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„Die Entlassung der Gülenisten von staatlichen Institutionen unterscheidet sich nicht wesentlich von dem berühmten Prozess des ‚Einigungsvertrags‘ aus dem Jahre 1990 während der Vereinigung von Ost- und West-Deutschland. Im Rahmen dieser Vereinbarung wurden rund 500.000 Beamte aus Ost-Deutschland entlassen oder suspendiert. Nach sechs Monaten wurde den meisten von ihnen endgültig gekündigt. Kurz nach der Vereinigung wurden alle Generäle und Admiräle aus dem 88.000-Mann starken ostdeutschen Militär entlassen. Nur eine geringe Anzahl von Soldaten niedrigen Ranges wurde in das neue deutsche Militär erlaubt. Neben Beamten und Soldaten entließ der deutsche Staat zudem zahlreiche Akademiker, Lehrer, Diplomaten und Journalisten aufgrund ihrer Verbindungen zum alten Regime in Ost-Deutschland. Die deutschen Behörden trafen diese außerordentlichen Maßnahmen, um einen reibungslosen Übergang zu einem vereinten Deutschland zu gewährleisten. Die Türkei hat erst neulich einen blutigen Putschversuch vereitelt und versucht jetzt, sich von dessen tödlichen Folgen zu erholen.“
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„Die Sandschak-Region in Serbien ist eine Brücke zwischen unseren Ländern. Das bilaterale Handelsvolumen 2016 betrug 870 Millionen US-Dollar. Unser Ziel ist es, das Volumen in kürzester Zeit auf eine Milliarde US-Dollar anzuheben. Ebenso wollen wir unseren Landwirtschaftssektor in Serbien stärken.“Islam hat eine lange Geschichte in der Region. Seit dem 15. Jahrhundert ist die Religion in der serbischen Provinz verwurzelt, als osmanische Türken große Teile Südosteuropas begannen einzunehmen. Zahlreiche lokale Slawen und Albaner nahmen nach Jahrhunderten Seite an Seite mit Türken den Islam an. Der türkische Botschafter sagte, dass er sich nicht fremd fühlt, wenn er im Sandschak ist. Er sieht enge kulturelle und historische Ähnlichkeiten zwischen der Region Sandschaks und der Türkei. Bilgic bemerkte, dass die Türkei interessiert ist, das wirtschaftliche Engagement im Sandschak zu erhöhen. In der Stadt Raska nahm der Botschafter aus der Türkei an einer Grundschuleröffnung teil. Die Schule wurde von der türkischen Entwicklungshilfeorganisation TIKA renoviert. Der Bürgermeister von Raska Ignjat Raketic dankte TIKA für die Renovierung der Schule, die ursprünglich vor 54 Jahren errichtet wurde. Raketic drückte auch seinen Wunsch aus, weitere Projekte von TIKA in den nächsten Jahren in Serbien erleben zu dürfen. Der verantwortliche Koordinator von TIKA in Belgrad Mehmet Bayrak gab bekannt, dass das Institut seit Beginn seiner Tätigkeiten über 58 Bildungsprojekte umsetzte. Neue Projekte werden folgen. In der Sandschak-Region leben rund 250.000 serbische Bürger mit einer mehrheitlich muslimisch-slawischen Identität.
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Berlin (nex) – Im Zuge der sich zwischen der EU und Türkei zuspitzenden Krise entwickelt sich auch in Deutschland eine selten anzutreffende Einigkeit zwischen Parteien, die sonst unterschiedlicher nicht sein können.
Die Fraktionschefin der Partei Die Linke, Wagenknecht, unterstütze die Forderung der CSU, wegen des Streits mit der Türkei die Bundeswehr aus dem Land abzuziehen. Dies berichten Medien unter Berufung auf eine Meldung der Nachrichtenagentur AFP.
Zudem fordere Wagenknecht eine Einstellung der Waffenlieferungen an Ankara.
Auch der verteidigungspolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hahn, hatte zuvor einen Rückzug verlangt. „In dieser aufgeheizten Atmosphäre gerade gegenüber Deutschland erscheint es zunehmend unsicher, ob die türkische Regierung den Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten in Incirlik umfassend gewähren kann und will. Die Bundesregierung sollte daher jetzt jegliche Investitionen in die Infrastruktur des Luftwaffenstützpunkts stoppen und, im zweiten Schritt, die Verlegung der Tornados einleiten“, so Hahn gegenünüber der „Bild am Sonntag“