Finanzen
Studie: Mehr als jeder vierte Deutsche ist finanziell abhängig vom Partner

Eine Voraussetzung für eine harmonische und gesunde Beziehung ist laut der Mehrheit der Deutschen (57 Prozent), dass die Einkommen der Partner ausgeglichen sind. Ganzen zwei Dritteln (66 Prozent) ist es wichtig, in einer Beziehung finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren.

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Berlin / Amsterdam (ots) – Eine Voraussetzung für eine harmonische und gesunde Beziehung ist laut der Mehrheit der Deutschen (57 Prozent), dass die Einkommen der Partner ausgeglichen sind. Ganzen zwei Dritteln (66 Prozent) ist es wichtig, in einer Beziehung finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren. Das ergab eine repräsentative Untersuchung im Auftrag von RetailMeNot (www.retailmenot.de), dem weltweit führenden Marktplatz für digitales Sparen.

– Jeder Dritte würde bei einer Trennung vor finanziellen Problemen stehen – mehr als jeder Zehnte hat aus diesem Grund schon mal eine Partnerschaft weitergeführt
– Zwei von drei Deutschen in Beziehung ist finanzielle Unabhängigkeit vom Partner wichtig – 43 Prozent sparen, um finanziell unabhängig zu sein

Bei mehr als jedem Vierten sind die partnerschaftlichen Finanzen jedoch spürbar ungleich verteilt: 27 Prozent der Deutschen in Beziehung gaben an, derzeit von ihrem Partner finanziell abhängig zu sein – bei den Frauen ist es sogar jede Dritte (32 Prozent). Ganze 32 Prozent der Liierten würden bei einer plötzlichen Trennung vor finanziellen Problemen stehen (39 Prozent der Frauen, 25 Prozent der Männer). So verwundert es auch kaum, dass mehr als jeder Zehnte (13 Prozent) schon mal eine Beziehung allein aus finanziellen Gründen weitergeführt hat.

Sparen und getrennte Konten: Erfolgsrezept für eine glückliche Beziehung? Um einer Abhängigkeit vorzubeugen, legen sich viele in einer Beziehung ein finanzielles Polster zu: Zwei Drittel der Herren (66 Prozent) sparen derzeit – das sind deutlich mehr als bei den Frauen (58 Prozent). Neben dem Gefühl von Sicherheit (67 Prozent) ist der Wunsch nach Unabhängigkeit (43 Prozent) ein Hauptgrund dafür, dass die Deutschen sparen. Fast die Hälfte (46 Prozent) der deutschen Paare setzt zur Wahrung der finanziellen Unabhängigkeit strikt auf getrennte Konten.

Doch immerhin hat fast ein Drittel der Liierten (30 Prozent) überhaupt kein eigenes Konto. „Die Praxis bestätigt, dass vor allem Frauen häufig in unglücklichen Beziehungen bleiben, weil sie Angst vor den finanziellen Konsequenzen einer Trennung und einer drohenden Armut haben. Allerdings beruht diese häufig auf der Unkenntnis der Unterhalts-Rechtslage, sodass hier eine Rechtsberatung sehr zu empfehlen ist“, sagt Daniela Vogeley, zertifizierte Paartherapeutin und Kommunikationstrainerin. „Selbstbestimmung durch finanzielle Unabhängigkeit zu bewahren kann in bestimmten Situationen ratsam sein.

Jedoch sollten solche Maßnahmen natürlich nicht zu einem Sparprogramm für eine mögliche Trennung verkommen und finanzielle Zwänge einer glücklichen Beziehung nicht im Weg stehen“, kommentiert Mike Lester, General Manager New Markets bei RetailMeNot, die Studienergebnisse.

Über die Studie: Die repräsentative Studie wurde von RetailMeNot.de unter 1.280 deutschen Verbrauchern im April 2016 durchgeführt.

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