Gewichtheben-EM
Moldawien: Gold für türkischen Gewichtheber

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Chișinău – Bei den Europameisterschaften im Gewichtheben 2025 in Chișinău, Moldawien, errang der türkische Athlet Kaan Kahriman am 15. April den Titel in der Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm. Aufgrund seiner Gesamtleistung von 316 kg setzte er sich gegen die Konkurrenz durch. Mit eiserner Disziplin, beeindruckender Technik und einer ordentlichen Portion Kampfgeist hat sich der türkische Gewichtheber Kaan Kahriman bei den Europameisterschaften 2025 in Moldawien im wahrsten Sinne des Wortes an die Spitze gehoben. Der 21jährige startete in der Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm und ließ in der Arena von Chișinău keinen Zweifel an seiner Ambition: ganz nach oben aufs Treppchen zu kommen. Im Reißen bewältigte er starke 146 Kilogramm und sicherte sich damit souverän die Goldmedaille in dieser Disziplin. Doch damit nicht genug – im Stoßen legte Kahriman mit 170 Kilogramm nach und holte sich dort die Silbermedaille. Insgesamt brachte er es auf eine beeindruckende Wettkampfleistung von 316 Kilogramm, die ihm verdient den Europameistertitel brachte. Besonders bemerkenswert: Kahriman zeigte in beiden Disziplinen nicht nur Kraft, sondern auch Nervenstärke. Während seine Konkurrenten mit Druck und Technik zu kämpfen hatten, blieb der junge Athlet fokussiert und abgeklärt, ein echter Wettkampftyp eben.
Kaan Kahriman startet nach ganz oben
Der Erfolg in Moldawien markiert einen weiteren Höhepunkt in der noch jungen, aber vielversprechenden Karriere von Kahriman. Bereits in den vergangenen Jahren hatte er mehrfach auf sich aufmerksam gemacht, doch mit diesem Titel setzt er ein echtes Ausrufezeichen auf internationaler Bühne. Die Europameisterschaften in Chișinău waren in diesem Jahr ein wichtiges Kräftemessen für die besten Gewichtheber Europas. In dieser hochklassigen Konkurrenz stach Kaan Kahriman mit seiner Leistung klar hervor und bewies, dass mit ihm in den kommenden Jahren ganz sicher zu rechnen ist. Der sympathische Sportler, der neben dem Training auch studiert, zeigt mit seinem Erfolg, dass Hingabe, Geduld und harte Arbeit sich am Ende auszahlen. Für viele junge Sportlerinnen und Sportler in der Türkei dürfte Kahriman damit zu einem echten Vorbild geworden sein. Und wer weiß: Wenn er diesen Weg weitergeht, sehen wir ihn vielleicht bald auch bei den ganz großen Wettkämpfen ganz oben stehen. Die Olympischen Spiele 2028 könnten jedenfalls ein realistisches Ziel sein. Henriette Wild

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Schweiz
Neue einblicke in das Erotikgewerbe und seine Herausforderungen

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Das Erotikgewerbe in der Schweiz bewegt eine relevante, regulierte Wirtschaft, steht jedoch im Zentrum normativer Grauzonen, kultureller Spannungen und sozialer Widersprüche. Obwohl Prostitution legal und kantonal geregelt ist, werfen die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten weiterhin Fragen zu Rechten, Schutz und öffentlicher Darstellung auf.

Laut Schätzungen des Gemeinsamen Programms der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS (UNAIDS) arbeiten in der Schweiz rund 20.000 Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter – ein strukturell bedeutsames Phänomen, das gesellschaftlich oft verdrängt oder vereinfacht dargestellt wird.

Ein legales, aber fragmentiertes Gewerbe

Prostitution ist auf Bundesebene erlaubt. Die konkrete Umsetzung jedoch liegt bei den einzelnen Kantonen – das führt zu großen Unterschieden in der Regulierung. Jeder Kanton bestimmt selbst, wie die Registrierung erfolgt, welche gesundheitlichen Auflagen gelten oder wo gearbeitet werden darf. Diese rechtliche Zersplitterung erschwert eine kohärente nationale Politik und behindert gleichzeitig die Aufdeckung problematischer Situationen.

Ein Beispiel für einen föderalen Eingriff war die Erhöhung des gesetzlichen Mindestalters für Sexarbeit von 16 auf 18 Jahre im Jahr 2013. In manchen Regionen sind die Bedingungen relativ transparent. In anderen hingegen drängen restriktive Vorschriften Menschen in die Illegalität oder Grauzonen, wodurch Schutzmaßnahmen schwer durchsetzbar sind.

Bürokratie und prekäre Verhältnisse

Neben gesundheitlichen und steuerlichen Auflagen müssen sich viele Beschäftigte in der Branche mit einer komplexen Bürokratie auseinandersetzen – vor allem, wenn sie aus dem Ausland stammen. Ein Großteil der Sexarbeiterinnen in der Schweiz sind Migrantinnen, vorwiegend aus Osteuropa und Lateinamerika. Für sie ist der Zugang zu Genehmigungen, Gesundheitsversorgung oder rechtlicher Beratung oft ein Hürdenlauf.

Unklare Vertragsverhältnisse, fehlende soziale Absicherung und das Fehlen effektiver gewerkschaftlicher Vertretung führen dazu, dass viele trotz legaler Tätigkeit in prekären Verhältnissen leben. Die wirtschaftliche Unsicherheit und zunehmende Kontrollen verschärfen die Lage zusätzlich.

Stigmatisierung und mediale Verzerrung

Ein zentrales Problem bleibt die gesellschaftliche Stigmatisierung. Obwohl Prostitution legal ist, wird sie nach wie vor mit moralischem Zweifel oder urbanem Verfall assoziiert. Das wirkt sich auf die Lebensrealität der Betroffenen aus – auf den Zugang zu Dienstleistungen, auf ihre Sicherheit und auf ihre Sichtbarkeit im öffentlichen Diskurs.

In den Medien dominiert oft eine stereotype oder kriminalisierende Darstellung. Die Vielfalt individueller Erfahrungen wird ausgeblendet, ebenso wie die Tatsache, dass viele diesen Beruf aus freier Entscheidung ausüben – auch wenn wirtschaftlicher Druck häufig mitspielt.

Digitale Sichtbarkeit und neue Herausforderungen

Digitale Plattformen haben das Gewerbe spürbar verändert. Sie ermöglichen mehr Autonomie, Sichtbarkeit und Kontrolle über Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig werfen sie neue Fragen auf: zur Regulierung, zur Transparenz und zur Verantwortung der Betreiber.

My-ladies.ch ist eine dieser Plattformen. Neben der Vermittlung von Kontakten zwischen Kunden und Anbietern betreibt sie einen Blog, in dem zentrale Themen wie Arbeitsbedingungen, rechtliche Rahmenbedingungen, Diskriminierung und gesellschaftliche Vorurteile behandelt werden.

Dieser redaktionelle Bereich geht über kommerzielle Sichtbarkeit hinaus: Er bietet einen Raum für Information, Selbstvertretung und kritische Auseinandersetzung. Durch Erfahrungsberichte und Analysen entsteht eine Stimme von innen – in einem öffentlichen Diskurs, in dem die Branche meist nur verzerrt oder gar nicht vorkommt.

Eine Frage der Rechte

Im Zentrum sollte die Frage der Rechte stehen. Viele Sexarbeiterinnen in der Schweiz arbeiten legal, bleiben aber ohne verlässliche soziale Absicherung, ohne Zugang zu medizinischer Versorgung – oder erleben Diskriminierung, wenn sie diese in Anspruch nehmen wollen.

Laut der Organisation FIZ, die sich für Opfer von Menschenhandel einsetzt, wurden im Jahr 2023 im Rahmen eines Schutzprogramms 317 Fälle registriert, drei Viertel davon betrafen sexuelle Ausbeutung.

FIZ und ähnliche Organisationen fordern seit Jahren einen weniger moralischen und stärker unterstützenden Ansatz. Sie plädieren für Reformen, die rechtlichen Schutz garantieren und die verschiedenen Lebensrealitäten in der Branche berücksichtigen – von freiwilliger Tätigkeit bis hin zu Ausbeutung.

Eine Frage von Realismus und Transparenz

Die Auseinandersetzung mit Sexarbeit in der Schweiz verlangt eine realistische und differenzierte Perspektive. Steuerliche und gesundheitliche Vorschriften allein reichen nicht aus. Es braucht einen umfassenderen Blick, der Menschenrechte, soziale Realität und politische Verantwortung zusammenbringt.

Das bedeutet: Räume für Dialog schaffen, repressive Maßnahmen überdenken und eine öffentliche Darstellung fördern, die nicht auf Angst oder Vereinfachung basiert. Denn das Erotikgewerbe wird nicht durch Verbote verschwinden – es kann sich aber verändern, wenn es ernsthaft und transparent behandelt wird.

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Trump-Zölle
Der Umgang mit Marktvolatilität: Die Auswirkungen von Zöllen auf China und Schwellenländer

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Von Marcus Weyerer

Die globalen Märkte sind erheblichen Schwankungen ausgesetzt, da sich die Zölle unterschiedlich auf China und die Schwellenländer auswirken.

Während China mit wirtschaftlichen Herausforderungen und einem Rückgang von 20 % seit März konfrontiert ist, finden Länder wie Indien und Brasilien neue Möglichkeiten. Da die Unsicherheit weiterhin hoch ist, sollten Anleger beim Wiedereintritt in die Märkte vorsichtige Strategien wie den Dollar-Cost-Averaging-Ansatz verfolgen.

Der aktuelle Markt ist von einer erheblichen Volatilität geprägt, die zwischen der Darstellung von Zöllen als Verhandlungstaktik und der Möglichkeit einer umfassenderen Hinwendung zu einem merkantilistischen Wirtschaftsmodell schwankt. China hat seit März 2025 einen Rückgang von 20 % verzeichnet, eine Zahl, die zwar bemerkenswert, aber für das Land nicht ungewöhnlich ist.

Die Zölle haben die Marktstimmung sicherlich gedämpft. Für Schwellenländer sind die Auswirkungen unterschiedlich. Länder wie Indien, die weniger vom Handel abhängig sind, sind relativ besser geschützt. Im Gegensatz dazu sind Länder wie Vietnam, in denen US-Exporte einen erheblichen Teil des BIP ausmachen, den negativen Auswirkungen der Zölle stärker ausgesetzt.

Die Auswirkungen der Zölle auf das BIP Chinas und die Reaktion der Regierung

Die direkten Auswirkungen der Zölle auf das chinesische BIP sind relativ gering, da die Exporte in die USA nur etwa 2 bis 3 % des chinesischen BIP ausmachen. Die Regierung ergreift jedoch proaktive Maßnahmen zur Ankurbelung des Konsums, der ein wesentlicher Bestandteil ihrer Wirtschaftsstrategie ist.

Im jüngsten Arbeitsbericht der Regierung wurde die Unterstützung des Konsums betont, und die Botschaft der Regierung ist zutreffend. Wir erwarten, dass sie weitere bedeutende Konjunkturmaßnahmen einführen werden, um die Wirtschaft zu stützen, auch um den Herausforderungen durch die Zölle zu begegnen.

Verlagerung der Produktion und Chancen für Schwellenländer

Die Produktion verlagert sich allmählich von China in andere Schwellenländer, aber dieser Übergang ist besonders für High-End-Sektoren wie die Halbleiterindustrie, die in Ländern wie Südkorea und Taiwan vorherrschend ist, eine Herausforderung.

Für Indien bietet diese Verlagerung eine Chance. Indiens Wirtschaft ist weniger vom Handel abhängig und stärker konsumgetrieben, wodurch sie relativ besser vor den Auswirkungen eines möglichen Rückgangs des Welthandels geschützt ist.

Dies könnte Indien zu einer attraktiveren Investitionsoption machen, insbesondere angesichts seiner starken langfristigen Wachstumsaussichten und der Tatsache, dass sich die Bewertungen seit dem letzten Jahr deutlich abgeschwächt haben. Da der Aktienmarkt auf das Niveau vom Februar 2024 zurückgefallen ist, sind die Forward-Kurs-Gewinn-Verhältnisse im Vergleich zu diesem Zeitpunkt nun um etwa 7 % günstiger.

Brasilien: Ein potenzielles Zentrum der Widerstandsfähigkeit in den Schwellenländern

Während die Märkte weiterhin die Schuldentragfähigkeit und die Defizitpolitik der Regierung in Frage stellen, konnten sie nach Jahren der Underperformance deutlich an Boden gewinnen.

Der Reichtum Brasiliens an natürlichen Ressourcen, insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft und Energie, versetzt das Land in eine gute Position, um von der globalen Nachfrage zu profitieren. Wenn China beispielsweise seine Agrarimporte aus den USA , etwa von Sojabohnen und Baumwolle, reduziert, könnte Brasilien als Ersatz und relativer Gewinner aus den Handelsspannungen hervorgehen.

Das Land weist auch ein Handelsdefizit mit den USA auf, was bedeutet, dass es wahrscheinlich nicht im Fokus der politischen Entscheidungsträger in Washington steht. Tatsächlich könnte es auch einige Rindfleischimporte in die USA von anderen, höher tarifierten Exporteuren ersetzen.

Die Rolle der High-End-Technologie-Sektoren in Taiwan und Südkorea

Die High-End-Technologiebranchen in Taiwan und Korea sind aufgrund der hohen Kosten und des erforderlichen technischen Fachwissens anderswo nur schwer zu replizieren. Der Aufbau von Produktionskapazitäten für solche fortschrittlichen Technologien ist nicht nur extrem teuer, sondern erfordert auch ein technisches Wissen, das nicht schnell entwickelt werden kann.

Das bedeutet, dass es zwar zu einer gewissen Diversifizierung der Produktionsstandorte kommen kann, das Kern-Know-how und die technologische Führungsposition jedoch wahrscheinlich in diesen Regionen konzentriert bleiben werden. Daher werden Taiwan und Korea auch weiterhin eine entscheidende Rolle in der globalen Technologiebranche spielen, selbst wenn andere Länder versuchen, ihre eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.

Bestimmte unverzichtbare Produkte, wie Halbleiter, könnten in Zukunft auch von Zöllen befreit oder zumindest gesondert behandelt werden. In jedem Fall weisen sie tendenziell eine geringere Preiselastizität auf und sind möglicherweise weniger anfällig.

Anlagestrategie in unsicheren Zeiten

Angesichts der anhaltenden Unsicherheit sollten Anleger einen vorsichtigen und selektiven Ansatz verfolgen. Wir halten es für unklug, alles auf eine Karte zu setzen, da der Markt zwischen den Extremen einer Verhandlungstaktik und einem merkantilistischen Modell schwankt.

Wir empfehlen einen schrittweisen Ansatz, wie z. B. die Mittelung der Dollarkosten. Diese Strategie kann dazu beitragen, die mit der Marktvolatilität verbundenen Risiken zu mindern. Darüber hinaus könnten bestimmte Länder, wie Brasilien und Indien, von der aktuellen Situation profitieren, was sie zu potenziellen Interessensgebieten für Investoren macht.

 
Marcus Weyerer, CFA, Director of ETF Investment Strategy EMEA bei Franklin Templeton    

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In den ersten beiden Monaten des Jahres 2025 zog die Türkei ausländische Direktinvestitionen in Höhe von rund 2 Mrd. USD an, was einem Anstieg von 92 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht.

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Organisation der Turkstaaten
Turkstaaten erkennen Türkische Republik Nordzypern nicht an

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Samarkand – Die Europäische Union strebt Handelsabkommen mit mehreren zentralasiatischen Ländern an, darunter Kasachstan, Turkmenistan, Kirgisistan und Usbekistan. Erste Schritte für diese Abkommen wurden bereits eingeleitet und von den Mitgliedsstaaten unterstützt. Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit  Zypern und die Ernennung von Botschaftern durch diese drei wichtigen Mitglieder der Organisation der Turkstaaten, der die Türkei große Bedeutung beimisst, wird als wichtiger Schritt angesehen, der sich auf die Zypernpolitik Ankaras auswirken wird.
UN-Resolutionen 541 und 550
Auf ihrem Gipfeltreffen mit der Europäischen Union (EU) am 4. April kündigten Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan an, dass sie sich an die Resolutionen 541 und 550 des UN-Sicherheitsrates halten werden, in denen die Gründung der Türkischen Republik Nordzypern, die nur von der Türkei anerkannt wird, verurteilt und die Staaten aufgefordert wurden, sie nicht anzuerkennen. Die jüngste Entwicklung deutet auf einen Prozess zugunsten Brüssels und der Republik Zypern im Streit zwischen der Türkei und der EU hin, die in der Zypernfrage völlig unterschiedliche Positionen vertreten.
Journalist Zentürk verurteilt Abmachung
Der türkische Auslandsjournalist und Kriegskorrespondent Ardan Zentürk reagierte scharf auf die Entscheidung und bezeichnete sie als „geopolitischen Schlag“ für die Türkei und als „Akt des Verrats“, „Ich verstehe nicht, was Ankara tut. Ich bin völlig verwirrt… Wie können wir eine solche geopolitische Katastrophe zulassen, Herr Hakan Fidan?“ sagte Zentürk in seinem YouTube-Stream an den türkischen Außenminister. Seiner Meinung nach haben sich Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan und Turkmenistan durch die Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung „mit dem Westen und Russland verbündet, indem sie die Ausrufung des Türkischen Republik Nordzypern als illegal anerkennen“. „So etwas habe ich in meiner 50-jährigen Karriere noch nicht erlebt. Wir sind Zeugen eines echten politischen Verrats. Diese vier Turkstaaten haben mit ihren Unterschriften bestätigt, dass sie das türkische Zypern nicht anerkennen. Damit schließen sie sich der EU, den Vereinigten Staaten und Russland an, die die Türkei als Besatzungsmacht in Zypern bezeichnen“, betonte er. Der Journalist stellte auch den Zweck der Organisation der Turkstaaten in Frage: „Wenn diese Länder Resolutionen unterzeichnen, die die TRNC ablehnen, dann verliert die Organisation der Türkischen Staaten ihre Bedeutung. Schließt sie. Das ist ein Schlag nicht nur gegen das türkische Zypern, sondern gegen die Türkei selbst.“ Er betonte, dies sei mehr als ein diplomatischer Fehltritt:
„Dies ist kein Witz. Wir werden nicht zulassen, dass die Insel, auf der türkische Soldaten ihr Blut vergossen haben, als das Gebiet eines anderen Staates anerkannt wird. Das ist nicht nur ein diplomatischer Fehler – das ist Verrat.“
Gründung Nordzyperns
Am 15. November 1983 rief das Parlament des Türkischen Föderativstaats (Kıbrıs Türk Federe Devleti) die Türkische Republik Nordzypern aus. Dem vorausgegangen waren jahrelange ergebnislose Verhandlungen mit dem griechischen Südteil der Insel. Trotz der jahrzehntelangen Bereitschaft zyperntürkischer Regierungen, eine gerechte Lösung herbeizuführen, weigert sich die international als „Republik Zypern“ anerkannte zyperngriechische Administration, die Zyperntürken als gleichberechtigte Volksgruppe zu akzeptieren. Zypern wurde 1974 geteilt, nachdem Griechenland einen Militärputsch durchgeführt und die Türkei als Garantiemacht interveniert hatte. Die türkische Regierung hatte unter Premierminister Bülent Ecevit entschieden, am 20. Juli 1974 türkische Truppen auf die Insel zu entsenden, um eine ethnische Säuberung durch die nationalistische Regierung zu verhindern, die infolge eines von Griechenland unterstützten Putsches gegen den zyprischen Präsidenten, Erzbischof Makarios, an die Macht gekommen war. Die Putschisten strebten damals den Anschluss der gesamten Insel an das ebenfalls von einer Militärjunta regierte Griechenland an.

Bereits in den Jahren vor dieser Entwicklung hatte es vielfach Übergriffe und Pogrome gegen die türkische Bevölkerung auf Zypern gegeben. Die unter dem Namen „Operation Atilla“ durchgeführte türkische Militäropeation führte in weiterer Folge zum Ende der Militärdiktatur in Griechenland, die türkischen Truppen blieben dennoch auf Nordzypern stationiert.

Im Jahre 1983 erklärte der dort entstandene De-facto-Staat unter dem bis 2005 regierenden Langzeitpräsidenten Rauf Denktaş seine Unabhängigkeit. In den letzten Jahren gab es mehrere Versuche, die Insel zu einigen, 2004 scheiterte jedoch ein Referendum zur Wiedervereinigung an einer „Nein“-Mehrheit im griechischen Teil.

 

Wirtschaft
Türkei: Ausländische Investitionen steigen um fast 100 Prozent

Istanbul – In den ersten beiden Monaten des Jahres 2025 zog die Türkei ausländische Direktinvestitionen in Höhe von rund 2 Mrd. USD an, was einem Anstieg von 92 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Nach Angaben der Internationalen Investorenvereinigung (YASED), die nach der Veröffentlichung der türkischen Zahlungsbilanzstatistiken durch die Zentralbank der Türkei bekannt gegeben wurde, belief sich der Gesamtzufluss an ausländischen Direktinvestitionen im Januar und Februar auf 1,996 Milliarden Dollar. Allein im Februar stiegen die ADI-Zuflüsse im Vergleich zum Vorjahr um 205 % auf 561 Mio. USD. Davon entfielen 417 Mio. $ auf den Zufluss von Beteiligungskapital, 28 Mio. $ auf den Zufluss von Schuldtiteln und 134 Mio. $ auf den Erwerb von Immobilien durch ausländische Staatsangehörige.
Der Handelssektor ist führend
Von den 1,35 Mrd. $, die in den ersten beiden Monaten in Beteiligungskapital investiert wurden, entfiel mit 58% der Löwenanteil auf den Groß- und Einzelhandel. Es folgten die Finanz- und Versicherungsbranche (10 %) und der Informations- und Kommunikationssektor (6 %). Im Februar zeigte die Aufschlüsselung nach Sektoren, dass der Groß- und Einzelhandel mit 26% weiterhin dominierte, gefolgt von Information und Kommunikation (13%), Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (12%), Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (11%) und freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (9%).
Top-Investitionsländer
Die wichtigsten Quellen für ausländische Investitionen im Februar waren die Niederlande, die Vereinigten Staaten, die Schweiz, das Vereinigte Königreich und Aserbaidschan. Im Zeitraum Januar-Februar stammte der größte Teil der ausländischen Direktinvestitionen – 49 % – aus anderen asiatischen Ländern, 21 % aus der Europäischen Union und 12 % aus Amerika. Europäische Nicht-EU-Länder steuerten 11 % bei.

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Weltraumtourismus:
Blue Origin schließt Weltraumreise mit weiblicher Besatzung ab

Houston – Die Firma Blue Origin von Jeff Bezos hat am Montag seine Verlobte Lauren Sanchez mit einer rein weiblichen Prominenten-Crew, zu der auch Katy Perry und Gayle King gehörten, ins All gebracht. Es war die jüngste Welle im Weltraumtourismus, bei dem mehr Reiche und Berühmte als je zuvor – oder Glückliche und gut Vernetzte – in den Bereich der Schwerelosigkeit eintreten können, der traditionell von professionellen Astronauten beherrscht wird. Die New-Shepard-Rakete startete von West-Texas aus zu einem schnellen Auf- und Abflug. In einer Höhe von 105 Kilometern (65 Meilen) winkte der Rand des Weltraums und versprach einige kostbare Minuten der Schwerelosigkeit. Sanchez, eine Hubschrauberpilotin und ehemalige Fernsehjournalistin, lud die anderen zu dem 10-minütigen, vollautomatischen Flug ein und sorgte zusammen mit der Sängerin und Songschreiberin Perry und der „CBS Mornings“-Moderatorin King für Staraufgebot. Mit an Bord waren auch die Filmproduzentin Kerianne Flynn, Aisha Bowe, eine ehemalige NASA-Ingenieurin, die ihr eigenes Unternehmen zur Förderung der wissenschaftlichen Bildung gegründet hat, und Amanda Nguyen, eine Wissenschaftlerin, die Planeten in der Nähe anderer Sterne untersucht hat und sich jetzt für Überlebende sexueller Gewalt einsetzt. Perry erklärte gegenüber Medien, warum sie „What a Wonderful World“ im Weltraum gesungen hat, nachdem sie mit der Blue Origin-Rakete in Texas gelandet war. „Es geht nicht um mich. Es geht nicht darum, meine Lieder zu singen, es geht um eine kollektive Energie dort drinnen, es geht um uns, es geht darum, Raum für zukünftige Frauen zu schaffen und Raum einzunehmen und dazuzugehören, und es geht um diese wunderbare Welt, die wir dort draußen sehen und sie zu schätzen wissen“, sagte Perry. „Das alles ist zum Wohle der Erde.“ King beschrieb das Gefühl der Ruhe und des Friedens, das sie in der Schwerelosigkeit des Weltraums empfand. „Wenn man auf den Planeten hinunterblickt, denkt man, dass wir von dort kommen“, sagte sie. „Und für mich ist es eine Erinnerung daran, dass wir etwas besser machen müssen, besser sein müssen.“ Dave Limp, der CEO von Blue Origin, postete ein Gruppenfoto auf X, nachdem die Kapsel in Texas gelandet war. „Was für eine erstaunliche Crew!“, schrieb er. „Großartiger Flug heute Morgen.“ Blue Origin lehnte es ab, zu sagen, wie viel der Flug kostete oder wer was bezahlte. Die Reise fand zwei Monate vor der Heirat von Sanchez und Bezos in Venedig statt.
Weltraumtourismus: Eine Reise über die Erde hinaus
Der Weltraumtourismus ermöglicht es Privatpersonen, zu Erholungszwecken in den Weltraum zu reisen, und läutet damit eine neue Ära der Erforschung ein. Der erste Weltraumtourist war Dennis Tito, der 20 Millionen Dollar zahlte, um im April 2001 an Bord eines russischen Sojus-Raumschiffs die Internationale Raumstation (ISS) zu besuchen, organisiert von Space Adventures. Heute gibt es mehrere Unternehmen, die Weltraumtourismus anbieten: Blue Origin: Bietet suborbitale Flüge mit seiner New-Shepard-Rakete an, die etwa 10 Minuten dauern und die Kármán-Linie (100 km Höhe) überqueren. Die Ticketpreise liegen zwischen 750.000 und 1 Million Dollar, wobei die Kosten variieren und nicht immer öffentlich sind. Virgin Galactic: Bietet suborbitale Reisen mit seinem SpaceShipTwo, VSS Unity, mit einigen Minuten Schwerelosigkeit an. Tickets kosten zwischen 450.000 und 650.000 Dollar pro Sitzplatz. SpaceX: Konzentriert sich auf orbitale Missionen, einschließlich Reisen zur ISS oder mehrtägige Erdumkreisungen mit seinem Raumschiff Crew Dragon. Die Kosten sind deutlich höher und liegen zwischen 50 und 60 Millionen Dollar pro Person für ISS-Besuche. Axiom Space: Arbeitet mit SpaceX zusammen, um Touristen für längere Aufenthalte zur ISS zu schicken. Die Kosten für einen 10-tägigen Flug liegen bei etwa 55 Millionen Dollar. Während suborbitale Flüge leichter zugänglich sind, bleiben orbitale Missionen aufgrund ihrer Komplexität und Kosten exklusiv. Im Zuge des technischen Fortschritts wollen die Unternehmen die Preise senken, so dass der Weltraumtourismus in Zukunft möglicherweise breiter zugänglich wird. Ein suborbitaler Flug erreicht den Weltraum (Überquerung der Kármán-Linie in 100 km Höhe), aber nicht die Geschwindigkeit oder Flugbahn, um die Erde zu umkreisen. Das Raumschiff folgt einem Parabelbogen, erlebt kurzzeitig die Schwerelosigkeit (einige Minuten) und kehrt dann zur Erde zurück. Beispiele hierfür sind die Flüge des New Shepard von Blue Origin und des SpaceShipTwo von Virgin Galactic. Diese Flüge sind kürzer, dauern in der Regel 10-15 Minuten, und erfordern weniger Energie und Kosten. Ein Orbitalflug erreicht eine stabile Umlaufbahn um die Erde und erfordert eine ausreichende Geschwindigkeit (etwa 28.000 km/h), um eine kontinuierliche Bahn um den Planeten aufrechtzuerhalten. Diese Missionen können Stunden, Tage oder Wochen dauern und beinhalten oft Besuche bei der Internationalen Raumstation oder frei fliegende Raumfahrzeuge wie die Crew Dragon von SpaceX. Orbitalflüge erfordern aufgrund der größeren Höhe (in der Regel 200-400 km) und der Komplexität deutlich mehr Treibstoff, fortschrittliche Technologie und Kosten. Kurz gesagt, Suborbitalflüge bieten einen kurzen Vorgeschmack auf den Weltraum, während Orbitalflüge eine dauerhafte Reise um die Erde beinhalten.

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Ukrainekrieg
Soziale Medien werben chinesische Männer für Russlands Krieg in der Ukraine

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Kiew – Die ukrainischen Behörden sind alarmiert über die wachsende Zahl chinesischer Staatsbürger, die sich Russlands militärischen Bemühungen im laufenden Krieg in der Ukraine anschließen. Sie werden durch Kampagnen in den sozialen Medien angelockt, die lukrative finanzielle Belohnungen und den Reiz des Abenteuers auf dem Schlachtfeld versprechen. Die Rekrutierungskampagne, die in erster Linie über chinesische Social-Media-Plattformen wie Weibo und Douyin durchgeführt wird, hat Bedenken hinsichtlich der Neutralität Chinas in dem Konflikt und des Bewusstseins der chinesischen Regierung für die Situation geweckt.
Junge Männer mit geringen wirtschaftlichen Aussichten
Nach Angaben von Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL) zeigt eine Anzeige, die auf einer der größten Social-Media-Plattformen in China, Weibo, gepostet und hunderttausendfach aufgerufen wurde, Männer, die ihren Arbeitsplatz verlassen, um für Russland zu kämpfen, und endet mit der Zeile: „Du bist ein Mann. Sei ein Mann.“ Die Rekrutierungsanzeigen sollen junge Männer mit geringen wirtschaftlichen Aussichten ansprechen. In einem Video, das auf Russisch mit chinesischen Untertiteln gedreht wurde, werden Einstellungsprämien von bis zu 21.000 Dollar und ein monatliches Einkommen von etwa 2.400 Dollar versprochen – weit über dem Durchschnittslohn in vielen Teilen Chinas.
Selenskyj beschuldigt Moskau
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beschuldigte Moskau kürzlich, eine „systematische Kampagne“ zur Anwerbung chinesischer Staatsangehöriger zu führen. Zwei Chinesen wurden kürzlich in der östlichen Region Donezk gefangen genommen. „Russland führt eine systematische Kampagne durch, um chinesische Soldaten zu rekrutieren“, erklärte Selenskyj auf einer Pressekonferenz am 8. April und beschuldigte Moskau, soziale Medien zu nutzen, um anfällige Personen mit Versprechungen von Reichtum und Ruhm anzusprechen. Er fügte hinzu, dass Peking wahrscheinlich von diesen Aktivitäten weiß, was Fragen über Chinas offizielle Haltung der Neutralität in diesem Krieg aufwirft. In einem anderen Video spricht eine russische Influencerin Chinesisch und preist Vorteile wie Unterkunft, Gesundheitsversorgung und Kinderbetreuung für Rekruten an.
„Ich dachte, es wäre ein Abenteuer“
Interviews mit gefangenen chinesischen Kämpfern offenbaren eine Mischung von Motivationen. Ein Gefangener, der in einem von den ukrainischen Behörden veröffentlichten Video zu Wort kommt, gibt zu, dass er keine Kampferfahrung hatte und vor seiner Ausbildung in Russland noch nie eine Waffe in der Hand gehalten hatte. „Ich dachte, es wäre ein Abenteuer“, sagte er und bedauerte, dass er mit der Realität des Krieges konfrontiert wurde. Andere beriefen sich auf finanzielle Verzweiflung oder den Wunsch nach Kampferfahrung, beeinflusst durch die Propaganda, die den Konflikt als edle Sache darstellte.
China bestreitet Beteiligung
Das chinesische Außenministerium hat jegliche staatliche Beteiligung bestritten und die Behauptungen Zelenskyys als „völlig unbegründet“ bezeichnet. Sprecher Lin Jian betonte, dass Peking seinen Bürgern rät, Konfliktgebiete zu meiden, und die Teilnahme an ausländischen Militäroperationen untersagt. Die Tatsache, dass diese Rekrutierungsposts auf streng kontrollierten chinesischen Social-Media-Plattformen fortbestehen, deutet jedoch darauf hin, dass trotz der weiten Verbreitung und Sichtbarkeit nur begrenzte Anstrengungen unternommen werden, sie zu unterbinden. Die Situation hat internationales Aufsehen erregt. Das US-Außenministerium bezeichnete die Berichte als „beunruhigend“, während die Leiterin der Außenpolitik der Europäischen Union, Kaja Kallas, China aufgrund seiner wirtschaftlichen Unterstützung und der Lieferung von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck als „wichtigen Ermöglicher“ von Russlands Kriegsanstrengungen bezeichnete. Ukrainische Beamte haben den chinesischen Geschäftsträger in Kiew vorgeladen, um Erklärungen zu verlangen und die Verwicklung chinesischer Staatsangehöriger in den Konflikt zu verurteilen. Analysten gehen davon aus, dass die Rekrutierung die breitere Strategie Russlands widerspiegelt, seine Streitkräfte mit ausländischen Kämpfern zu verstärken, nachdem Berichte über nordkoreanische Truppen und Söldner aus Syrien und Libyen aufgetaucht sind. Im Gegensatz zu den staatlich geförderten Einsätzen Nordkoreas scheinen die chinesischen Rekruten jedoch unabhängig zu handeln und eher durch persönlichen Gewinn als durch Regierungsanweisungen angelockt zu werden. „Dies sind keine von Peking entsandten Soldaten“, sagte eine westliche Geheimdienstquelle, die anonym bleiben wollte. „Es sind Einzelpersonen, die auf gezielte Werbung reagieren und wirtschaftliche Schwachstellen ausnutzen.
Debatte auch in China
Das Phänomen hat auch innerhalb Chinas eine Debatte ausgelöst. Die Online-Reaktionen auf die Rekrutierungsvideos sind gemischt: Einige Nutzer äußern Interesse an der hohen Bezahlung, während andere davor warnen, dass die Rekruten Gefahr laufen, „Kanonenfutter“ zu werden. Beiträge, die sich kritisch über den Krieg oder Russlands Taktik äußern, werden oft schnell zensiert, was die Herausforderungen eines offenen Diskurses in Chinas streng reguliertem digitalen Raum widerspiegelt. Für die Ukraine verkompliziert die Anwesenheit der chinesischen Kämpfer den ohnehin schon brisanten Konflikt. Selenskyj hat angeboten, die gefangenen Männer gegen ukrainische Gefangene auszutauschen, die von Russland festgehalten werden. Damit signalisiert er den Wunsch nach einer Deeskalation der Spannungen mit Peking und verweist gleichzeitig auf die Abhängigkeit Russlands von ausländischen Rekruten. „Dieser Krieg darf sich nicht weiter ausbreiten“, sagte er und forderte die Weltmächte auf, sich mit dem Problem zu befassen. Die Rekrutierung chinesischer Staatsangehöriger unterstreicht die sich verändernde Natur der modernen Kriegsführung, in der soziale Medien sowohl als Propagandawerkzeug als auch als Rekrutierungsplattform dienen.

Türkei
Antalya: Erdogan eröffnet zweitgrößten Flughafen der Türkei

Antalya – Nach einer zweieinhalbjährigen Umbauzeit wurde der Flughafen in Antalya heute von Präsident Recep Tayyip Erdoğan offiziell eröffnet und ist nun der zweitgrößte Flughafen der Türkei. Dank umfangreicher Investitionen erlebte das türkische Tourismuszentrum eine bedeutende Modernisierung seiner Flughafeninfrastruktur. In nur 2,5 Jahren wurde das Terminal deutlich erweitert. Die Terminalkapazität steigt von 35 Millionen auf 82 Millionen Passagiere, während gleichzeitig die Anzahl der Flugzeugstellplätze von 108 auf 176 stieg. Verkehrsminister Abdulkadir Uraloğlu erklärte vor der feierlichen Eröffnung, dass der Flughafen Antalya nun die zweitgrößte Kapazität für Passagiere in der Türkei aufweist.
Zentrales Drehkreuz
Der Flughafen Antalya ist das zentrale Drehkreuz für Touristen aus Dutzenden von Ländern, die jedes Jahr in Antalya und seinen beliebten Bezirken, von Kaş, Kemer bis Alanya, ankommen. Er ist neben dem Flughafen Istanbul und dem internationalen Flughafen Sabiha Gökçen einer der verkehrsreichsten Flughäfen des Landes. Das Ausbauprojekt des Flughafens ist von besonderer Bedeutung, um die Zahl der Touristenankünfte in der Stadt weiter zu steigern und das Potenzial von Antalya noch weiter zu erhöhen. Der Flughafen Antalya wird von einem Konsortium betrieben, das von der türkischen TAV Airports Holding gemeinsam mit der deutschen Fraport AG geführt wird. Das Betreiberkonsortium hat sich im Rahmen der Erweiterung verpflichtet, erhebliche Investitionen zu tätigen und die Infrastruktur des Flughafens auf ein internationales Top-Niveau zu bringen.

Serien
Netflix enthüllt Starbesetzung für neue „Stolz und Vorurteil“ Miniserie

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London – Netflix hat offiziell die Hauptdarsteller für seine mit Spannung erwartete sechsteilige Miniserie zu Jane Austens beliebtem Roman „Stolz und Vorurteil“ bekannt gegeben. Der Streaming-Gigant kündigte an dass Emma Corrin, Jack Lowden und Olivia Colman die ikonischen Rollen von Elizabeth Bennet, Mr. Darcy bzw. Mrs. Bennet in einer Produktion übernehmen werden, die noch in diesem Jahr in Großbritannien gedreht werden soll. Die Ankündigung, über die Deadline am 10. April berichtete, hat sowohl bei Austen-Fans als auch bei Liebhabern von Historiendramen große Begeisterung ausgelöst. Emma Corrin, bekannt durch ihre Rolle als Prinzessin Diana in The Crown und ihre jüngste Arbeit in Nosferatu, wird in die Rolle der scharfsinnigen Elizabeth Bennet schlüpfen. Corrin, die mit diesem Projekt auch ihr Debüt als ausführende Produzentin gibt, zeigte sich begeistert:
„Elizabeth Bennet zu spielen ist eine einmalige Gelegenheit. Diese ikonische Figur an der Seite von Olivia und Jack mit Dollys phänomenalen Drehbüchern zum Leben erwecken zu können, ist wirklich die größte Ehre. Ich kann es kaum erwarten, dass sich eine neue Generation wieder in diese Geschichte verliebt.“
Jack Lowden, bekannt für seine Auftritte in Slow Horses und Dunkirk, wird den grüblerischen Mr. Darcy spielen, eine Rolle, die zuvor von Colin Firth in der BBC-Miniserie von 1995 und Matthew Macfadyen im Film von 2005 verkörpert wurde. Olivia Colman, eine Oscar- und Emmy-Preisträgerin, die für ihre Rollen in The Favourite und The Crown bekannt ist, wird die Matriarchin Mrs. Bennet spielen und damit ihren ehemaligen The Crown-Kollegen Corrin wiedersehen. Die Fans auf X sind von der Besetzung begeistert: „Emma Corrin, Jack Lowden und Olivia Colman in Stolz und Vorurteil? Das wird unglaublich werden!“ Die Serie stammt aus der Feder von Dolly Alderton, der gefeierten Autorin von Everything I Know About Love, die auch als ausführende Produzentin neben Corrin, Regisseurin Euros Lyn (Heartstopper), Laura Lankester, Will Johnston und Louise Mutter für Lookout Point fungiert. Lisa Osborne (Wolf Hall: The Mirror and the Light) kommt als Produzentin hinzu. Alderton freut sich über das Projekt:
Jane Austens Stolz und Vorurteil ist die Blaupause für eine romantische Komödie – es war eine Freude, wieder in die Seiten einzutauchen und sowohl vertraute als auch neue Wege zu finden, dieses geliebte Buch zum Leben zu erwecken. Ich freue mich sehr darauf, diese lustigen und komplizierten Charaktere unter der Regie von Euros Lyn wieder denjenigen vorzustellen, die Stolz und Vorurteil zu ihren Lieblingsbüchern zählen, und denen, die ihre Lizzie und Mr. Darcy noch nicht kennen.
Netflix verspricht „originalgetreue, klassische Adaption“
Netflix hat eine „originalgetreue, klassische Adaption“ von Austens Roman aus dem Jahr 1813 versprochen, der Elizabeth Bennet, der intelligenten und unkonventionellen zweiten Tochter der Familie Bennet, auf ihrem Weg durch die Liebe, die gesellschaftlichen Erwartungen und ihre sich entwickelnde Beziehung zu dem wohlhabenden, aber zunächst unnahbaren Mr. Darcy folgt. Die zeitlosen Themen Liebe, Klasse und persönliches Wachstum haben die Geschichte zu einem kulturellen Prüfstein gemacht. Frühere Verfilmungen – wie die BBC-Miniserie von 1995 mit Jennifer Ehle und Colin Firth in den Hauptrollen und der Film von 2005 mit Keira Knightley – sind nach wie vor bei den Fans beliebt. Die Ankündigung fällt in eine Zeit, in der das Interesse an Romanzen aus der Regency-Ära wieder auflebt, angefacht durch den Erfolg der Netflix-Serie Bridgerton, die das Publikum mit ihrer Mischung aus Romanze und historischem Drama in ihren Bann gezogen hat. Netflix-Geschäftsführerin Mona Qureshi hob das Potenzial des Projekts hervor und erklärte:
„Wir freuen uns, diesen beliebten britischen Klassiker mit unserem weltweiten Publikum zu teilen. Stolz und Vorurteil ist die ultimative romantische Komödie. Dollys scharfe Intelligenz und ihr großes Herz, gepaart mit ihrer aufrichtigen Liebe zum Austen-Roman, bedeuten, dass sie in der Lage ist, neue Einblicke zu geben und gleichzeitig all das zu zelebrieren, was den Generationen von Fans so wichtig ist.“
Die Erfolgsbilanz von Netflix bei Austen-Verfilmungen ist jedoch gemischt. Die Verfilmung von Persuasion aus dem Jahr 2022 mit Dakota Johnson in der Hauptrolle wurde wegen ihres modernisierten Ansatzes kritisiert und erhielt auf Rotten Tomatoes eine Bewertung von 30 Prozent. Die Miniserie „Stolz und Vorurteil“ ist eine weitere Ergänzung zu Netflix‘ wachsendem Angebot an Literaturadaptionen, nachdem bereits eine limitierte Serie zu John Steinbecks „East of Eden“ mit Florence Pugh in der Hauptrolle angekündigt wurde. Obwohl noch kein Veröffentlichungsdatum bestätigt wurde, soll die Produktion bald beginnen, und die Fans warten gespannt auf weitere Informationen zu dieser Neuauflage eines Literaturklassikers.

Steuer
Muss man auf Glücksspielgewinne Steuern zahlen?

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Wer im Casino das große Los zieht oder bei Sportwetten abräumt, fragt sich schnell: Muss ich meinen Gewinn beim Finanzamt angeben, oder ist das Geld steuerfrei? Diese Frage sorgt vor allem online immer wieder für Verwirrung. Jetzt hat der „Bund der Steuerzahler“ (BdSt) für Klarheit gesorgt: Gewinne aus Glücksspielen sind in Deutschland grundsätzlich steuerfrei. Dennoch kursieren im Netz viele widersprüchliche Informationen, die bei Gewinnern für Unsicherheit sorgen.
Was der „Bund der Steuerzahler“ dazu sagt
Laut dem „Bund der Steuerzahler“ sind viele Arten von Glücksspielgewinnen steuerfrei, zum Beispiel Gewinne aus dem Lotto, von Sportwetten, aus Casino-Spielen oder auch aus Quizshows im Fernsehen. Die Begründung: Es handelt sich um eine sogenannte „einmalige Vermögensmehrung“. Daniela Karbe-Geßler vom BdSt erklärt, dass das auch für bekannte TV-Shows wie “Wer wird Millionär?“ oder Formate von Stefan Raab wie „Schlag den Star“ gilt. Da man in der Regel nur einmal teilnehmen kann, sieht der Staat das als Ausnahmefall an und erhebt keine Steuern. Doch was ist mit Casino Online-Plattformen, bei denen man mehrfach gewinnen kann? Und wie sieht es bei regelmäßigen Gewinnen im Casino oder einem Jackpot aus? Auch hier bleibt die Antwort erstaunlich: Die daraus entstandenen Gewinne sind ebenfalls steuerfrei. Eine genaue Erklärung oder gesetzliche Unterscheidung liefert der Bund der Steuerzahler allerdings nicht. Kein Wunder, dass sich online viele Mythen und widersprüchliche Aussagen verbreitet haben und damit bei Spielern für Unsicherheit sorgen.
Wann müssen Gewinne dennoch versteuert werden?

Nicht alle Gewinne aus Spielen sind automatisch steuerfrei. Wer zum Beispiel regelmäßig an Pokerturnieren teilnimmt und dabei verdient, kann schnell ins Visier des Finanzamts geraten.

Denn bei häufiger Teilnahme und hohen Summen wird das Ganze als gewerbliche Tätigkeit eingestuft und es können Steuern fällig werden. Bereits 2012 hat der Bundesfinanzhof ein entsprechendes Urteil gefällt.

Ähnliches gilt für Menschen, die regelmäßig bei Quizshows mitmachen und daraus ein regelmäßiges Einkommen erzielen. Auch bei Reality-TV-Formaten kann es steuerlich relevant werden, nämlich dann, wenn Teilnehmer geldwerte Vorteile oder eine Gage für ihre Teilnahme erhalten. In solchen Fällen sieht das Finanzamt keinen reinen Glücksfall mehr, sondern eine steuerpflichtige Einnahmequelle.

Was passiert, wenn man Glücksspielgewinne verschenkt oder vererbt?

Auch beim Verschenken oder Vererben von Glücksspielgewinnen kann der Staat mitreden, zumindest dann, wenn größere Summen im Spiel sind. Der BdSt warnt: Wer hohe Gewinne an Angehörige weitergibt, sollte auf mögliche Erbschafts- oder Schenkungssteuern achten. Entscheidend sind hier die sogenannten Freibeträge.

Für Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner liegt der Freibetrag bei 500.000 Euro. Kinder dürfen bis zu 400.000 Euro steuerfrei erhalten, bei Enkelkindern sind es 200.000 Euro. Alles, was darüber liegt, muss versteuert werden.

Diese Freibeträge gelten nicht nur bei einer Erbschaft, sondern auch bei Schenkungen. Der Clou: Bei Schenkungen können die Freibeträge alle zehn Jahre erneut genutzt werden. Wer also langfristig plant, kann sein Vermögen Stück für Stück steuerfrei weitergeben.

Wer seine Glücksspielgewinne nicht ausgibt, sondern gewinnbringend anlegt, zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto oder in Aktien investiert, muss auf die daraus entstehenden Erträge Steuern bezahlen. In diesem Fall greift die Kapitalertragsteuer. Zusätzlich fallen der Solidaritätszuschlag und eventuell auch Kirchensteuer an.
Wichtig: Besteuert wird nicht der ursprüngliche Glücksspielgewinn, sondern nur das Geld, das durch Zinsen, Dividenden oder Kursgewinne neu dazuverdient wird.
Gewinne aus dem Jobumfeld können steuerpflichtig sein
Ob ein Gewinn steuerpflichtig ist, hängt auch davon ab, ob er im Zusammenhang mit dem Beruf steht. Ein klarer Hinweis für das Finanzamt: Wenn der Gewinn aus einer beruflichen Tätigkeit stammt, kann er steuerpflichtig sein. Das betrifft zum Beispiel professionelle Pokerspieler, aber auch Menschen, die bei Gewinnspielen mitmachen, die nur für Mitarbeiter einer bestimmten Firma gedacht sind. Wer also an einer unternehmensinternen Lotterie teilnimmt, sollte im Hinterkopf behalten: In solchen Fällen kann eine Steuerpflicht entstehen. Warum „kann“? Weil es hier einige rechtliche Grauzonen gibt. Wer sich unsicher ist, ob ein Gewinn versteuert werden muss oder nicht, sollte im Zweifel direkt beim Finanzamt nachfragen, das ist der sicherste Weg.

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