Finanz-Apps
Alle Beträge auf dem Schirm: Fünf nützliche Finanz-Apps

Es gibt nur wenige Branchen, die durch den digitalen Wandel so schnell verändert werden wie der Finanzsektor. Privatkunden können bereits heute aus einer Flut von Finanz-Apps wählen, mit denen sie auf ihren mobilen Endgeräten Überweisungen tätigen, Versicherungspolicen verwalten oder Investments tätigen. Doch welche Apps bieten den Nutzern mehr? Auf diese Frage gibt es hier gleich mehrere Antworten. Echtzeit-Überweisungen tätigen – mit Revolut Die im Jahr 2015 gegründete Direktbank hat in wenigen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt und erlaubt blitzschnelle Überweisungen zwischen Revolutnutzern. Internationale Überweisungen mit der App berücksichtigen die günstigsten Währungskurse, und Geldanforderungen von Freunden und Verwandten lassen sich problemlos schnell tätigen. Darüber hinaus bietet Revolut attraktive Shopping-Rabatte bei Partnerunternehmen sowie interessante Investment-Optionen bei Rohstoffen. Zudem haben Revolutnutzer auf Wunsch alle ihre Konten mit einer App im Blick. Die volle Kontenkontrolle behalten – mit mySwissLifeSelect Mit der Gratis-App vom Finanzdienstleister Swiss Life Select verwalten Nutzer alles – vom Girokonto über digital hinterlegte Versicherungspolicen bis hin zum Investmentdepot. Das Multibanking-Tool zeigt dabei Konten gleich mehrerer Kreditinstitute an, bei direkter Überweisungsfunktion. Das gilt laut Swiss Life Select auch für die Versicherungsverträge: Solche von anderen Anbietern lassen sich mit wenigen Klicks digitalisieren. Zusätzlich wird über mySwissLifeSelect schnell der Kontakt zum Berater hergestellt, wenn Fragen zu Finanzprodukten auftauchen. Aufrunden und Investieren – mit Peaks Mit Peaks investieren Nutzer in ein Portfolio ihrer Wahl – so ganz nebenbei. Jedes Mal, wenn etwas beispielsweise mit 2,60 Euro bezahlt wird, rundet die App bei Kartenzahlung automatisch auf drei Euro auf und legt das Wechselgeld von 0,40 Euro digital auf die hohe Kante. So sparen User der Peaks-App ohne viel Zutun. Dabei haben sie die Möglichkeit, in vier ETF-Portfolios mit verschiedenen Risikoprofilen zu investieren. Die Nutzung ist im ersten Monat kostenfrei, investiert wird ausschließlich in nachhaltige Fonds. Versicherungen digital verwalten – mit Clark Mit Clark lassen sich alle Versicherungsverträge in einer App managen. Darüber hinaus fungiert die Applikation als unabhängiger Versicherungsmanager, indem sie dem Nutzer regelmäßig Optimierungsvorschläge macht. Clark prüft und bewertet die bestehenden Verträge und vergleicht dabei die Tarife von mehr als 180 Versicherungsunternehmen. Zu den weiteren Services des Anbieters gehören die Unterstützung im Schadensfall, das Adressmanagement bei einem Umzug oder der Kündigungsservice inklusive Kontrolle der individuellen Vertragslaufzeiten. Einnahmen und Ausgaben immer im Blick – mit MoneyControl Diese App hilft, das Geld zusammenzuhalten. Mit MoneyControl lassen sich auf einfache Art und Weise Einnahmen und Ausgaben erfassen. Sämtliche Buchungen eines Monats sind dabei übersichtlich dokumentiert. So lässt sich die Liste der Buchungen nach verschiedenen Kriterien, wie etwa Konten oder Personen, sortieren. Generell haben die Macher der Applikation besonderen Wert auf eine einfache Benutzerführung gelegt. Zu den weiteren Features von MoneyControl gehören eine Suchfunktion, ein Passwortschutz sowie die Unterstützung vieler verschiedener Währungen. Zudem werden regelmäßige Zahlungen wie zum Beispiel die Miete auf Wunsch automatisch verbucht.
Die hier zur Verfügung gestellten Informationen sind keine Anlage- oder Finanzberatung. NEX24 gibt keine Kauf- und Verkaufsempfehlungen. Bitte betreiben Sie eigene Nachforschungen und suche professionellen finanziellen Rat bevor Sie eine Investmententscheidung treffen.

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– Wirtschaft – Biontech steht für fast ein Fünftel des deutschen Wirtschaftswachstums

Deutschland verdankt fast ein Fünftel seines Wirtschaftswachstums im vergangenen Jahr dem Unternehmen des deutsch-türkischen Power-Paars Ugur Sahin und Özlem Türeci.

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Fußball-WM 2022
WM-Vorrunden-Hype trotz Ausscheiden von Türkei in Qualifikation

Die Türkei hat es leider nicht zur WM-Endrunde nach Katar geschafft. In den Playoffs der WM-Qualifikation ist die türkische Nationalmannschaft an Portugal gescheitert. Damit müssen die türkischen Fans wieder einmal vier Jahre bis zur nächsten Chance warten. Trotzdem wird die WM natürlich auch in der Türkei wieder mit großem Interesse verfolgt werden. Immerhin gilt die Türkei als eine der leidenschaftlichsten Fußball- und Sportnationen. Am 1. April fand die Auslosung der Gruppenphase statt. Wir stellen die Gruppen kurz vor und geben euch eine kurze Einschätzung zu jeder Gruppierung.Gruppe A: Katar eröffnet gegen Ecuador In der Gruppe A treffen Katar, Ecuador, Senegal und die Niederlande aufeinander. Das Eröffnungsspiel wird am 21. November zwischen Gastgeber Katar und Ecuador ausgetragen. Schaut man auf das derzeitige FIFA-Standing, so scheint Senegal neben den Niederlanden die besten Chancen auf das Achtelfinale zu haben. Man darf auf jeden Fall gespannt sein, ob sie ihre starken Leistungen aus dem Afrika Cup, den sie Anfang des Jahres gewonnen haben, wiederholen können. Gruppe B: England als Topfavorit? In der Gruppe B mit England, Iran, USA und einem Vertreter aus Schottland, Wales und der Ukraine dürften die Three Lions der Topfavorit auf den Gruppensieg sein. Dahinter sollten die Chancen zwischen USA und Schottland bzw. Wales relativ ausgeglichen sein. Vor allem das mögliche UK-Duell zwischen Wales und Schottland verspricht einiges an Brisanz. Gruppe C: Stolperstein für Argentinien? Argentinien trifft in der Gruppe C auf Saudi-Arabien, Mexiko und Polen. Dass die Albiceleste der Gruppenfavorit ist, scheint klar. Doch das Rennen um Platz zwei dürfte vor allem zwischen Polen und Mexiko entschieden werden. Immerhin steht Mexiko derzeit auf Platz 9 der FIFA-Weltrangliste und steht damit vor Deutschland oder den Niederlanden. Aber auch Polen, angeführt von Superstar Robert Lewandowski, macht sich berechtigte Hoffnungen auf das Weiterkommen. Gruppe D: Scheitert Frankreich am Weltmeisterfluch? Als amtierender Weltmeister muss sich Frankreich vor dem Weltmeisterfluch in Acht nehmen. Immerhin sind die letzten Titelträger stets in der Vorrunde ausgeschieden. Hier bekommen es die Franzosen mit Dänemark, Tunesien und einem Vertreter aus VAE, Australien und Peru zu tun. Die Experten sehen neben Frankreich vor allem Dänemark als einen Kandidaten für das Achtelfinale. Schon bei der EURO 2020 sorgte „Danish Dynamite“ für Furore. Gruppe E: Deutschland trifft auf Spanien Deutschland trifft in der Gruppe E auf Spanien, Japan und Costa-Rica oder Neuseeland. Bei den besten Buchmachern gehören Spanien und Deutschland beide zum erweiterten Favoritenkreis auf den Titel. Spanien wird von den meisten Wettanbietern mit einer Quote von 8,50 gelistet. Dafür müssten sie sich natürlich erst einmal in der Gruppe durchsetzen. Insofern dürfte vor allem das direkte Duell über den Gruppensieg entscheiden. Alles andere als Deutschland oder Spanien in der nächsten Runde wäre auf jeden Fall eine faustdicke Überraschung. Gruppe F: Wer übersteht die Vorrunde? Kopf der Gruppe F ist Belgien. Die Roten Teufel bekommen es mit Kanada, Marokko und Kroatien zu tun. Während Kroatien die zweitstärkste Mannschaft der Gruppe sein dürfte, sind natürlich alle gespannt, was Kanada zu bieten hat. Die Nordamerikaner sind erstmals seit 1986 wieder bei einer WM-Endrunde dabei und haben in ihrer Heimat für einen echten Fußball-Boom gesorgt. Trotzdem sehen die Buchmacher Belgien und Kroatien als klare Favoriten auf das Achtelfinale. Gruppe G: Ein Déjà-vu in der Gruppe G? Brasilien, Serbien und die Schweiz dürften bei der Auslosung ein Déjà-vu erlebt haben. Alle drei Teams sind bereits vor vier Jahren in Russland aufeinandergetroffen. Anstatt Costa-Rica ist nun Kamerun mit dabei. Die Chancen stehen gut, dass sich die Selecao, wie auch 2018 schon, als Gruppenerster durchsetzen wird. Damals ging die Schweiz auf Platz 2 ins Ziel. Das scheint auch jetzt wieder im Bereich des Möglichen. Immerhin sind die Eidgenossen ein Top-20 Team in der FIFA-Weltrangliste. Gruppe H: Ausgeglichene Chancen in Gruppe H In der letzten Gruppe gehen Portugal, Ghana, Uruguay und Südkorea an den Start. Aufgrund der Ausgeglichenheit verspricht diese Gruppe besonders viel Spannung. Klar, Portugal ist der Favorit, doch dahinter ist alles offen. Die besten Chancen dürfte dennoch Uruguay haben, doch schon 2018 haben die Südkoreaner bewiesen, dass sie für die K.-o.-Runde bereit sind. Es wird auf jeden Fall spannend in der Gruppe H. Wenn auch leider ohne die Türkei – die WM verspricht einige große Spiele. Wir sind gespannt, ob bereits in der Gruppenphase die ersten Favoriten stolpern.

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– Ungarn – Ringer-EM: Türke Rıza Kayaalp zum elften Mal Europameister

Der türkische Ringer Riza Kayaalp ist auf dem besten Weg, den Rekord des Sowjet-Russen Alexander Karelin von 12 EM-Goldmedaillen zu brechen.

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Videospiele
Gaming: Tipps für ein günstiges Spielerlebnis

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Videospiele nehmen aktuell erfolgreich Einzug bei vielen Menschen aus aller Welt – laut Business Insider mittlerweile eine 120 Mrd. Dollar Industrie. Ein möglicher Grund: Vergleichbare interaktive Möglichkeiten der Unterhaltung wie Videospiele existieren nicht. Bei Filmen oder Fernsehsendungen spielt das Publikum lediglich die Rolle des Zuschauers und wird nicht in das Geschehen involviert. Das unvergleichliche Merkmal der Videospiele liegt auf der Hand – die Spieler und Spielerinnen bestimmen als interaktiver Teil der Geschichte ihren Verlauf mit. Deshalb zählen Videospiele zur beliebtesten Unterhaltung, auch wenn sie nicht die einzige interaktive Form darstellen. Dazu gehören ebenso Casinospiele in der Glücksspielbranche, die ein ähnliches interaktives Erlebnis bieten. Das Spielgeschehen gestaltet sich durch Boni noch interessanter und steigert sich dadurch unter Umständen. Es kann jedoch teuer werden – auch bei Glücksspielen – wenn man sich nicht im Vorfeld informiert. Webseiten wie Time2play liefern den Spielern eine Übersicht mit den besten Boni. Der Kauf neuer Videospiele reißt aktuell oftmals größere „Löcher“ in die Geldbörse. Durch das Erscheinen immer neuer Generationen von Konsolen auf dem Markt steigen die Preise im Vergleich zu älteren Spielen deutlich. Mit dem Erscheinen der neuen Konsolengeneration ist es nicht ungewöhnlich, dass die beliebtesten Videospiele 69,99 Euro kosten. Der Einstieg wird für die Spieler immer teurer und sie suchen nach günstigen Spiel-Alternativen, ohne Abstriche machen zu müssen. Es ist durchaus möglich – wer folgende Ratschläge befolgt, bekommt auch das, was er will. Plattform Die Entscheidung der Spieler für eine Plattform beeinflusst maßgeblich den Geldbetrag, den sie am Ende für Spiele ausgeben. Bei der Auswahl sollte man deshalb einige Dinge beachten: Ein Neueinstieg in das PC-Spielen bedeutet teure Anschaffungskosten bezüglich der Hardware. Danach ist es einfach, günstige Angebote zu finden. Es werden auch günstigere Konsolen angeboten, doch kostensparende Angebote der Spiele sind seltener. Zudem sind einige Konsolen, wie z. B. die PS5, immer noch schwer erhältlich. Tausch Einige Händler bieten die Option, Spiele zu tauschen – ein enormer Vorteil für jene, die ein günstigeres Spielerlebnis suchen. Dieser Service ermöglicht den Spielerinnen und Spielern einen Tausch gegen eine andere Spielversion, sobald sie das Videospiel zu Ende gespielt haben. Abos Als nützlich erweisen sich für einige Spieler spezielle Dienste mit einem umfangreichen Angebot von Videospielsammlungen. Die monatliche Gebühr für diese Spiele verschafft den Spielern Zugang zu On-Demand-Spielen und zahlt sich aus. Ein weiterer Vorteil – die Spiele sind digital und daher platzsparend. Aktuell sind die Kaufpreise für Spiele teurer denn je. Wer sich darüber ärgert, zu viel für das Hobby bezahlen zu müssen, kann mit diesen Tipps durchaus ein preiswertes und ebenso spannendes Spielerlebnis genießen.

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– Videospiele – Türkei: Gaming-Industrie soll auf 10 Mrd. Dollar wachsen

Die Gaming-Industrie der Türkei wird zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor. Das Land will ihren Anteil an der weltweit 150 Milliarden Dollar schweren Industrie von derzeit einer Milliarde Dollar auf 10 Milliarden erhöhen.

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Griechenland
Bürgermeister Tsitiridis: Keine Sportanlage auf türkisch-muslimischem Friedhof

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge Die Proteste und Empörung zivilgesellschaftlicher Institutionen der türkischen Minderheit in Westthrakien über die Zerstörung eines türkisch-muslimischen Friedhofs im Dorf Horozlu haben offenbar ihre Wirkung nicht verfehlt. Der Bürgermeister von Balustra (Avdira), Georgios Tsitiridis, hat bei einer Sitzung des Stadtparlaments am 5. April zur geplanten Errichtung einer Sportanlage auf dem verwüsteten Gelände des alten osmanischen Friedhofs eine Änderung bekannt gegeben. Demnach verzichtet die Stadt auf den Bau des Fußballplatzes auf dem Areal des türkisch-muslimischen Friedhofs. Der Sportplatz soll stattdessen südlich der Ortschaft Horozlu, auf dem Gelände des alten Stadions errichtet werden. Für das Bauvorhaben stünde ein Etat von über zwei Millionen Euro zur Verfügung. Die Verwüstung des alten Friedhofs am 15. März 2022 und der geplante Bau einer Sportanlage führte zu massiven Protesten zivilgesellschaftlicher Institutionen der türkischen Minderheit in Westthrakien sowie politischer Parteien in der Region. Das türkische Außenministerium veröffentlichte nach der Zerstörung des osmanischen Friedhofs eine Mitteilung, in dem die Verwüstung des Friedhofs verurteilt wurde. Vertreter der türkischen Minderheit fordern Beerdigungszeremonie nach islamischem Ritus Verschiedene Organisationen hatten die Stadt Balustra aufgefordert, auf den Bau der Sportanlage zu verzichten. Ferner solle sich Bürgermeister Tsitiridis für sein Vorhaben entschuldigen und der zerstörte Friedhof wieder hergerichtet werden. Vertreter der türkischen Minderheit fordern von der Stadt für die Verstorbenen auf dem Friedhof eine Beerdigungszeremonie nach den religiösen Riten der islamischen Religion (Nakli Kubur) zu erlauben. Nach der Verwüstung des Friedhofs hatten Mitarbeiter des archäologischen Museums von İskeçe/Xanthi die zerstörten Grabsteine in Fahrzeuge geladen und an einen unbekannten Ort gebracht. Griechischer Historiker Mpatzakidis: Man sollte sich bei den Toten entschuldigen Der griechische Historiker Georgios Mpatzakidis, der sich für den Schutz von historischen Denkmälern aus osmanischer Zeit einsetzt und am Tag der Verwüstung des Friedhofs vor Ort war, erklärte, dass es sich bei der Begräbnisstätte um einen türkischen Friedhof handelt und über das Geschehene sehr bekümmert sei. Man sollte sich bei „den Toten entschuldigen“, so der Wissenschaftler. Existenz türkischer Minderheit in Griechenland wird geleugnet Die Verwüstung des Friedhofs im Nordosten Griechenlands ist leider kein Einzelfall, weil der griechische Staat nicht nur Muslime diskriminiert, sondern bis heute systematisch auch die Existenz der türkischen Minderheit in Westthrakien leugnet und selbst Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) nicht umsetzt. Offiziell verwendet Athen den Begriff der „muslimischen Minderheit“ und erkennt damit die ethnische Zugehörigkeit als Türken aus Westthrakien nicht an. Griechenland ist der einzige Staat in Europa, der ethnische Minderheiten nicht anerkennt.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar

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Bereits im Januar dieses Jahres hatten Wirtschaftsvertreter bei einem Treffen in Athen die Verbesserungen der Handelsbeziehung angekündigt.

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T129
Türkei liefert ATAK-Kampfhubschrauber an die Philippinen

Manila – Die ersten Kampfhubschrauber aus türkischer Produktion wurden am Mittwoch offiziell an die philippinische Luftwaffe (PAF) ausgeliefert, während die beiden Länder ihre Gespräche fortsetzen, die den Weg für neue Rüstungsgeschäfte ebnen könnten. Zwei taktische Aufklärungs- und Angriffshubschrauber T129 (ATAK) trafen letzten Monat auf den Philippinen ein und wurden einer technischen Inspektion und Flugtests unterzogen. Am gestrigen Mittwoch (6. April 2022) wurden sie im Rahmen einer Zeremonie an die PAF übergeben und damit für den Dienst bei der PAF zugelassen. Dieser Erwerb ist Teil eines Regierungsabkommens zwischen den Philippinen und der Türkei im Wert von 269 Millionen US-Dollar, das im Juli 2020 unterzeichnet wurde. Bei der Veranstaltung auf dem Luftwaffenstützpunkt Oberst Jesus Villamor nahmen unter anderem auch der philippinische Verteidigungsminister Delfin Negrillo Lorenzana, der Leiter des türkischen Präsidiums der Verteidigungsindustrie (SSB), Ismail Demir, der türkische Botschafter in Manila, Artemiz Sümer sowie der CEO von TAI, Temel Kotil teil. In seiner Ansprache sagte Lorenzana, dass dies ein „großer Tag“ für die philippinischen Luftstreitkräfte sei. Lorenzana betonte, dass der ATAK-Hubschrauber eine Premiere für die Philippinen sei und dass sie ihre Flotte in diesem Bereich umstrukturiert hätten. „Ich bin sehr glücklich, dass der Traum der philippinischen Luftwaffe wahr geworden ist, aber wir haben noch einen langen Weg vor uns, um unsere Heimat vollständig auszurüsten“, sagte er und erklärte, dass der in der Türkei hergestellte Hubschrauber den Kampf der Philippinen gegen den Terrorismus unterstützen werde. Die Philippinen hatten im Jahr 2020 sechs von Turkish Aerospace Industries (TAI) konstruierte und entwickelte Hubschrauber im Wert von rund 280 Millionen US-Dollar bestellt. Die Philippinen sind somit das erste Land außerhalb der Türkei, das den türkischen Kampfhubschrauber einsetzt. Im Jahr 2020 boten die USA den Philippinen die Wahl zwischen sechs AH-1Z Viper-Kampfhubschraubern für 450 Millionen Dollar und sechs AH-64E Apaches für 1,6 Milliarden Dollar. Diese hohen Preise zwangen die Philippinen jedoch wahrscheinlich dazu, andere, kostengünstigere Optionen in Betracht zu ziehen. „Wir freuen uns, Zeuge eines historischen Moments zu sein“, sagte SSB-Chef İsmail Demir während der Übergabezeremonie. Der TAI T129 Atak (Advanced Attack and Tactical Reconnaissance Helicopter) ist ein allwettertauglicher Kampfhubschrauber mit einem Stückpreis von rund 50 Millionen US-Dollar. Die ersten Flugtests des Prototyps fanden bereits am 28. September 2009 statt. Der türkische Luft- und Raumfahrtkonzern arbeitet bereits an der Produktion des Nachfolgemodells der Atak T-129. Der türkische Hubschrauber wird der gleichen Klasse angehören wie der in den USA hergestellte Boeing AH-64 Apache und der russische Mi-28NM Night Hunter. Er wird ein maximales Abfluggewicht von 10 Tonnen und eine Nutzlast von über 1200 kg haben. Der Hubschrauber soll mit einer 30-mm-Kanone, einer Raketenbewaffnung der neuesten T129-Versionen und moderner Avionik ausgestattet sein. „Mit dem Abkommen, das mit SSB und dem philippinischen Verteidigungsministerium unterzeichnet wurde, hat die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich die Ebene von Staat zu Staat erreicht“, sagte Demir und bot an, das Treffen der Joint Defense Industries Work Group in Manila abzuhalten. Unter Nennung der türkischen Rüstungsunternehmen TUSAŞ, Aselsan und Roketsan sagte Demir: „Unsere Unternehmen sind bereit, mit befreundeten Nationen in den Bereichen Technologie, gemeinsame Produktion und Marketing zusammenzuarbeiten.“ Türkische Unternehmen haben bisher zahlreiche Rüstungsprodukte an die Philippinen ausgeliefert, darunter gepanzerte Fahrzeuge, Munition, leichte Waffen und Nachtsichtferngläser. Aufbau der Rüstungsindustrie nach Zypern-Sanktionen 1974 Nach zahlreichen Sanktionen westlicher Staaten auf militärische Güter hat die Türkei ihre Rüstungsindustrie massiv ausgebaut Nach dem Waffenembargo der USA von 1974, hat die Türkei mit der Gründung von Stiftungen für das Heer, die Marine und die Luftwaffe den Grundstein für Rüstungsunternehmen wie Aselsan, Havelsan, Roketsan, TUSAŞ usw. gelegt. „Das größte Verteidigungsunternehmen der Türkei gehört heute zu den einhundert größten der Welt. Im Zuge des Zypernkonflikts ab 1974 erlebte das türkische Militär zahlreiche Nachschub- und Ausrüstungsprobleme, die Ankara dazu veranlassten, die heimische Rüstung zu entwickeln. ASELSAN ist das Ergebnis dieser Politik. Heute exportiert das Unternehmen Systeme in die ganze Welt, darunter Kommunikations- und Radarsysteme, aber auch Raketensuchköpfe“, so Yusuf Akbaba von SSD

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Energiepolitik
Längere AKW-Laufzeiten drängen Ökostrom aus dem Netz

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Hamburg – Längere Laufzeiten für Atomkraftwerke führen dazu, dass deutlich häufiger Erneuerbare-Energien-Anlagen in der EU abgeschaltet werden und so erhebliche Ökostrommengen verloren gehen. Das zeigt eine neue Kurzstudie des Analyseinstituts Energy Brainpool im Auftrag der Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy am Beispiel Frankreichs. Allein durch die aktuell diskutierten Laufzeitverlängerungen für französische AKWs würden im Jahr 2030 in Frankreich, Spanien und Deutschland mehr als zwei Milliarden Kilowattstunden sauberer Ökostrom aus dem Netz gedrängt. Mit der Strommenge könnten 617.000 Durchschnittshaushalte ein Jahr lang versorgt werden. „Länger laufende Atommeiler sind schädliche Bremsklötze für die Energiewende, weil sie durch ihre träge Produktionsweise die Einspeisung von Ökostrom blockieren“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Green Planet Energy. Im Februar hatte die französische Regierung – auch vor dem Hintergrund des dortigen Präsidentschaftswahlkampfs und der eskalierenden Ukraine-Krise – angekündigt, in den Bau neuer Atomkraftwerke zu investieren. Das würde die Situation weiter verschärfen. Die Untersuchung von Energy Brainpool fokussiert auf eine Laufzeitverlängerung bestehender Meiler auf über 50 Jahre, wie sie Paris aktuell prüft. Dieser längere Weiterbetrieb würde dazu führen, dass bis 2030 zusätzliche rund 19 Gigawatt AKW-Leistung in Frankreich Strom produzieren. In Zeiten hoher Einspeisung erneuerbarer Energien können die nationalen und europäischen Stromnetze aber nicht die gesamte Stromproduktion aufnehmen, ohne überlastet zu werden. Die Netzbetreiber müssen dann Anlagen vorübergehend „abregeln“. Weil ältere Atomkraftwerke ihre Stromproduktion kurzfristig – vorrangig aus Kostengründen – nur auf rund 80 Prozent der installierten Leistung reduzieren, treffen diese Abregelungen in der Regel die flexibleren Wind- oder Solarkraftwerke, die ihren Ökostrom dann nicht mehr einspeisen können. Energy Brainpool hat mithilfe hochpräziser Modellierungssoftware errechnet, dass allein durch einen längeren Weiterbetrieb der französischen Atomreaktoren im Beispieljahr 2030 die abgeregelten Ökostrommengen um rund 12 Prozent oder um 2.160 Gigawattstunden (GWh) anwachsen würden. Ein Ökostrom-Verlust von 781 GWh entfällt dabei auf Frankreich selbst. Doch auch die Nachbarländer Spanien (780 GWh) und Deutschland (586 GWh) wären massiv von den Abregelungen betroffen. „Wenn neben Frankreich noch weitere EU-Staaten Laufzeiten für alte Atommeiler verlängern, wäre der Schaden durch ungenutzte Ökostrommengen – die durch nationale Fördersysteme wie das EEG ja oftmals dennoch vergütet werden – noch weitaus höher“, sagt Sönke Tangermann. Belgien etwa hat vor wenigen Wochen beschlossen, den Atomausstieg im Land um zehn Jahre zu verschieben. Auch in Deutschland gibt es immer wieder Forderungen, die letzten drei aktiven Atomkraftwerke über das Ende des geplanten Atomausstieg 2022 weiter am Netz zu lassen. Zudem will die EU-Kommission auf Drängen Frankreichs im Rahmen der Taxonomie durchsetzen, dass Atomkraft als ökologisch nachhaltig eingestuft wird, um Investitionen in neue Atomkraftwerke zu erleichtern. „Die in der Studie aufgezeigte massive Vernichtung von wertvollem Ökostrom ist neben der Atommüll-Problematik und dem Störfall-Risiko ein weiterer Beleg dafür, dass Atomkraft niemals ’nachhaltig‘ sein kann. Sie hilft uns in Europa weder beim Klimaschutz – noch dabei, wirklich unabhängig von fossilen Energie-Importen zu werden“, so das Fazit von Sönke Tangermann.

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TÜV Röntgenreport 2022
Neuer TÜV-Report zeigt Mängel an Röntgengeräten in Kliniken und Arztpraxen

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Berlin – Beim Betrieb von Röntgengeräten in Kliniken, orthopädischen Praxen oder bei Zahnärzt:innen besteht in vielen Fällen Nachbesserungsbedarf bei der Qualitätssicherung und beim Strahlenschutz. Im Jahr 2021 sind bei den gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsprüfungen an 15.841 untersuchten Röntgengeräten von den TÜV-Sachverständigen insgesamt 2.424 Mängel entdeckt worden. Das ist ein Ergebnis des „TÜV Röntgenreports 2022„. „Viele Mängel an Röntgengeräten lassen sich vermeiden, wenn Kliniken und Arztpraxen die Vorschriften des Strahlenschutzes gewissenhaft einhalten und die Geräte regelmäßig gewartet und geprüft werden“, sagte Dr. Alexander Schröer, Strahlenschutzexperte des TÜV-Verbands, bei der Vorstellung des ersten Röntgenreports.
„Insgesamt ist das technische Sicherheitsniveau im Bereich der Röntgendiagnostik hoch und kein Patient muss sich Sorgen machen, wenn eine Untersuchung ansteht.“
Bei Artefakten auf Röntgenbildern Gefahr von Fehldiagnosen Röntgengeräte müssen einwandfrei funktionieren, um die Belastung der Patient:innen mit Röntgenstrahlung zu minimieren und Fehldiagnosen zu vermeiden. Laut Strahlenschutzgesetz muss die Sicherheit der Geräte daher vor der Inbetriebnahme, bei wesentlichen Änderungen der Anlage sowie wiederkehrend alle fünf Jahre von unabhängigen Sachverständigen überprüft werden. Probleme an den Geräten betreffen vor allem Mängel an der Schutzausrüstung sowie an der Bildempfängertechnik. Die von den TÜV-Organisationen geprüften Röntgengeräte unterteilen sich in die Anwendungsbereiche Humanmedizin (2.970 Prüfungen), Dentalmedizin (9.111), Veterinärmedizin (984) und technische Anwendungen (2.776). Im TÜV-Röntgenreport sind Gerätetypen abgebildet, bei denen besonders häufig Mängel auftreten, um daraus Verbesserungsvorschläge für den Strahlenschutz abzuleiten. Die Mängel werden in die Kategorien „schwerwiegend“, „erheblich“ und „einfach/formal“ eingeteilt. Bei den humanmedizinischen Röntgengeräten sind 19 Prozent der im Jahr 2021 festgestellten Mängel als „schwerwiegend“ eingestuft worden. Ein Weiterbetrieb der Anlagen ist dann in der Regel nicht möglich. Schwerwiegende Mängel müssen behoben und die Geräte erneut geprüft werden. 75 Prozent der Mängel an humanmedizinischen Geräten waren der Kategorie „erheblich“ zuzuordnen. Die Beseitigung erheblicher Mängel kann von den Sachverständigen ohne erneuten Ortstermin bestätigt werden. Weitere 6 Prozent waren „einfache/formale“ Mängel. Im Jahr 2021 wurden von den TÜV-Sachverständigen 2.970 Geräte für humanmedizinische Anwendungen geprüft und dabei insgesamt 795 Mängel festgestellt. Am weitesten verbreitet sind fest installierte Geräte. Bei den 958 geprüften sogenannten stationären Aufnahmeplätzen sind bei 74 Geräten (7,7 Prozent) Mängel an den digitalen Speicherfolien oder den analogen Film-Folien-Systemen festgestellt worden. „Bei langjähriger Nutzung der Geräte können Kratzer, Knicke oder Schmutz die Qualität der Röntgenbilder beeinträchtigen. Diese so genannten Artefakte können im schlimmsten Fall zu Fehldiagnosen führen“, sagte Schröer. Bei 35 Geräten (3,7 Prozent) sind Mängel an der Persönlichen Schutzausrüstung festgestellt worden. So können beispielsweise als Folge von Alterung und unsachgemäßer Handhabung die Wirkung von Schutzschürzen beeinträchtigt werden. Neben fest installierten Geräten sind vor allem in Krankenhäusern mobile C-Bögen im Einsatz, die flexibel an verschiedenen Stellen wie Operationssälen oder in anderen Röntgenräumen verwendet werden können. Bei C-Bögen sind Röntgenquelle und Bildempfänger an einem C-förmigen Arm angebracht, was ihn sehr beweglich macht. So kann bei Untersuchungen und durchleuchtungsgeführten Eingriffen nahezu jede Körperstelle der Patient:innen erreicht werden. Anders als bei anderen Geräten werden die Röntgenbilder zwar dargestellt und gespeichert, aber nicht auf Folienmaterial ausgegeben. An den 739 geprüften C-Bögen haben die TÜV-Sachverständigen insgesamt 296 Mängel festgestellt. Bei 55 Geräten (7,4 Prozent) wurden Mängel am Bildwiedergabesystem gefunden. Schröer: „Da die Röntgenbilder beim C-Bogen in Echtzeit auf einem Bildschirm wiedergegeben werden, müssen die Monitore der Geräte in einwandfreiem Zustand sein.“ Die mit Abstand meisten Röntgengeräte sind in Zahnarztpraxen in Gebrauch. Unterschieden werden Dental-Tubus-Geräte, mit denen einzelne Zähne aufgenommen werden, und Panoramaschichtaufnahmegeräte für Röntgenbilder des gesamten Gebisses. Im Jahr 2021 wurden 5.358 Dental-Tubus-Geräte geprüft und dabei insgesamt 882 Mängel festgestellt. Die schlanken Geräte sind entweder mobil oder werden an Wand, Decke oder direkt am Behandlungsstuhl angebracht. An 353 Geräten haben die Sachverständigen Mängel an den Patient:innenschutzmitteln festgestellt (6,6 Prozent). In der Regel fehlt der vorgeschriebene Schilddrüsenschutzschild, den Patient:innen bei der Röntgenaufnahme unter dem Kinn festhalten müssen, oder andere Patientenschutzmittel. Darüber hinaus wurden 3.753 Panoramaschichtaufnahmegeräte geprüft und insgesamt 572 Mängel festgestellt. Bei 58 Geräten (1,5 Prozent) sind Mängel an den digitalen Speicherfolien oder den analogen Film-Folien-Systemen entdeckt worden, die wie bei den humanmedizinischen Geräten zu Artefakten auf den Röntgenbildern führen können. Nicht gesondert behandelt werden im TÜV-Röntgenreport Geräte für Mammographie und Hochdosisgeräte für Computertomographie (CT) und Strahlentherapien, da die Mängelquoten hier sehr niedrig sind. Bei 300 Prüfungen von CT-Geräten im Jahr 2021 sind nur 18 Mängel festgestellt worden. In zwei Fällen waren die Mängel allerdings schwerwiegend, da der bauliche Strahlenschutz für die Anlagen nicht ausreichend war. „Viele Mängel können nur durch eine Prüfung vor Ort entdeckt werden“, sagte Schröer. „Die Kombination aus regelmäßigen Wartungen und externen Prüfungen durch unabhängige Sachverständige gewährleistet einen optimalen Schutz der Patienten, des medizinischen Personals und der Bevölkerung vor gesundheitsschädlicher Strahlung.“

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Nuland in der Türkei
USA: Rolle der Türkei in der Ukraine-Krise „entscheidend“

Ankara – Eine ranghohe Diplomatin der Vereinigten Staaten hat die Rolle der Türkei in der Ukraine-Krise als „entscheidend“ bezeichnet und ihre Vermittlungsbemühungen zwischen Moskau und Kiew gewürdigt. „Ich würde sagen, die Türkei hat eine absolut zentrale Rolle gespielt. Die Türkei hat die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine von Anfang an standhaft verteidigt. In jedem U.N.-Format hat die Türkei laut und deutlich gesagt, dass dies eine blutige Aggression ist, die wir ablehnen. Die Türkei ist ein starker Freund der Ukraine, sowohl in Bezug auf die humanitäre Unterstützung als auch auf die Sicherheitsunterstützung“, sagte Victoria Nuland, Staatssekretärin für politische Angelegenheiten im US-Außenministerium, in einem Exklusivinterview mit der Hürriyet Daily News Nuland erinnerte an die Entscheidung der Türkei, das Montreux-Abkommen anzuwenden, um die russische Marine daran zu hindern, durch die Meerenge ins Schwarze Meer zu gelangen: „Was die Türkei in Bezug auf die Anwendung des Montreux-Abkommens getan hat, war absolut notwendig, um sicherzustellen, dass das Schwarze Meer in diesem Krieg nicht genutzt werden kann.“ Bemühungen der Türkei um Waffenstillstand gut Die Türkei gehöre zu den wenigen Ländern, in denen sich Ukrainer und Russen gleichermaßen wohlfühlen könnten, und in dieser Hinsicht seien die Aufrufe von Präsident Recep Tayyip Erdoğan, Gespräche zwischen den beiden Kriegsparteien zu führen, positiv, betonte Nuland. „Normalerweise finden Friedensgespräche nach einem Waffenstillstand statt. Die Tatsache, dass Russland nicht bereit war, einen Waffenstillstand zu schließen, macht es immer schwieriger, einen Endzustand und eine Lösung zu erreichen. Dennoch halten wir es für gut, dass beide Seiten am Tisch geblieben sind, dass sie versuchen, die Probleme zu lösen und mehr Klarheit darüber zu schaffen, wo es Überschneidungen gibt und wo nicht“, sagte sie. Die Türkei hatte erklärt, sie werde sich nur an die von den Vereinten Nationen verhängten Sanktionen halten und sich deshalb nicht an den Maßnahmen des Westens gegen Russland beteiligen. Sie unterstreicht auch, dass sie zu den wenigen Ländern gehört, die noch mit den Russen reden können, um einen Waffenstillstand in der Ukraine zu erreichen.

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Balkan
Ukraine-Konflikt: Kosovo und Bosnien fordern NATO-Beitritt

Brüssel – Angesichts des wachsenden Einflusses Russlands auf dem westlichen Balkan und des Krieges in der Ukraine haben die Staats- und Regierungschefs des Kosovo und Bosniens und Herzegowinas erklärt, dass ein NATO-Beitritt zur Wahrung der regionalen Sicherheit beitragen würde. Im vergangenen Monat warnte der russische Botschafter in Sarajevo Bosnien-Herzegowina bereits indirekt vor einem Beitritt in die NATO. In einem Gespräch mit dem Fernsehsender FTV in Bosnien und Herzegowina sagte Igor Kalabuchow, Bosnien und Herzegowina habe das Recht zu entscheiden, ob es der NATO beitreten wolle, warnte jedoch, Moskau behalte sich das Recht vor, im Einklang mit seinen Interessen zu reagieren. „Wenn (Bosnien und Herzegowina) beschließt, einem Bündnis beizutreten, ist das eine interne Angelegenheit. Unsere Antwort ist eine andere Sache. Das Beispiel der Ukraine zeigt, was wir erwarten. Sollte es eine Bedrohung geben, werden wir darauf reagieren“, so der russische Botschafter. Für Bosnien und den Kosovo, die in den 1990er Jahren unter der Regierung des damaligen serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic durch serbische Streitkräfte zahlreichen Massakern zum Opfer wurden, ist es ein strategisches Ziel, der von den USA geführten transatlantischen Militärallianz beizutreten. Die beiden Staaten sind die letzten Nicht-NATO-Mitglieder in der Region, abgesehen von Serbien, das die NATO als seinen „Feind“ betrachtet. Für die Präsidentin des Kosovo, Vjosa Osmani, zeige die Warnung des russischen Botschafters, „dass Russland ein zerstörerisches Interesse an unserer Region hat“. „Wir sprechen bereits mit den [NATO-]Mitgliedern, um sicherzustellen, dass jeder versteht, dass die Mitgliedschaft unverzichtbar wird, insbesondere angesichts der Ereignisse in der Ukraine“, erklärte Osmani gegenüber Al Jazeera und betonte den politischen Dialog. „Sie haben vor allem ein Interesse daran, den Kosovo, Bosnien und Herzegowina und in gewissem Maße auch [das NATO-Mitglied] Montenegro anzugreifen“, so Osmani weiter. Bosnien nehme derzeit am Membership Action Plan (MAP) teil, der laut dem bosnischen Verteidigungsminister Sifet Podzic „der letzte Schritt vor dem Beitritt zur [NATO]“ ist. Podzic hoffe, dass sich nach dem Ende des Ukraine-Krieges die geopolitischen Beziehungen ändern und die Bedeutung der regionalen Sicherheit zunehmen werde, was möglicherweise zu einer schnelleren NATO-Mitgliedschaft Bosniens führen könnte. Gegenüber Al Jazeera  sagte Podzic:
„Aber wenn wir warten, bis wir alle Kriterien erfüllen, wird es leider eine Weile dauern [bis zum Beitritt], weil wir nicht in Sicherheitsbehörden und in militärische Kapazitäten investieren. Wir werden viel Zeit brauchen, um unsere Armee zu modernisieren und moderne Waffen zu kaufen“.

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Mit seiner Entscheidung, eine erste Nationalarmee zu gründen, schrieb Mitte Dezember nicht nur das kosovarische Parlament Geschichte. Der in einer türkischen Militärflugschule ausgebildete Pilot Afrim Zabeli, schloss nur einen Tag vor der Abstimmung seine Schulung zum Militärhubschrauber-Piloten ab und wurde somit 1. Pilot der kosovarischen Armee. #NEX24 Kosovo-Korrespondent Mustafë Mehmeti sprach mit dem 27-Jährigen in der Hauptstadt Pristina.

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Ukraine-Konflikt
„Szenario wie in Ost-Ukraine auch in Bosnien möglich“

Osnabrück – Zum 30. Jahrestag des Beginns des Bosnien-Krieges hat der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic vor einer weiteren Destabilisierung des Westbalkans durch Russland gewarnt. „Der russische Einfluss auf dem westlichen Balkan ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Die deutsche und europäische Außenpolitik hat die Region in der Vergangenheit zu sehr vernachlässigt“, sagte Ahmetovic der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Russland nutze unter anderem die ethnischen Spannungen zwischen Bosniaken, bosnischen Serben und Kroaten im Land aus, um seinen Einflussbereich auszuweiten. „Ein Szenario wie in der Ost-Ukraine ist auch in Bosnien-Herzegowina möglich, wenn wir nicht entschieden genug handeln. Die Mehrheit der Menschen in Bosnien-Herzegowina möchte den Nato-Beitritt des Landes. Der russische Botschafter in Sarajevo hat klar gesagt, dass dem Land dann Ähnliches drohen würde wie der Ukraine. Das ist hier in Deutschland kaum zur Kenntnis genommen worden“, sagte Ahmetovic. Man habe inzwischen gelernt, dass man Putin beim Wort nehmen sollte. „Wir müssen uns unter allen Umständen dafür einsetzen, die Region zu stabilisieren, und einen Weg zu einer EU- und Nato-Mitgliedschaft ebnen. Ich bin dafür, dass Deutschland sein Mandat, in Bosnien-Herzegowina Soldaten zu stationieren, die für Frieden und Sicherheit sorgen, wieder aufnimmt. Das sollten wir unbedingt tun. Deutschland sollte außerdem gegen Personen, die an der Dysfunktionalität Bosnien-Herzegowinas arbeiten, Sanktionen verhängen. Es ist jetzt an der Zeit, Autokraten in Europa die Rote Karte zu zeigen“, fordert Ahmetovic. Der Krieg in der Ukraine sei nicht der erste Krieg in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. „Die Zerfallskriege im ehemaligen Jugoslawien fanden mitten in Europa statt“, erinnert Ahmetovic. Der Bosnien-Krieg dauerte von 1992 bis 1995, etwa 100.000 Menschen wurden getötet, zwei Millionen aus ihrer Heimat vertrieben.

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Der russische Botschafter in Sarajevo warnte Bosnien-Herzegowina indirekt vor einem Beitritt in die NATO.

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