Wirtschaft
700 Millionen Euro: Norwegen investiert erneut in türkische Unternehmen

Erwerb von Aktienanteilen im türkischen Energiesektor in Höhe von 111 Mio. Dollar. Die Investitionen des norwegischen Staatsfonds in die türkische Wirtschaft steigen somit auf insgesamt über 700 Mio. Dollar.

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Ankara – Nach Beteiligungen an türkischen Unternehmen wie Garanti Bank, Dogtas Kelebek und Mavi Giyim erweitert der norwegische Staatsfond sein Portfolio mit Investitionen in den türkischen Energiesektor.

Norwegens Zentralbank Norges Bank, welche die Investitionen des Staatsfonds leitet, verkündete offiziell den Erwerb weiterer Anteile an türkischen Unternehmen, die im Dezember 2018 getätigt wurden. Laut dem Investmentmanagement der Norges Bank wurden Anteile von acht Energieunternehmen im Wert von 111 Mio. Dollar erworben.

Die größte Investition beträgt mit 63,6 Mio. Dollar die Beteiligung am türkischen Energieriesen TÜPRAS, was einem Aktienanteil von 1,016 % entspricht. TÜPRAS besitzt in der Türkei vier große Ölraffinerien, die jährlich 28 Mio. Tonnen Öl verarbeiten. Der Anteil von 0,59 % an den Eisen- und Stahlwerken in Eregli wurde mit einer Investition von 28,8 Mio. Dollar erworben. An AYGAZ ist der Staatsfond nun mit 0,99% beteiligt, wofür 6,3 Mio Dollar angelegt wurden.

Aktienanteile an den Energieunternehmen AKSA, PETKIM, Ulusoy Electric, ENERJISA und Kardemir sind ebenfalls Teil vom Portfolio des norwegischen Staatsfonds. Die Gesamtinvestition des Staatsfonds in türkische Unternehmen beträgt nach dem Erwerb dieser Anteile 707 Mio. Dollar.

Norwegens Staatsfond ist mit einem Vermögen von einer Billion Dollar der größte Staatsfond der Welt. Die Funktion des Fonds ist es, die staatlichen Einnahmen aus der Ölproduktion nachhaltig zu investieren. Norwegen, der größte Ölproduzent Europas, will somit für eine Zukunft vorsorgen, in der die Einnahmen aus der Ölproduktion schwinden könnten.

Der Fond ist ebenfalls größter Einzelaktionär am europäischen Aktienmarkt und bekannt für seine ethischen Richtlinien, die Grundlage für die Investitionen sind. Die Ethik-Richtlinien des Staatsfonds verbieten es, in Unternehmen zu investieren, die Massenvernichtungswaffen herstellen, Umweltschäden verursachen oder Menschenrechte missachten.

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– Businessnews –
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