Ausland
Griechischer Politiker verurteilt Vorgehen der Niederlande gegen Türkei

Nach ägyptischen, aserbaidschanischen und tunesischen Politikern hat nun auch ein griechischer Politiker das Vorgehen der Niederlande gegen Türkei verurteilt.

Teilen

Tunis (nex) – Nach ägyptischen, aserbaidschanischen und tunesischen Politikern hat nun auch ein griechischer Politiker das Vorgehen der Niederlande gegen Türkei verurteilt.

Der stellvertretende griechische Außenminister Giorgos Katroungalos hat sich zu den Auftrittsverboten für die türkischen Minister geäußert. „Es gibt keinen Grund für das Verbieten dieser Art der Kommunikation“, so Katroungalos gegenüber dem Fernsehsender SKAI. Der Vizeaußenminister ging auch auf die diplomatische Krise zwischen der Türkei und den Niederlanden ein:

„Das europäische Recht spricht sich für derartige Versammlungen aus. Ein Problem könnte die Frage der inneren Sicherheit sein. Es gab vonseiten der Türkei auch in Westthrakien solche Besuche. Es gibt keinen Grund für das Verbieten einer solchen Kommunikation“, unterstrich er.

Auch der Vorsitzende der tunesischen Partei des Willens (Harak Tounes Al Irada), Adnan Mansar, hat die Verweigerung der Landeerlaubnis für das Flugzeug des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu als „provokativ“ und „aggressiv“ bezeichnet.

Der bekannte ägyptische Oppositionsführer Ayman Nour nannte die Aktion der Niederländer „inakzeptabel“.

Europäische Staaten hätten eine „totalitäre Handlungsweise“, erklärte der ehemalige irakische Vizepräsident Tariq al-Haschimi via Twitter. Es sei demokratisch, dass die Türkei das am 16. April anstehende Verfassungsreferendum ihren Staatsangehörigen erklären wolle, so Haschimi weiter.

Ein Vertreter des mauretanischen Dachverbands The National Forum for Democracy and Unity, Veled Eddi, wies darauf hin, dass dies eine „seltsame Aktion“ seitens der Niederländer gewesen sei.

Die aserbaidschanische Abgeordnete Ganire Paschajewa gab eine Erklärung über die niederländisch-türkischen Spannungen ab. Das aserbaidschanische Volk stehe an der Seite der Türkei, so Paschajewa. Die Niederlande sollten „ihre Grenzen kennen“.

(Archivfoto: Malatya Günlük)

Die niederländische Regierung hatte Cavusoglus Flugzeug die Landeerlaubnis entzogen und der türkischen Familienministerin Fatma Betül Sayan Kaya mit Sicherheitskräften den Zugang zum türkischen Generalkonsulat in Rotterdam versperrt.

Beide Politiker sollten an Veranstaltungen mit der türkischen Community anlässlich des Verfassungsreferendums am 16. April teilnehmen. Die niederländische Regierung hatte mitgeteilt, dem türkischen Außenminister die Landeerlaubnis wegen „Gefahren für die öffentliche Ordnung und Sicherheit“ entzogen zu haben.

 

Auch interessant

Kommentar: Meine Beobachtungen bei „Andenken an die Helden des 15. Juli“

Auch interessant

Mattner: „Ihr dürft eure Meinung sagen, wir dürfen sie scheiße finden“

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner Heute möchte ich mal etwas deutlicher werden. Ganz im Stil meiner Ruhrpott-Herkunft. Also ohne Samthandschuhe, ohne diplomatisches Geschwurbel und mit...

Schweiz: Gaza-Film „Who Is Still Alive“ für Oscars eingereicht

Zürich - Der tiefgründige Schweizer Dokumentarfilm „Qui vit encore“ (internationaler Titel: Who Is Still Alive) von Regisseur Nicolas Wadimoff wurde offiziell als Schweizer Beitrag...

Präsident Al-Scharaa bezahlt erstmals mit Visa-Karte

Damaskus - In einem symbolträchtigen Akt hat Syriens Präsident Ahmad al-Scharaa in einem Café in der Altstadt von Damaskus eine Tasse Kaffee mit einer...

CBD Produkte im Überblick: Moderne Hanf-Extrakte und bewährte natürliche Alternativen

Der Markt rund um Cannabidiol ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen – von klassischen Ölen bis hin zu CBD Zigaretten als Alternative zu herkömmlichen Tabakprodukten...

Riskierte Israel bewusst eine militärische Eskalation mit der Türkei?

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Der israelische Luftangriff auf den syrischen Stützpunkt Abu al-Duhur war offenbar weit mehr als ein gewöhnlicher Schlag gegen syrische Infrastruktur....

Headlines

Israel: Fake-Thinktank soll KI-Chatbots beeinflussen

Tel Aviv - Die Methode der KI-Beeinflussung: Wie ein fiktives Institut den Diskurs steuern sollte Eine mutmaßlich von der israelischen...

Michael Thomas: „Wir brauchen Israel“

Ein Gastkommentar von Michael Thomas Die ganze Welt arbeitet sich derzeit an Israel ab. Es sind große Emotionen, Empörung, Wut,...

Präsident Al-Scharaa bezahlt erstmals mit Visa-Karte

Damaskus - In einem symbolträchtigen Akt hat Syriens Präsident Ahmad al-Scharaa in einem Café in der Altstadt von Damaskus...

Riskierte Israel bewusst eine militärische Eskalation mit der Türkei?

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Der israelische Luftangriff auf den syrischen Stützpunkt Abu al-Duhur war offenbar weit mehr als ein...

Meinung

Israel: Fake-Thinktank soll KI-Chatbots beeinflussen

Tel Aviv - Die Methode der KI-Beeinflussung: Wie ein fiktives Institut den Diskurs steuern sollte Eine mutmaßlich von der israelischen Regierung finanzierte Einflussoperation soll versucht...

Michael Thomas: „Wir brauchen Israel“

Ein Gastkommentar von Michael Thomas Die ganze Welt arbeitet sich derzeit an Israel ab. Es sind große Emotionen, Empörung, Wut, Hass, Verzweiflung, Leid, Trauer und...

Wall Street Journal: Türkiye’nin durdurulması gerekiyor

Konuk Yazar: Özgür Çelik Bradley Martin tarafından kaleme alınan ve 4 Mart 2026 tarihinde Wall Street Journal'da yayımlanan "Türkiye'yi Dizginlemek İçin Acil Bir İhtiyaç" (An...

Araştırma: Dini İnanç, Gençleri Kaygı Bozukluklarından Koruyan Temel Bir Faktör

Almanya - Bochum Ruhr Üniversitesi (RUB) tarafından yürütülen güncel bir araştırma, dini inancın çocukların ve gençlerin ruh sağlığı için kritik bir koruyucu faktör olduğunu...

The Economist: Erdoğan, Müslüman dünyasının en popüler politikacısı

Londra - Neredeyse iki milyar insandan oluşan devasa ve çeşitlilik arz eden bir topluluk olan küresel Müslüman topluluğu Umma/Ümmet içinde, birleştirici bir temsilci arayışı...