Islamfeindlichkeit
Moscheebau: Morddrohungen gegen Bürgermeister

Am Samstag wird die türkisch-muslimische Gemeinde in der Hohenwarte Straße in Pfaffenhofen bei München eine Moschee eröffnen. Eine Festlichkeit, bei der den Islamgegnern nicht zum feiern zumute ist. Sie haben eine Protestkundgebung angekündigt, um gegen die Eröffnung zu demonstrieren. Der Dritte Bürgermeister Roland Dörfler (die Grüne) hat in der Zeitung ”Donaukurier” die Moscheegegner kritisiert und seine Unterstützung für das Gotteshaus zur Sprache gebracht. Er kündigte in dem Interview an, den Rednern aus der rechten Szene wird der Saft abgedreht, wenn sie sich nicht an die Auflagen halten. Nach Dörflers Gespräch mit dem Donaukurier hat der Münchener Islamkritiker und Chef der rechtspopulistischen Partei ”Die Freiheit”, Michael Stürzenberger, eine Protestkundgebung angemeldet. Außerdem veröffentlichte er auf einer islamfeindlichen Onlineseite einen hetzerischen Text über den Moscheebau in Pfaffenhofen und veröffentlichte Dörflers Gespräch mit der Zeitung sowie seine E-Mail-Aderesse. Daraufhin bekam Dörfler unzählige Mails mit Beleidigungen und Bedrohungen: ”Kanada, Israel, Amerika – aus der ganzen Welt. Aber keine Einzige aus Pfaffenhofen”, so der Grünen-Politiker. Obwohl er sogar Morddrohungen bekommen hat, lässt sich Dörfler nicht einschüchtern oder sich den Mund verbieten. Er hat bereits Strafanzeige gestellt und bekommt Unterstützung von Kommunalpolitikern aus der Stadt, die sich mit ihm solidarisiert haben. Die Polizei bestätigt die Drohungen und die Berichterstattung der Zeitung.

Samuel L. Jackson schätzt Handy-Verbot bei Quentin Tarantino

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Los Angeles – Hollywood-Star Samuel L. Jackson verbringt normalerweise seine Drehpausen am Filmset in einem Wohnwagen. Ganz anders war das bei „The Hateful Eight“, dem neuen Film von Quentin Tarantino. „Er mag ja keine elektronischen Geräte am Set“, sagte Jackson mit dem Nachrichtenmagazin Focus. „Und deshalb konnte niemand sich zwischen den Szenen in sein Handy vergraben. Wir wurden eine echte Gemein­schaft, ein eingeschworenes Team und haben viel miteinander geredet.“ Für Jackson, der mit Tarantinos „Pulp Fiction“ seinen Durchbruch erlebte, ist die Arbeit mit ihm einzigartig. „Quentins Drehs sind immer etwas Besonderes. Jeder kennt da jeden, hat man das Gefühl. Und bei den mehr als 100 Filmen, die ich gedreht habe, kam das sonst nie vor.“ (dts)  

Schantall und die Scharia
Im Rausch gegen Erdoğan

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Von Fabian Köhler

Wenn in der Türkei wählt wird, verfallen deutsche Medien in einen kollektiven Anti-Erdoğan-Rausch. Und tatsächlich gibt es vieles zu kritisieren: die immer größer werdende soziale Ungleichheit, der Umbau des parlamentarischen Systems, die Syrien-Politik und und und. Auch die vermeintlich drohende Islamisierung steht bei vielen deutschen Medien hoch im Kurs der Erdoğan-Kritik. Einer der vermeintlichen Beweise hierfür: die strikten Alkoholgesetze des Landes.

In einem ausführlichen Artikel zum Rauschzustand der türkischen Gesellschaft stellt „DIE WELT“ zum Beispiel erschrocken fest:
„Nach Angaben der OECD trinken die Türken durchschnittlich gerade einmal 1,5 Liter Alkohol pro Jahr. Zum Vergleich: Der europäische Durchschnitt liegt bei 10,7 Litern.“
Dafür kann man die Türken entweder beglückwünschen oder eben etwas von Islamisierung lallen:
„Kritiker werfen der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP vor, mit dem Antialkoholgesetz der schleichenden Islamisierung der Türkei den Weg zu bereiten. … Der Säkularismus, die strikte Trennung von Staat und Religion, seit der Staatsgründung von 1923 in der Verfassung verankert, werde durch solche Gesetze ausgehebelt“
Oder noch etwas platter: „Den Islamisten ist Alkoholkonsum ein Dorn im Auge.“ Die Gesetze, die den Verkauf und Konsum von Alkohol einschränken und auf die der Artikel verweist, gibt es in der Türkei wirklich. Nur, gibt es sie eben nicht nur dort.
„Seit dem 9. September 2013 ist es in der Türkei verboten, auf öffentlichen Plätzen und in Parks Alkohol zu trinken.“
Das stimmt. Und damit befindet sich die Türkei in einer Reihe mit vielen anderen Ländern wie Finnland, Irland, Österreich, Portugal, Schweden… Eigentlich gibt es in fast allen EU-Staaten solche Einschränkungen. Die reichen vom Alkoholverbot in Schulen (Italien) bis zum vollständigen Verbot, Alkohol im öffentlichen Raum zu trinken (Norwegen).
„Zwischen 22 Uhr und sechs Uhr morgens ist der Alkoholverkauf sogar komplett verboten.“
Solche Zustände gibt es ansonsten nur in Saudi Arabien – und zum Beispiel in Schweden, Norwegen, Finnland und Schottland. Ganz besonders übel mitgespielt wird all jenen, die erst einmal ein Bier zum wach werden brauchen, in Irland. Dort kann man sich erst ab 10.30 Uhr betrinken.
„Die Getränke dürfen durch die Ladenfenster nicht zu erkennen sein“
Für Besoffene, denen jede zusätzlichen Ladentreppe zum lebensgefährlichen Hindernis werden kann, sicherlich eine schlimme Sache. Noch schlimmer wäre da nur noch, wenn der Staat komplett entscheiden würde, wo Alkohol verkauft werden darf und die entsprechenden Lizenzen nur an ausgewählte „Liquor Shops“ verteilt. Das ist zum Beispiel in den Niederlanden, Finnland, Norwegen, Schweden und Großbritannien der Fall.
„Auch im Fernsehen ist Alkoholreklame strikt untersagt.“
Das sind ja Zustände wie in – Schweden. Dort ist sogar jegliche Werbung für Alkohol untersagt. Auch in der Schweiz und in Finnland darf für Hochprozentiges nicht geworben werden.
„…große Warnhinweise, wie man sie sonst auf Zigarettenschachteln finden kann, prangen auf Flaschen und Dosen.“
Damit dürften der Türkei bald portugiesische Zustände drohen. Denn dort werden schon längst Schwangere und Autofahrer mit solchen Hinweisen vor dem Konsum von Alkohol gewarnt. Das EU-Parlament befasst sich zurzeit sogar mit einem Antrag, der Warnhinweise in der ganzen Europäischen Union vorschreiben soll. Zumindest in dieser Hinsicht steht einem EU-Beitritt der Türkei dank Erdogans Politik also nichts entgegen.     Mehr zum Thema:

Neve-Shalom-Synagoge: Juden beten für Erdogan und Türkei

Erschienen auf Schantall und die Scharia

"Dracula" gestorben
Sir Christopher Lee alias „Dracula“ ist tot

Seine Vorfahren entstammten Adelsgeschlechter, den Carrandini, das bis zu Karl dem Großen zurückreicht.

Der im Jahr 1922 in London geborene Christopher Frank Carandini Lee entstammte mütterlicherseits einem der ältesten italienischen Adelsgeschlechter. Sein Vater war Brite. Im Jahre 1958 wurde er als Graf Dracula weltberühmt. Des Weiteren spielte der ehemalige Soldat der britischen Luftwaffe in mehr als 30 Filmen kleinere Rollen. Im Jahr 1957 wurde er als Monster in dem Werk „Frankensteins Fluch“ bekannt für den Mann für Grusel und Schrecken. Als Gegenspieler von James Bond spielte er in dem Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ im Jahr 1974 den Bösewicht Francisco Scaramanga. Mit beinahe 80 Jahren war Christopher Lee in die Rolle des Zauberers Saruman in der Trilogie „Herr der Ringe“ zu sehen. Im vergangenen Jahr glänzte er schauspielerisch in dem Film „Der Hobbit“. 1992 erhielt Christopher Lee eine Auszeichnung der besonderen Art, indem er von Queen Elizabeth II. zum Knight Bachelor ernannt wurde und sich so mit dem Adelstitel „Sir“ schmücken durfte. Neben seiner Schauspielkarriere nahm „Dracula“ auch unter anderem zwei Heavy Metal Alben auf. Berichten des Telegraph zufolge wurde Sir Christopher Lee vor seinem Tod mit Atem- und Herzproblemen in ein Londoner Krankenhaus eingeliefert, indem er bis zu seinem Tod behandelt wurde. (nex)

„Winnetou“-Darsteller verstorben

Winnetou Darsteller stirbt am Samstagmorgen in einem Pariser Krankenhaus
Am Samstag verstarb der 86-jährige an den Folgen einer Lungenentzündung. Pierre Brice spielte den Indianerhäuptling in insgesamt elf Karl-May Filmen, die Meisten an der Seite seines amerikanischen Schauspielkollegen Lex Barker als „Old Shatterhand“. Nach seiner Filmkarriere begeisterte er seine Anhänger als Winnetou bei den Karl-May-Festspielen auf der Freilichtbühne in Elspe im Sauerland. Auch in seinem Privatleben engagierte sich Pierre Brice, indem er im Jahr 1995 eine Spendensammlung für die Menschen im vom Bürgerkrieg betroffenen Bosnien-Herzegowina organisierte. Im Zweiten Weltkrieg war er Botenjunge für französische Nachrichtenagenturen und Mitglied der Resistance. In den Jahren danach kämpfte er als Soldat in Indochina und Algerien, wofür er eine Anerkennung von Frankreich erhielt. Zuletzt lebte der in Brest geborene Pierre Brice mit seiner deutschen Frau in Garmisch-Partenkirchen, in der Nähe von München. (NEX)

"Ideologische Verwandtschaft"
Haaretz: „Hamas betreibt auf türkischem Boden Traningscamps“

Ankara (eurasia/nex) – Laut Berichten der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ habe der türkische Geheimdienst Millî İstihbarat Teşkilâtı/MİT (zu Deutsch: Nationaler Nachrichtendienst) eine Bitte an Salah al-Arouri gerichtet, die Operationen in der Westbank nicht mehr offen von der Türkei aus zu organisieren und anzuleiten.

Der türkische Geheimdienst soll sich der Aktivitäten al-Arouris, der sich als Widerstandskämpfer versteht und davon ausgeht, dass Ankara die Hamas auch als solche grundsätzlich akzeptiert, lange bewusst gewesen sein. Unbestätigten israelischen Informationen zufolge betreibe die Hamas auf türkischem Boden Trainingscamps, rekrutiere Mitglieder sowie plane und leite militärische Operationen gegen das israelische Militär von der Türkei aus.

Bisher habe die Türkei, die von der „Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung“, kurz AKP, regiert wird, bezüglich der Aktionen der Hamas bewusst weggesehen. Grund dafür sei eine ideologische Verwandtschaft der AKP zur Hamas. Beide würden ihre Wurzeln in der Bewegung der „Muslimbruderschaft“ haben, die für ein konservatives Islamverständnis steht, aber die demokratische Legitimation im Staat als Grundlage für die Machtausübung suche. Vor kurzem änderte sich das jedoch, hieß es in einem Bericht, nachdem sich israelische Verteidigungsoffizielle in Washington über vermeintliche Hamas-Trainingscamps, die in der Türkei unterhalten werden, beschwert hatten. Die Türkei ist ein Mitglied des westlichen Militärbündnisses NATO und wird als Alliierter der Vereinigten Staaten wahrgenommen.

Daraufhin forderten US-Behörden eine Erklärung von Ankara, das unmissverständlich entgegnete, dass al-Arouri seine Aktivitäten künftig herunterschrauben werde. Die Türkei will vermeiden, dass Washington von der Regierung in Jerusalem dazu verleitet wird, Ankara als Terrorunterstützer zu brandmarken.

Weil andere Staaten hochrangige Hamas-Mitglieder eben des Drucks wegen, den Israel beispielsweise in Washington ausübt, nicht aufnehmen wollen, hat sich die Türkei aus Solidarität mit dem Schicksal des palästinensischen Volkes bereiterklärt, zahlreichen Hamas-Aktivisten Asyl zu gewähren. Zudem erhofft sich Ankara bei einem Wegfall der Wirtschaftsblockade über die Palästinensergebiete besondere Handelsprivilegien im Gegenzug. Während viele westliche Staaten die Hamas als Terrororganisation listen, betrachtet der amtierende türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan die Mitglieder der Organisation als „Freiheitskämpfer“. Auch Russland, die Schweiz und Norwegen listen die Hamas nicht als Terrororganisation, dennoch werden Terrorakte seitens der Organisation oder ihrer Miliz, die Qassam-Brigade, strikt abgelehnt.   Erschienen auf eurasianews.de 

PKK
2 Tote und hunderte Verletzte durch Explosionen bei Wahlveranstaltung in der Türkei

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2 Tote und hunderte Verletzte durch Explosionen bei Wahlveranstaltung in der Türkei

Diyarbakir (nex) – Am Freitag sind bei Explosionen während einer Abschlusskundgebung der prokurdischen Partei HDP zwei Menschen getötet und mehrere Hundert verletzt worden. Zur Wahlveranstaltung  in der südosttürkischen Stadt Diyarbakır waren einige tausend Anhänger der Partei erschienen, um die abschließenden Worte des HDP-Vorsitzenden Selahattin Demirtas kurz vor Öffnung der Wahllokale am kommenden Sonntag zu hören. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi ereigneten sich die Explosionen kurz vor Beginn der Rede des Parteioberhauptes. Nach ersten Berichten zufolge sollen technische Probleme an einem Transformator Ursache für die Explosionen sein. Ministerpräsident Ahmet Davutoglu schließt einen Anschlag nicht aus und gibt bekannt: „Was immer hinter diesem Vorfall steckt-ob es eine Trafo-Explosion war, ein Attentatsversuch, ein Akt der Provokation-wir werden es untersuchen“. Nachdem die Veranstaltung abgebrochen wurde, warfen Anhänger der HDP Steine auf Polizisten vor Ort und beschuldigten in Sprechchören den Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als Mörder. Die Polizei reagierte daraufhin mit Wasserwerfern, um die Menge aufzulösen. Die prokurdische Partei HDP kandidiert erstmals in der Geschichte der Türkei bei einer Parlamentswahl. Bislang waren die Kurden nur als Direktkandidaten im Parlament vertreten. Um als Partei Einzug zu halten, muss die vorgegebene zehn-Prozent-Hürde überwunden werden.

Türkische Einwanderung
Bundesagentur für Arbeit bittet Türkei um Fachkräfte, doch Türken lehnen ab

Fachkräftemangel in Deutschland: Warum die Türken dankend ablehnen

Istanbul (nex) – Viele Handwerksbetriebe in Deutschland suchen nach wie vor händeringend Fachkräfte, die Hierzulande nur noch begrenzt zur Verfügung stehen. In den ersten Monaten dieses Jahres sind über 400.000 offene Stellen allein im Bereich Technik zu verzeichnen. In den 60er Jahren war die Bundesrepublik aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen und die Politik liebäugelt seit einigen Jahren erneut mit diesem Gedanken. Aus diesem Grund erhielt das türkische Arbeitsminitsterium eine Anfrage des deutschen Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit der Bitte um Vermittlung von Fachkräften im Bereich Elektrotechnik, Mechanik, Metallverarbeitung, Logistik, Gesundheit und Automobilbau. Die Anforderungen an die türkischen Mitarbeiter wurden bei mehrmaligen Zusammenkünften mit der ISKUR im Rahmen einer Vermittlung von Übergangsfachkräften besprochen und beschränken sich dabei auf mittelmäßige Deutschkenntnisse, wie das deutsche Ministerium mitteilte. Der Mindestlohn beläuft sich je nach Tätigkeitsgebiet auf 1.475€ Brutto monatlich. Das türkische Arbeitsministerium ISKUR erklärte sich bereit, potentiellen Arbeitnehmern aus der Türkei die Stellenangebote zu unterbreiten. Ersten Rückmeldungen zufolge lehnen die arbeitslosen Fachkräfte eine Tätigkeit in Deutschland jedoch ab, weil sie die Lebensqualität in der Türkei besser fänden als in Deutschland.
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Studie: Türken wollen nur noch zum Shoppen nach Europa

Deutsche Bahn
Bahnstreik: Claus Weselsky lehnt Schlichtung des Streiks ab

Ab heute stehen in Deutschland mal wieder die Räder still. Zumindest zwei Drittel derer, die auf Schienen einen nicht unwesentlichen Teil des Personen- und Gütertransports in der Republik bewegen. Grund dafür ist der groß angelegte Streik der GDL, der Gewerkschaft Deutscher Lokführer. (nex)
Erst heute Mittag lehnte Gewerkschaftsvorsitz Claus Weselsky eine Schlichtung des Streiks mit deutlichen Worten ab. Politiker wie Sigmar Gabriel, allerdings auch der Deutsche Beamtenbund, hatten eine Schlichtung gefordert. Aus Sicht der GDL und ihrem Vorsitzenden ist dafür allerdings keine Grundlage gegeben, da es in dem Streik um Grundrechte geht, die nicht in einer Schlichtung relativiert werden dürfen. Denn es sei die Bahn, die sich nicht an Urteile halte, aber immer wieder in ein Art Opferrolle gestellt würde. Immerhin steht der GDL zu autark und unabhängig über Tarifverträge seiner Mitglieder zu verhandeln. Die DB aber wolle genau dies verhindern und setzt auf Eingungen mit der größeren Partnergesellschaft der GDL, der EVG. Eine Eskalation des Streikes wirft Weselsky der Bahn vor, da diese die Verhandlungen immer wieder mit einer Verzögerungstaktik aufs Spiel setze. In Weselskys Augen wäre es Aufgabe der Politik und Regierung auf den Bahnvorstand einzuwirken und zu einem Einlenken zu bewegen um Eigentum der Regierung zu schützen. Der Streik hat heute im Güterverkehr begonnen und wird im Personenverkehr am Dienstagmorgen fortgesetzt und bis Sonntag dauern. Es könnte der bisher längste Streik bei der Bahn werden und ist der achte Streikfall seit dem 2014 begonnen Tarifstreit. Neben höherer Entlohnung und besseren Arbeitsbedingungen geht es der GDL auch für Zugbegleiter und Rangierführer Tarifverträge verhandeln zu dürfen. Da neben dem Personen- auch der Güterverkehr bestreikt wird, fürchtet die deutsche Wirtschaft erhebliche Schäden. Eric Schweitzer, Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK),schätze die Höhe gegenüber dem „Handelsblatt“ auf insgesamt bis zu einer halben Milliarde Euro. „Wenn der Streik wie angekündigt sechs Tage dauert, kommt die Lieferkette ins Stocken.“

Terrorismus
Istanbul: Geiselnahme durch Linksterroristen endet tödlich

Geiselnahme in der Türkei endet tödlich

Istanbul (nex) – Zwei Mitglieder einer linksterroristischen Volksbefreiungspartei DHKP-C nahmen am Dienstag in einem Istanbuler Gerichtsgebäude einen Staatsanwalt als Geisel, der Ermittlungen am Tod eines Jungen durch Polizeigewalt bei den Gezi-Park Unruhen 2013 durchführte. Nach Berichten der TAZ zufolge forderten die Geiselnehmer eine schnelle Aufklärung des Sachverhaltes und eine Veröffentlichung der Namen der beteiligten Polizeibeamten. Nach 6 stündiger Verhandlung durch Vermittler beschloss der zuständige Einsatzleiter die Stürmung des Gerichtsgebäudes, da Schüsse vernommen worden waren. Präsident Recep Tayyip Erdogan gab in einer Pressekonferenz bekannt, dass die Täter im Schusswechsel mit der Polizei tödlich getroffen wurden. Sie hatten sich zuvor als Anwälte ausgegeben und konnten so Zutritt in das Gebäude erlangen. Der Staatsanwalt sei zunächst durch Schüsse in den Kopf und in den Körper getroffen worden, erlag aber nach kurzer Zeit seinen Verletzungen.