NYC – Der Bürgermeister von New York City, Zohran Mamdani, hat am Mittwoch bestätigt, dass Kinder ohne legalen Aufenthaltsstatus uneingeschränkt in das erweiterte kommunale Kinderbetreuungsprogramm der Stadt aufgenommen werden.
Damit bekräftigte die Administration ihr Vorhaben, den Zugang zu Betreuungseinrichtungen unabhängig vom Immigrationsstatus der Familien zu gestalten. Bereits im Januar hatte Mamdani gemeinsam mit Gouverneurin Kathy Hochul eine weitreichende Initiative für eine universelle Kinderbetreuung angekündigt, die nun durch konkrete Richtlinien untermauert wird.
Keine Offenlegung des Status erforderlich
Nach Angaben der Stadtverwaltung sind Familien nicht verpflichtet, ihren Einwanderungsstatus offenzulegen, um an dem Programm teilzunehmen. Die Regelung umfasst die Betreuung von Säuglingen bis hin zum Vorschulalter.
Offizielle Vertreter erklärten, dass dieser Schritt Teil umfassenderer Bemühungen sei, Kinderbetreuung in ganz New York erschwinglich und zugänglich zu machen. Die Stadt reagiert damit auch auf den steigenden Bedarf in einkommensschwachen Vierteln und setzt ein deutliches Zeichen gegen die restriktive Bundespolitik im Bereich der Einwanderungskontrolle.
Ausbau der Kapazitäten: 700 neue Plätze bis Herbst
Im Rahmen des Ausbaus hat Bürgermeister Mamdani bereits ein zuvor leerstehendes Zentrum in der Atlantic Avenue (Downtown Brooklyn) offiziell eröffnet, indem er symbolisch ein „bürokratisches rotes Band“ durchschnitt.
Dies ist einer von sieben Standorten, die nach jahrelangem Leerstand reaktiviert wurden, um diesen Herbst stadtweit 240 neue „3-K“-Plätze zu schaffen. Zusätzlich werden in einer ersten Phase 450 weitere Plätze bei gemeinschaftsbasierten Organisationen (CBOs) bereitgestellt, womit insgesamt knapp 700 Kindern ein Start ermöglicht wird.
Ein wesentlicher Teil der Strategie ist zudem die Einführung von „2-K“-Plätzen für Zweijährige. Für ein Pilotprojekt im David N. Dinkins Municipal Building, das speziell städtischen Angestellten kostenlose Betreuung vor Ort bieten soll, beginnen die Anmeldefristen am 30. April 2026.
Finanzierung und politische Einordnung
Die Initiative wird durch staatliche Mittel in Höhe von rund 1,21 Milliarden US-Dollar unterstützt, die in Partnerschaft mit dem Bundesstaat New York bereitgestellt werden.
Kritiker hinterfragen die langfristige Finanzierung und rechtliche Aspekte der Einbeziehung von Menschen ohne legalen Status, während Befürworter die wirtschaftliche Stärkung arbeitender Familien betonen. Laut Mayor’s Office zielt das Programm darauf ab, Familien jährlich um bis zu 20.000 US-Dollar an Betreuungskosten zu entlasten und gleichzeitig die Bindung von Fachkräften am Standort New York zu erhöhen.

