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Epstein-Akten
Epstein-Akten: „Erdoğan reinigt das Militär von israel-freundlichen Kräften“

Washington – Brisante neue Enthüllungen aus den über 3 Millionen freigegebenen Jeffrey-Epstein-Akten des US-Justizministeriums: In geheimen Korrespondenzen des Epstein-Netzwerks wird detailliert analysiert, wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan das türkische Militär umbaut. Wörtlich heißt es in den Dokumenten, Erdoğan „reinigt das türkische Militär von denjenigen, die gut mit Israel zusammenarbeiten“. Die Akten werfen ein völlig neues Licht auf die geopolitische Spionage-Rolle des pädophilen Multimillionärs und seiner hochrangigen Kontakte. Die Ende Januar 2026 entsiegelten Dossiers belegen, dass die Militärstrategie von Präsident Erdoğan und das Verhältnis der Türkei zu Israel ein zentrales Thema in den diplomatischen Zirkeln rund um Jeffrey Epstein waren. Die Korrespondenzen, die unter anderem aus dem Umfeld hoher europäischer Funktionäre stammen, skizzieren eine gezielte Abkehr Ankaras von der einst engen militärischen Kooperation mit Tel Aviv.

Netanyahu-Abneigung und strategische Neuausrichtung

Die Akten zitieren Beobachtungen, wonach Erdoğan gegenüber der „diplomatisch unfähigen Netanyahu-Regierung“ eine tiefe Abneigung hege. In den Berichten, die Epstein offenbar als Teil eines informellen Informationsnetzwerks sammelte, wird die diplomatische Lage Israels als „prekär“ bezeichnet, während der Türkei eine erfolgreiche Rolle als Ordnungsmacht im Nahen Osten attestiert wird.

Mavi Vatan: Marine-Aktivitäten als Unruheherd

Neben der Personalpolitik im Militär thematisieren die Epstein-Files auch die türkische Marine-Strategie im östlichen Mittelmeer. Die Manöver der Türkei in der Nähe der Gasfelder vor Zypern werden in den diplomatischen Depeschen als „hochgradig belastend“ für die westliche Allianz beschrieben. Diese Dokumente erhärten den Verdacht, dass Epsteins Kontakte weit über kriminelle Aktivitäten hinausgingen und sein Zirkel dazu diente, sensible Informationen über Staats- und Regierungschefs wie Erdoğan zu sammeln und zu bewerten.

Vom NATO-Partner zum globalen Powerhouse

Was in den Epstein-Files als „nervenaufreibende“ Veränderung für westliche Kreise beschrieben wird, spiegelt die tatsächliche Transformation der Türkei in den letzten zwei Jahrzehnten wider. Nach einer Phase der jahrzehntelangen, weitgehend selbst gewählten Isolation hat sich das Land zu einem globalen Akteur entwickelt. Die Türkei agiert heute als souveräne Macht, die ihren Einflussbereich weit über die regionalen Grenzen hinaus ausgedehnt hat. Ob als stabilisierender Vermittler auf dem Balkan, als zentraler Partner in weiten Teilen Afrikas oder durch eine verstärkte diplomatische und wirtschaftliche Präsenz in Südamerika: Ankara hat seinen strategischen Spielraum systematisch erweitert. Diese neue globale Rolle wird von einer wirtschaftlichen Dynamik getragen, die die Türkei trotz globaler Herausforderungen zu einem regionalen „Powerhouse“ gemacht hat, das verstärkt auf eigene Ressourcen, neue Handelswege und wirtschaftliche Autarkie setzt.

Rüstungsindustrie als Motor der Souveränität

Ein entscheidender Pfeiler dieser neuen Unabhängigkeit, die in den Epstein-Dokumenten kritisch analysiert wurde, ist der rasante Aufstieg der heimischen Rüstungsindustrie. In den letzten 20 Jahren hat die Türkei ihre Abhängigkeit von ausländischen Militärimporten drastisch reduziert – von einst ca. 80 % auf mittlerweile rund 20 %. Die Entwicklung eigener hochmoderner Waffensysteme, wie der weltweit gefragten Bayraktar-Drohnen, des Kampfpanzers Altay oder des nationalen Kampfflugzeugs KAAN, hat der türkischen Diplomatie eine neue strategische Tiefe verliehen. Die in den Akten erwähnte „Säuberung“ von israel-freundlichen Netzwerken im Militär erscheint vor diesem Hintergrund als konsequenter Schritt einer Strategie, die auf nationale Souveränität und technologische Selbstständigkeit setzt. Die Veröffentlichung dieser Akten verdeutlicht, dass Epsteins Zirkel offenbar auch dazu genutzt wurde, sensible geopolitische Analysen über aufstrebende Mächte wie die Türkei zu sammeln.

NEX24-Interview
Politanalystin Rena Netjes: Die PKK repräsentiert nicht die Kurden

Obwohl zahlreiche Menschenrechtsorganisationen, wie Human Rights Watch, der  Terrororganisation PKK Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen auch unter der kurdischen Bevölkerung vorwerfen, wird in den europäischen Medien kaum darüber berichtet. Ein Beispiel ist die Zwangsrekrutierung von Minderjährigen.

Aber auch assyrische Christen und Aramäer sind frustriert in Bezug auf die Medienberichterstattung über die PKK und ihrem syrischen Ableger, die YPG. Die Berichte spiegelten meist nicht die Realität wider. Jeder, der Fragen stellt oder Einwände erhebt, werde „in Europa ignoriert“. Der assyrische Journalist Dikran Ego etwa, Chefredakteur von Assyria TV, sagte in einem Interview: „Westliche Medien lassen keine kritischen Fragen über die PKK oder die YPG zu.“

Morddrohungen wegen PKK-Kritik

Die renommierte niederländische Politanalystin, Rena Netjes, ist eine der wenigen Medienvertreter, die kritisch berichten und Verbrechen der Terrororganisation aufdecken. Hierfür erhielt sie bereits zahlreiche Morddrohungen. „Ich zahle einen Preis dafür, dass ich die Propaganda der PYD entlarve“, so Netjes auf Twitter.

Die YPG wird als bewaffneter Arm der kurdisch-syrischen Partei der Demokratischen Union (PYD) betrachtet. Die PYD ist eine kurdische Partei in Syrien und gilt als Schwesterpartei der PKK. Sie kooperiert mit dem Regime in Damaskus.

Laut Netjes habe die PYD bei zahlreichen Niederschlagungen von Protesten gegen das Regime eine Rolle gespielt. Netjes betont, dass jede Kritik am Regime mit Unterdrückung, Verhaftung oder Ermordung verbunden sei. Ferner war die PYD daran beteiligt, die syrische Metropole Aleppo, die von syrischen Oppositionskräften kontrolliert wurde, zu erobern und damit dem Regime einen entscheidenden Vorteil zu bescheren.

Netjes ist studierte Arabistin und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Fragen der Staatsführung und Sicherheit in Nordsyrien. Netjes befürwortet eine militärische Intervention und Befreiung Tal Rifaats von der YPG durch die Türkei. „Das Engagement der türkischen Streitkräfte in Nordsyrien könnte Tausenden von Syrern die Rückkehr in ihre Heimat ermöglichen, nachdem sie von der YPG vertrieben wurden“, schreibt Netjes in einem Artikel, der auf der Seite des Washington Instituts erschien.

Im Westen gibt es starken Widerstand gegen eine neu geplante Militäroperation der türkisch-syrischen Nationalarmee (SNA) im Norden Syriens. Doch viele vertriebene Araber aus Tal Rifaat, Manbij und den umliegenden Dörfern begrüßen die Idee der Befreiung ihrer Städte und Dörfer. Tatsächlich fordern sie die von der Türkei unterstützte SNA schon seit Jahren auf, ihr Gebiet zu befreien.

Netjes: „Im Jahr 2016 wurde die gesamte arabische Bevölkerung in Tal Rifaat, einer historisch mehrheitlich arabischen Stadt auf der Westseite des Euphrat, in einer koordinierten Militäroperation von Russland, dem syrischen Regime und Kämpfern der Volksverteidigungseinheiten (YPG) aus Afrin vertrieben.“

„Handlanger, Rebell, Demokrat, Terrorist“

In ihrem umfassenden Bericht „Henchman, Rebel, Democrat, Terrorist“ (Handlanger, Rebell, Demokrat, Terrorist) gemeinsam mit Erwin van Veen, behandelt Netjes das Erstarken, die Ziele und organische Verbindung der YPG zur PKK in Nordsyrien. Dabei decken die beiden Experten die strategisch wechselnde Allianz der YPG mit dem Assad-Regime, dem iranischen Mullah-Regime, der russischen Führung sowie den USA auf.

In ihrem Bericht zeigen sie differenziert auf, welche unterschiedliche geostrategische Politik die Regierungen in Nordsyrien verfolgen. Auch begangene Kriegsverbrechen der Organisation bleiben nicht unerwähnt. Zum Schluss zeigt der Bericht anhand von Szenarien auf, wie brüchig die gewaltsam erreichte Autonomie ist.

„Sie versuchen, uns zum Schweigen zu bringen“

In einem Interview mit NEX24 erklärt die Expertin, dass sie in einigen Medien über die PKK/YPG zwar relativ frei berichten könne, hinter den Kulissen jedoch auch schon eingeschüchtert wurde.

„Mein Kollege Jan Jaap de Ruiter und ich wurden hinter den Kulissen von Nederlands Nieuwsuur und Trouw ziemlich eingeschüchtert. Sie versuchen, uns zum Schweigen zu bringen“, so Netjes.

Da ich mich seit 2016 mit dem Thema beschäftige, fühle ich mich wohl genug, um über das Schlechte und das Gute zu schreiben, wie ich es vor Ort und nach zahlreichen Interviews mit hauptsächlich syrischen Kurden und auch Assyrern, Arabern, Turkmenen, Jesiden, Tscherkessen tue.

„Überwältigenden Propagandamaschinerie“

Die niederländische Forscherin stimmt dem assyrischen Journalisten Dikran Ego zu. Das Bild der Terrororganisation sei im Westen von ihrer „überwältigenden Propagandamaschinerie und von der mangelnden Kenntnis des Terrains einiger aber nicht aller, westlicher Journalisten und Politiker geprägt“.

Ich selbst begann, mir ein anderes Bild von der YPG zu machen, als ich es aus den westlichen Medien kannte, nachdem ich ganz andere Geschichten von Einheimischen gehört hatte, die aus Nordsyrien geflohen waren. Im März 2016 traf ich mehrere Syrer, die aus Tal Rifaat und Umgebung geflohen waren und die Grenze am Grenzübergang Bab al-Salama, einige Kilometer nördlich von Azaz, überquerten. In der anfänglichen Annahme, dass sie vor den russischen und regimetreuen Bombenangriffen aus Ost-Aleppo fliehen, war es überraschend zu erfahren, dass sie flohen, weil „YPG-Kämpfer ihre Häuser eingenommen hatten“. Später an der Grenze und in Kilis sowie Gaziantep, erzählten andere Flüchtlinge viele ähnliche dramatische Geschichten.

Netjes finde zwar neue Plattformen, aber sie bestätige, dass die allgemeine Medienberichterstattung im Westen im Einklang mit der PKK-Propaganda sei. Netjes erwähnt etwa die Assoziierung der PKK und der YPG mit „den Kurden“.

Nach jahrelangen Recherchen und Gesprächen mit syrischen Kurden wisse sie, dass die ständige Behauptung der YPG, die Repräsentanten der Kurden zu sein, überhaupt nicht stimme. Die syrischen Kurden sähen sich in erster Linie als Syrer, als syrische Staatsbürger mit kurdischen Wurzeln. Sie seien auch nicht empfänglich für PKK-Propaganda und die zwangsweise angesetzte Wehrpflicht der YPG lehnten sie im Grunde ab.

„Die meisten syrischen Kurden wollen auch keinen eigenen Staat, denn die syrischen Kurden leben hauptsächlich in drei Enklaven im Norden: im nördlichen Teil der Provinz Hasaka, in Kobani und in Afrin. Andere Teile Nordsyriens sind arabisch (turkmenische Gebiete) und kurdische Gebiete nicht groß genug für einen eigenen Staat. Daher wollten sie große Teile der nicht-kurdischen Gebiete zwischen Afrin und Kobani sowie zwischen Kobani und Ras al-Ayn beherrschen. Die YPG beherrscht momentan nicht-kurdische Gebiete wie Tal Rifaat, Manbij, Raqqa und Deir Ezzor“, so Netjes.

Netjes in einem Interview mit dem kurdischen Führer Ahmad Misto. Er habe vier Attentatsversuche der PKK überlebt. (Foto: Screenshot/Twitter)

 

Die „andere Seite der YPG“

Die YPG habe zwar gegen den IS gekämpft, die Organisation habe jedoch noch eine weitere, im Westen unbekannte Seite.

Netjes: „Am problematischsten ist vielleicht die anhaltende Entführung von Minderjährigen, Mädchen und Jungen, Kurden, Assyrern und Jesiden. Sogar jenseits der Grenze habe ich zwei Teenager interviewt, die gerade von einer Entführung aus der Südtürkei nach Syrien zurückgekehrt waren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele im Westen davon nichts wissen oder es nicht glauben. Anders die niederländischen und amerikanischen Diplomaten. Für die Niederländer war dies schon immer ein Grund, sie (die YPG, Anm. Red.) nicht zu unterstützen, was einige niederländische politische Parteien verärgerte.

Ein weiterer problematischer Punkt ist die Zwangsverpflichtung in die Armee und der PKK-Lehrplan, der weder von Universitäten noch von internationalen Organisationen anerkannt wird, sodass es keine Chance gibt, damit an die Universität zu gehen. Dies sind Gründe, die vor allem junge Menschen dazu veranlassen, das Gebiet zu verlassen.

In der kurdischen Region des Irak gibt es etwa 250.000 syrische Flüchtlinge, die meisten von ihnen sind Kurden. Und es gibt auch, und das ist viel weniger bekannt, nach Angaben des syrisch-kurdischen Politikers und Forschers Bedir Mulla, etwa 400.000 syrische Kurden in der Türkei, hauptsächlich in der Südtürkei, die vor dem IS, aber auch vor der syrischen PKK geflohen sind.

Diese Menschen kehren nicht zurück. Außerdem lassen sie Oppositionspolitiker nicht frei arbeiten, einige wurden sogar von PKK-Kämpfern getötet, wie Mashal Tammo, Nasredine Burheik und mehrere andere.

Andere wurden inhaftiert oder sind unter Todesdrohungen geflohen, wie die KNC-Führer Abdel Hakim al-Bashar und Ibrahim Biro. Sie lassen keine freien Medien zu, auch keine westlichen oder arabischen Medien oder Forscher, die sich kritisch geäußert haben. Die meisten machen dies jedoch nicht öffentlich, wahrscheinlich in der Hoffnung, wieder Zugang zu erhalten.

In Afrin haben sie viele Kurden an das Assad-Regime ausgeliefert. Nur wenige haben es raus geschafft. Sie schließen assyrische christliche Schulen, weil sie wollen, dass sie den Lehrplan der PKK anwenden. Kurzum, sie regieren Hasaka und die Provinz Kobani – und davor Afrin -, insbesondere die kurdischen Gebiete, mit eiserner Faust.

Das können sie nicht in allen arabischen Gebieten tun, weil die Stämme das einfach nicht zulassen würden. Hinzu kommt, dass derzeit etwa 70 Prozent der von der YPG beherrschten Gebiete arabische Gebiete sind, die sich selbst regieren wollen und nicht wollen, dass der Reichtum, wie etwa Öl, aus ihren Gebieten genommen und ein Teil davon an das Regime verkauft wird.“

„Die Mehrheit der syrischen Kurden mag die PYD nicht“

In ihren Berichten betont Netjes immer wieder, dass die Mehrheit der kurdischen Bevölkerung eine Regierung durch die PYD ablehnt:

„Kurz gesagt, die von der PYD kontrollierten Gebiete sind besser als die Gebiete des Regimes, aber aus den oben genannten Gründen und wegen der extrem schlechten wirtschaftlichen Lage verlassen die Menschen auch diese Gebiete. Nun mag die Mehrheit der syrischen Kurden die PYD nicht, sie sehen sie als ein gewalttätiges Regime, aber sie haben jetzt auch ihre schlechten Erfahrungen mit einigen SNA-Brigaden* gemacht, die nicht ihre Kinder, sondern ihr Geld stehlen. Das ist sehr bedauerlich.

Ein Unterschied ist jedoch, dass ungefähr die Hälfte der Kurden, die 2018 zunächst vor der türkischen Militäroperation geflohen waren, mittlerweile wieder nach Afrin zurückgekehrt sind. Sie hatten eine ‚Dschihadisten-Invasion‘ befürchtet. Aber Araber, die aus den von der YPG gehaltenen Gebieten geflohen sind, können nicht zurückkehren, zum Beispiel die Bevölkerung von Tal Rifaat.

Die Situation in Afrin ist gemischt, einige Teile sind gut, einige Teile sind mittelmäßig und andere sind schlecht. Und leider lässt die PYD afrinische Kurden, die in das Gebiet von Tal Rifaat zurückkehren wollen, nur nach Zahlung hoher Summen zurückkehren“, betont die niederländische Analystin.

„Mütter von Diyarbakir“

Seit Jahren sitzen Eltern kurdischer Herkunft vor dem Parteigebäude der oppositionellen HDP und beschuldigen die Partei, mit Hilfe der PKK „ihre Kinder zu entführen“. Weder die HDP noch die PKK sprächen für die Kurden, erklärt Netjes.

Nein, ich würde eher sagen, sie schaden der kurdischen Sache, vor allem in Syrien. Sie sprechen für sich selbst und präsentieren sich im Westen als die Stimme der Kurden, was viele westliche Politiker und Medien nicht ausreichend verstehen und darauf hereinfallen.

Wegen Ihrer PKK-kritischen Berichterstattung wurde die renommierte Expertin von mutmaßlichen Mitgliedern oder Sympathisanten der Terrororganisation mit dem Tode bedroht. Netjes betont, wie wichtig es sei, trotzdem weiter zu machen und sich nicht einschüchtern zu lassen.

Sie haben sich selbst entlarvt und zeigen, dass die Arbeit, die ich mache, notwendig ist. Ich werde weitermachen. Was ich erlebe, ist wenig im Vergleich zu dem, was viele syrische Kurden, Assyrer und Araber erleben. In Syrien, aber auch in Europa.


*Die Syrische Nationale Armee (SNA), war der Vorgänger der Freien Syrischen Armee (FSA), auch bekannt als die von der Türkei unterstützte Freie Syrische Armee (TFSA). Sie ist eine Koalition bewaffneter syrischer Oppositionsgruppen im syrischen Bürgerkrieg. Sie setzt sich aus verschiedenen Rebellengruppen zusammen, die zu Beginn des Krieges im Juli 2011 entstanden sind. Seit 2017 wird die FSA offiziell von der Türkei unterstützt, die dadurch finanzielle Mittel, Ausbildung und militärische Unterstützung erhält.


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– Berlin –
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Gaza-Konflikt
Israels Verteidigungsminister Katz fordert Massenvertreibung aus dem Gazastreifen

Tel Aviv – Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat sich erneut für eine großangelegte Übersiedlung der palästinensischen Bevölkerung aus dem Gazastreifen ausgesprochen. Nach Auffassung des Politikers gebe es auf lange Sicht keine reale Lösung für das Küstengebiet ohne eine solche Migration.

Israel sei demnach vollkommen darauf vorbereitet, die Menschen auf dem See-, Luft- oder jedem anderen erdenklichen Weg aus dem Gebiet zu transportieren, sofern sich die entsprechenden Rahmenbedingungen ergäben. Da Ägypten eine Durchreise über sein Territorium ablehne, müsse der Abtransport über andere Wege organisiert werden, so Katz in einem TV-Interview.

Zur Begründung seiner Pläne behauptete Katz, dass angeblich rund 80 Prozent der Palästinenser im Gazastreifen den Wunsch hegten, das Gebiet zu verlassen. Dies werde seinen Angaben zufolge fortlaufend in Umfragen überprüft. Die Ausreise werde jedoch derzeit von der Hamas verhindert. Zudem gebe es aktuell keine Aufnahmeländer, die bereit seien, die Menschen bei sich aufzunehmen.

Weiter führte der israelische Verteidigungsminister aus, dass potenzielle Aufnahmestaaten für eine Bereitschaft die Unterstützung der USA zur Bedingung machten. US-Präsident Donald Trump habe das entsprechende Vorhaben bislang nicht abgesagt, sondern lediglich eingefroren. Grund dafür sei der erhebliche diplomatische Druck der arabischen Staaten gewesen, die bei der US-Administration interveniert hätten.

Katz zeigte sich jedoch überzeugt, dass der Zeitpunkt für eine Umsetzung kommen werde. Sobald deutlich werde, dass die Hamas ihren Verpflichtungen nicht nachkomme, rechne die israelische Führung mit grünem Licht aus Washington, um das Vorhaben militärisch, territorial und in weiteren Bereichen voranzutreiben und der erzwungenen Migration Dynamik zu verleihen.

 


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Islamwissenschaft
Interview mit Dr. Ahmet Inam: Das neue Standardwerk „Der Islam – Aus den Überlieferungen“

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Mit dem siebenbändigen Großprojekt „Der Islam – Aus den Überlieferungen“ hat die Abteilung „Übersetzung und Edition“ der DITIB-ZSU GmbH ein umfassendes Standardwerk ins Deutsche übertragen. Im NEX24-Interview spricht Abteilungsleiter Dr. Ahmet Inam über die Herausforderungen der Übersetzung prophetischer Überlieferungen, die Wissenslücke im deutschsprachigen Raum und die Ziele des Mammutprojekts.

Herr Inam, könnten Sie sich kurz vorstellen?

Gerne. Mein Name ist Ahmet Inam und ich bin 1976 in Herne geboren. Ich bin verheiratet, habe drei Töchter, einen Schwiegersohn und eine Katze.
1995 habe ich mein Abitur abgeschlossen und 1997 mein Studium an der Ruhr-Universität Bochum begonnen.

Bis zum Jahr 2000 studierte ich Sozialwissenschaften, doch da mich dieser Studiengang nicht wirklich erfüllte, wechselte ich zu Islamwissenschaften und Orientalistik mit dem Nebenfach Politikwissenschaften. Politikwissenschaften gab ich ebenfalls später auf und wählte den Studiengang Religionswissenschaften. Islamwissenschaften/Orientalistik und Religionswissenschaften schloss ich mit meinem Bachelor ab. Anschließend studierte ich Islamwissenschaften im Master.

Einige Jahre später schloss ich meine Promotion zum Themenbereich „Sünde im Koran” an der Goethe-Universität in Frankfurt ab. Ich war zwei Jahre lang wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Justus-Liebig-Universität in Gießen und übernahm 2017 die Verantwortung der neu gegründeten Abteilung „Übersetzung und Edition“ bei der DITIB-ZSU GmbH.

Und aus dieser Abteilung kam das Werk „Der Islam – Aus den Überlieferungen“ unter Ihrer Leitung heraus?

Richtig, zusammen mit Übersetzern und hervorragenden Redaktionskollegen.

Warum wurde „Hadislerle İslam“ bzw. „Der Islam – Aus den Überlieferungen“ ins Deutsche übersetzt?

Das siebenbändige Werk „Der Islam – Aus den Überlieferungen“ ist nicht nur in der Türkei, sondern aufgrund der vielen Übersetzungen in andere Sprachen auch international bekannt. Es wurde von der Diyanet, also dem Präsidium für Religionsangelegenheiten, herausgegeben.

An diesem Werk haben über 80 Wissenschaftler mitgewirkt, die hauptsächlich Experten im Bereich der Hadîswissenschaften sind. Allein dieser Aufwand, die große Beteiligung von mehreren Hadîswissenschaftlern und die sehr breit gefächerten Themen waren Grund genug für eine Übersetzung.

Ein weiterer Grund ist die Absicht hinter diesem Werk. Es soll den Menschen nicht nur die Hadîse näherbringen, sondern sie auch aus den Überlieferungen, der zweiten Hauptquelle, heraus über den Islam informieren. Das Werk schlägt eine Brücke zwischen klassischem, universalem Religionswissen und den praktischen Herausforderungen der Gegenwart.

Und um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde bewusst auf eine rein wissenschaftliche Fachsprache verzichtet. Der Stil ist so gewählt, dass er wissenschaftlich fundiert, aber dennoch für die Allgemeinheit leicht verständlich und nachvollziehbar bleibt.

Und warum besteht im deutschsprachigen Raum Bedarf für ein solches Werk?

Weil die islamische und insbesondere die wissenschaftliche Literatur in Deutschland, die die islamische Perspektive einnimmt, nicht nur sehr spärlich ist, sondern sich auch auf bestimmte Themen beschränkt. Ein Werk, das alle wichtigen Themen des Islam miteinbezieht, sich mit aktuellen Themen befasst und zum Denken anregt, gibt es in dieser Form nicht.

Ist die Übersetzung eines Hadîs lediglich eine Übertragung von Wörtern in eine andere Sprache, oder geht es dabei auch um die Vermittlung von Bedeutung und kulturellem Kontext?

Es ist eine untrennbare Synthese aus beidem. Die präzise, wortwörtliche Übertragung einer Überlieferung ist in den Hadîswissenschaften von fundamentaler Bedeutung, da es sich um die Worte des Propheten Muhammad (s.a.s.) handelt. Auf die Relevanz dieser Genauigkeit wiesen nicht nur die Prophetengefährten (Sahâba), deren Nachfolger (Tâbiʿûn) und spätere Hadîsgelehrte hin, sondern der Prophet selbst.

Da es um das Fundament der Religion ging, warnte er Fälscher und jene, die in seinem Namen lügen, eindringlich vor den Strafen des Höllenfeuers. Eine fundierte Einführung in die Hadîswissenschaften (ʿUlûm al-Hadîs) bietet die Muqaddima (Einleitung) des besprochenen Werkes, verfasst von Prof. Dr. Mehmet Görmez, dem international anerkannten Gelehrten und ehemaligen Präsidenten des türkischen Präsidiums für religiöse Angelegenheiten (Diyanet).

Doch die alleinige, wortwörtliche Übertragung reichte natürlich nicht aus. Es liegt in der Natur des Menschen, die Worte geliebter Personen, in diesem Fall des geliebten Propheten, nicht nur zu lesen, sondern in ihrer Tiefe richtig zu begreifen. Dieses korrekte Verständnis ist die Voraussetzung dafür, das prophetische Wissen in die Praxis umzusetzen und den zeitgenössischen Herausforderungen sowie (gute und schlechte) Neuerungen im Einklang mit Koran und Sunna zu begegnen.

Diese tiefgehende Sensibilität und die Hingabe an das prophetische Wort formten die islamische Geistesgeschichte. Aus diesem Impuls heraus entstand bereits in der Frühzeit die islamische Jurisprudenz (Fiqh). Diese Wissenschaft befasst sich mit allen Facetten des religiösen, weltlichen, öffentlichen und privaten Lebens und schöpft ihre Normen primär aus dem Koran und den Hadîsen.

Und aus diesen genannten Gründen – der bestmöglichen Bewahrung des exakten Wortlauts einerseits und der Vermittlung der lebendigen, praxisorientierten Botschaft andererseits – wurden über die Jahrhunderte hinweg zahlreiche methodische Ansätze entwickelt, um Hadîse nicht nur sprachlich zu übersetzen, sondern sie für nachfolgende Generationen und andere Kulturkreise im vollen Umfang ihres Kontextes verständlich und anwendbar zu machen.

Diesen Anspruch verfolgt auch das vorliegende Werk. Durch eine innovative Methodik bereitet es die zentralen Themen des Islam – von Glaubensgrundlagen und ritueller Praxis über Gesellschaft, Tugendhaftigkeit bis hin zum Jenseits – systematisch auf. Es möchte den nachfolgenden Generationen genau jene Lebendigkeit und Dynamik weitervermitteln, die die prophetische Tradition seit jeher auszeichnet.

An wen richtet sich dieses Werk und wer kann davon profitieren?

Es richtet sich sowohl an die breite Bevölkerung als auch an Akademiker. Wie bereits erwähnt, ist der Stil des Werkes einfach und leicht verständlich. Es werden nicht nur Angaben zu den Koranversen und Hadîse gemacht, sondern auch Gelehrtenmeinungen mit Quellenangaben miteinbezogen. Profitieren wird jeder, der das Werk liest – selbst jene mit Vorbehalten.

Was möchten Sie einem Muslim, der dieses Werk auf Deutsch liest, oder einem deutschsprachigen Leser, der den Islam kennenlernen möchte, mit auf den Weg geben?

Es ist kein Buch, das man einfach in einem Rutsch durchliest. Immerhin sind es sieben Bände. Wer dies dennoch möchte, kann es natürlich machen. Viel besser ist es, nach einem Kapitel innezuhalten, die Gedanken schweifen zu lassen oder – das wäre mein ganz besonderer Tipp – sich mit Freunden oder der Familie in einem kleinen Lesekreis darüber auszutauschen.

Egal, ob der Leser selbst Muslim ist oder sich einfach nur für den Islam interessiert: Man muss beim Lesen dieses Werks nicht jedem einzelnen Punkt zustimmen. Mein Rat ist es aber, dass man unvoreingenommen an das Werk herangeht und es als großes Gesamtbild betrachtet.

Wenn man sich darauf einlässt, wird jeder Leser – ganz unabhängig vom eigenen Hintergrund – die Kernbotschaften, die Schönheit und die tiefen Lehren des Islam wunderbar verstehen und für sich mitnehmen können.

Was ist das nächste Ziel? Welche Werke werden derzeit übersetzt?

Derzeit übersetzen wir verschiedene Bücher und Werke. Es gibt Bücher für Kinder, von denen einige in den nächsten Monaten erscheinen sollten. Darüber hinaus werden in den nächsten Monaten ein rein wissenschaftliches Werk über die Geschichte des Hadîs sowie zwei Werke über den geliebten Propheten Muhammad (s.a.s.) erscheinen. Aktuell übersetzen wir Biografien über die vier sogenannten rechtgeleiteten Kalifen.

Auch ein Buch des international anerkannten Experten für osmanische Geschichte Halil Inalcik wurde übersetzt und lektoriert. Es fehlen derzeit nur noch die letzten Kontrollen.

Für mich von großer Bedeutung ist außerdem eine Tafsîr, also eine Koranexegese-Übersetzung. Sie besteht aus fünf Bänden und wurde ebenfalls vom selben Präsidium herausgegeben. Auch hier gibt es nicht nur einen Autor, sondern vier namhafte Wissenschaftler und Theologen aus der Türkei. Der erste Band ist bald fertig und wenn Allah will, dürfte das Gesamtwerk in zwei bis drei Jahren fertig sein.

Das Interview führten Dursun Atak und Mehmet Çevik


Zum Autor

Dr. Ahmet Inam ist Islam- und Religionswissenschaftler. Er promovierte 2015 an der Frankfurter Goethe-Universität am „Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam“ mit dem Titel „Die theologischen, juristischen und sozialen Dimensionen der Sünde im Koran“. Er ist Autor des Buchs „Der Islam – Eine Binnenperspektive“ (Ditibverlag, 2020).


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Hollywood
Nach Israel-Kritik: Über 170 jüdische Kulturschaffende verteidigen Mark Ruffalo

Los Angeles – Der Schauspieler Mark Ruffalo, der in den USA seit langem als einer der lautstärksten Kritiker der israelischen Regierungspolitik in Hollywood gilt und eine zentrale Stimme für die Rechte der Palästinenser in der US-Filmindustrie darstellt, erhält massive Unterstützung aus der eigenen Branche.

In einem offenen Brief stellen sich mehr als 170 jüdische Kulturschaffende hinter den Marvel-Star und weisen Vorwürfe des Medienkonzerns Paramount entschieden zurück, Ruffalo bediene antisemitische Stereotype. Der Vorfall markiert eine erneute Zuspitzung der Debatte über Meinungsfreiheit und politischen Einfluss innerhalb der amerikanischen Unterhaltungsindustrie.

Kritik an Fusionsplänen und Oracle-Verflechtungen

Auslöser der Auseinandersetzung war eine Kontroverse um die geplante Fusion der Branchenriesen Paramount und Warner Bros. In einem Social-Media-Beitrag hatte Ruffalo den Deal scharf kritisiert und den Eigentümern schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Israel-Gaza-Konflikt gemacht.

Dabei verwies er unter anderem auf die technologische Verflechtung des Softwarekonzerns Oracle mit dem israelischen Militär und warf den Verantwortlichen vor, Systeme der Unterdrückung mitzufinanzieren. Paramount reagierte darauf mit dem Vorwurf der Untergrabung ethischer Standards und der Verbreitung antisemitischer Rhetorik.

In ihrem gemeinsamen Schreiben weisen die Unterzeichner – darunter namhafte Regisseure, Autoren und Schauspieler wie Hannah Einbinder, Joel Coen, Todd Haynes, Ilana Glazer, Tony Kushner, Emma Seligman, Jane Schoenbrun und Wallace Shawn – diesen Vorwurf geschlossen zurück.

Das Aufzeigen von Verbindungen zwischen der Hollywood-Machtstruktur und militärischen Operationen sei das genaue Gegenteil von Antisemitismus und stelle vielmehr den Kern jüdischer Ethik dar. Es sei an der Zeit, pauschale Antisemitismusvorwürfe einzustellen, wenn diese lediglich dazu dienten, Kriege, Oligarchiestrukturen und unternehmerische Monopole zu verteidigen. Die Erstunterzeichner betonten, dass sie stolz an der Seite Ruffalos und aller Menschen stünden, die sich mächtigen Konzerninteressen entgegenstellten.

Wachsender internationaler Druck auf Israel

Der Streit um Ruffalo reiht sich ein in eine weltweite Bewegung, bei der die Kritik an der israelischen Kriegsführung längst nicht mehr auf künstlerische Kreise beschränkt bleibt. International wächst der Druck auf Tel Aviv massiv – neben Kulturschaffenden distanzieren sich zunehmend auch ausländische Regierungen und führende Menschenrechtsorganisationen, die dem Land schwere Verstöße gegen das Völkerrecht und die humanitären Prinzipien vorwerfen.

Hohe Opferzahlen und unerkannte Dunkelziffer in Gaza

Untermauert wird diese internationale Empörung durch die anhaltend katastrophalen Zahlen vom Kriegsschauplatz. Nach offiziellen Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza stieg die Zahl der dokumentierten palästinensischen Todesopfer seit dem 7. Oktober 2023 auf mittlerweile 73.470.

Weitere 174.540 Menschen wurden verletzt. Diese Bilanz schließt bereits über 1.300 Todesopfer ein, die durch fortlaufende Verstöße seit dem unter US-Vermittlung ausgehandelten Waffenstillstand vom Oktober 2025 registriert wurden.

Unabhängige Demografen und internationale Hilfsorganisationen gehen jedoch davon aus, dass die tatsächliche Opferzahl die Marke von 100.000 Menschen längst überschritten hat. Die offiziellen Statistiken erfassen ausschließlich Leichen, die physisch in den verbliebenen, betriebsbereiten Krankenhäusern eingeliefert und registriert werden konnten.

Mindestens 9.500 Menschen gelten weiterhin als vermisst und liegen größtenteils unter den Trümmern eingestürzter Gebäude begraben, ohne dass Rettungskräfte zu ihnen vordringen können. Eine umfassende demografische Analyse des renommierten Max-Planck-Instituts für demografische Forschung schätzte die Gesamtzahl der getöteten Palästinenser bereits für Ende 2025 auf bis zu 125.915 Menschen, da sie auch die unregistrierten Verstorbenen unter den Schuttbergen einberechnete.

Hinzu kommen tausende indirekte Todesfälle, die durch Hungersnöte, das zusammengebrochene Gesundheitssystem und den Mangel an medizinischer Versorgung als Folge der jahrelangen Blockade verursacht wurden.

 


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Balkan
Bosnien: Serbische Mladić-Anhänger skandieren Völkermord-Parolen

Zvornik – Nach dem Tod des wegen Völkermords verurteilten bosnisch-serbischen Generals Ratko Mladić sind in der bosnischen Stadt Zvornik erneut Tausende seiner Anhänger zu einer Gedenkveranstaltung durch die Straßen gezogen.

In den sozialen Medien verbreitete Aufnahmen zeigen überwiegend junge Teilnehmer, die Mladićs Namen skandieren, sein Porträt zeigen und serbische sowie Flaggen der Republika Srpska tragen. Die Prozessionen führten auch an einer Moschee im Stadtzentrum vorbei. Mehrere Medien berichteten über die Aufmärsche.

Bei den jüngsten Aufmärschen wurde zudem die Parole „Nož, žica, Srebrenica“ gerufen – auf Deutsch etwa „Messer, Stacheldraht, Srebrenica“. Die Parole nimmt Bezug auf den Völkermord von Srebrenica und wird seit Jahren von serbischen Nationalisten zur Verherrlichung beziehungsweise Verhöhnung des Massakers verwendet. Mehrere bosnische Medien berichteten über die Rufe in Zvornik.

Parole erinnert an den Völkermord von Srebrenica

Im Juli 1995 ermordeten bosnisch-serbische Einheiten unter dem Kommando Mladićs in und um Srebrenica mehr als 8.000 bosniakische Männer und Jungen. Das Internationale Strafgericht für das ehemalige Jugoslawien und später das Nachfolgegericht in Den Haag stuften die Verbrechen als Völkermord ein.

Mladić wurde 2017 unter anderem wegen Völkermords, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die aktuellen Bilder aus Zvornik sind auch deshalb besonders brisant, weil die Stadt selbst während des Bosnienkriegs Schauplatz schwerer Verbrechen gegen die bosniakische Bevölkerung war. Hunderte Menschen wurden getötet und Tausende vertrieben.

Auch junge Menschen bei den Aufmärschen

Auf den verbreiteten Aufnahmen sind zahlreiche junge Menschen zu sehen. Die italienische Zeitung La Repubblica berichtete, ein großer Teil der Teilnehmer wirke zu jung, um den Krieg selbst erlebt zu haben.

Die Aufmärsche begannen unmittelbar nach dem Tod Mladićs am Donnerstag. Auch in anderen Städten der Republika Srpska kam es zu Veranstaltungen zu seinen Ehren. In Zvornik versammelten sich am Freitag zudem mehr als 2.000 Menschen an einem Denkmal für gefallene serbische Kämpfer, um Mladić die Ehre zu erweisen. Dabei wurden Kerzen angezündet und zahlreiche Flaggen der Republika Srpska sowie Bilder des Generals gezeigt.

Ratko Mladić war am 27. August im Alter von 84 Jahren in UN-Haft in Den Haag gestorben. Er hatte bis zuletzt jede Schuld zurückgewiesen.

 


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Naher Osten
MEMO: „Die Türkei gewinnt den Machtkampf gegen Israel“

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London – Die Türkei befindet sich im regionalen Machtgefüge des Nahen Ostens in einer Position der Stärke und setzt sich im strategischen Wettbewerb mit Israel zunehmend durch – ganz ohne einen direkten Waffengang

Zu diesem Schluss kommt eine ausführliche Analyse des Fachjournals Middle East Monitor. Angesichts der jüngsten militärischen Zwischenfälle in Syrien und verhängter Warnungen zwischen Ankara und Tel Aviv wird in internationalen Sicherheitskreisen intensiv über die Gefahr einer direkten militärischen Konfrontation auf syrischem Boden debattiert.

Der Bericht betont jedoch eindringlich, dass die größte Stärke Ankaras nicht in einem Sieg auf dem Schlachtfeld liege, sondern in der stetigen Einschränkung der israelischen Fähigkeit, die Region einseitig nach eigenen Interessen zu gestalten. Ein offener Krieg würde diese mühsam erarbeiteten Vorteile massiv gefährden und den bisherigen strategischen Erfolg ins Gegenteil verkehren.

Die Kernursache der wachsenden Spannungen liege in den grundlegend konträren Zielen, die beide Staaten auf syrischem Territorium verfolgen. Während die Türkei die vollständige Wiederherstellung der territorialen Integrität und die Konsolidierung einer funktionierenden Zentralregierung in Damaskus anstrebe, verfolge Tel Aviv ein entgegengesetztes Modell.

Für Ankara sei ein stabiles Syrien essenziell, um die 900 Kilometer lange gemeinsame Grenze zu sichern, bewaffnete Gruppen zu integrieren, das Wiedererstarken des IS sowie PKK-naher Strukturen zu unterbinden und die geordnete Rückkehr von Flüchtlingen zu ermöglichen. Israel hingegen definiere seine Sicherheit primär über ein geschwächtes syrisches Staatswesen mit eingeschränkter Luftverteidigung und ohne schwere Waffen im Umfeld der besetzten Golan-Höhen.

Diese strukturellen Gegensätze führten in der Vergangenheit wiederholt zu militärischen Eskalationen. Bereits im April 2025 hatte Israel Luftangriffe auf syrische Stützpunkte wie T-4, Palmyra und Hama durchgeführt, kurz nachdem türkische Militärdelegationen vor Ort Möglichkeiten einer vertieften Verteidigungskooperation evaluiert hatten.

Ein ähnliches Muster habe sich beim jüngsten Schlag gegen den Militärflugplatz Abu al-Duhur am 18. August wiederholt. Während Israel von einer unmittelbar bevorstehenden türkischen Truppenstationierung sprach, wurde die Existenz einer festen Basis von syrischer und türkischer Seite vehement dementiert.

Trotz der operativen Unsicherheiten habe Israel damit signalisiert, dass es bereit sei, militärische Gewalt gegen die von der Türkei unterstützte Erholung der syrischen Streitkräfte einzusetzen.

Nach Einschätzung der Analysten stellen diese Luftschläge zwar eine Herausforderung dar, sie liefern jedoch keinen Grund für einen Kriegseintritt. Israel sei zwar in der Lage, Landebahnen zu bombardieren, könne jedoch weder einen stabilen syrischen Staat aufbauen noch die geographische Nähe der Türkei oder den enormen Bedarf der Regierung von Ahmed al-Sharaa an türkischem Handel, Training, Energie und Wiederaufbau aufheben. Solange verhindert werde, dass Syrien in ein direktes türkisch-israelisches Schlachtfeld verwandelt wird, arbeite die Zeit klar für Ankara.

Der eigentliche Erfolg der türkischen Strategie beruhe auf dem Prinzip der sogenannten vernetzten Eindämmung (networked containment). Hierbei handle es sich nicht um eine offensive Seeblockade oder einen Ring aus Militärbasen, sondern um ein dichtes Geflecht aus diplomatischen Initiativen, Institutionen und defensiven Partnerschaften.

Über das Ausbildungszentrum Camp TURKSOM in Somalia sowie das Abkommen zwischen Mersin und Port Sudan im Jahr 2025 baue Ankara seine logistische und maritime Präsenz an den strategischen Nadelöhren des Roten Meeres und am Golf von Aden konsequent aus. Diese Präsenz diene der indirekten Einflussnahme auf globale Handelsrouten, ohne den freien Schiffsverkehr zu blockieren.

Auch auf diplomatischer Ebene schaffe Ankara Tatsachen, die den israelischen Handlungsspielraum verengen. Im Libanon sondiere die türkische Führung Initiativen, die einen israelischen Rückzug aus dem Südsektor an ein striktes staatliches Waffenmonopol der libanesischen Armee koppeln könnten.

Dies würde sowohl die autonome Stellung der Hisbollah schwächen als auch die Rechtfertigung für dauerhafte israelische Interventionen entziehen. Gleichzeitig biete das Gemeinsame Verteidigungsabkommen von Mekka zwischen der Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan ein regionales Abschreckungspotenzial. Dieses Bündnis sei bewusst weder gegen Israel noch gegen den Iran gerichtet, sondern diene als defensive Abschreckung zur Stärkung der regionalen Autonomie.

Besonders deutlich werde der Vorteil der türkischen Diplomatie im Verhältnis zu den USA. Die Beziehungen zwischen Ankara und Washington gestalten sich derzeit so positiv wie seit Jahren nicht mehr, was sich unter anderem im Besuch von US-Präsident Donald Trump im Juli und den zugesagten Erleichterungen bei Verteidigungssanktionen zeigte.

Beide Nationen teilen das Ziel eines vereinten und stabilen Syriens. Nach dem Vorfall in Abu al-Duhur bezeichnete der US-Sondergesandte Tom Barrack den Angriff offen als „unnötige Eskalation“ und warnte vor einem gefährlichen Provokationsspiel Israels, das darauf abzielen könnte, die Türkei in einen Konflikt zu locken.

Ein von der Türkei gewählter Krieg würde diese mühsam aufgebauten Erträge schlagartig vernichten. Selbst ein lokal begrenzter Konflikt würde Syrien erneut verwüsten, den staatlichen Wiederaufbau stoppen, Investitionen blockieren und Raum für terroristische Gruppierungen schaffen. Damit würde Ankara genau jene Regierung schwächen, zu deren Schutz es angetreten ist.

Zudem würden arabische Partner wie Saudi-Arabien oder Pakistan im Falle eines aktiven Waffengangs Distanz wahren, um ihre eigenen Beziehungen zu den USA nicht zu gefährden. Auf dem Schlachtfeld wiederum würde die Türkei auf ein Terrain geraten, auf dem Israel durch Luftüberlegenheit, Aufklärungsnetzwerke und direkte US-Unterstützung seine größten taktischen Stärken ausspielen kann.

Die Analyse unterstreicht abschließend, dass Zurückhaltung keineswegs mit Passivität gleichzusetzen sei. Das Recht auf Selbstverteidigung zum Schutz des eigenen Personals bleibe unberührt, müsse jedoch strikt von einem offensiven Feldzug getrennt werden. Die stärkste Position der Türkei liege in einer durch Macht gestützten „strategischen Geduld“:

Einer Strategie, die Israel ohne Krieg abschreckt, Syrien stärkt, ohne es in ein Protektorat zu verwandeln, und regionale Partnerschaften vertieft, ohne diese in ein starres Anti-Israel-Bündnis zu zwängen. Ankara sollte den politischen Wettbewerb, den es derzeit gewinnt, nicht durch den Eintritt in einen Krieg aufs Spiel setzen, den Israel militärisch besser vorzubereiten versteht.


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Gaza-Konflikt
Israels „Knochenbrecher-Politik“ von 1988 und das Erbe der Gewalt

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Ein Gastkommentar von Michael Thomas

Ein CBS-Video aus dem Jahr 1988, das zeigt, wie israelische Soldaten die palästinensischen Cousins Wael und Osamah Joudeh schlagen, ist im Internet wieder aufgetaucht und hat die Debatte über die jahrzehntelange Gewalt Israels gegen Palästinenser neu entfacht.

Das Filmmaterial dokumentiert Israels „Knochenbrecher“-Offensive, eine israelische Strategie, die Anfang 1988 zur Unterdrückung der Ersten Intifada angeordnet wurde. Auch fast vier Jahrzehnte später hält die Gewalt der israelischen Streitkräfte in den besetzten palästinensischen Gebieten weiterhin an.

Kein Phänomen der Gegenwart

Die weltweite Kritik an der israelischen Kriegsführung im Gazastreifen und die anhaltenden Verfahren vor internationalen Gerichten dominieren die heutigen Schlagzeilen.

Für viele Beobachter wirkt die aktuelle Isolation des Landes wie ein historischer Tiefpunkt. Doch ein Blick in die Geschichte zeigt: Die Vorwürfe der Unverhältnismäßigkeit, der systematischen Gewalt und die darauffolgende internationale Empörung sind kein Phänomen der Gegenwart.

Sie folgen Mustern, die sich seit fast vier Jahrzehnten wiederholen.Ein besonders drastisches Kapitel dieser Kontinuität führt zurück in das Jahr 1988, auf den Höhepunkt der Ersten Intifada. Damals erschütterte eine staatlich angeordnete Taktik die Weltöffentlichkeit, die als „Knochenbrecher-Politik“ in die Geschichtsbücher eingehen sollte.

Eine lange Tradition der Kritik

Wer die heutigen Debatten über die Einhaltung des Völkerrechts im Nahen Osten verfolgt, gewinnt oft den Eindruck, die tiefe Kluft zwischen Israel und der internationalen Gemeinschaft sei neu. Doch die diplomatischen und moralischen Abwehrkämpfe Tel Avivs haben tiefe Wurzeln.

Seit Jahrzehnten sieht sich die israelische Führung mit dem Vorwurf konfrontiert, im Umgang mit der palästinensischen Zivilbevölkerung die Grenzen des Erlaubten systematisch zu überschreiten. Um zu verstehen, wie die heutigen Dynamiken entstanden sind, muss man zu dem Wendepunkt zurückkehren, als die Bilder der Gewalt zum ersten Mal ungefiltert in die westlichen Wohnzimmer gelangten.

Die Erste Intifada und das Dilemma der Armee

Im Dezember 1987 entflammte in den besetzten palästinensischen Gebieten die Erste Intifada. Es war ein Aufstand, der die israelische Militärführung (IDF) völlig unvorbereitet traf. Im Gegensatz zu früheren Kriegen stand die Armee keinem regulären Militär gegenüber, sondern einer breiten Volksbewegung.

Der Protest äußerte sich in Generalstreiks, zivilem Ungehorsam und vor allem in dem massenhaften Werfen von Steinen durch Jugendliche gegen schwer bewaffnete Soldaten – ein Bild, das als „Krieg der Steine“ weltweit symbolisch wurde.

Die israelische Armee geriet schnell in ein strategisches und moralisches Dilemma. Der Einsatz von scharfer Munition gegen steineschmeißende Teenager führte zu einer rasant steigenden Zahl von Todesopfern und löste sofortige internationale Verurteilungen aus. Die Führung in Tel Aviv suchte händeringend nach einer Methode, den Aufstand niederzuschlagen, ohne durch Hunderte von Toten den Rückhalt im Westen komplett zu verlieren.

„Gewalt, Macht und Schläge“: Der Befehl von Yitzhak Rabin

Im Januar 1988 reagierte der damalige israelische Verteidigungsminister Yitzhak Rabin – der Jahre später ironischerweise den Friedensnobelpreis erhalten sollte – mit einer neuen, unmissverständlichen Direktive.

Um die Palästinenser abzuschrecken und den Willen zum Protest zu brechen, forderte er die Truppen auf, mit „Gewalt, Macht und Schlägen“ (force, might, and beatings) vorzugehen.

Was als politische Rhetorik zur Wiederherstellung der Ordnung getarnt war, übersetzten die Kommandeure und Soldaten auf der Straße in eine brutale Praxis. Anstatt Demonstranten festzunehmen oder scharf zu schießen, wurden Palästinenser systematisch mit Schlagstöcken, Gewehrkolben und Steinen traktiert.

Das erklärte Ziel war es, den Aktivisten gezielt die Knochen zu brechen – vor allem Arme und Beine –, um sie fluchtunfähig zu machen, physisch zu behindern und eine maximale Abschreckungswirkung in den Dörfern und Flüchtlingslagern zu erzielen.

Tausende Palästinenser, darunter viele Minderjährige, erlitten in dieser Phase schwere Frakturen und dauerhafte körperliche Schäden.

Das CBS-Video: Der Moment, der die Welt schockierte

Die „Knochenbrecher-Politik“ wurde von der israelischen Führung zunächst geleugnet oder als bedauerliche Einzelfälle unkontrollierter Soldaten dargestellt. Doch im Februar 1988 änderte sich die Situation schlagartig. Ein Kamerateam des US-Senders CBS hielt sich heimlich in der Nähe von Nablus auf und filmte eine Szene, die um die Welt gehen sollte.

Das Video dokumentierte vier israelische Soldaten, die zwei wehrlose, bereits festgesetzte Palästinenser hinter einen Felsen geschleppt hatten. Minutenlang schlugen die Soldaten mit schweren Steinen und Stöcken gezielt auf die Arme und Beine der am Boden liegenden Männer ein.

Die Brutalität und die Systematik, mit der hier Knochen zertrümmert wurden, ließen keinen Raum mehr für Ausflüchte. Die Ausstrahlung des Beitrags im internationalen Fernsehen löste eine Schockwelle aus. Verbündete wie die USA forderten sofortige Aufklärung, und das moralische Image Israels im Westen erlitt einen historischen Knacks.

Das juristische Nachspiel: Befehl und Gehorsam

Die Parallelen zu heutigen Debatten zeigen sich auch in der juristischen Aufarbeitung. Als es 1990 zu internen Militärprozessen kam – unter anderem gegen Oberst Yehuda Meir –, verteidigten sich die angeklagten Offiziere vehement damit, lediglich Befehle von höchster Stelle ausgeführt zu haben.

Meir gab vor Gericht an, er habe klare Anweisungen erhalten, den Gefangenen die Knochen zu brechen.Yitzhak Rabin bestritt zeitlebens, einen explizit illegalen Befehl zum Brechen von Gliedmaßen gegeben zu haben. Seine Verteidigungslinie lautete, die Schläge seien nur als Mittel zur Überwältigung während des Aufruhrs gedacht gewesen, nicht als nachträgliche, sadistische Bestrafung.

Diese Argumentation konnte die historische Realität jedoch nicht auslöschen: Die Politik der Knochenbrüche war systemisch und von der Führung geduldet.

Die Kontinuität der militärischen Logik

Wenn heute internationale Beobachter, Menschenrechtsorganisationen und Gerichte die Blockaden, die Luftangriffe und die Härte des Vaters des aktuellen Konflikts im Gazastreifen verurteilen, stehen diese Ereignisse nicht im luftleeren Raum.

Sie sind die Fortsetzung einer jahrzehntelangen militärischen Logik, bei der das Prinzip der Abschreckung und der massiven physischen Gewalt über völkerrechtliche Bedenken gestellt wird.

Die Methoden haben sich im Laufe der Zeit verändert – von den Schlagstöcken und Feldsteinen des Jahres 1988 hin zu modernster Drohnentechnologie und KI-gestützter Kriegsführung der Gegenwart.

Doch das Muster bleibt identisch: Eine militärische Übermacht versucht, einen politischen Konflikt mit maximaler Härte zu lösen, gerät dadurch in die globale Isolation und verweist gebetsmühlenartig darauf, sich lediglich zu verteidigen. Das historische CBS-Video von 1988 bleibt ein zeitloses Mahnmal dafür, dass die moralische Krise der Region keine Erfindung der Neuzeit ist.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


Zum Autor 

Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

 

Türkei
Schauspieler Cem Yılmaz nach Herzinfarkt im Krankenhaus

Çanakkale – Der türkische Komiker und Schauspieler Cem Yılmaz ist nach einem Herzinfarkt in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Der 52-Jährige wurde nach Angaben des Krankenhauses erfolgreich mit einer Ballonaufdehnung und einem Stent behandelt. Sein Zustand sei stabil, er sei bei Bewusstsein und werde voraussichtlich noch zwei Tage im Krankenhaus überwacht.

Yılmaz befand sich in seinem Haus im Ortsteil Paşaköy im Bezirk Ayvacık in der westtürkischen Provinz Çanakkale, als er Beschwerden bekam. Wegen Brustschmerzen verständigte er den Rettungsdienst. Die Einsatzkräfte brachten ihn zunächst in das staatliche Krankenhaus von Ayvacık.

Anschließend wurde der Schauspieler zur weiteren Behandlung auf die Koronar-Intensivstation des Universitätsklinikums Çanakkale Onsekiz Mart verlegt. Dort wurde er von einem Kardiologenteam um Prof. Dr. Ercan Akşit untersucht und umgehend einer Herzkatheteruntersuchung unterzogen.

Ballon und Stent eingesetzt

Nach Angaben von Prof. Dr. Akşit hatte Yılmaz einen Herzinfarkt, der die Vorderseite des Herzens betraf. Der Eingriff erfolgte über das Handgelenk und dauerte rund 40 Minuten. Dabei wurde das betroffene Gefäß mit einem Ballon geweitet und ein Stent eingesetzt.

„Sein Bewusstsein war von Anfang an klar. Die Angiografie ist sehr gut verlaufen“, erklärte Akşit anschließend. Yılmaz befinde sich weiterhin auf der Intensivstation, sein Zustand sei derzeit stabil.

Der Arzt zufolge wurde zunächst das für den Herzinfarkt verantwortliche Gefäß geöffnet. Ein kleinerer Seitenast müsse noch genauer untersucht werden. Möglicherweise sei dort kein weiterer Eingriff erforderlich und eine medikamentöse Behandlung ausreichend.

Akşit betonte zudem, dass Yılmaz vergleichsweise schnell behandelt werden konnte. Vom Beginn der Beschwerden bis zum Eingriff seien etwa zwei Stunden vergangen. Dadurch habe verhindert werden können, dass größere Teile des Herzmuskels dauerhaft geschädigt würden.

Gesundheitsminister wünscht schnelle Genesung

Auch der türkische Gesundheitsminister Kemal Memişoğlu äußerte sich zum Gesundheitszustand des Schauspielers. Die notwendigen medizinischen Eingriffe seien erfolgreich durchgeführt worden, erklärte er. Yılmaz‘ Allgemeinzustand sei gut, seine Behandlung und Überwachung würden auf der Koronar-Intensivstation fortgesetzt.

Nach derzeitiger Planung soll Yılmaz zwei Tage im Krankenhaus beobachtet werden. Sollte sein Zustand stabil bleiben, könnte er anschließend entlassen werden.

Cem Yılmaz gehört zu den bekanntesten türkischen Komikern und Schauspielern. Besonders durch seine Stand-up-Programme sowie Kinofilme wie „G.O.R.A.“, „A.R.O.G.“ und „Yahşi Batı“ wurde er auch über die Türkei hinaus bekannt.

Rechtsextremismus
NSU: 25 Jahre nach dem Mord an Habil Kılıç

Von Kemal Bölge

Am 29. August 2001 wurde Habil Kılıç in München erschossen. Er war 38 Jahre alt. Heute, 25 Jahre später, erinnert sein Tod an eine der dunkelsten Seiten der deutschen Nachkriegsgeschichte: den jahrelang nicht erkannten rechtsextremen Terror des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU).

Habil Kılıç lebte mit seiner Familie in München und betrieb einen Obst- und Gemüseladen. Er war Ehemann und Vater. Am Morgen des 29. August 2001 betraten die NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sein Geschäft in der Bad-Schachener-Straße. Sie schossen auf Kılıç und flohen. Er starb noch am Tatort.

Was folgte, war nicht nur die Suche nach den Tätern. Es war auch ein jahrelanger Umgang mit den Opfern, ihren Familien und ihrem Umfeld, der heute kritisch hinterfragt werden muss. Wie bei anderen Morden der später als NSU-Mordserie bekannt gewordenen Taten konzentrierten sich die Ermittlungen lange auf das Umfeld der Opfer. Rassistische und rechtsextreme Motive wurden nicht ausreichend in Betracht gezogen.

Erst im November 2011 wurde nach dem Auffliegen des NSU das Ausmaß des Terrors sichtbar. Neun Menschen mit familiärer Einwanderungsgeschichte und die Polizistin Michèle Kiesewetter waren zwischen 2000 und 2007 ermordet worden. Habil Kılıç war das siebte Opfer der Mordserie.

Die Geschichte des NSU ist deshalb nicht allein eine Geschichte von drei Rechtsextremisten, die jahrelang mordeten. Sie ist auch eine Geschichte des institutionellen Versagens. Sicherheitsbehörden verfügten über Hinweise auf die rechtsextreme Szene, doch die Morde wurden über Jahre nicht als zusammenhängende rassistische Anschläge erkannt. Untersuchungsausschüsse des Bundes und der Länder haben zahlreiche Fehler und Versäumnisse der Sicherheitsbehörden dokumentiert.

Für die Angehörigen von Habil Kılıç bedeutete diese Zeit mehr als nur eine falsche Ermittlungsspur. Sie mussten erleben, dass der Mord an ihrem Familienmitglied jahrelang nicht als das benannt wurde, was er war: ein rassistischer Mord.
Auch 25 Jahre später bleibt deshalb eine Frage bestehen: Was hat sich seit dem Auffliegen des NSU tatsächlich verändert?

Erinnerung darf sich nicht darauf beschränken, einmal im Jahr die Namen der Opfer zu nennen. Sie muss auch die Umstände benennen, unter denen diese Menschen ermordet wurden – und die Fehler, die dazu beitrugen, dass ihre Angehörigen jahrelang auf Aufklärung warten mussten.

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Vor 20 Jahren: Der NSU-Mord an Halit Yozgat

Digitaltrend
Ticker, Push-Benachrichtigung, Stream: Der Second Screen revolutioniert Fußball 2026

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Auf dem TV im Wohnzimmer läuft das Spiel, auf dem Tisch liegt das Smartphone und zeigt Tore, Statistiken, Aufstellungen und Reaktionen aus Social Media in Echtzeit an. Die WM 2026 hat deutlich gemacht, wie selbstverständlich der zweite Bildschirm inzwischen zum Fußballsport dazugehört.

Am Fußballabend werden schon vor der 90-Minuten-Übertragung Aufstellungen geprüft. Parallel zum Spiel läuft danach der Ticker und nach Abpfiff landen schon die ersten Clips im Feed.

Aus einer repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom aus dem Jahr 2026 ging hervor, dass 40 % der Deutschen große Fußballturniere zumindest teilweise über Liveticker verfolgen. Knapp ein Drittel lässt sich Spielstände oder Tore per Push-Mitteilung zusenden. Beinahe jede Phase einer Partie wird jetzt also digital begleitet.

Spielstand & Quote liegen direkt beieinander

Es sind immer mehr Daten direkt zugänglich und auch die Begleitung von Sportwetten verändert sich. Verletzungen, Aufstellungen oder ein früher Platzverweis können innerhalb kurzer Zeit die Einschätzung einer Begegnung auf den Kopf stellen. Live-Quoten reagieren darauf teilweise, während das Spiel noch läuft.

Auf Wettseiten finden sich neben diesen Märkten weitere Angebote rund um verschiedene Sportarten. Bei Sportaza gehören dazu beispielsweise Fußball, Tennis, Basketball und Live-Wetten. Solche Plattformen verbinden Spielplan, Quoten und Wettmärkte auf einer Oberfläche. Ob ein konkretes Angebot für Deutschland über die notwendige Erlaubnis verfügt, ist davon getrennt zu prüfen.

Eine Quote fasst Erwartungen zusammen. Sie sagt nicht voraus, ob ein Stürmer den nächsten Elfmeter verwandelt oder ein Außenseiter nach 70 Minuten plötzlich in Führung geht – das macht Live-Sport aus.

Der TV wird durch den Liveticker nicht verdrängt
Das große Bild bleibt trotz der erhöhten Smartphone- und App-Nutzung wichtig: 77 % der durch Bitkom Befragten gaben an, große Fußballturniere zumindest teilweise zu Hause anzuschauen und 64 % verfolgen Spiele bei Familie, Freunden oder Bekannten.

Der Fußball ist trotzdem überall mobil mit von der Partie: 13 % der Befragten schauen sich Begegnungen auf Smartphones oder Tablets an, wenn sie unterwegs sind. 12 % gelegentlich während der Arbeit.

Digitale Streams haben ordentlich zugelegt: 58 % greifen bei großen Turnieren auf kostenlose Livestreams zurück, kostenpflichtige Streamingdienste kommen auf 38 %.

Der klassische Fernsehabend verschwindet nicht, aber er bekommt Konkurrenz und tragbare Gesellschaft.

Wegen Smartphones haben mehr als ein Drittel der Zuschauer schon ein Tor verpasst

Ausgerechnet das Gerät, das Fans näher ans Spiel bringen soll, kann vom Spiel ablenken. 37 % der Befragten haben nach eigenen Angaben schon einmal einen Treffer verpasst, weil sie auf ihr Smartphone geschaut haben. Das dürfte vielen Fußballfans bekannt vorkommen: kurz eine Nachricht beantworten, die Aufstellung des nächsten Spiels prüfen oder einen Clip ansehen und plötzlich jubelt der Rest des Raumes.

Hinzu kommt die Verzögerung zwischen verschiedenen Übertragungswegen. Streaming, Satellit, Kabel und IPTV liefern das Bild nicht immer zur selben Sekunde. 45 % stört es, wenn der Torjubel aus der Nachbarschaft früher zu hören ist als beim eigenen Bildschirm.

Bei einem engen Spiel reichen wenige Sekunden, um die Spannung unfreiwillig vorwegzunehmen.

Der zweite Bildschirm dient nicht bloß der Information, er ist auch Gesprächsort

26 % schreiben während einer Partie mit anderen Fußballinteressierten. Ebenfalls 26 % verfolgen rund um große Turniere Beiträge in sozialen Netzwerken, 16 % beteiligen sich an Fanforen oder Online-Communities.

Damit läuft neben dem offiziellen Spiel eine zweite Erzählung. Fehlentscheidungen werden diskutiert, Aufstellungen zerlegt und ungewöhnliche Szenen innerhalb weniger Minuten als Clip weitergereicht. Ein Teil davon ist Analyse, ein anderer Teil schlicht Fußballkneipe auf dem Smartphone.

Diese Entwicklung verändert auch die Geschwindigkeit der Debatten: Früher wurde eine strittige Szene am nächsten Morgen in der Zeitung oder später in einer Sportsendung besprochen. Heute stehen Wiederholung, Kommentar und Gegenmeinung teilweise schon bereit, bevor die nächste Ecke ausgeführt wird.

Fans zahlen für Live-Fußball, wenn es um etwas Bedeutendes geht

57 % der Menschen, die die WM 2026 verfolgen wollten, erklärten sich grundsätzlich bereit, für sämtliche 104 WM-Spiele zu bezahlen. Im Durchschnitt lag die genannte Summe allerdings nur bei rund 20 Euro für das komplette Turnier. 19 % planten eigens für die WM den Abschluss eines zusätzlichen Streaming-Abos.

Darin steckt ein gewisser Widerspruch. Die Nachfrage nach möglichst vollständigem Live-Sport ist groß, die Zahlungsbereitschaft bleibt begrenzt. Gleichzeitig verteilen sich Rechte auf verschiedene Sender und Streamingangebote.

Für Fans wird der Spielplan dadurch manchmal einfacher zu verstehen als die Frage, wo eine Partie überhaupt läuft.

Der Fußballabend hat einen zweiten Taktgeber bekommen

Das Smartphone hat den Fußball nicht vom Fernseher verdrängt und den Stadionbesuch schon gar nicht. Es hat sich danebengelegt. Dort liefert es Spielstände, Nachrichten und Statistiken. Manchmal läuft darauf ein Stream, manchmal ein Liveticker, manchmal werden Quoten geprüft oder Kommentare gelesen. In einem schwachen Moment sorgt es sogar dafür, dass ausgerechnet das Tor verpasst wird.

Um die 90 Minuten auf dem Platz ist jedoch ein zweites Spiel entstanden: schneller, datenreicher und beinahe pausenlos verfügbar.

Beim nächsten Treffer zeigt sich dann wieder, was wichtiger ist. Idealerweise liegt das Smartphone für ein paar Sekunden mit dem Display nach unten auf dem Tisch …

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Kochen
So gelingt Bio Kurkuma in Küche und Getränken

Kurkuma, auch als Gelbwurz oder Curcuma longa bekannt, taucht seit Jahren in Rezepten, Teemischungen und Social-Media-Trends auf. Neu ist vor allem die Breite der Nutzung.

Vom schnellen Feierabend-Curry bis zur Golden Milk am Morgen wird das Gewürz heute nicht mehr nur als exotische Zutat gesehen, sondern als fester Bestandteil moderner Vorratsküchen. Gleichzeitig wächst das Interesse an Bio-Qualität, transparenter Herkunft und gleichbleibenden Chargen. Diese Kriterien zählen für Verbraucher ebenso wie für Gastronomie und Lebensmittelhersteller.

Welche Form passt zu welchem Zweck

Nicht jede Kurkuma ist gleich. Je nach Anwendung lohnt sich ein Blick auf die Darreichungsform:

  • Kurkuma-Pulver eignet sich für Currys, Linsengerichte, Reis, Marinaden und Dressings. Es verteilt sich schnell und sorgt für intensive Farbe.

  • Keimarme Kurkuma ist besonders interessant, wenn das Produkt in sensiblen Anwendungen landet, zum Beispiel in Getränkepulvern, Smoothie-Mischungen oder in der Weiterverarbeitung.

  • Kurkuma-Granulat staubt weniger als Pulver und lässt sich gut dosieren, etwa in Tees oder Gewürzblends.

  • Kapseln sind eine praktische Option für alle, die Kurkuma unabhängig vom Kochen in den Alltag integrieren möchten.

Wer regelmäßig kocht, greift oft zum Pulver. Wer mischt oder produziert, achtet stärker auf Prozesssicherheit, Spezifikationen und gleichbleibende Qualität.

Praktische Küchentipps ohne Hype

Kurkuma hat ein warmes, leicht erdiges Aroma. Damit es in Gerichten nicht trocken wirkt, helfen ein paar einfache Kniffe:

  • Dosierung: Für ein Gericht für 2 bis 4 Personen reichen häufig 1/2 bis 1 Teelöffel. Bei Getränken startet man besser mit einer Messerspitze und tastet sich heran.

  • Mit Fett kombinieren: In vielen Küchen wird Kurkuma kurz in Öl oder Ghee angeröstet, bevor Flüssigkeit dazukommt. Das rundet den Geschmack ab.

  • Mit Gewürzen balancieren: Ingwer, Zimt, Kardamom oder Kreuzkümmel harmonieren gut. Eine Prise schwarzer Pfeffer wird oft genannt, wenn es um Curcumin in der Ernährung geht, ohne dass daraus ein Gesundheitsversprechen wird.

  • Vorsicht bei Flecken: Die gelbe Farbe ist intensiv. Arbeitsflächen und Textilien am besten sofort reinigen.

  • Richtig lagern: Trocken, dunkel und gut verschlossen bleibt das Aroma länger stabil.

Viele suchen gezielt nach biologische Kurkuma für Tee oder nach einer alltagstauglichen Mischung für Golden Milk. In beiden Fällen gilt: lieber klein anfangen und nachwürzen.

Warum Bio und Lieferfähigkeit für viele entscheidend sind

Mit der steigenden Nachfrage wächst auch der Anspruch. Für Restaurants, Manufakturen, Teeblender oder Onlinehändler zählen neben Geschmack und Farbe vor allem verlässliche Qualität und schnelle Verfügbarkeit. Bio-Zertifizierung, klare Spezifikationen und kontrollierte Chargen sind dabei zentrale Punkte.

Ein weiterer Faktor ist Flexibilität. Nicht jeder Betrieb plant in Palettenmengen, und auch Privatkunden möchten oft ohne Mindestbestellmenge testen oder kleinere Vorräte anlegen. Genau hier setzen europäische Großhändler an, die sowohl kleine Gebinde als auch größere Verpackungseinheiten anbieten und zügig liefern.

Orientierung beim Einkauf

Wer Kurkuma einkauft, sollte auf folgende Punkte achten:

  • Bio-Zertifizierung und nachvollziehbare Herkunft

  • passende Form für den Einsatzzweck

  • saubere Verarbeitung und gleichbleibende Qualität

  • Verpackungsgrößen, die zum Bedarf passen

Eine kompakte Übersicht verschiedener Bio-Varianten, von Pulver über keimarme Qualitäten bis hin zu Granulat und Kapseln, findet sich bei Kurkuma. Für viele ist das eine praktische Anlaufstelle, weil sich dort sowohl Küchenbedarf als auch professionelle Anwendungen abdecken lassen.

Am Ende gilt: Kurkuma ist kein Wundermittel, aber ein vielseitiges Gewürz. Wer Qualität und Anwendung zusammen denkt, holt aus dem gelben Klassiker geschmacklich das Beste heraus. Wer sich für Kurkuma Kapseln Vorteile interessiert, sollte zudem auf Zutatenlisten und eine saubere Deklaration achten.

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