Flüchtlingspolitik
Wegner meldet Bedarf für weitere Geflüchteten-Standorte an

Berlin – Berlins Bezirke müssen vermutlich schon bald weitere Flächen für neue Geflüchteten-Unterkünfte bereitstellen. Kurz nach der umstrittenen Senatsentscheidung über 16 neue Container-Standorte meldet der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) im Interview mit dem rbb24-Podcast „Spreepolitik“ bereits weiteren Bedarf an. „Diese 16 Standorte waren erst der Anfang“, so Wegner. Er erwartet, dass in diesem Jahr weitere 15.000 bis 20.000 Geflüchtete nach Berlin kommen. Bis Jahresende würden allerdings nicht ausreichend modulare Unterkünfte gebaut. „Das heißt, ich brauche wahrscheinlich Großunterkünfte, ich brauche wahrscheinlich weitere Containerlösungen und dafür brauche ich auch weitere Grundstücke.“ Deshalb werde der Senat das Thema weiterverfolgen. Der Regierende Bürgermeister rechnet damit, dass der Migrationsdruck groß bleibt, „solange die Bundesregierung kein wirksames Mittel findet, um diese Zahlen signifikant zu verringern“. Die Kritik aus einigen Bezirken, sie seien nicht ausreichend in die Entscheidung über die 16 neuen Container-Standorte eingebunden worden, wies der Regierende Bürgermeister zurück. „Es kann kein Bezirk sagen, dass er nicht wusste, dass Standorte auf ihn zukommen“, betonte Wegner. Falls ein Standort als nicht geeignet angesehen werde, müssten Alternativen benannt werden, forderte der CDU-Politiker.

Schnellzugverbindung
Türkei: Schnellzug von Istanbul nach Antalya angekündigt

Ankara – Antalyas 100-jähriger Traum von einem Hochgeschwindigkeitszugprojekt soll endlich Wirklichkeit werden. Wie Abdulkadir Uraloğlu, Minister für Verkehr und Infrastruktur, mitteilte, soll mit dem Bau einer Strecke, die Eskişehir mit Antalya verbindet, bald begonnen werden. Der Streckenabschnitt zwischen der Millionenmetropole Istanbul und Eskişehir war bereits im Jahr 2022 fertiggestellt worden. Die Fahrtzeit zwischen Istanbul und Antalya soll somit von etwa 10 Stunden auf „unter fünf Stunden“ verkürzt werden, so der Minister. Zwischen Eskişehir und der Hauptstadt Ankara besteht bereits seit dem Jahr 2009 eine Schnellzugverbindung. Im Dezember kündigte Uraloğlu zudem den Bau einer Schnellzugverbindung zwischen der zentralanatolischen Stadt Konya und Antalya an.

Israel-Konflikt
Israelische Siedler greifen palästinensische Dörfer im besetzten Westjordanland an

Ostjerusalem – Im besetzten Westjordanland griffen bewaffnete Siedler am Wochenende das palästinensische Dorf al-Mughayyir und mindestens 10 weitere Dörfer an, was als der größte Siedlerangriff auf Palästinenser im Westjordanland seit dem 7. Oktober bezeichnet wird. Die israelische Menschenrechtsorganisation Yesh Din behauptete, dass im Laufe des Tages rund ein Dutzend Dörfer angegriffen worden seien. Nach Angaben der palästinensischen Behörden brannten die Siedler Dutzende von Häusern und Gebäuden nieder. Ein Palästinenser wurde getötet und Dutzende wurden verletzt. Palästinensische Sanitäter sagten, es sei unklar, ob er von Siedlern oder israelischen Sicherheitskräften erschossen wurde, die inmitten von Zusammenstößen zwischen Siedlern und Anwohnern am Tatort eintrafen. Nach Angaben palästinensischer Gesundheitsbehörden wurden 25 weitere Personen verletzt. Israelische Truppen hielten den Krankenwagen, der den Leichnam des getöteten 26-Jährigen transportierte, nach Angaben von Zeugen mehrere Stunden lang auf, berichtet Times of Israel. Israelischer Fotograf Shaul Golan angegriffen Der israelische Fotograf Shaul Golan sagte, er sei von einer Gruppe von Siedlern angegriffen worden, nachdem er in dem Dorf angekommen war, um die Ereignisse zu dokumentieren. „Ich ging durch das Dorf und machte Fotos, als ich eine Gruppe maskierter Juden sah, die aus einem nahe gelegenen Olivenhain kamen und herumliefen, als ob ihnen die Stadt gehörte. Ich habe gefilmt, wie sie Häuser in Brand steckten“, sagte er in einem Interview mit der Nachrichtenseite Haaretz. Golan sagte, er habe sich unter einem Tisch in einem der niedergebrannten Häuser versteckt, als sich die Angreifer näherten.
„Eines der Kinder entdeckte mich und rief die anderen herbei. Sie schlugen mich erbarmungslos, brachen mir den Finger und nahmen meine Tasche, um die gesamte Fotoausrüstung darin zu verbrennen.“
„Dann durchsuchten sie meine Taschen nach einer Speicherkarte, um sicherzugehen, dass ich keine Aufnahmen von dem, was sie taten, hatte“, sagte er. „Ich fsagte ihnen: ‚Ich bin kein Araber, ich bin ein Jude.‘ Sie rannten daraufhin auf mich zu, packten mich und schrien: ‚Du bist ein Jude, schämst du dich nicht?'“ „Einige trugen IDF-Uniformen und hatten Gewehre in der Hand. Es waren 20 oder 30 von ihnen, die mich schlugen, als ich um Hilfe schrie, in der Hoffnung, dass die Soldaten mich hören würden. Aber sie waren die Soldaten… Ich lag auf dem Boden, als jeder von ihnen mir in den Kopf und in den Bauch trat“, sagte Golan. „Sie ließen mich entkleidet zurück und warfen meine Motorradschlüssel ins Feuer, damit ich nicht mehr nach Hause kam. Sie hatten Hass in ihren Augen“, sagte er.

Verteidigungspolitik
USA und Türkei führen gemeinsame Luftwaffenübung durch

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Ankara – Das türkische Verteidigungsministerium (MSB) erklärte, die gemeinsame F-16-Übung mit den USA stehe in keinem Zusammenhang mit den jüngsten Spannungen zwischen Iran und Israel. Die zweitägige Übung im türkischen Luftraum werde eine gemeinsame Angriffslotsenübung und ein Luftbetankungstraining umfassen, teilte das türkische Verteidigungsinisterium mit. Türkische F-16-Kampfjets werden gemeinsam mit US-Kampfflugzeugen an der Übung teilnehmen. Die gemeinsame Übung habe nichts mit den jüngsten Entwicklungen in der Region zu tun, berichtet Daily Sabah unter Berufung auf das Ministerium. Türkische und US-amerikanische Streitkräfte halten regelmäßig Militärübungen ab, doch die jüngste Übung fand zu einer Zeit verstärkter militärischer Aktivitäten der USA in der Region statt, da der Iran Vergeltungsschläge gegen Israel verübt hat. Zuvor hatte Israel eine iranische diplomatische Vertretung in Syrien angegriffen.

Tourismus
Über 20.000 türkische Touristen besuchen griechische Inseln

Çeşme –  Die griechischen Inseln ernten die Früchte der siebentägigen „Visa-Express“-Regelung für türkische Staatsbürger: In den ersten 10 Tagen des Aprils verdreifachte sich die Zahl der Ankünfte im Vergleich zum letzten Jahr. Der Anstieg der Besucherzahlen seit dem ersten Aprilwochenende spiegelt sich auch im Einkaufsverkehr auf den Inseln wider und kurbelt die lokale Wirtschaft an. Bezeichnenderweise sprach der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis in einem Interview mit dem Fernsehsender ANT1 am Donnerstag von der „Aufregung auf den Inseln, dass türkische Besucher ohne Visum einreisen können“. Es ist sicher, dass der offensichtliche Erfolg der Visa-Express-Regelung auch während des Besuchs des Premierministers in Ankara im nächsten Monat zur Sprache kommen wird. Recep Yavuz, ein Reiseveranstalter, der Reisen zu den Inseln vermittelt, schätzt, dass nach den Informationen, die er von Vertretern des Unternehmens erhalten hat, das die Fähren vom Hafen von Marmaris aus betreibt, mehr als 20.000 türkische Gäste während des Urlaubs auf die Inseln reisen, darunter über 5.000 nach Rhodos, 4.000 nach Kos, 3.000 nach Samos, 3.000 nach Chios, 5.000 nach Lesbos und 1.000 nach Meis von Fethiye und Marmaris aus, berichtet Hürriyet. „Die Hotels, Restaurants und Fähren auf den Inseln sind seit dem ersten Ferientag voll mit Türken. Rhodos, das mit einer einstündigen Fährfahrt von Marmaris aus zu erreichen ist, hat sich zu einer der beliebtesten Inseln entwickelt“, so Yavuz. Nach dem Erfolg der vereinfachten Visumbeantragung für türkische Touristen auf 10 griechischen Inseln wollen nun auch andere griechische Inseln das gleiche Privileg für sich in Anspruch nehmen und üben Druck auf die Verwaltung aus, um dies zu erreichen, berichtet Ekonomist. Kostas Moutzouris, der für die Inseln zuständige Regionalgouverneur, äußerte sich zufrieden mit der neuen regelung und betonte: „Die Inseln sind überfüllt mit Touristen. Jeder Besucher aus der Türkei trägt etwa doppelt so viel zur lokalen Wirtschaft bei wie Besucher, die mit Charterflügen anreisen.“ Mit dem Visum können Türken nun zehn griechische Inseln bis zu einer Woche lang besuchen, ohne den vollen Zugang zur passfreien EU-Reisezone, auch bekannt als Schengen-Raum, beantragen zu müssen. Die Inseln, die an dem Programm teilnehmen, liegen alle in der Nähe der türkischen Küste und umfassen auch Lesbos, Limnos, Chios, Samos, Leros, Kalymnos, Kos, Symi und Kastellorizo, wobei die kleineren Inseln im Juni hinzukommen sollen. Wiederannäherung zwischen Griechenland und der Türkei Die NATO-Mitglieder Griechenland und Türkei haben im vergangenen Jahr mehrere Initiativen eingeleitet, um jahrzehntealte Streitigkeiten – vor allem über Seegrenzen, Bodenschätze in der Ägäis und die Besitzverhältnisse auf Zypern – aus dem Weg zu räumen. Die erneute Konzentration auf den Handel ist auch für den Tourismus positiv. Im Dezember besuchte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den griechischen Premier, um in Athen eine Reihe von bilateralen Kooperationsabkommen zu unterzeichnen. Mitsotakis wird im nächsten Monat die Türkei besuchen.

Zum Thema

– Erdogan in Athen – Griechenland unterstützt EU-Beitritt der Türkei

Erdogan sagte, man wolle „die Ägäis in ein Meer des Friedens und der Zusammenarbeit verwandeln und mit gemeinsamen Schritten ein Vorbild für die Welt sein.“

Griechenland unterstützt EU-Beitritt der Türkei
 

Glücksspiel
So finden Sie immer die besten Online-Casinos in Österreich

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Jahr für Jahr kommen neue Online-Casinos auf den Markt. Dabei sind mit Sicherheit nicht alle Casinos unbedingt empfehlenswert. Daher ist es extrem wichtig geworden, darauf zu achten, wo man spielt. Eine große Auswahl zu haben, hat also nicht nur Vorteile. Doch zum Glück gibt es im Internet genug Möglichkeiten, sich gut zu informieren, um keinen Fehler zu machen. Hier wird es genau um diese Thematik gehen. Fragen wie, wo man am besten spielt und worauf es dann noch ankommt, werden im Folgenden beantwortet.

Online Casinos in Österreich – darauf sollten Sie immer Acht geben

Online Casinos werden immer beliebter und das hat auch seine Gründe. Es ist einfach entspannt von zu Hause aus Nervenkitzel und Spielspaß zu erleben. Dabei werden die Anbieter immer besser und entwickeln sich weiter. Doch es ist wichtig auch einige Dinge zu beachten, um sicher Online spielen zu können. So sollte man immer unter anderem darauf achten, dass man sich etablierte Anbieter aussucht, bei denen man sich sicher sein kann auch Spielspaß für sein Geld zu erhalten. Wie das am besten gelingt, hängt von einigen Faktoren ab. Paysafecard Casino gibt es fast jede Woche, sodass es kein Wunder ist, wenn es einem schwerfällt sich für eine Option zu entscheiden. Nicht immer sind es gute Casinos und manchmal fällt es auch schwer, gut von schlecht zu unterscheiden, weswegen man bei der Wahl des Online-Casinos am besten bei Drittanbieterseiten erkundigt, welche Casinos denn die besten Konditionen besitzen.

Das sind die Kriterien, auf die es beim Onlinespielen wirklich ankommt!

Es versteht sich in der Regel von selbst, dass man bei Casinos, und das gilt besonders für Onlinecasinos, gewisse Aspekte genauer unter die Lupe nehmen sollte. Dabei ist es wichtig, dass man verschiedene Funktionsweisen und Konditionen näher beleuchtet. Angefangen mit dem Lizenzierungsstatus des Casinos und Sicherheitsmaßnahmen des Anbieters. Natürlich ist bei solchen Geschäften immer Geld im Spiel und da es um das eigene Geld geht, sollte man in erster Linie darauf aufpassen, dass es sich auch um einen seriösen Anbieter handelt. Dabei können Vergleichsplattformen und Erfahrungsberichte helfen. Wenn das aber sichergestellt ist, sollte man sich auch die verfügbare Bonusstruktur und die dazugehörigen Bedingungen anschauen. Es ist nicht immer einfach diese exakt ausfindig zu machen, aber eine Sache ist sicher, eine Seite ohne Bonussystem ist sehr wahrscheinlich nicht die beste Wahl, weswegen sich auch hier ein Vergleich anbietet. Was auch wichtig ist, ist das Angebot an verfügbaren Spielen, was sich auch von Casino zu Casino unterscheiden kann. Mehr ist in dem Fall auch in der Regel besser. Zusammenfassend lässt sich aber sagen, dass man sich in wenigen Schritten ganz einfach vergewissern kann, dass es sich nicht nur um ein vertrauenswürdiges, sondern auch um ein gutes Casino handelt. Wer sich diese Mühe aber ersparen möchte, kann auch einfach auf Internet Casino Vergleichsseiten nachschauen, welche Casinos denn am besten abschneiden.  

Drogenhandel
Türkei: Drogenpolizei beschlagnahmt über 600 kg Kokain

Ankara – Die türkische Polizei hat die drittgrößte Menge Kokain in der Geschichte des Landes beschlagnahmt, wie Innenminister Ali Yerlikaya am Donnerstag mitteilte. Rund 608 Kilogramm Kokain, das meiste davon in flüssiger Form, wurden bei einer Operation in drei Provinzen beschlagnahmt, wie Yerlikaya auf der Social-Media-Plattform X bekannt gab. Außerdem wurden fast 830 Kilogramm Vorläuferchemikalien beschlagnahmt, die zur Herstellung der Droge verwendet werden. Yerlikaya sagte, die Polizeiaktion habe sich gegen eine internationale Bande gerichtet, die mutmaßlich von einem libanesisch-venezolanischen Staatsangehörigen angeführt wurde, der zusammen mit neun Türken zu den vier verhafteten ausländischen Mitgliedern der „organisierten Verbrechergruppe“ gehörte. „Die bei der Operation beschlagnahmte Kokainmenge war die drittgrößte Menge, die in der Türkei auf einmal beschlagnahmt wurde“, fügte der Minister hinzu. Laut Yerlikaya nutzte die Gruppe Weinberge in Tekirdag und Antalya, um Chemikalien zu lagern und das Kokain zu verarbeiten, das als Dünger getarnt war. „Wir werden Giftschmuggler, organisierte Verbrechergruppen und Banden, ob national oder international, nicht dulden“, schrieb der Minister. Seit seinem Amtsantritt im Juni letzten Jahres hat Yerlikaya ein hartes Vorgehen gegen das organisierte Verbrechen in der Türkei veranlasst, um Behauptungen entgegenzuwirken, das Land sei zu einem Zufluchtsort für ausländische Gangster geworden.

Vietnam
Todesstrafe gegen Unternehmenschefin Truong My Lan

Ho Chi Minh – In einem der größten Finanzskandale Vietnams hat ein Gericht die Todesstrafe gegen Unternehmenschefin Truong My Lan verhängt. Ein vietnamesisches Gericht hat My Lan im bisher größten Finanzbetrugsfall des Landes zum Tode verurteilt. Das Urteil, das am 11. April 2024 verkündet wurde, ist ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen die Korruption in Vietnam. Drahtzieher eines Multi-Milliarden-Dollar-Betrugs Die 67-jährige Unternehmerin wurde der Veruntreuung, der Bestechung und der Verletzung von Bankvorschriften für schuldig befunden. Die Staatsanwaltschaft warf ihr vor, ein komplexes System inszeniert zu haben. Lan kontrollierte zwischen 2012 und 2022 illegal die Saigon Joint Stock Commercial Bank (SCB), um die Gelder über Tausende von Scheinfirmen und durch Zahlung von Bestechungsgeldern an Regierungsbeamte abzuschöpfen. Der Wert ihrer mutmaßlichen Vermögensaneignung, laut BBC 44 Mrd. Dollar, entsprach etwa drei Prozent des vietnamesischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2022. Beobachter glauben, dass die Todesstrafe ein Versuch des Gerichts ist, sie zu ermutigen, einen Teil der fehlenden Milliarden zurückzugeben. Die Staatsanwaltschaft gab an, sie habe mehr als 1.000 ihr gehörende Immobilien beschlagnahmt. Lan hatte die gegen sie erhobenen Vorwürfe bestritten und stattdessen Untergebene beschuldigt. In ihren letzten Äußerungen vor Gericht sagte sie, sie habe an Selbstmord gedacht. „In meiner Verzweiflung dachte ich an den Tod“, sagte sie laut staatlichen Medien. „Ich bin so wütend, dass ich dumm genug war, mich auf dieses sehr harte Geschäftsumfeld – den Bankensektor – einzulassen, von dem ich wenig Ahnung habe. Eine harte Strafe, ein verheerendes Verbrechen Die Todesstrafe ist in Vietnam ein umstrittenes Thema, wird aber immer noch für bestimmte Verbrechen verhängt, darunter auch für schwere Finanzdelikte. Die Entscheidung des Gerichts spiegelt die Schwere des Falles wider. Das schiere Ausmaß des Betrugs und der Schaden, der der Bank und ihren Kunden zugefügt wurde, dürften das harte Urteil beeinflusst haben. Auswirkungen auf Vietnams Wirtschaft Dieser Fall hat in der vietnamesischen Geschäftswelt große Wellen geschlagen. Er gibt Anlass zur Sorge über die Unternehmensführung und das Korruptionspotenzial im Finanzsektor. Die Regierung wird wahrscheinlich unter Druck gesetzt werden, die Vorschriften zu verschärfen und die Transparenz zu verbessern, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Ungewissheit bleibt Obwohl Lan zum Tode verurteilt wurde, ist das Gerichtsverfahren noch nicht abgeschlossen. Sie hat das Recht, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Außerdem ist unklar, ob das Todesurteil letztendlich vollstreckt wird. Vietnam hat in den letzten Jahren weniger Verurteilte hingerichtet, und es könnte internationalen Druck geben, das Urteil umzuwandeln.

Gewalt gegen Frauen
Alarmierender Anstieg häuslicher Gewalt in Griechenland

Athen – Ein Anstieg der Berichte über häusliche Gewalt gibt Anlass zur Sorge in Griechenland. Wie die griechische Tageszeitung Kathimerini berichtet, sind seit Montag bei den Behörden zahlreiche Meldungen über Vorfälle häuslicher Gewalt eingegangen. Insgesamt wurden 142 Anzeigen erstattet, die zu 54 Verhaftungen führten. Der Anstieg der Meldungen folgt auf den jüngsten Frauenmord in Agioi Anargyroi, bei der die 28-jährige Griechin Kyriaki Griva auf tragische Weise ums Leben kam, mutmaßlich ermordet von ihrem ehemaligen Partner direkt vor der Polizeiwache, berichtet Kathemerini weiter. Schatten über Griechenland: Alarmierender Anstieg der häuslichen Gewalt Griechenland, das für seine idyllischen Inseln und seine reiche Geschichte bekannt ist, sieht sich seit geraumer Zeit mit einem wachsenden sozialen Problem konfrontiert: einer Zunahme der häuslichen Gewalt. Dies könnte auch auf eine verstärkte Sensibilisierung oder einen echten Anstieg der Gewalt zurückzuführen sein, aber unabhängig davon sind die Zahlen alarmierend. Laut eines im vergangenen Jahr veröffentlichten Berichts der Expertengruppe des Europarats für Maßnahmen gegen Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt (GREVIO), haben die Behörden in Athen einige Schritte zur Verhinderung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt unternommen, aber es besteht noch weiterer Handlungsbedarf, so der Bericht. Griechenland richtete 74 spezialisierte Polizeieinheiten ein, um die Reaktion der Strafverfolgungsbehörden auf Gewalt gegen Frauen zu verbessern, während die Polizei Leitlinien für das Eingreifen in Fällen häuslicher Gewalt verabschiedete und Daten über geschlechtsspezifische Gewalt sammelte. GREVIO begrüßte die Änderung des griechischen Rechtsrahmens, der eine Definition von Vergewaltigung vorsieht, die auf dem Konzept der freiwilligen Zustimmung beruht. Obwohl Griechenland die seit 2022 obligatorische Schulung von Richtern und Staatsanwälten zum Thema geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt verstärkt hat, herrschen dem Bericht zufolge immer noch Vorurteile und Stereotypen vor. GREVIO äußert „ernste Bedenken“ über fehlende Schutzmaßnahmen, die sicherstellen, dass Vorfälle von häuslicher Gewalt berücksichtigt werden, wenn Gerichte über das Sorgerecht und das Besuchsrecht entscheiden, nachdem 2021 ein Gesetz über Reformen der Eltern-Kind-Beziehungen verabschiedet wurde“, so GREVIO.

Sudankrieg
Sudan-Krieg: Sexualisierte Gewalt an Kindern

Khartum – Im Sudan herrscht nach einem Jahr Krieg eine der schwersten humanitären Krisen weltweit. Über zehn Millionen Kinder im Sudan leben in einem aktiven Kriegsgebiet. Dies ergibt eine neue Analyse, die anlässlich des Jahrestages des Sudan-Kriegs (15. April) von Save the Children beauftragt wurde. Demnach ist jedes zweite Kind – und damit 60 Prozent mehr Kinder als noch vor einem Jahr – nicht mehr als fünf Kilometer von den Frontlinien des Konflikts entfernt und erlebt Luftangriffe, Beschuss und Gewalt. „Der Krieg hat an Ausmaß und Brutalität zugenommen. Die Kinder im Sudan erfahren unvorstellbares Leid. Sie wurden Zeugen von Tötungen, Massakern und Zerstörung, während sie mit der Angst leben, dass sie selbst getötet, verletzt, zum Kampf rekrutiert oder sexualisierter Gewalt ausgesetzt werden könnten“, sagt Dr. Arif Noor, Länderdirektor von Save the Children im Sudan. „Kein Kind sollte erfahren müssen, was Kinder derzeit im Sudan durchleben.“ Obwohl der UN-Sicherheitsrat vor kurzem zu einem Waffenstillstand aufrief, nehmen die Kämpfe kein Ende. Millionen von Kindern geraten dabei ins Kreuzfeuer. Rund 3,8 Millionen Kinder sind bereits mangelernährt und weitere Tausende sind durch Krankheiten bedroht, da das Gesundheitssystem praktisch zusammengebrochen ist. Kein einziges Kind konnte im vergangenen Jahr zur Schule gehen. Die meisten Angriffe ereigneten sich laut den Zahlen des Armed Conflict Event and Location Data Project (ACLED) in den dichter besiedelten Gebieten des Landes, darunter in Städten mit mehr als 100.000 Einwohner*innen. Seit der Eskalation der Kämpfe wurden mehr als 15.200 Menschen getötet und Tausende weitere verletzt. Die Intensität des Konflikts hat zur Vertreibung von vier Millionen Kindern geführt – die höchste Zahl weltweit. Gleichzeitig fehlt es bei weitem an ausreichenden Mitteln, um den Menschen zu helfen. Bisher ist der UN-Finanzierungsaufruf über 2,5 Milliarden Euro für den Sudan nur zu 5,8 Prozent gedeckt. Am 15. April findet hierzu eine internationale Geberkonferenz statt. „Die Staats- und Regierungschefs, die nächste Woche in Paris zusammentreffen, müssen alles in ihrer Macht Stehende tun, um Lösungen zur Beendigung der Kämpfe zu finden. Dabei ist eine Zusammenarbeit mit den Konfliktparteien wichtig, um sicherzustellen, dass sie ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommen“, fordert Dr. Arif Noor.
„Zudem müssen sie die Mittel für humanitäre Hilfe aufstocken. Der Konflikt im Sudan ist auch ein Krieg gegen Kinder. Dies ist die Gelegenheit, ihnen eine Überlebenschance zu geben.“
Der Sudan wird seit Jahren von Konflikten heimgesucht, aber die menschlichen Kosten sind besonders für die Kinder verheerend. Millionen von ihnen sind vertrieben und sehen sich Gewalt, Hunger und einer gestohlenen Zukunft gegenüber. Vertrieben und verwundbar: Der derzeitige Konflikt hat den traurigen Titel, die meisten Kinder weltweit vertrieben zu haben. Millionen Kinder sind Binnenvertriebene oder Flüchtlinge, die aus ihren Häusern und Gemeinschaften gerissen wurden. Diese Vertreibung setzt sie harten Bedingungen aus und macht sie anfällig für Krankheiten, Unterernährung und Gewalt. Konflikt im Sudan Vor einem Jahr begann im Sudan ein Krieg, der schnell zu einem der grausamsten weltweit eskalierte. Nachdem die schwelenden Spannungen zwischen der arabischstämmigen paramilitärischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF) und den sudanesischen Streitkräften in offene Kämpfe ausarteten, stürzte das Land am 15. April ins Chaos. Der RSF werfen Menschenrechtsorganisationen schwerste Kriegsverbrechen vor, darunter Vergewaltigung und sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder. Human Rights Watch (HRW) erklärte im August vergangenen Jahres, die RSF-Gruppe habe es offenbar auf nicht-arabische Frauen und Mädchen in der westlichen Darfur-Region sowie auf Aktivisten abgesehen, die Menschenrechtsverletzungen während des Konflikts dokumentieren. „Die Rapid Support Forces und verbündete Milizen scheinen für eine erstaunliche Anzahl von Vergewaltigungen und anderen Kriegsverbrechen während ihres Angriffs auf El Geneina verantwortlich zu sein“, sagte der Direktor für Krisen und Konflikte von HRW, Belkis Wille, in einer Erklärung. Auch das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen hat im Februar dieses Jahres einen Bericht zu den Verbrechen veröffentlicht. Frauen, darunter auch Kinder, seien während des anhaltenden Konflikts im Sudan Opfer von Vergewaltigungen und anderen Formen sexueller Gewalt geworden. Eine Frau wurde nach Angaben der UNO „in einem Gebäude festgehalten und 35 Tage lang wiederholt von Gruppen vergewaltigt“. Der Bericht stützt sich auf Interviews mit mehr als 300 Opfern und Zeugen, die zum Teil in Äthiopien und im Tschad, den Nachbarländern, in die viele Sudanesen geflohen sind, geführt wurden, sowie auf die Analyse von Fotos, Videos und Satellitenbildern, die in den Konfliktgebieten aufgenommen wurden. „Seit fast einem Jahr wird aus dem Sudan über Tod, Leid und Verzweiflung berichtet, denn der sinnlose Konflikt und die Menschenrechtsverletzungen dauern an, ohne dass ein Ende in Sicht ist“, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte Volker Türk. „Dieser Bericht macht die Tragödie, die dem sudanesischen Volk seit April 2023 unnötigerweise zugefügt wird, noch schmerzhafter, unterstreicht aber auch einmal mehr die dringende Notwendigkeit, die Kämpfe zu beenden und den Kreislauf der Straflosigkeit zu durchbrechen, der diesen Konflikt überhaupt erst ausgelöst hat. Die Waffen müssen zum Schweigen gebracht und die Zivilbevölkerung muss geschützt werden. Eine glaubwürdige Wiederaufnahme umfassender Gespräche zur Wiederherstellung einer von Zivilisten geführten Regierung ist dringend erforderlich, um einen Weg nach vorne zu eröffnen“, sagte er.