien, jahrzehntelang in Afrika, in Indonesien gemacht haben, bedrohen sie uns jetzt mit der Dezimierung in Holland.

Wenn man ihnen gleichberechtigt (in Augenhöhe) entgegen tritt, springen sie. Wenn sie sich nicht schämten, würden sie wieder Gaskammern und Konzentrationslager zum aktuellen Thema machen. Aber noch trauen sie sich nicht.

Erdogan fügte hinzu, dass die ermordeten Bosnier in Srebrenica nicht vergessen werden und holländische Verantwortlichen unruhig seien, wenn man ihnen dieses faschistoide Verhalten vorwerfe.

Des Weiteren erklärte Erdogan:

Ich sage an jene, die uns den Knüppel zeigen, dass diese Zeiten vorbei sind. Es gibt keine Türkei mehr, die sich vor euren Drohungen und Gewalttätigkeiten beugt. Wir werden nicht zulassen, dass auch nur einer unserer Bürger zu Schaden kommt. Jedes Land, das in Versuchung gerät, wird die Konsequenzen zu spüren bekommen.

 

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Erschienen bei Turkishpress

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