Gesundheit
Neue Schlafprobleme – neue Lösungen

In unserer hektischen Welt wird erholsamer Schlaf oftmals vernachlässigt. Doch ein geruhsamer Schlaf ist keine Zeitverschwendung, sondern ein lebenswichtiger Prozess. In diesem wird der Körper und der Geist regeneriert und wieder aufgeladen. In den vergangenen Jahren hat sich das Bewusstsein für die Schlafqualität erheblich gesteigert. Damit sind Schlafexperten zu wertvollen Begleitern geworden, um Menschen bei der Bewältigung von Schlafproblemen zu helfen. Die Essenz von gutem Schlaf Ein erholsamer Schlaf ist von unschätzbarem Wert für unsere körperliche, geistige und emotionale Gesundheit. Die Vorteile sind weitreichend und beeinflussen alle Aspekte unseres Lebens. Zunächst ist Schlaf wichtig für die physische Regeneration. Während wir schlafen, durchläuft unser Körper verschiedene Reparatur- und Wachstumsprozesse. Gewebe wird repariert, das Immunsystem gestärkt und Energiereserven aufgefüllt. Ebenso ist der Schlaf wichtig für unsere geistige Klarheit und kognitive Funktion. Mit gutem Schlaf verbessert sich die Konzentration, Aufmerksamkeit, Problemlösungsfähigkeiten und das Gedächtnis. Menschen, welche ausreichend schlafen, sind laut verschiedenste Studien, besser darin neue Informationen aufzunehmen und diese effektiv zu verarbeiten. Die Schlafqualität im Wandel der Zeit Durch die Smartphones, die zunehmende Digitalisierung und wachsenden beruflichen Anforderungen wurden unsere Schlafgewohnheiten drastisch verändert. Oftmals klagen Menschen über Schlafprobleme, wie Schlaflosigkeit, frühes Erwachen und unruhige Nächte. Diese Probleme haben nicht nur Auswirkungen auf unsere körperliche Gesundheit, sondern beeinträchtigen auch unsere Stimmung, geistige Leistungsfähigkeit und allgemeine Lebensqualität.

Die Rolle der Schlafexperten

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, rücken Schlafexperten verstärkt in den Fokus. Sie besitzen ein fundiertes Wissen über Schlafstörungen, das Schlafverhalten und haben damit die Expertise, um eine höhere Schlafqualität zu ermöglichen. Diese Experten können das individuelle Schlafmuster analysieren und so mögliche Ursachen für das Schlafproblem identifizieren. So können maßgeschneiderte Lösungen gefunden werden.
(Foto: dts)

Gründe für Schlafprobleme

Die Gründe für Schlafprobleme können vielfältig sein. Stress und Sorgen können zu grübeln führen, was den Schlaf stört. Unregelmäßige Schlafenszeiten und eine schlechte Schlafhygiene, wie das Verwenden eines Handys vor dem Schlafengehen, kann den natürlichen Schlafrhythmus durcheinanderbringen. Auch körperliche Gesundheitsprobleme wie Schlafapnoe oder das Restless-Legs-Syndrom können zu einer schlechteren Schlafqualität führen. Während natürliche Tees oder Heilkräuter bieten Schlafexperten weitere Tipps, um die Schlafqualität zu verbessern:
  • Regelmäßiger Rhythmus: Dabei versucht man jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und aufzustehen, um den Körper an einen stabilen Rhythmus zu gewöhnen.
  • Eine schlaf-freundliche Umgebung schaffen: Der Raum sollte dunkel sein, die Temperaturen angenehm kühl und Lärmquellen sollten auf ein Minimum reduziert werden. So kann eine optimale Schlafumgebung geschaffen werden.
  • Cannabis: Nachdem Cannabis in diesem Jahr in Deutschland legalisiert wird, schafft das Heilkraut ebenfalls den Weg in die Liste. So kann Cannabis bei Schlafstörungen helfen, nachdem CBD-reiche Sorten für Entspannung sorgen und den Schlaf fördern. Wenn man dagegen auf THC-reiche Sorten zurückgreift, sorgt der Wirkstoff für einen tieferen und erholsamen Schlaf.
  • Entspannungsroutine: Mit beruhigenden Aktivitäten wie Lesen, Meditieren oder einem warmen Bad vor dem Schlafengehen kann man dazu beitragen, den Geist zu beruhigen und auf einen erholsamen Schlaf vorzubereiten.
  • Bildschirmzeit begrenzen: Das Licht von Bildschirmen kann die Produktion des Schlafhormons Melatonin beeinträchtigen. Mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen sollte man Bildschirme vermeiden.
  • Bewegung und eine gesunde Ernährung: Mit regelmäßigen körperlichen Aktivitäten und einer ausgewogenen Ernährung kann die Schlafqualität verbessert werden. Hier muss man jedoch aufpassen. Wenn das intensive Training am Abend ausgeführt wird, kann dies munter machen und so den Schlaf hinauszögern.
  • Koffein und Alkohol: Diese beiden Substanzen können den Schlaf stören. Besonders am späten Nachmittag und Abend sollte man Koffein vermeiden.
  • Professionelle Hilfe: Sollten die Probleme über einen längeren Zeitraum bestehen, ist es ratsam, einen Schlafexperten aufzusuchen.

Guter Schlaf ist wichtig

Es wird oft unterschätzt, wie wichtig ein guter Schlaf ist. Eine hohe Schlafqualität ist essenziell für unsere körperliche und geistige Gesundheit und unserer Lebensqualität insgesamt. Schlafexperten spielen dabei eine immer wichtigere Rolle, um Menschen mit Schlafproblemen zu unterstützen und ihnen die notwendigen Werkzeuge und Ratschläge zu vermitteln. Indem man diese Ratschläge und Empfehlungen befolgt, kann man auf dem Weg zu einer erholsamen Nachtruhe sein. Mit dieser ist man dann für die Herausforderungen des modernen Lebens bereit.

Volleyball-EM der Frauen
Sieg gegen Polen: Türkei steht bei Volleyball-EM im Halbfinale

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Brüssel – Mit einem 3-0 Sieg gegen Polen im Viertelfinale der Volleyball-EM am Mittwochabend, schafft die Türkei den Einzug ins Halbfinale. Den Damen aus der Türkei gelang bei einer Volleyball-EM somit zum fünften Mal in Folge der Sprung ins Halbfinale. Die türkische Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen gewann das Viertelfinalspiel in der Palais 12-Sporthalle in Brüssel mit 25-23, 25-22 und 25-22. Im Halbfinale wird die Mannschaft am Freitag gegen Italien antreten. Am vergangenen Donnerstag bezwang die Türkei zudem Deutschland mit 3:0. Die Volleyball-Europameisterschaft der Frauen 2023 findet vom 15. August bis 3. September statt. Gastgeber sind Deutschland, Belgien, Estland und Italien.

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Nach der 18-jährigen Nehir Özzengin hat in der deutschen Stadt Fulda eine weitere türkische Pianistin einen internationalen Klavierwettbewerb gewonnen.

Weitere Türkin gewinnt internationalen Klavierwettbewerb

Arya Su Gülenç
Weitere Türkin gewinnt internationalen Klavierwettbewerb

Fulda – Nach der 18-jährigen Nehir Özzengin hat in der deutschen Stadt Fulda eine weitere türkische Pianistin einen internationalen Klavierwettbewerb gewonnen. Die erst 13-jährige Arya Su Gülenç aus der nordwestlichen Provinz Bursa war eine der vier Gewinnerinnen des internationalen Pianele-Klavierwettbewerbs und wurde in der internationalen Presse als „Wunderkind“ bezeichnet. Die türkische Schülerin hat den Internationalen Pianele-Klavierwettbewerb in Deutschland gewonnen und ist damit die jüngste Pianistin, der dieses Kunststück je gelungen ist. Arya Su Gülenç aus der nordwestlichen Provinz Bursa war eine der vier Gewinnerinnen des Wettbewerbs, der am 6. August in Fulda stattfand, und wurde in der deutschen Presse als „Wunderkind“ bezeichnet. Eines der Stücke, die sie beim Wettbewerb in Deutschland spielte, war eine Komposition des türkischen Komponisten Ahmet Adnan Saygun, sagte Gülenç in einem Gespräch mit der Tageszeitung Hürriyet und fügte hinzu, dass das Publikum das Stück minutenlang beklatschte und andere Pianisten sie sogar nach den Noten fragten. „Eines davon ist ‚Cry‘, das ich 2019 über die Klimakrise komponiert habe, und das andere heißt ‚Sky‘ und wurde für Kinder komponiert, die aus verschiedenen Gründen ihre Heimat verlassen mussten“, sagte sie. Ihre Liebe zur Musik habe begonnen, als sie im Alter von 6 Jahren ein Musikinstrumentengeschäft besuchte. „Ein weißer Flügel in dem Geschäft beeindruckte mich. Da habe ich den Wunsch geäußert, Klavier zu spielen. Die Musik und das Klavierspiel waren für mich zunächst nur ein Hobby. Aber als ich begann, mehr Zeit mit dem Klavier zu verbringen, wuchsen meine Liebe und mein Interesse. Jetzt sind das Klavier, die Musik und die Kunst der Mittelpunkt meines Lebens“, sagte sie. Ein Jahr, nachdem sie mit dem Klavierspielen begonnen hatte, nahm sie an ihrem ersten Wettbewerb in Bulgarien teil und sagte, dass der erste Platz in ihrem ersten Wettbewerb sie sehr motiviert habe.
 
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Die erst 18-jährige türkische Pianistin Nehir Özzengin hat in Serbien den Internationalen Mozart-Klavierwettbewerb gewonnen.

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USA
New York: Ab sofort ist der islamische Gebetsruf erlaubt

New York – Moscheen in New York City können seit gestern  erstmals den Muezzin per Lautsprecher zum Gebet rufen lassen Die Stadt New York hat am Dienstag neue Richtlinien herausgegeben, die es Moscheen erlauben, freitags den muslimischen Gebetsruf ohne Genehmigung und trotz der Schallschutzbestimmungen in den Stadtvierteln zu übertragen. Nach Angaben der Stadt erlaubt die Richtlinie den Gebetsruf auch in den Abendstunden während des Ramadan, des Fastenmonats der muslimischen Gemeinschaft. Nach den neuen Vorschriften benötigen Moscheen keine Sondergenehmigung, um den islamischen Gebetsruf (Adhan) freitags und bei Sonnenuntergang während des heiligen Monats Ramadan öffentlich vorzutragen, sagte Bürgermeister Eric Adams bei der Bekanntgabe der neuen Richtlinien am Dienstag. Der Freitag ist der traditionelle heilige Tag des Islams, und während des Ramadan brechen die Muslime ihr Fasten bei Sonnenuntergang. „Heute bauen wir Bürokratie ab und sagen klar und deutlich: Wenn Sie eine Moschee oder ein Gotteshaus sind, müssen Sie keine Genehmigung für den Ruf zum Freitagsgebet beantragen. Es steht Ihnen frei, Ihren Glauben in New York City auszuleben“, so Adams weiter. Das Büro für Gemeindeangelegenheiten der Polizeibehörde wird mit den Moscheen zusammenarbeiten, um die neuen Richtlinien umzusetzen und sicherzustellen, dass die Geräte, die zur Übertragung des Adhan verwendet werden, auf angemessene Dezibelwerte eingestellt sind, sagte Adams. „Der Klang des Adhan ist nicht nur ein Aufruf zum Gebet, sondern auch ein Aufruf zur Einheit, zum Nachdenken und zur Gemeinschaft“, sagte Afaf Nasher, Geschäftsführer der New Yorker Sektion des Council on American-Islamic Relations, in einer Erklärung. „Wir glauben, dass diese Aktion zu einem besseren Verständnis und einer größeren Wertschätzung der Werte und Traditionen der muslimischen Gemeinschaft beitragen wird.“ Somaia Ferozi, Direktorin der Ideal Islamic School in Queens, sagte, dass die neuen Regeln der Stadt New York eine positive Botschaft an ihre Schüler senden.

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Die dänische Regierung hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die öffentliche Verbrennung religiöser Schriften unter Strafe stellt.

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Köln
Türkische Vereine: Unterschriftenaktion gegen Mahnmal in Köln

ein Gastbeitrag von Nabi Yücel

Das Mahnmal in Köln an der linksrheinischen Seite der Hohenzollernbrücke erregt seit mehr als fünf Jahren die Gemüter. Weil die Stele unrechtmäßig ständig an Ort und Stelle steht, hat die „Initiative Türkischer Vereine und Verbände in Köln und Umgebung“ eine Unterschriftenaktion (Link) ins Leben gerufen. Man will deutlich machen, dass die ständige Präsenz der Stele sich gegen die Verständigungskultur richtet und die gesellschaftliche Solidarität ausschließt.

Nicht zu Unrecht, wie sich bald herausstellt, als die „Initiative Türkischer Vereine und Verbände in Köln und Umgebung“ sich zu dieser Unterschriftenaktion entscheidet und öffentlich bekannt gibt, um Solidarität unter den Türken zu demonstrieren. Deutsche Medien berichten über die Solidaritätsaktion und werfen ihr unter Hinzuziehung von „Experten“ Verfassungsfeindlichkeit, nähe zur türkischen Regierung bis hin zu Islamismus und Rechtsradikalismus vor. Eine gängige Art, den nötigen und dringlichen Diskurs erst nicht aufkommen zu lassen.

Dabei handelt es sich um insgesamt 61 Vereine aus Köln und Umgebung, die einen beträchtlichen, ja sogar überwältigenden Anteil der Türken in Köln und Umgebung vertreten bzw. abbilden, darunter Moscheen, Kulturvereine oder Wirtschaftsverbände. Der Schritt dieser Initiative ist insofern interessant, als dass sie sich diesmal öffentlich zu der Stele äußert und entschieden dagegen vorgehen will.

Man stellt einerseits fest, dass ein letzter Eilantrag der „Initiative Völkermord Erinnern“, das Mahnmal nicht nur temporär, sondern auch langfristig aufgestellt zu lassen, durch das Verwaltungsgericht Köln am 23.06.2023 abgelehnt wurde. Andererseits ist die besagte Initiative bestrebt, durch ständige Agitationen und Unterstellungen massiven Druck auf Stadt und Verwaltung auszuüben, damit die Demontage der Stele unterbleibt.

Gravierender erachten die 61 türkischen Vereine jedoch die kategorische Weigerung der „Initiative Völkermord Erinnern“, den Dialog mit ihnen zu suchen. Diese jahrelange rücksichtlose einseitige Haltung habe den gegenseitigen Respekt unterhöhlt, der Vielfalt der Stadt sehr geschadet. Man wünsche sich einen inklusiven Austausch und entsprechende Umgangsart, um eine Aussöhnung zu geschichtlichen Ereignissen zu erreichen, zumindest einen Konsens zu finden. Eine aufoktroyierte Geschichtsauffassung werde aufgrund dieser totalitären Haltung nicht mehr akzeptiert, so die Vertreter der „Initiative Türkischer Vereine und Verbände in Köln und Umgebung“ und fordern zur Solidarität mit der Initiative auf.

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– Mahnmal in Köln – Wieso das „Mahnmal” in Köln nicht dem Frieden dient

In Köln sorgt ein sogenanntes Mahnmal für erheblichen Konfliktstoff zwischen Teilen der armenischen Lobby und der türkischen Gemeinde der Stadt. Trotz eines Gerichtsbeschlusses zum Entfernen der Skulptur geht der Streit weiter.

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Australien
Australien: Lebendiger Wurm im Gehirn einer Frau gefunden

Canberra – In einem Krankenhaus in Canberra haben Ärzte einen lebendigen, acht Zentimeter langen Rundwurm aus dem Gehirn einer 64-jährigen Frau entfernt. Die Ärzte beschrieben den Wurm als „lebendig und zappelnd“. Eine 64-jährige Frau aus Wales, Australien, begann über Bauchschmerzen, Durchfall, trockenen Husten und nächtliche Schweißausbrüche zu klagen, woraufhin sie im Januar 2021 in ein örtliches Krankenhaus eingeliefert wurde. Es folgte ein Jahr, in dem sie mehrere Krankenhäuser wechselte und sich ihr Zustand verschlechterte. Bakterien-, Pilz- und Mykobakterienkulturen waren negativ. Auch Tests zur Bestimmung des Parasitenbefalls von Stuhlproben waren negativ. Während eines Zeitraums von drei Monaten litt die Patientin unter Vergesslichkeit und einer sich verschlimmernden Depression. Ein MRT des Gehirns zeigte eine 13 × 10 mm große Läsion. Die Ärzte beschlossen, eine offene Biopsie durchzuführen. Was sie an diesem Tag im Operationssaal vorfanden, überraschte alle Anwesenden. Sie zogen einen 8 Zentimeter langen parasitären Spulwurm aus dem Gehirn der Frau. Bei dem Parasiten handele es sich um die Spezies Ophidascaris robertsi, die normalerweise nur in Pythons vorkomme, hieß es in einer neuen Studie im Fachmagazin Emerging Infectious Diseases. Erster Fall eines lebenden Wurmes im Gehirn Wie konnte er also in das Gehirn dieser Frau gelangen? Die Krankengeschichte der Patientin lässt sich auf ihren Wohnsitz in der Nähe eines Seegebiets zurückführen, in dem normalerweise Rautenpythons leben. Laut der Zeitschrift Emerging Infectious Diseases, in der dieser Fall dokumentiert wurde, hatte die Frau keinen direkten Kontakt mit der Schlange. Sie sammelte Gemüse aus der Umgebung des Sees, um es zum Kochen zu verwenden. Man kam zu dem Schluss, dass die Frau die Eier von Ophidascaris robertsi entweder direkt über das Gemüse oder indirekt durch Kontamination ihrer Hände oder Küchengeräte aufgenommen haben muss.

Krim-Annexion
USA verurteilen Russlands Verfolgung der Krimtataren

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Washington – Die US-Regierung hat am Montag die Verfolgung der turksprachigen Krimtataren durch Russland unmissverständlich verurteilt. „Die USA verurteilen aufs Schärfste die fortgesetzte Verfolgung der Krimtataren durch die russischen Besatzungsbehörden, zu der auch eine neue Welle von Massenverhaftungen und Inhaftierungen gehört. Russland muss die Verfolgung der Krimtataren und die Besetzung der Ukraine beenden und alle politischen Gefangenen freilassen“, erklärte Außenminister Antony Blinken auf twitter. Krim-Annexion Im Februar 2014 marschierten russische Streitkräfte auf der Halbinsel Krim ein. Im darauffolgenden Monat teilte Präsident Wladimir Putin die Region förmlich in zwei verschiedene föderale Einheiten der Russischen Föderation auf. Seitdem werden die Krimtataren verfolgt. Dies wurde von zahlreichen Ländern scharf verurteilt. Nach einem Referendum unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin am 18. März 2014 einen Vertrag über die Eingliederung der Krim in die Russische Föderation. Die Volksabstimmung wurde bis heute international jedoch nicht anerkannt. Westliche Staaten haben daraufhin mehrfach Sanktionen gegen Russland erlassen. Das Auswärtige Amt bezeichnete die Ereignisse bis heute als völkerrechtswidrige Annexion. Auch die Türkei bezeichnete Russlands Präsenz in der Krim als „illegale Annexion“. Die Türkei hat die „illegale Annexion der Krim“ nicht anerkannt und werde dies auch in Zukunft nicht tun. Die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine müsse respektiert werden, sagte etwa der damalige stellvertretende türkische Außenminister Yavuz Selim Kiran bei einer Sonderveranstaltung zur Krim auf der 46. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates im Februar 2021. Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat wiederholt die Annexion der Krim durch Russland verurteilt. „Wir haben und werden immer die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine unterstützen, auch über die Krim,“ sagte Erdogan etwa bei einem Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj im Oktober 2020 in der türkischen Hauptstadt Ankara. „Die Türkei sieht die Ukraine als ein Schlüsselland für die Gewährleistung von Stabilität, Sicherheit, Frieden und Wohlstand in unserer Region,“ so Erdogan.

Laut Moskau sei das eindeutige Ergebnis des Referendums jedoch eine Willensbekundung der Krim-Bevölkerung für einen Beitritt zur Russischen Föderation gewesen. Diese gehe mit dem Selbstbestimmungsrecht dieser Gruppe einher und Russland hätte eine Schutzverpflichtung gegenüber den in der Ukraine lebenden Russen. Deswegen handle es sich bei den Ereignissen keineswegs um eine Annexion. Russland sieht die Krim als russisch und versucht die Annexion mit geschichtspolitischen Argumenten zu legitimieren, so die Bundeszentrale für Politische Bildung.

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Im Krieg in der Ukraine setzt die russische Regierung auf die Unterstützung Ramsan Kadyrows, Herrscher der russischen Teilrepublik Tschetschenien. Jedoch kämpfen auch auf der Seite der Ukraine Tschetschenen. NEX24 traf deren Anführer Muslim Cheberloyevsky in Kiew.

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Zinspolitik
Weiterhin hohe Inflationszahlen im Dienstleistungssektor könnten die EZB unter Druck setzen

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Von Tomasz Wieladek

Im Juli erklärte Präsidentin Lagarde, dass die Entscheidung der EZB über eine Zinserhöhung oder eine Zinspause im September von den Daten abhängen würde. Heute Morgen betonten die restriktivsten Mitglieder des EZB-Rats, darunter Bundesbankpräsident Joachim Nagel, dass die Datenlage noch nicht ausreiche, um eine Pause im September zu rechtfertigen.

Am Freitag berichtete Reuters, dass der EZB-Rat in Anbetracht der schwachen PMI-Daten immer mehr dazu neigt, im September eine Pause einzulegen. In dem Reuters-Bericht heißt es, dass eine solche Pause mit der klaren Aussage einhergehen würde, dass die EZB trotz einer Pause im September auch in Zukunft Zinserhöhungen vornehmen könnte. Auch wenn die Stimmung der EZB-Politiker zunehmend für eine Zinspause spricht, könnte diese feine Balance immer noch in Richtung einer Zinserhöhung kippen, wenn die Inflation weiterhin stark und anhaltend ist.

Daher richten sich alle Augen auf die Veröffentlichung der August-Inflation im Euroraum in der nächsten Woche. Wir werden die Daten aus Spanien und Deutschland einen Tag früher erhalten. Derzeit gehen die Konsensprognostiker davon aus, dass der Kerninflationsindex des Euroraums von 5,5 % im Juli auf 5,3 % im August fallen wird. Auf den ersten Blick wäre ein solches Ergebnis ein erster Hinweis darauf, dass die jährliche Kerninflation im Euroraum ihren Höhepunkt erreicht hat. Bei jeder Jahresberechnung können jedoch Basiseffekte häufig das Signal der Daten dominieren. Es ist bereits weithin anerkannt, dass die Inflation bei Industriegütern, die etwa die Hälfte des Kern-VPI-Warenkorbs ausmachen, in den kommenden Monaten deutlich zurückgehen wird.

Der Schlüssel zu den politischen Entscheidungen der EZB wird jedoch die Inflation bei den Dienstleistungen sein. Der EZB-Rat ist sich bewusst, dass starke Basiseffekte im September zu einer niedrigeren Dienstleistungsinflation als im Vorjahr führen werden. Um die Stärke und Dauerhaftigkeit der Dienstleistungsinflation zu beurteilen, wird der EZB-Rat daher die monatliche Wachstumsrate der Dienstleistungspreise im Euroraum betrachten. Eine monatliche Inflationsrate von 0,4 % oder mehr würde darauf hindeuten, dass die Dienstleistungsinflation weiterhin sehr dynamisch und anhaltend ist und dass es noch keine Anzeichen für einen Höhepunkt gibt.

In Anbetracht des Anstiegs des Dienstleistungspreisindizes in den Einkaufsmanagerindizes in diesem Monat wäre dies wahrscheinlich das wichtigste Indiz für die Entscheidung der EZB über eine Zinserhöhung. In letzter Zeit war es für die Ökonomen sehr schwierig, die Inflation im Euroraum im Konsens zu prognostizieren. Professionelle Prognostiker und die EZB haben in den letzten Monaten die Stärke und Hartnäckigkeit der Inflationsdynamik im Dienstleistungssektor weiterhin unterschätzt. Es besteht daher ein erhebliches Risiko, dass die Inflationsdynamik im Dienstleistungssektor weiterhin anhält und sogar eine weitere positive Überraschung liefern könnte.

In Anbetracht der schwachen Einkaufsmanagerindizes, die diese Woche veröffentlicht wurden, wird jede Entscheidung über eine Zinserhöhung im September natürlich sehr ausgewogen sein. Darauf deuten auch die heute Morgen von Reuters veröffentlichten Kommentare hin. Man darf jedoch nicht vergessen, dass das Hauptziel der EZB die Preisstabilität mit einem Inflationsziel von 2 % ist. Wenn die VPI-Inflation bei den Dienstleistungen, die der beste Indikator für die im Euroraum erzeugte Inflation ist, weiterhin eine starke Dynamik aufweist, wäre dies ein starkes Argument für eine Anhebung im September, da die im Inland erzeugte Inflation ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat.

Die Konferenz in Jackson Hole am Freitag konzentrierte sich auf strukturelle Wirtschaftsfragen, einschließlich der Frage, ob die Inflationsrate gestiegen ist. Der Gedanke, dass sich der Leitzins der EZB bereits in einem restriktiven Bereich befindet, könnte in Frage gestellt werden, wenn aus den Daten der nächsten Woche kein Höhepunkt der Dienstleistungsinflation ersichtlich ist. Die Falken im EZB-Rat werden auf die schwächere Korrelation der PMIs mit dem BIP seit der Pandemie verweisen. Dies gilt insbesondere für die Länder, in denen der PMI für den Dienstleistungssektor am stärksten angepasst wurde, wie z. B. in Deutschland.

Das Argument wird auch sein, dass der Arbeitsmarkt nach wie vor sehr stark ist und die Wirtschaft somit Zweitrundeneffekten ausgesetzt ist. Schließlich deuten die deutschen PMI-Daten darauf hin, dass die Dienstleistungspreise schneller steigen. Ein starkes Ergebnis bei der Dienstleistungsinflation in der nächsten Woche könnte daher den EZB-Rat zu einer letzten Zinserhöhung bewegen.


Tomasz Wieladek, Chefvolkswirt für Europa bei T. Rowe Price

         

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Türkische Währung steigt um mehr als fünf Prozent gegenüber dem Dollar, während die Türkei mit der größten Zinserhöhung seit Jahren überrascht.

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Meinungsfreiheit
In Dänemark sollen Koranverbrennungen verboten werden

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Kopenhagen – Die dänische Regierung hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die öffentliche Verbrennung religiöser Schriften unter Strafe stellt. Die Maßnahme werde ergriffen, um die Verbrennung der Bibel oder des Korans zu kriminalisieren, hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums. Das Verbrennen eines Korans wäre nach dem neuen Gesetz eine Straftat, die mit Geldstrafen oder bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet wird. Die Mitte-Rechts-Regierung möchte das bestehende Verbot der Verbrennung ausländischer Flaggen in Dänemark erweitern, indem sie auch „die unsachgemäße Behandlung von Gegenständen verbietet, die für eine Religionsgemeinschaft von großer religiöser Bedeutung sind“, so Justizminister Peter Hummelgaard. „Infolge der jüngsten Koranverbrennungen wird Dänemark in weiten Teilen der Welt zunehmend als ein Land angesehen, das beleidigende und verunglimpfende Handlungen gegen andere Länder und Religionen erleichtert“, heißt es in der Erklärung weiter. Der Gesetzentwurf bezieht sich nicht auf mündliche oder schriftliche Äußerungen, einschließlich Zeichnungen, sondern auf Handlungen, die an einem öffentlichen Ort oder mit dem Ziel einer weiteren Verbreitung vorgenommen werden. „Diese beleidigenden und verunglimpfenden Handlungen haben negative Auswirkungen auf die Sicherheit der Dänen, sowohl im Ausland als auch zu Hause in Dänemark“, sagte Justizminister Peter Hummelgaard. Er wies darauf hin, dass dies konkret bedeutet, dass die öffentliche Verbrennung beispielsweise der Bibel oder des Korans unter Strafe gestellt wird. Hummelgaard sagte auf einer Pressekonferenz, die jüngsten Proteste seien „sinnlose Verhöhnungen, die keinen anderen Zweck haben, als Zwietracht und Hass zu schüren“. Die dänische Regierung hat sich wiederholt von den Schändungen distanziert, aber darauf bestanden, dass die Meinungsfreiheit einer der wichtigsten Werte der dänischen Gesellschaft ist. Sie sagte, dass diese durch das vorgeschlagene Gesetz nicht beeinträchtigt werden würde. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist „ein Eckpfeiler der dänischen Demokratie, und die Freiheit, sich zu äußern, ist ein zentraler Wert in der dänischen Gesellschaft“, so Hummelgaard. Der Vorschlag sei „ein gezielter Eingriff, der nichts an der Tatsache ändert, dass die Meinungsfreiheit in Dänemark einen sehr breiten Rahmen haben muss“, sagte er. Außenminister Lars Løkke Rasmussen sagte, es habe mehr als 170 Proteste, darunter viele Koranverbrennungen, vor den Botschaften muslimischer Länder gegeben, und die vorgeschlagene Änderung sei „ein wichtiges politisches Signal, das Dänemark in die Welt senden will“. Letzten Monat sagte er, die Regierung werde versuchen, die Verbrennung des Korans oder anderer religiöser Schriften rechtlich zu verhindern, fügte aber hinzu, dass es „Raum für religiöse Kritik“ geben müsse und dass es keine Pläne gebe, eine Blasphemieklausel wieder einzuführen, die 2017 aufgehoben wurde. Der Gesetzentwurf wird den Gesetzgebern am 1. September vorgelegt und soll „gegebenenfalls vor dem Ende des parlamentarischen Jahres“, also vor Weihnachten, behandelt werden, so das Justizministerium. Der schwedische Ministerpräsident hat am Freitag Respekt für den Schritt Dänemarks geäußert, die öffentliche Schändung religiöser Schriften unter Strafe zu stellen. „Ich habe großen Respekt vor dem, was Dänemark tut“, sagte Ulf Kristersson auf einer Pressekonferenz, wie lokale Medien berichteten. Er fügte hinzu, dass Schweden und Dänemark eine unterschiedliche Gesetzgebung hätten und dass die Länder, die einer Terrordrohung ausgesetzt seien, Maßnahmen ergreifen müssten. Er sagte, dass sein Land die Verfassung ändern müsste, sollte es sich entscheiden, dem dänischen Schritt zu folgen.

Russland-Sanktionen
Studie: Russische Wirtschaftsnetzwerke machen Deutschland erpressbar

Berlin – Eine neue Studie des Center for the Study of Democracy (CSD) im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung zeigt auf, welche Verflechtungen zwischen der deutschen und russischen Wirtschaft trotz des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine noch immer bestehen. Die russische Wirtschaft hat nach Erkenntnissen der Autoren strategisch informelle Netzwerke aufgebaut, um Einfluss auf die deutsche Wirtschaft zu nehmen und Sanktionen zu umgehen. Dies betrifft insbesondere den Energiesektor sowie energieintensive Branchen wie die chemische Industrie, die Lebensmittel- und Baustoffindustrie. Die Untersuchung hebt hervor, dass der Kreml über die letzten Jahrzehnte tiefgreifende informelle wirtschaftliche Netzwerke in Deutschland geknüpft hat. Nach der Annexion der Krim im Jahr 2014 haben diese dazu beigetragen, dass Russland die wirtschaftlichen Beziehungen weiter ausbauen oder zumindest aufrechterhalten konnte. Besonders im Fokus standen dabei umstrittene Projekte wie Nord Stream 1 und Nord Stream 2. Prof. Karl-Heinz Paqué, Ökonom und Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, äußert seine Besorgnis angesichts der neuen Erkenntnisse: „Die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Deutschland und Russland sind selbst im zweiten Jahr des russischen Angriffskriegs noch zu intransparent. Der Kreml nutzt wirtschaftliche Hebel, um politischen Einfluss auf andere Länder auszuüben. Deutschland hat diese Realität zu lange ignoriert und sich in bestimmten Wirtschaftsbereichen erpressbar gemacht.“ Aus den Erkenntnissen der Studie müssen Konsequenzen folgen, fordert Paqué: „Es ist dringend erforderlich, die Risiken der russischen Einflussnahme zu minimieren und die Umsetzung von europäischen Sanktionen sicherzustellen. Dazu müssen Deutschland und Europa strategische Kapazitäten aufbauen, um einseitige Abhängigkeiten frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.“

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Nach einer Volkszählung von 1917 lag die kasachische Gesamtbevölkerungszahl bei über sechs Millionen, die nach einem Zensus aus dem Jahre 1939 auf 2,3 Millionen schrumpfte.

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