Türkei
Ukraine-Krieg: Mieten steigen in Antalya um bis zu 300 Prozent

Die Miet- und Immobilienpreise in der türkischen Provinz Antalya sind seit Beginn des russisch-ukrainischen Krieges in die Höhe geschnellt, da Russen und Ukrainer, die aus ihren Ländern fliehen mussten, dort Immobilien erwerben. 

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Antalya – Aufgrund der hohen Nachfrage russischer und ukrainischer Interessenten, sind die Miet- und Immobilienpreise in der türkischen Provinz Antalya seit Beginn des Krieges in der Ukraine in die Höhe geschnellt. Vermieter bevorzugten Ausländer, da diese ihre Miete für ein Jahr im Voraus bezahlten.

Es habe bereits seit einigen Jahren ein großes Interesse von Käufern aus dem Nahen Osten gegeben, die Situation habe sich seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine jedoch deutlich verschärft.

„Derzeit ist die Nachfrage nach Häusern zur Miete und zum Verkauf sehr hoch, aber es gibt jedoch keine freien Immobilien mehr. Studenten und Beamte, die nach Antalya kommen, können kein Haus finden oder die Mieten sind zu hoch“, so İsmail Çağlar, Präsident der Maklerkammer Antalya, gegenüber der Tageszeitung Sözcü.

„Ein Haus, das vor dem Krieg 3.000 Lira kostete, stieg auf 13.000 Lira“, betonte Çağlar. 

Jedoch seien auch nicht alle Russen oder Ukrainer wohlhabend genug, um sich diese Preise leisten zu können, sagte Serkan Şahin, ein Immobilienmakler der Tageszeitung Hürriyet. Er erinnerte sich an einen Fall, bei dem 300 ukrainische Urlauber nach Ausbruch des Krieges in Antalya gestrandet waren.

„Sie waren knapp bei Kasse und acht Personen wollten gemeinsam eine Ein-Zimmer-Wohnung mieten. Das war natürlich unmöglich“, so Şahin.

Das an der Mittelmeerküste gelegene Antalya war schon vor dem Krieg bei russischen und ukrainischen Urlaubern sehr beliebt und zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern aus den beiden Ländern an. Die Stadt beherbergt zudem eine beträchtliche russische und ukrainische Bevölkerung. Etwa 29.000 Russen und rund 9.000 Ukrainer leben in Antalya.

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