München – Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, mahnt bei phoenix ein stärkeres diplomatisches Engagement der Europäer im Nahen Osten an. „Hier sollten wir nicht einfach zuschauen als Europäer, sondern wir sollten uns einschalten. Das wäre meine Erwartung an die gesamte Europäische Union und ihre Führung“, sagte Ischinger.
Trotz aller verständlichen Verärgerung über das Vorgehen der US-Regierung, müsse man nun mit der bestehenden Situation umgehen. Die wichtige Aussage, dass es sich beim Angriff der USA auf den Iran um ein völkerrechtswidriges Vorgehen gehandelt habe, dürfe „nicht das Ende der Fahnenstange“ sein und dazu führen, dass Europa sich heraushalte.
„Bis hierhin und nicht weiter, wir schalten uns jetzt ein, wir machen mal einen Vorschlag.“
Gerade wenn den Europäern das Vorgehen der USA und des Irans nicht passe, weil man völkerrechtliche Beenken habe, müsse die Europäische Union sagen: „Bis hierhin und nicht weiter, wir schalten uns jetzt ein, wir machen mal einen Vorschlag.“ Nichts spreche gegen ein stärkeres Engagement Europas „diplomatischer Art, politischer Art“ in dieser „wirklich schweren und sehr gefährlichen Krise im Nahen Osten“, sagte der ehemalige Botschafter dem Fernsehsender phoenix.
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