Latschin-Korridor
„Aserbaidschan verteidigt sich gegen Landraub Armeniens“

ein Gastbeitrag von Nabi Yücel

Nach internationalen Regeln hat sich Aserbaidschan in Bergkarabach aufgrund der Blockadehaltung in Zusammenhang mit dem Latschin-Korridor nichts zu Schulden kommen lassen, verteidigt sie sich doch gegen den Landraub Armeniens seit 1994 – wie die Ukraine gegen Russland in der Krim, Donbass oder Luhansk. Dennoch veröffentlich der ehemalige Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) Luis Moreno Ocampo einen „Bericht“ mit der bombastischen Schlagzeile: „Völkermord an den Armeniern im Jahr 2023“.

Das „Völkermord-Gutachten“

Das sogenannte „Gutachten“ erstellte Ocampo innerhalb von wenigen Tagen, ohne Bergkarabach je besucht zu haben, an dem ja der „Völkermord“ angeblich stattfindet und von hiesigen Medien befeuert wird. Und noch etwas ist interessant. Ocampo trat als Staatsanwalt vom IStGH zurück, nach dem Korruptionsvorwürfe laut wurden. Sein Name taucht seitdem nur noch in Zusammenhang mit Skandalen auf, und in Zusammenhang mit dem Wunsch von Arajik Harutjunjan, dem sogenannten Präsidenten der international nicht anerkannten Republik Arzach, die ja auf aserbaidschanischen Staatsterritorium in Bergkarabach von armenischen Separatisten mit Gewalt im Jahre 1994 ausgerufen wurde.

De-facto Republik Arzach

Bei der sogenannten armenischen Republik Arzach handelt es sich also um eine selbsternannte separatistische Enklave in Bergkarabach auf dem Territorium Aserbaidschans, die von keinem Staat anerkannt wird – nur von ähnlichen selbsternannten russischen Stellvertreterrepubliken auf dem Territorium der Ukraine, Moldawiens und Georgiens. Es ist fast so, als hätten die armenischen Besatzer in Bergkarabach tief im Inneren gewusst, dass Aserbaidschan eines Tages unweigerlich ihr eigenes Staatsterritorium zurückerobern wird, weshalb man sich nicht einmal mehr die Mühe machte, bei über 30 Jahren Okkupation etwas aufzubauen. Es überrascht nicht, dass Russland ebenfalls in dieser Enklave die Kontrolle ausüben will.

Es überrascht auch nicht, dass das sogenannte „Gutachten“ von Luis Moreno Ocampo von angesehenen internationalen Rechtsanwälten und Menschenrechtsaktivisten zwiespältig aufgenommen wird. Einer von ihnen ist der britische Völkerrechtler Rodney Dixon, dessen Fachwissen über zwischenstaatliche Konflikte, der internationalen Strafverfolgung und zivilrechtlichen Ansprüche sehr gefragt ist. Dixon bewerte daher auch die Meinung Ocampos. Dixons rechtliche Beurteilung der Stellungnahme von Ocampo umfasst dabei fünf wichtige Aspekte, die die mangelnde Glaubwürdigkeit und den unbegründeten Charakter der darin enthaltenen Behauptungen belegen.

Der Experte legt verschiedene Argumente vor, warum das „Gutachten“ einer ernsthaften Prüfung nicht standhält. Das wichtigste Argument, dass es sich in diesem Fall um Völkermord handle, kommen aus völkerrechtlicher Hinsicht gar nicht erst in Frage, so Dixon im Resümee.

Dixon bezieht sich auf die Erklärung des Internationalen Gerichtshofs im Fall Kroatien gegen Serbien, in der es heißt, dass „Völkermord zwei konstituierende Elemente enthält: das physische Element, nämlich die begangene Tat oder den Actus reus, und das mentale Element, das Mens rea.“

Der Experte weist weiter darauf hin, dass das Gutachten von Ocampo die Verfahren des Internationalen Gerichtshofs zum Konflikt in Bergkarabach völlig falsch darstellt und „… es keine Beweise gibt, die ein entscheidendes Element des Völkermords untermauern würden […] – die konkrete Absicht, die Gruppe ganz oder teilweise physisch zu vernichten.“

Latschin-Korridor und die Aghdam-Khankendi-Route

Ein weiterer wichtiger Punkt, den Dixon hervorhebt, ist, dass Ocampos Einschätzung „offensichtlich selektiv in Bezug auf die Fakten erfolgte, auf die sie sich bezieht“. Ocampo spricht von einem fiktiven „Völkermord“ aufgrund der Blockade der Hauptroute für humanitäre Hilfslieferungen nach Bergkarabach – dem Latschin-Korridor. Der ehemalige Staatsanwalt des IStGH Ocampo erwähnt jedoch bewusst nicht die Existenz einer weiteren humanitären Versorgungsstraße, über die die Enklave seither grundlegend versorgt wird: der Aghdam-Khankendi-Route, die ebenfalls durch aserbaidschanisches Staatsgebiet verläuft.

Arajik Harutjunjans Bitte!

Ocampos Voreingenommenheit und die Inkompetenz seiner Einschätzung lassen sich leicht durch die Umstände erklären, die mit der Entstehung dieses „Gutachten“ einhergingen. Am 29. Juli bat „der Präsident“ Arajik Harutjunjan Ocampo, sich zur Lage in Bergkarabach zu äußern – das ist eine Tatsache. In nur neun Tagen erstellte der ehemalige Staatsanwalt nach dem Auftrag das „Gutachten“ und stellte es öffentlich vor. Bemerkenswert ist, dass der ehemalige Chefankläger des IStGH, der in neun Jahren kaum einen Fall abgeschlossen hatte, die Lage in Bergkarabach in nur neun Tagen bewerten konnte.

Dixon kritisiert dabei nicht nur die „unvollständige und ungenaue“ Stellungnahme von Ocampo, sondern fordert, dass dieses Scharfrichterurteil „nicht dazu führen darf, einen ungerechtfertigten Keil zwischen der friedenssuchenden Regierungen Armeniens und Aserbaidschans zu treiben“. Dennoch beachtete Armenien die Meinung des Experten für internationales Recht nicht und forderte am 11. August den UN-Sicherheitsrat auf, eine Dringlichkeitssitzung zu diesem Thema einzuberufen. Die unbegründete und jeder Glaubwürdigkeit entbehrende Meinung von Ocampo war ihr einziger Vorwand dazu.

Bezug zu Russland

Weder Arajik Harutjunjan noch der armenische Präsident Nikol Paschinjan oder die armenische Diaspora, werden von der Eskalation im Südkaukasus jedoch profitieren. Stattdessen ist Russland der einzige Nutznießer dieses „Gutachtens“, der in Auftrag gegebenen wurde und zu dieser absurden „Notfallsitzung“ des UN-Sicherheitsrates führte. Russland deshalb, weil etliche Medien davor schon gewarnt hatten:

„Russlands Regime manipuliert die armenische Minderheit im aserbaidschanischen Karabach, um ethnische Konflikte im Südkaukasus zu schüren und die armenische Regierung durch einen Moskauer Stellvertreter zu ersetzen. Das Szenario erinnert an andere Streitigkeiten, die der Kreml in Georgien, Moldawien oder der Ukraine inszeniert hat, um seinen imperialen Einflussbereich aufrechtzuerhalten.“ Washington Times

„Russlands „Friedenstruppen“ in der Region Bergkarabach in Aserbaidschan verfolgen Moskaus Plan, das Gebiet in eine weitere Krim zu verwandeln“ The Hill

„Putin setzt armenische Separatistenmarionetten in Bergkarabach ein, ebenso wie er es mit Osseten und Abchasen in Georgien und Anhängern des „Russischen Friedens“ auf der Krim und im Donbass getan hat.“ Censor

„Dies ermöglicht es Moskau, eine militärische Präsenz im Südkaukasus aufrechtzuerhalten, beispielsweise in der abtrünnigen Region Südossetien oder in den von Russland kontrollierten östlichen Regionen Moldawiens“ The Newsweek

Während Russland mithilfe Armeniens unter Nutzung des Ocampo-„Gutachtens“ ein weiteres Schreckgespenst bei den Vereinten Nationen etablieren will, um seine eigenen Interessen im Südkaukasus zu verfolgen, rührt hierzulande die armenische Diaspora zusammen mit deutschen Medienvertretern die Werbetrommel für die sogenannte Republik Arzach und trommelt Menschenrechtsaktivisten zusammen um die hiesige Politik zu beeinflussen. Das war auch Sinn und Zweck des fehlerhaften „Gutachtens“, dessen Urheber Arzach und Russland ist. Mit demselben Vorwand überrannte Russland die ukrainischen Regionen Donbass und Luhansk, um international nicht anerkannte Satellitenstaaten auszurufen.

Türkische Querschläger

Besonders interessant wird das ganze, wenn sogar türkische Menschenrechtsaktivisten aus der Reserve gelockt werden, um der sogenannten Republik Arzach beizustehen. Genau genommen 97 Schriftsteller, Journalisten und Politiker gaben eine Erklärung ab, in der sie die internationale Gemeinschaft dazu aufriefen, Maßnahmen zu ergreifen, die zur Beendigung der Blockade der sogenannten Republik Arzach beitragen. Dabei wurde auch ein Bezug zur Luftbrücke für die Berlin-Blockade von 1948/1949 gezogen, womit die ganze Geschichte noch pikanter wird.

Völkermord?

Bei Ausgrabungen in einem ehemaligen Gefängnis in der einst von armenischen Separatisten belagerten Stadt Schuscha in der Region Bergkarabach wurden menschliche Überreste gefunden. Aserbaidschanische Forensiker fanden also nach dem Krieg um Bergkarabach 2020 ein weiteres Massengrab. Bei den Opfern soll es sich um aserbaidschanische Bürger handeln, die seit dem Krieg von 1992 bis 1994 als verschollen gelten.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Azertac wurden bei den Ausgrabungen, die Überreste von 17 Menschen freigelegt. Sie sollen nach ersten Erkenntnissen Folter und Tötungsspuren aufweisen.

Im März 1992 drangen armenische Freischärler in große Teile Bergkarabachs ein und rückten auch auf aserbaidschanisches Gebiet außerhalb der umstrittenen Region vor, so wurde die Stadt Aghdam unter Beschuss genommen, wurde das Massaker von Chodschali verübt, die von Aserbaischan als Völkermord bezeichnet wird.

Ende Juli verhaftete der aserbaischanische Grenzschutz einen armenischen Staatsbürger, der aus der Enklave nach Armenien überführt werden sollte. Ihm wird vorgeworfen, für das Massaker von Chodchali mitverantwortlich zu sein.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

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Vom 25. bis 26. Februar 1992 besetzten die armenischen Streitkräfte die Stadt Chodschali mit Hilfe von gepanzerten Fahrzeugen und Soldaten der russischen 366. motorisierten Schützenbrigade.

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Ratgeber
Kreatin: So dosieren Sie es richtig

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Um die Effektivität des Trainingseinheit zu steigern, setzen Sportler in der Regel auf die Einnahme von Kreatin-Tabletten oder Kreatin-Pulver. Denn die Säure unterstützt den ATP-Transport und kann sich unmittelbar auf die Muskelleistung der Fast-twitch-Fasern, die Schnellkraft des menschlichen Körpers, auswirken. 1 bis 2 Gramm Kreatin stellt der Körper mit Hilfe der Aminosäuren Arginin, Glycin und Methionin in der Leber, den Nieren und der Bauchspeicheldrüse her. Die restlichen 3 bis 4 Gramm Kreatin nehmen Sie über die Nahrung auf, indem Sie ausreichend Fleisch und Fisch konsumieren oder Kreatin als Nahrungsergänzungsmittel konsumieren. Doch was ist Kreatin und wie wirkt die Verbindung? Wann lohnt sich die Einnahme von Kreatin-Tabletten oder -Pulvern und welche Nebenwirkungen können auftreten?

Was ist Kreatin?

Bei Kreatin, auch Creatin, handelt es sich um eine Kohlenstoff-Stickstoff-Verbindung. Die organische Säure ist in diversen Lebensmitteln enthalten und kann zudem als Nahrungsergänzungsmittel in Pulver- oder Kapselform erworben werden. Pro Tag speichert der Körper bis zu 5 Gramm Kreatin. Überschüssige Verbindungen scheidet der Organismus ungenutzt aus. Der Abbau erfolgt über die Nieren. Die Problematik: Um 5 Gramm Kreatin pro Tag zu konsumieren, müssten Sie circa 1 Kilogramm Fleisch wie Rindfleisch verzehren. Vegetarier und Veganer können ihren Kreatin-Speicher kaum über pflanzliche Lebensmittel decken. Doch wie viel Kreatin enthalten natürliche Nahrungsmittel konkret? Bei dem Verzehr von einem Kilogramm Hering nehmen Sie circa 6,5 bis 10 Gramm Kreatin auf. Schweine- und Rindfleisch verzeichnen einen durchschnittlichen Kreatin-Gehalt von 4,5 bis 5 Gramm pro Kilogramm. Lachs und Tunfisch können bis zu 4,5 Gramm Kreatin pro Kilogramm enthalten. Bei Milchprodukten fällt der Kreatin-Gehalt noch geringer aus. In diesem Fall nehmen Sie circa 0,5 Gramm Kreatin pro Kilogramm auf. Aus diesem Grund greifen insbesondere Hobby-Sportler regelmässig zu Kreatin in Pulver- oder Kapselform. In der Regel handelt es sich in diesem Zusammenhang um ein Kreatin-Monohydrat. Darüber hinaus bietet der Markt eine breite Auswahl an Produkten aus gepufftem Kreatin, Kreatin-Hydrochlorid, Kreatin-Citrat, Kreatin-Malat, Kreatin-Magnesium-Chelat, Kreatin-Pyruvat und Kreatin-Nitrat. Das Kreatin-Monohydrat wurde bisher in diversen Studien untersucht. Um die Verstoffwechslung des Nahrungsergänzungsmittels zu unterstützen, kann das Präparat in Kombination mit Äpfeln oder Trauben eingenommen werden. Einige Sportler schwören ausserdem darauf, Kreatin auf leeren Magen zu konsumieren.

Was bewirkt Kreatin im Körper?

Kreatin in Pulver- oder Kapselform wandelt der Körper in Kreatinphosphat um. Das Kreatinphosphat unterstützt den Transport von Adenosintriphosphat, kurz ATP, in die Muskelzellen der Typ-2-Fasern. Je mehr Kreatin zur Verfügung steht, desto mehr Leistung kann der Körper zeigen. Das bedeutet: Nehmen Sie ausreichend Kreatin pro Tag auf, können Ihre Muskeln schnell kontrahieren. In der Folge ist eine Leistungssteigerung bei intensiver, kurzzeitiger sportlicher Betätigung zu verzeichnen. Hier gilt jedoch nicht: Mehr ist mehr. Denn der Körper kann maximal 5 Gramm Kreatin aufnehmen. Der Rest wird ausgeschieden. Laut aktueller Studienlage gilt eine Einnahme von 3 Gramm Kreatin pro Tag bei gesunden Erwachsenen als ungefährlich. Ausserdem reagiert jeder Körper unterschiedlich auf die Kreatin-Zufuhr. Zudem fällt das Leistungsempfinden subjektiv aus.

Wann lohnt es sich, Kreatin zu nehmen?

Die Einnahme von Kreatin kann sich für erwachsene Sportler lohnen. Kraftsportler beispielsweise profitieren von einer schnellen Energiezufuhr. Die Muskeln erreicht in diesem Moment ausreichend ATP, indem Kreatinphosphat den Kreatinspeicher in den Muskelzellen auffüllt und kurzfristig neues ATP bereitstellt. Auf diese Weise gelingt es Ihnen, einen weiteren Satz zu absolvieren oder mehr Gewicht zu heben. Ihre Muskeln erhalten neue Reize und können in der Folge wachsen. Obendrein bindet Kreatin Wasser. Das gebundene Wasser in den Muskelzellen führt zu einer Volumenzunahme, sodass die Muskeln grösser wirken. Dieser Umstand zeigt sich deutlich auf der Waage. Der Bizeps und Co. gewinnen somit nicht an Muskelmasse, erscheinen jedoch praller.

Was sind die Nebenwirkungen von Kreatin?

Führen Sie zu viel Kreatin zu, können Nebenwirkungen auftreten. Bei einer täglichen Aufnahme von 20 Gramm Kreatin können demnach Beschwerden wie Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall auftreten. Auch Mundgeruch, Blähungen oder Muskelkrämpfe sind nicht auszuschliessen. Bisher ist noch nicht erforscht, ob sich eine zu hohe Dosierung negativ auf die Organe auswirken kann. Da Kreatin über die Niere abgebaut wird, ist zu vermuten, dass diese durch fehlerhafte Dosierungen geschädigt werden könnte. Leiden Sie an Diabetes mellitus oder einer anderen Nierenerkrankung sollten Sie die empfohlene Höchstmenge von 3 Gramm Kreatin deswegen keinesfalls überschreiten. Eine ärztliche Untersuchung steht bevor? Teilen Sie dem behandelnden Mediziner frühzeitig mit, dass Sie Kreatin als Nahrungsergänzungsmittel zuführen. Denn erhöhte Kreatin-Werte im Blut können ohne Kenntnis über die Kreatin-Einnahme dazu führen, dass der Arzt eine fehlerhafte Nierenfunktion diagnostiziert.

Das Fazit – effektives Training durch 3 Gramm Kreatin pro Tag

5 Gramm Kreatin kann der menschliche Körper maximal aufnehmen. Wer sich dazu entscheidet, die Kohlenstoff-Stickstoff-Verbindung über Kapseln oder in Pulverform einzunehmen, sollte maximal 3 Gramm pro Tag konsumieren. Der Grund: Auch über die Nahrung nehmen wir täglich Kreatin auf. Ein Überschuss wird über die Nieren abgebaut und ausgeschieden. Durch die Einnahme von Kreatin können erwachsene Sportler eine höhere Leistung erzielen. Gleichzeitig können die Muskeln aufgrund von Wassereinlagerungen grösser erscheinen.

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Mit 15 Jahren begann der am 30 Juli 1947 im österreichischen Thal geborene US-Star mit dem Bodybuilding und erreichte schon vier Jahre später den 2. Platz bei einer Weltmeisterschaft der NBAA.

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Flüchtlingspolitik
Deutschland schiebt mehr abgelehnte Asylbewerber ab

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Osnabrück – Die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland ist im ersten Halbjahr um mehr als ein Viertel gestiegen. Es wurden 7861 Personen abgeschoben, knapp 27 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) vorliegt. Davon waren 1664 Frauen und 1375 Minderjährige. Menschen, deren Asylantrag abgelehnt wird oder deren Visum oder Aufenthaltstitel abgelaufen ist, müssen Deutschland verlassen. Tun sie das nicht und es liegen keine Hinderungsgründe wie etwa eine Krankheit oder andere Duldungsgründe vor, muss die Ausländerbehörde sie abschieben. Allerdings scheitern in der Praxis in Deutschland zwei von drei Abschiebungen. So mussten im ersten Halbjahr laut Ministerium allein 520 Abschiebungs-Versuche auf dem Luftweg in letzter Minute abgebrochen werden, weil die Betroffenen Widerstand leisteten, die Piloten oder Fluggesellschaften sich weigerten oder die Bundespolizei die Übernahme verweigerte. Die meisten Ausländer wurden auch im ersten Halbjahr 2023 in ihre Herkunftsländer zurückgebracht: Georgien, Nordmazedonien, Albanien, Moldau und Serbien. Abschiebungen sind ein kontrovers diskutiertes Thema. Die Koalition aus SPD, Grünen und FDP hatte schon in ihrem Koalitionsvertrag eine Rückführungsoffensive angekündigt, um Ausreisen konsequenter durchzusetzen. Bundesinnenministerin Nancy Faeser will die Regeln für Abschiebungen verschärfen. Am 30. Juni 2023 lebten laut Ministerium 279.098 ausreisepflichtige Personen in Deutschland, davon besaßen 224.768 eine Duldung. Die Zahl der Ausreisepflichtigen ist damit erstmals seit vielen Jahren gesunken. In den vergangenen Jahren hatte es – vor allem wegen der Corona-Pandemie – deutlich weniger Abschiebungen als in den Jahren zuvor gegeben. 2022 wurden aus Deutschland 12.945 Menschen abgeschoben Zusätzlich wurden in den ersten sechs Monaten 2023 auch 2186 Personen, die unerlaubt eingereist waren, direkt an der Grenze zurückgeschickt. Ähnlich stark wie die Abschiebungen stieg auch die Zahl der Menschen, die freiwillig aus Deutschland ausreisten. Mit Bundes-Fördergeldern verließen 4892 Menschen wieder das Land, mit Geldern von Ländern und Kommunen 2309 Personen. Die fluchtpolitische Sprecherin der Linken Clara Bünger, die die Anfrage gestellt hatte, kritisierte die gestiegenen Zahlen. Bünger sagte: „Allzu oft werden dadurch Menschen unter Androhung oder Anwendung von Gewalt an Orte zurückgezwungen, an denen ihnen Krieg, extreme Armut und Perspektivlosigkeit drohen. Das ist unverantwortlich.“ Statt einer Abschiebungsoffensive forderte sie von der Bundesregierung „eine Offensive für Humanität und Menschlichkeit“.

Sage Wolverine
Türkei und Griechenland nehmen gemeinsam an NATO-Übung teil

London – Schiffe der multinationalen NATO Maritime Group 2 (SNMG2) haben während der Übung Sage Wolverine im Mittelmeer an einer Reihe von maritimen Übungen an der Seite des größten Flugzeugträgers der Welt, der USS Gerald R. Ford, teilgenommen. Vom 2. August bis zum 11. August haben alliierte Streitkräfte aus der Türkei, Griechenland, Italien, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten ihre Fähigkeiten im Bereich der maritimen Kriegsführung und der nahtlosen Interoperabilität verbessert.
Die größten Stärken der NATO sind ihre Kriegsführungskompetenz und ihre Interoperabilität, die sich jedoch nicht automatisch einstellen. Sie erfordern ständige, engagierte harte Arbeit und Übungen dieser Art, um eine Vielzahl gemeinsamer Taktiken, Techniken und Verfahren endlos zu üben und zu verfeinern und so die Einsatzbereitschaft zu erhalten.
Drei Schiffe der SNMG2 nahmen daran teil: die türkische Fregatte TCG Gokceada (F-494), die Fregatte HS Elli (F450) der griechischen Marine und der Zerstörer HMS Duncan (D37) der britischen Royal Navy. Zu den Schiffen gesellten sich ein italienisches U-Boot, ein US-amerikanischer Kreuzer und ein Zerstörer, F-16-Kampfjets der griechischen Luftwaffe, US-Seepatrouillenflugzeuge und eine Reihe von Marinehubschraubern. Im Mittelpunkt der Übung stand der größte und neueste Flugzeugträger der Welt, die USS Gerald R. Ford, mit ihrer Luftflotte aus F/A-18-Jets und luftgestützten Frühwarnflugzeugen. Der Flugzeugträger demonstrierte seine beeindruckenden Fähigkeiten, indem er auf dem Höhepunkt der Übung bis zu 20 Flugzeuge gleichzeitig startete. Alle Schiffe und Flugzeuge wurden in einer Reihe komplexer, vielschichtiger taktischer Szenarien strengen Tests unterzogen, um zu beweisen, dass die beiden unterschiedlichen NATO-Einsatzgruppen nahtlos zusammenarbeiten können. Zu diesen Szenarien gehörten Luftverteidigung, offensive Angriffe auf hoher See, U-Boot-Bekämpfung, elektronische Kriegsführung, Kommunikation, Nachschub auf See und medizinische Versorgung. Der Befehlshaber der SNMG2, Commodore Paul Stroude von der Royal Navy, erklärte: „Die größten Stärken der NATO sind ihre Kompetenz im Bereich der Kriegsführung und ihre Interoperabilität, die sich jedoch nicht von selbst einstellen. Sie erfordern ständige, engagierte harte Arbeit, und Übungen dieser Art dienen dazu, eine Vielzahl gemeinsamer Taktiken, Techniken und Verfahren endlos zu üben und zu verfeinern und so die Einsatzbereitschaft zu erhalten.“ „Dank der Übung Sage Wolverine“, fügte er hinzu, „und der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Gerald R. Ford Carrier Strike Group sind wir weiterhin sehr gut aufgestellt, um unsere Kernaufgabe der Beruhigung, Abschreckung und, falls erforderlich, der Verteidigung der NATO zu erfüllen.“ Die SNMG2 ist eine von vier ständigen Seestreitkräften, die unter dem NATO Allied Maritime Command mit Sitz in Northwood (Vereinigtes Königreich) operieren. Die SNMG2 ist ein multinationaler integrierter Einsatzverband, der die Solidarität und den Zusammenhalt des Bündnisses auf See ständig und sichtbar demonstriert. Diese ständige maritime Kapazität führt ein breites Spektrum von Aufgaben aus, darunter Übungen und reale Operationen in Krisen- und Konfliktzeiten.

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Ein überwätigendes Interesse für das in der Türkei entwickelte und hergestellte Kriegsschiff TCG Anadolu gab es auch in der westtürkischen Millionenmetropole Izmir.

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Krise im Schwarzen Meer
Türkei warnt Russland nach Angriff auf Schwarzmeer-Schiff

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Ankara – Die Türkei hat Moskau gewarnt, weitere Eskalationen zu vermeiden, nachdem ein türkisches Frachtschiff am vergangenen Wochenende von der russischen Marine angegriffen und überfallen wurde, wie die Kommunikationsdirektion des Präsidenten am Donnerstag mitteilte. „Nach der (russischen) Intervention wurden unsere Gesprächspartner in der Russischen Föderation entsprechend gewarnt, solche Versuche zu vermeiden, die die Spannungen im Schwarzen Meer verschärfen“, erklärte die türkische Präsidentschaft und brach damit das tagelange Schweigen über den Vorfall. Russland feuerte Warnschüsse auf die unter der Flagge Palaus fahrende Şükrü Okan ab, bevor seine bewaffneten Marinesoldaten das Schiff am vergangenen Sonntag etwa 60 Kilometer vor der Nordwestküste der Türkei, in internationalen Gewässern, aber in der Nähe von Istanbul, per Hubschrauber angriffen. Moskau gab an, dass das Schiff einer Aufforderung zum Anhalten nicht nachgekommen sei, und bezeichnete seine Aktion als Inspektion, bevor das Schiff in Richtung des ukrainischen Hafens Izmail weiterfuhr – der wichtigsten Exportroute für ukrainische Agrarerzeugnisse. Die Türkei nutzte ihre guten Beziehungen sowohl zu Moskau als auch zu Kiew und vermittelte eine von der UNO unterstützte Vereinbarung zur Aufhebung der von der russischen Marine verhängten Blockade der ukrainischen Getreideausfuhr. Die Vereinbarung brach jedoch Mitte Juli zusammen, als der Kreml sich weigerte, sie zu verlängern. Russland hat außerdem gedroht, Schiffe, die ukrainische Häfen ansteuern, als möglicherweise waffenbeladen zu betrachten. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan wurde im eigenen Land dafür kritisiert, dass er nicht auf die russische Provokation reagierte, doch sein Büro erklärte, dass es technisch gesehen Sache Palaus sei, auf den Vorfall zu reagieren. „Auch wenn der Eigner der Sukru Okan türkisch ist, ist das Schiff nicht unter türkischer Flagge unterwegs. Im internationalen Recht ist der ‚Flaggenstaat‘ wichtiger als der Name des Schiffes oder die Nationalität der Besatzung“, verteidigte das Präsidialbüro Erdoğan.

Gastkommentar
Türkei: Oppositionsführer Kılıçdaroğlu hat fertig

ein Gastkommentar von Nabi Yücel Nach der Wahlschlappe in der Türkei hat es Oppositionsführer Kemal Kılıçdaroğlu (CHP) nicht leicht. Er hat nach dem Wahldebakel keinen Abgeordnetenmandat und den Chefsessel darf er eigentlich laut dem ehemaligen Generalsekretär der Partei, Önder Sav, auch nur drei Jahre besetzt halten. Zudem sitzen noch mehrere Wahldebakel im Sitzfleisch des Oppositionsführers. Keine guten Randbedingungen zur kommenden Kommunalwahl. Vor zwei Wochen eilte der Vorsitzende der größten türkischen Oppositionspartei CHP nach Akbelen in der Mittelmeerprovinz Muğla, um Demonstranten beizustehen, die die Nutzung eines Waldgebiets für den Tagebau verhindern wollten. Ohne ein Mandat im Nationalparlament, inmitten eines innerparteilichen Machtkampfs, der seit dem Wahldebakel vom Mai anhält, stand die demonstrative Solidaritätsanwesenheit von Kemal Kılıçdaroğlu in Akbelen nicht gerade unter einem guten Stern.

Waldgebiet Akbelen

Der Stern sank noch weiter, denn, nach einer kurzen Stippvisite am Rande der Hauptzufahrt zum Waldgebiet und einer aufgedrängten Rede an die Demonstranten, stieg Kılıçdaroğlu unverrichteter Dinge wieder in sein Fahrzeug. Unverrichteter Dinge? Zumindest im Auge des Betrachters, in diesem Fall den Demonstranten. Die Rede von Kılıçdaroğlu hatten die Demonstranten noch begeistert aufgenommen, jedoch erwartet, dass der Umweltaktivist – wie er sich in der Rede ständig selbst widerspiegelte – Seite an Seite mit ihnen die Straße versperrt oder gar das Waldgebiet betritt und genauso kämpferisch wie in der Rede, sich mit der Gendarmerie ein Katz-und-Maus-Spiel liefert. Aber das war eben nicht der Fall, weshalb die Stimmung schnell kippte und die Demonstranten auf das Fahrzeug von Kılıçdaroğlu hämmerten, als dieser sich bereits auf der Rückbank gemütlich machte.
Arabaya değil, barikata [deutsch: Nicht zum Auto, zur Barrikade]
Lange Rede, kurzer Sinn: Kılıçdaroğlu ist seit der Wahlschlappe merklich ruhiger, ängstlicher, keift nicht mehr so unverhohlen über die Regierung oder Behörden und schon gar nicht gegen Recep Tayyip Erdoğan oder die AKP. Ohne ein Abgeordnetenmandat und ohne Immunität, ist Kılıçdaroğlu nüchtern betrachtet sogar ein zahnloser Kater.

„Değişim“, zu deutsch „Veränderung“

Dann kommt noch der innerparteiische Konflikt hinzu, der seit der Wahlschlappe anhält und die TV-Talkshows tagtäglich beschäftigt. Kaum ein Tag vergeht, in der Kılıçdaroğlu nicht mit dem Unwort „Değişim“, zu deutsch „Veränderung“, konfrontiert wird. Noch befremdlicher wirkt das ganze, wenn gleich zwei Ziehsöhne von Kılıçdaroğlu, der Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu sowie Fraktionsvorsitzender Özgür Özel an seinem Chefsessel rütteln und dabei noch vorgeben, nach dem Wahldebakel die Partei verändern zu wollen.

Brutus und Caeser

Nicht ohne Grund werden sie daher vereinzelt als Verschwörer, als türkischer Brutus bezeichnet; Brutus stellte wie all die römischen Verschwörer, das moralische Ideal der „Freiheit“ über das der Dankbarkeit gegenüber Caeser, und ermordeten ihren politischen Mentor, Lebensretter, Ziehvater. Der Wahre Grund war indes die Befürchtung, dass sich Caeser als Alleinherrscher geriert und die Macht auf sich zentriert. Die türkischen Brutuse müssen aber noch viel Lehrgeld zahlen, um die Herrschaft von Kılıçdaroğlu allein mit Softpower zu brechen. Mit wagen Formulierung, wie etwa, man wolle Veränderung herbeiführen, werden İmamoğlu oder Özel nicht weit kommen. Und wenn sich zwei potentielle Kandidaten nicht selbst als Kandidaten vorstellen, sondern ständig mit dem Begriff „Veränderung“ jonglieren, dann werden die Wähler in der kommenden Kommunalwahl das auch entsprechend quittieren. Diese Einsicht teilen viele ehemals verdiente Politiker der CHP, aber nicht ohne Hintergedanken.

İmamoğlu muss um sein Amtssitz fürchten

İmamoğlu begreift nun, worum es eigentlich geht: um die Wurst. Deshalb hat İmamoğlu das Thema Chefsessel vorerst und abrupt pausiert und will sich offensichtlich wieder der OB-Wahl widmen. Bereits jetzt stimmen wieder hauseigene Umfrageinstitute in großartigen Lettern für İmamoğlu ein. Erfolg ist aber messbar und kann nicht mit beschönigten Umfrageergebnissen oder mit parteiinternen Wahlkampfteam-Trolls und parteinahen Zeitungsenten wettgemacht werden. İmamoğlu hatte vier Jahre Zeit, sich in Istanbul zu beweisen. Ob er in dieser Zeit die Herzen der Millionenmetropole gewinnen konnte oder unten durch ist, wird sich bei der Kommunalwahl zeigen. Und Kılıçdaroğlu? Ihm wird noch die Ehre zuteil, die hochbetagte Partei ängstlich, unsicher und völlig desillusioniert durch den Sturm hindurch anzulanden. Fragt sich nur, in welchem Zustand und ob er danach noch das Ruder in Händen hält.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

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Dr.-Safiye-Ali-Straße
Dortmund: Straße nach deutschtürkischer Ärztin Safiye Ali benannt

Dortmund – Eine Straße in der Dortmunder Nordstadt trägt nun den Namen einer türkischen Ärztin. Ein Zeichen für das multikulturelle Zusammenleben. Bereits im vergangenen November hatte die Bezirksvertretung  für die Umbenennung in Dr.-Safiye-Ali-Straße gestimmt. Safiye Ali wurde am 2. Februar 1894 in Istanbul als jüngste von vier Schwestern geboren und war die erste türkische Ärztin. Sie entstammte einer Familie der Istanbuler Oberschicht: Ihr Vater Ali Kirat Pascha war Berater der osmanischen Sultane Abdülaziz und Abdülhamit II. Da Ali als Frau im Osmanischen Reich nicht studieren durfte, nahm sie ein Medizinstudium in Würzburg auf, das sie nach fünf Jahren mit einer Dissertation abschloss. Nach dem Studium spezialisierte sie sich auf Kinder- und Frauenheilkunde. Zuletzt praktizierte sie auch in Dortmund, wo sie 1952 starb. Sie gilt in der Türkei als Wegbereiterin für Frauen in der Medizin. 70 Jahre nach ihrem Tod würdigte die Stadt Dortmund nun ihre Verdienste als Medizinerin und Frauenrechtlerin. Im Beisein des türkischen Honorarkonsuls Taylan Özgür Aydin wurde am Mittwoch die „Dr. Safiye Ali-Straße“ offiziell eingeweiht. Bezirksbürgermeisterin Hannah Rosenbaum (Grüne) sah in der Umbenennung ein „wichtiges Zeichen.“ Auch das Stadtarchiv hatte die kolonialistische und militaristische Vergangenheit von Graf von Spee als „politisch belastet“ kritisiert. Während des Zweiten Weltkriegs wurde von Spee von den Nazis verehrt, kritisierte Rosenbaum gegenüber der Ruhr Nachrichten. In Dortmund gebe es „kein Platz für Kolonialisten und Nazi-Heldenfiguren in der Nordstadt“, hieß es in einer Pressemitteilung.

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Taxidienste
Die Evolution der Taxi- und Fortbewegungsbranche

Seit ihrer Entstehung hat sich die Taxi- und Fortbewegungsbranche ständig weiterentwickelt. Von Pferdekutschen bis zu heutigen modernen Taxis haben Fortbewegungsmittel immer wieder Innovationen erlebt, die sowohl für die Betreiber als auch für die Kunden von Vorteil sind. Diese Entwicklung ist nicht nur auf technologische Fortschritte zurückzuführen, sondern auch auf die sich ändernden Anforderungen der Gesellschaft.

Lokalisierte Dienste:

Ein Blick auf ein Taxi in Karlsruhe: Die Bedeutung von lokalisierten Taxidiensten kann nicht genug betont werden. Ein Taxi in einer Stadt wie Karlsruhe bietet nicht nur bequeme Fortbewegungsmöglichkeiten, sondern auch eine gründliche Kenntnis der lokalen Gegebenheiten. Solche Dienste sind oft besser positioniert, um auf die spezifischen Anforderungen und Vorlieben der Einheimischen einzugehen. Städte haben ihre eigenen Verkehrs- und Kulturmerkmale, und lokale Taxidienste bieten oft die effizienteste und angenehmste Erfahrung.

Umweltauswirkungen und nachhaltige Praktiken

Mit dem wachsenden Bewusstsein für Umweltauswirkungen setzen viele Taxiunternehmen auf nachhaltige Praktiken. Egal ob durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen, Hybridmodellen oder kraftstoffsparenden Technologien, die Branche bewegt sich stetig in eine umweltfreundlichere Richtung. Es ist nicht nur eine Frage der Verantwortung gegenüber dem Planeten, sondern auch ein Wettbewerbsvorteil, da Verbraucher zunehmend grüne Optionen bevorzugen.

Technologische Integration und moderne Fortbewegung

Digitale Plattformen und Apps haben die Art und Weise, wie Kunden ein Taxi buchen und nutzen, revolutioniert. Durch Echtzeit-Tracking, kontaktlose Zahlungen, personalisierte Erfahrungen und Benutzerbewertungen wird das Taxi-Erlebnis für den modernen Nutzer immer effizienter und transparenter. Die Integration von KI und maschinellem Lernen ermöglicht auch bessere Routenplanungen und Preisgestaltungen.

Die Zukunft: Autonome Taxis und Shared Services

Vor dem Hintergrund von Forschung und Entwicklung könnten autonome Taxis bald Realität werden. Kombiniert mit Konzepten wie Carsharing könnten solche Entwicklungen das Gesicht der Fortbewegungsbranche in den kommenden Jahren erheblich verändern. Die Vorstellung, dass ein autonomes Taxi Sie von Ihrem Standort abholt und zu Ihrem Ziel bringt, während Sie sich entspannen oder arbeiten, ist nicht mehr nur Science-Fiction.

Die Rolle der Regulierung

Inmitten all dieser Innovationen spielt die Rolle der Regulierung eine Schlüsselrolle. Wie werden autonome Taxis reguliert? Wie werden Tarife in einer immer digitaler werdenden Welt festgelegt? Diese Fragen und viele andere stehen im Mittelpunkt der Debatte über die Zukunft der Branche.

Integration von Ride-Sharing-Diensten

In den letzten Jahren haben Ride-Sharing-Dienste wie Uber und Lyft den traditionellen Taximarkt revolutioniert. Mit benutzerfreundlichen Apps, die Fahrern ermöglichen, ihre eigenen Fahrzeuge als Taxis zu nutzen, und Fahrgästen, die leicht verfügbare Fahrten zu oft günstigeren Preisen genießen, hat dieses Modell die Art und Weise, wie Menschen kurze Strecken zurücklegen, verändert. Ein Vorteil dieser Dienste ist die Flexibilität, sowohl für Fahrer als auch für Fahrgäste. Fahrer können ihre eigenen Arbeitszeiten wählen und Fahrgäste haben oft kürzere Wartezeiten, besonders in Gebieten, in denen traditionelle Taxis nicht so häufig vorkommen. Zudem ermöglicht das Bewertungssystem eine gewisse Qualitätssicherung, da sowohl Fahrer als auch Fahrgäste nach jeder Fahrt bewertet werden können. Allerdings gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Regulierung, Sicherheit und Arbeitsbedingungen von Fahrern in der Ride-Sharing-Branche. In vielen Städten weltweit gab es Auseinandersetzungen zwischen traditionellen Taxidiensten und diesen neuen Akteuren. Dennoch kann nicht geleugnet werden, dass Ride-Sharing-Dienste die Fortbewegungslandschaft maßgeblich beeinflusst haben und nur einen Aspekt der sich ständig entwickelnden Mobilitätsbranche repräsentieren. Es bleibt abzuwarten, wie traditionelle Taxiunternehmen und neue Anbieter koexistieren und zusammenarbeiten werden, um den sich ändernden Bedürfnissen der Verbraucher gerecht zu werden.

Fazit

Die Taxi- und Fortbewegungsbranche bleibt im Wandel, wobei Technologie, Nachhaltigkeit und Regulierung im Vordergrund stehen. Lokalisierte Dienste wie in Karlsruhe spielen eine wesentliche Rolle, indem sie den lokalen Gegebenheiten gerecht werden und den Kunden maßgeschneiderte Dienstleistungen bieten. Es bleibt spannend, zu beobachten, wie sich die Branche in den kommenden Jahren weiterentwickelt.

Social Media
Verbessern Sie Ihre Videos für Soziale Medien auch wenn Sie kein Profi sind

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Social-Media-Plattformen sind eine fantastische Möglichkeit, Ihre Inhalte mit Millionen von Menschen auf der ganzen Welt zu teilen. Dies wurde von vielen schon längst erkannt, und viele Unternehmer nutzen Social-Media-Plattformen zu ihrem Vorteil. Die Zahl der Social-Media-Nutzer wächst ständig: 4,55 Milliarden Menschen nutzen diese Plattformen (Stand: Oktober 2022) und das sind fast 10 % mehr als noch im Jahr 2021. Dabei ist das mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung (57,6 Prozent). Obwohl WhatsApp, Viber und Telegram als Messaging-Apps entwickelt wurden, haben sie so viele Funktionen entwickelt (Gruppenchats, Interessenkanäle, die Möglichkeit, verschiedene Bild- und Videodateien zu teilen und zu „posten“ usw.), dass sie als soziale Netzwerke bezeichnet werden können. Aus diesem Grund werden sie in Rankings mit Facebook, Instagram und anderen Netzwerken gleichgesetzt. Seitdem die sozialen Plattformen mit Werbeinhalten und -anzeigen gefüllt sind, wird es für Unternehmen immer schwieriger, ihr Publikum zu erreichen. Videos machen diesen Weg für Unternehmer und Video-Blogger jedoch ein wenig einfacher. Videos sind mobilfreundlich, lassen sich unterwegs leichter ansehen und erzielen in der Regel mehr Ergebnisse als andere Inhaltsoptionen in den sozialen Medien. Ihr Video hat außerdem die Chance, viral zu gehen, was in der heutigen Zeit von unschätzbarem Wert ist. Vergessen Sie nicht: Ein gutes Video lässt sich leicht in den sozialen Medien verbreiten! Es gab noch nie einen besseren Zeitpunkt, um mit der Erstellung hochwertiger Videos in den sozialen Medien zu beginnen als jetzt, wo die Liste der Videofunktionen und Videoideen auf verschiedenen Plattformen wächst. Vor allem dank moderner Video-Editoren ist es ziemlich einfach, Videos für Ihre Social-Media-Konten selbst in hoher Qualität zu bearbeiten, auch ohne professionelle Filmausrüstung. Um die Qualität des Videos zu verbessern, das, wie man so schön sagt, nicht sehr gut geworden ist, können Sie eine spezielle Anwendung, Wondershare Filmora, verwenden. Dabei handelt es sich um einen fortschrittlichen Video-Editor, mit dem Sie nicht nur technisch misslungene Videos aufräumen, sondern sie auch in ein Meisterwerk verwandeln können, indem Sie Ähnlichkeiten mit Musikvideos hinzufügen. Filmora beseitigt erfolgreich die folgenden Unregelmäßigkeiten im Video:
  • Fehlende Stabilisierung und Verwacklungen
  • Verbessert die Video-Tonqualität
  • Kümmert sich um die Farbkorrektur Ihres Videos
  • Kümmert sich um das Entfernen von visuellem Rauschen
  • Entfernt das Wasserzeichen aus dem Video
Wenn Sie mit der Bearbeitung fertig sind, erhalten Sie ein neues Video, das eine viel akzeptablere Qualität aufweist als das, was Sie ursprünglich in die App hochgeladen haben. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Filmora zwar sehr effektiv ist, aber nicht alles korrigieren kann. So kann die Anwendung beispielsweise nicht die Auflösung, die Bildrate und andere Parameter ändern, die ausschließlich von den ursprünglichen Einstellungen und den Hardware-Funktionen der für die Aufnahme verwendeten Kamera abhängen. Diese Software funktioniert auch perfekt als Videoschnittprogramm. Es verfügt über die notwendigen Standardfunktionen, die in jedem Videoschnittprogramm vorhanden sind. Aber das Wichtigste ist die einfache und leicht zu bedienende Benutzeroberfläche, die Ihnen helfen wird, zumindest die grundlegenden Funktionen des Programms für ein paar Stunden Arbeit mit Ihrem Computer zu beherrschen. „Cropping“ – Das Abschneiden von Teilen des Videos mit Fokus. In Anwendungen wird meist eine Art Rahmen verwendet, den der Benutzer nach Bedarf verkleinern kann. „Trimmen“ – Mit diesem Werkzeug können Sie den Videoclip auf der Zeitachse reduzieren. Die Funktion ermöglicht es Ihnen auch, eine Pause im Video zu erstellen. Entfernen Sie lange und irrelevante Fragmente, um das Video glatter und rhythmischer zu machen. „Wasserzeichen entfernen und hinzufügen“ – ist eine ideale Funktion für die Erstellung von Werken. In manchen Situationen ist es jedoch notwendig, ein solches Detail zu entfernen. Es genügt, die Funktion „Wasserzeichen“ in der Anwendung zu verwenden, ein eigenes Bild zum Schutz des Urheberrechts zu erstellen oder ein Element aus einem fertigen Video zu entfernen. Diese Funktion ist schon recht speziell und nicht in jedem Videoeditor zu finden. Filmora ist jedoch nicht nur eine Anwendung zur Verbesserung der Qualität Ihres Videos, mit der Sie kleine Fehler, die beim Filmen gemacht wurden, korrigieren können. Es ist auch ein fortschrittliches Videobearbeitungsprogramm, mit dem Sie ein gewöhnliches Video in eine hochwertige und schöne visuelle Serie verwandeln können. Filmora bietet eine Reihe von voll funktionsfähigen Videobearbeitungswerkzeugen, mit denen Sie Ihre Videoinhalte leicht bearbeiten und optimieren können. Filmora verfügt über ein umfangreiches Angebot an Bearbeitungswerkzeugen, mit denen Sie viele Metriken wie Farbsättigung, Helligkeit, Kontrast, Lautstärke und Intensität, Töne und Halbtöne ändern sowie Farbfilter anwenden können, um den visuellen Stil des Videos zu ändern, und Ihrem Video Effekte hinzufügen können, die meist nur in professioneller Videobearbeitungssoftware zu finden sind. Es verfügt sogar über einen Audiomixer, so dass Sie die Musik in Ihrem Video dank Funktionen wie Rauschentfernung, Entfernung von Hintergrundgeräuschen, Lautstärkeausgleich, Audio-Hall usw. zur Verbesserung der Audioqualität ganz nach Ihren Wünschen anpassen können. Am Ende müssen Sie nur noch Untertitel hinzufügen, wenn Sie sie brauchen, spektakuläre Übergänge zwischen den Bildern anwenden und Filter hinzufügen, die die Stimmung des gesamten Videos verändern. Filmora hat über dreihundert davon. Besonders cool ist, dass Filmora eine universelle Videobearbeitungs-App ist. Es gibt nicht nur eine Desktop-Version, sondern auch eine mobile Version, die sowohl mit iOS als auch mit Android kompatibel ist. Ja, aus funktionaler Sicht sind sie ein bisschen schlechter als die Desktop-Variante.  Fazit Wenn es darum geht, die Qualität Ihrer Videos zu verbessern, lohnt es sich, alle Möglichkeiten der modernen Technologie zu nutzen! Filmora Video Editor für Mac (oder Filmora Video Editor für Windows) kann Ihr bester Helfer sein, um die Qualität Ihres Videos schnell und einfach zu verbessern.  

Terrorismus
Deutschland: Seit fast 30 Jahren gilt das PKK-Verbot

ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Abgeordnete des Bundestags zeigen sich empört über die „Kriminalisierung“ von Kollegen und Kolleginnen in der Türkei – wie jüngst im Fall der Bundestagsabgeordneten Gökay Akbulut (Die Linke), während sie angeblich noch am Verbot der Terrororganisation PKK festhalten. Wie geht das, wenn doch Gökay Akbulut seit Jahren selbst daran rüttelt? Am 18. August 1984 fiel die erste Kugel der Terrororganisation PKK. Der Jahrestag nähert sich und damit auch die Lobhudelei PKK-naher Online-Portale auf den großartigen Führer namens Abdullah Öcalan, der den „Kampf“ vor bald 40 Jahren aufgenommen habe. Hochgerechnet wurde seitdem am Tag im Schnitt ein Mensch in der Türkei getötet – die Terroristen sind da nicht mitinbegriffen, die dabei von Sicherheitskräften neutralisiert wurden. Das geht seit 39 Jahren so und es scheint sich in Zukunft nicht ändern zu wollen. Mit ein Grund, dass die »völkisch-nationalistische« PKK sich bis heute terroristisch halten konnte ist, dass die Sozialdemokratische Volkspartei (SHP) in der Türkei 1990 ihr auch eine politische Bühne eröffnete und ins Nationalparlament verhalf. Heute heißt dieser politische Arm „Yeşil Sol Parti“ (YSP) und ist immer noch im Nationalparlament vertreten. Mit diesem Problem befassten sich seitdem viele türkische Regierungen. Ein Parteiverbot änderte nichts am Dilemma, da sich die PKK neuformiert und andere Dreibuchstaben erfindet, um sich ins Nationalparlament zu schleußen. Etliche Regierungen, bis hin zu Erdogan, versuchten ein Konsens zu finden, scheiterten aber allesamt, zuletzt mit den Unruhen zwischen 2015 und 2016, die in städtischen Grabenkämpfen mit der PKK mündeten. Ein weiterer Grund, weshalb die Türkei dem Terrorismus lange Zeit nicht Herr werden konnte, ist, die schützende Hand über den Köpfen der PKK. Ob in Nordsyrien, im Nordirak oder in Europa, die PKK kann ihre politischen Forderungen unter dem Schutz von Staaten und Bündnissen mit Gewalt fortsetzen. Sie wird dabei sogar mit Waffen und Finanzen unterstützt, was nicht einmal ein NATO-Verbündeter mehr verschweigt. Die Gewalt wird aber nicht auf die Türkei oder Nachbarländer begrenzt. Die Gewalt schwappt auch auf Länder über, in denen die PKK Unterschlupf gefunden hat, ihre Finanzen aufpolstert, sich dem Lobbyismus bedient, dass ihr in der ganzen Pracht zur freien Verfügung steht – vor allem in Europa. Das endet dann damit, dass immer wieder Moscheen brennen, türkische Geschäfte zerstört oder türkische Staatsbürger und sogar die eigene Polizei massiv attackiert werden – ohne gravierende Folgen für die Gruppen oder Vereine die darin mit involviert sind. Wohlgemerkt, trotz des sogenannten PKK-Verbots, die seit 1993 in Deutschland gilt. Seit 1993 ist die PKK in Deutschland mit einem Betätigungsverbot belegt und wird seit 2002 auf der EU-Terrorliste geführt. Highlight dieser verkorksten Politik war im vergangenen März eine Kundgebung in Düsseldorf, bei der eine zuvor aufgenommene Rede von Cemil Bayık vor einer Schar von versammelten Antidemokraten abgespielt wurde – nicht zum ersten Mal versteht sich. Bayık ist einer der Führer der völkisch-nationalistischen PKK, der aufgrund seiner Verbrechen sogar von den USA gesucht wird. Ob Gökay Akbulut sich vielleicht Mut angetrunken zu diesem Thema geäußert hat, wie zu der Festnahme in Kayseri? Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die sogenannten „Friedensaufrufe“ dieser Friedenstauben stets in Richtung Türkei gerichtet werden, jedoch nie in Richtung einer Terrororganisation, die seit nunmehr 40 Jahren mit Terror auf sich aufmerksam macht, um politische Zugeständnisse zu erzwingen – auch nicht seitens Akbuluts. Was einst mit stalinistisch-linksradikalem Gedankengut begann, mündete wie einst Uwe Klußmann 1997 im SPIEGEL richtig konstatierte, in einer braunen völkisch-nationalistischen Sackgasse, in der Türken zu »Scheißvolk mongolisch-arabischer Mischlinge« wurden und die PKK sich als Führer eines Volkes der »indogermanischen Rasse« neu erfanden. Viel hat sich daran seither nicht geändert, wie man mit einem geübten Blick in Nordsyrien beobachten kann. Hier stöhnen in von der PKK kontrollierten Regionen im Vielvölkerstaat Syrien die Menschen unter dem Gedankengut der PKK, die von Menschenrechtsorganisationen seit Ausbruch des Bürgerkrieges aufgegriffen und breitgetreten werden. Aber die Dilettanten sowie Friedenstauben, die in Berlin Außenpolitik gestalten, schaffen es nicht, einen Blick darüber zu werfen, geschweige Denn, das zu kommentieren. Auch in heimischen Gefilden scheint man in Berlin die drei Affen zu mimen, oder wie erklärt man einer alleinerziehenden Mutter wie Maida Aktas die vorherrschenden Zustände? Seit Jahren protestiert Aktas vorm Bundestag und wird nicht beachtet, geschweige Denn von Akbulut getröstet. Dabei will Aktas nur ihre Tochter Nilüfer von den Fängen der PKK befreit wissen, nichts anderes! Stattdessen bemängelt man seither die Rechtstaatlichkeit der Türkei, ohne auf den Trichter zu kommen, dass die türkische Politik angesichts des langanhaltenden Terrors stets unter Zugzwang steht. Terrorismus gefährdet liberale Demokratien weltweit, deren oberstes Ziel es ist, das Wohlergehen ihrer Bürger und Bürgerinnen zu gewährleisten, den Schutz menschlichen Lebens zu sichern sowie dem Volk die Grundlage individueller Freiheit und Entfaltungsmöglichkeiten zu geben. Das heißt, das Ausmaß der Herausforderung spiegelt sich in der Radikalität der politischen Maßnahmen zur Eindämmung von Gefahren wider. Auch in europäischen Staaten wurden individuelle Freiheitsrechte abrupt außer Kraft gesetzt, wurde tief in das Privatleben der Bürgerinnen und Bürger eingegriffen und drastische Einschränkungen in allen Gesellschaftsbereichen vorgenommen. Vor allem der Terror des Islamischen Staates (IS) das auf Europa überschwappte, zeigte recht anschaulich auf, welche drastischen Folgen es auf die Freiheitsrechte jeden einzelnen hatte. Und dass, obwohl dieser Terror lokal und zeitlich begrenzt war. Im Hinblick auf die Türkei wird niemand in Europa ernsthaft in Erwägung ziehen, den Köpfen der IS Asyl zu gewähren, weil sie von Assad verfolgt werden. Niemand in Europa wird auch nur ansatzweise versuchen, den IS-Verbot infrage zu stellen. Man kann sich auch kaum vorstellen, dass die IS in Europa Freiräume erhält, um sich politisch zu betätigen und dabei Unterstützung zu erhalten. Aber in Europa ist das offensichtlich bei gutem Terror möglich! Gut für wen? Niemand wünscht sich solche Zustände wie in der Türkei in Europa und das mehr als 39 Jahre. Aber angesichts der widerwärtigen Politik, die da in Europa, insbesondere auch in Deutschland gefahren wird, ruft es in einem ein altbekanntes türkisches Sprichwort wieder: „Ateş düştüğü yeri yakar.“ Das bedeutet so viel wie, „Unter einem Unglück leidet nur der, den es trifft.“ Seit nunmehr 40 Jahren verübt die völkisch-nationalistische PKK abscheuliche Verbrechen, denen man mit rechtstaatlichen Mitteln nicht beikommt, weil von außen Unrecht als Recht deklariert wird. Dieser Persilschein gilt aber nur in Europa, nicht für die Türkei, und da kann man sich auch nicht hinter einer Immunität verstecken. Wer auch immer sich für die PKK einsetzt und als selbstverständlich hält, damit in der Türkei willkommen zu sein, der scheint die Gastfreundschaft der Türkei falsch verstanden zu haben.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

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