Corona-Epidemie
Iran: Vize-Gesundheitsminister Harirschi mit Coronavirus infiziert

Der stellvertretende iranische Gesundheitsminister, der gleichzeitig der direkte Coronavirus-Beauftragte im Land ist, ist selbst an dem Virus erkrankt, berichtet die Frankfurter Rundschau unter Berufung auf eine Meldung der iranischen Nachrichtenagentur IRNA.

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Teheran – Der stellvertretende iranische Gesundheitsminister, der gleichzeitig der direkte Coronavirus-Beauftragte im Land ist, ist selbst an dem Virus erkrankt, berichtet die Frankfurter Rundschau

unter Berufung auf eine Meldung der iranischen Nachrichtenagentur IRNA.

„Ich bin seit gestern Abend auch ein Coronaer“, sagte Iradsch Harirschi demnach in einer Videobotschaft im Staatsfernsehen am Dienstag.

Regierungssprecher Ali Rabiei, mit dem der kranke Vize-Gesundheitsminister gestern noch auf dem Podium stand, trat heute zusammen mit Industrieminister Reza Rahmani auf. So wie Harirtschi gestern, zeigte Rabiei dabei Grippe-Symptome – hustete und putzte sich mehrmals die Nase, berichtet die Bild-Zeitung. Nach offiziellen Angaben haben sich demnach im Iran bisher 95 Menschen infiziert, 15 Menschen starben an Covid-19. Die Nachbarstaaten, wie die Türkei, haben ihre Grenzen zum Iran bereits geschlossen.

Der aktuelle Stand beim Corona-Virus in Deutschland

Experten gehen davon aus, dass es sehr wahrscheinlich auch in Deutschland unentdeckte Infektionen gibt.

Wir haben es mit einer Pandemie zu tun und müssen mit Infektionen in Deutschland rechnen„,

sagte der Virologe Dr. Jonas Schmidt-Chanasit dem WDR.

Der Pressesprecher des NRW-Gesundheitsministeriums, Axel Birkenkämper, sagte dem WDR, das Land sei für eventuelle Coronafälle gut vorbereitet.

„Insgesamt haben wir ungefähr 2.000 Isolierbetten für die Kategorie, der Corona zugeordnet ist. Und die sind über das gesamte Land verteilt“, sagte Birkenkämper.

Es sei fest damit zu rechnen, dass sich das Corona-Virus auch in Deutschland ausbreite. „Das Virus kann unbemerkt verschleppt werden, weil Menschen sich anstecken, ohne krank zu werden. Dann bringen auch die massiven Maßnahmen nichts“, zitiert der WDR Schmidt-Chanasit.

Dem Virologen Alexander Kekulé zufolge  schätzt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Ernst der Lage falsch ein. Das Ministerium stelle das Virus weiterhin harmloser als die Grippe dar, sagte Kekulé im Deutschlandfunk. Allerdings liege die Sterblichkeit bei der Grippe bei etwa 0,1 Prozent, beim neuartigen Coronavirus hingegen zwischen 0,5 und 1,5 Prozent. „Das heißt, das Virus ist für denjenigen, der die Infektion bekommt, zehn Mal gefährlicher“, warnte der Virologe.

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