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Reuters: Die USA will Spanien aus der NATO werfen

Laut Reuters erwägt das Pentagon die Suspendierung Spaniens aus der NATO — als Strafe dafür, dass Madrid seine Basen für den Iran-Krieg verweigerte.

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Washington/Madrid – Das US-Verteidigungsministerium hat intern Optionen zur Bestrafung von NATO-Verbündeten diskutiert, die die USA im Krieg gegen den Iran nicht unterstützt haben.

Dies berichtet Reuters unter Berufung auf einen US-Beamten, der anonym bleiben wollte. Zu den diskutierten Maßnahmen gehört die Suspendierung Spaniens aus dem Bündnis. Spanien gehört zu den stärksten Kritikern Washingtons

Die Optionen sind in einer internen Pentagon-E-Mail festgehalten, die Frustration über die wahrgenommene Weigerung einiger Verbündeter ausdrückt, den USA Zugang, Stützpunkte und Überflugrechte — bekannt als ABO — für den Iran-Krieg zu gewähren. Erdbebennews Laut dem Beamten zirkulierten die Optionen auf höchster Ebene im Pentagon.

Spanien verweigerte USA Nutzung seiner Militärbasen

Der Konflikt zwischen Washington und Madrid schwelt seit Wochen. Die spanische Regierung verweigerte Anfang März die Nutzung der Stützpunkte Rota und Morón sowie des spanischen Luftraums für US-Operationen gegen den Iran. SRF Die USA unterhalten zwei wichtige Militärbasen in Spanien — Naval Station Rota und Morón Air Base — die strategisch bedeutsam für Operationen im Nahen Osten und darüber hinaus sind.

Die in der E-Mail skizzierten Maßnahmen sollen ein starkes Signal an NATO-Verbündete senden mit dem Ziel, „das Gefühl der Selbstverständlichkeit seitens der Europäer zu verringern“. Erdbebennews Die Suspendierung Spaniens hätte laut dem Dokument begrenzte Auswirkungen auf US-Militäroperationen, aber eine erhebliche symbolische Wirkung.

Spanien gehört zu den schärfsten westlichen Kritikern der US- und israelischen Politik im Nahen Osten. Premierminister Sánchez hat das militärische Vorgehen Israels in Gaza und im Iran mehrfach auf das Schärfste verurteilt und sich damit als eine der lautesten Stimmen innerhalb der NATO-Gemeinschaft positioniert. Zuletzt hatte Madrid sogar vorgeschlagen, das EU-Assoziierungsabkommen mit Israel zu kündigen — ein Schritt der in Washington für erhebliche Verstimmung sorgte.

Trump und Rubio unter Druck

Trumps Außenminister Marco Rubio kritisierte Spaniens Entscheidung scharf und erklärte, das US-Engagement im Bündnis müsse „neu bewertet“ werden. Trump selbst sagte in einem Interview mit einer britischen Zeitung, er erwäge ernsthaft einen Rückzug der USA aus der NATO. SRF

Das Pentagon erklärte auf Reuters-Anfrage: „Das Kriegsministerium wird sicherstellen, dass der Präsident glaubwürdige Optionen hat, um sicherzustellen, dass unsere Verbündeten keine zahnlosen Tiger mehr sind.“ Zu internen Beratungen wolle man keine weiteren Angaben machen.

Sánchez reagiert gelassen

Spaniens Premierminister Pedro Sánchez wies den Bericht ab und erklärte, Spanien arbeite nicht auf Basis von E-Mails, sondern auf Basis offizieller Dokumente und Positionen der US-Regierung. Schwäbische Er bekräftigte zugleich, die Zusammenarbeit mit den NATO-Verbündeten fortsetzen zu wollen.

Ob und wie die USA Spanien tatsächlich aus dem Bündnis suspendieren könnten, ist unklar — ein bestehender Mechanismus dafür existiert innerhalb der NATO offenbar nicht.

 


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