Fitness
Fett in Muskeln umwandeln? – Das funktioniert nicht!

Die Annahme, dass man Fett in Muskeln umwandeln könnte, hat ihre Ursprung wohl in der sogenannten Body Recomposition, also der Umstrukturierung des Körpers durch den Aufbau von Muskeln beim gleichzeitigen Abbau von Fett.

Teilen

Viele Menschen haben die Vorstellung sie könnten durch eifriges Training ihr Fett in Muskeln umwandeln und so ihren Traumkörper formen. Doch diese Annahme ist leider nur eine Wunschvorstellung, denn Fett lässt sich nicht in Muskeln verwandeln.

Der Grundbaustein der Muskeln ist Protein, während Fett für den menschlichen Körper gespeicherte Energie darstellt. Aus dieser Energie lässt sich aber kein Protein synthetisieren, welches für den Muskelaufbau nötig ist, weswegen die Umwandlung von Fett in Muskeln biologisch ganz einfach nicht möglich ist.

Muskeln aufbauen und Fett verlieren

Die Annahme, dass man Fett in Muskeln umwandeln könnte, hat ihre Ursprung wohl in der sogenannten Body Recomposition, also der Umstrukturierung des Körpers durch den Aufbau von Muskeln beim gleichzeitigen Abbau von Fett.

Obwohl es so wirkt, wenn ein zuvor dicker Mann auf einmal schlank und muskulös ist, als dass sich Fett in Muskeln verwandelt hat, ist das aber nicht der Fall. Die Body Recomposition setzt sich nämlich aus Krafttraining in Kombination mit einer Diät zusammen.

Durch das Krafttraining baut man Muskeln auf (oder schützt diese zumindest vor einem Abbau), während man durch die Diät Fett verliert. Das ist aber ein gänzlich anderer Prozess als würde man Fett in Muskeln umwandeln. Dieser Umstand lässt dann nämlich auch nicht den Schluss „mehr Fett = mehr Muskeln“ zu.

Abnehmen mit dem Kaloriendefizit

Um abnehmen zu können, ist es nötig, dass man weniger Energie durch Nahrung zuführt als der Körper täglich benötigen würde, denn so muss er auf die eigenen Energiereserven zurückgreifen. Ist das der Fall, so befindet man sich im sogenannten Kaloriendefizit.

„Kalorien“ ist übrigens eine veraltete Einheit für Energie, welche aber so etabliert ist, dass sie auch heute noch, neben der eigentlich Einheit „Joule“, bei sämtlichen Nährwertangaben zu finden ist.

Wenngleich Erfahrungen gezeigt haben, dass gewisse Präparate wie Fatburner das Abnehmen etwas beschleunigen können, kommt man um ein konstantes Kaloriendefizit nicht herum. Es ist somit die Voraussetzung, um tatsächlich Abnehmen zu können.

Protein für den Muskelerhalt

Zu beachten gilt, dass sich der Körper im Kaloriendefizit die fehlende Energie nicht nur aus Fett holen kann, sondern auch Muskelzellen in Energie umwandeln kann. Bei einer falschen Ernährungsweise in der Diät kann es sogar dazu kommen, dass man in erster Linie Muskeln verliert.

So nimmt man zwar auf der Waage ab, verliert aber kein Fett. Im schlimmsten Fall kann das dazu führen, dass man „skinny fat“ wird, was einen Zustand beschreibt, in welchem eine Person trotz eines normalen oder geringen Body-Mass-Index dennoch schwabbelig wirkt; man spricht im Deutschen auch von „dünnfett“.

Zwar ist dabei das Gewicht normal (oder gering), allerdings ist der Körperfettanteil sehr hoch, weil der Anteil an Muskeln gesunken ist.

Um diesen Zustand zu vermeiden und im Kaloriendefizit tatsächlich Fett abzubauen, muss man dafür Sorge tragen, dass man genug Protein aufnimmt. Die gängige Empfehlung der Deutsche Gesellschaft für Ernährung dafür lautet: mindestens 1,5 Gramm pro Kilogramm fettfreiem Körpergewicht.

Krafttraining als Ergänzung

Obwohl man Fett nicht in Muskeln umwandeln kann, macht es Sinn während der Diät Krafttraining zu betreiben. Auch wenn man keine Body Recomposition anstrebt, hilft schon leichtes Training mit Gewichten aus, um die Muskeln nicht nur zu schützen, sondern diese auch zusätzlich aufzubauen.

Dieser Effekt ist besonders groß, wenn man vorher noch nie trainiert hat, weil der Muskelaufbau hier sehr einfach vonstattengeht. Während erfahrene Kraftsportler normalerweise im Kaloriendefizit keinen Muskelzuwachs mehr erreichen können, ist das für Anfänger überhaupt kein Problem, sofern genügend Protein zugeführt wird!

Auch interessant

– Promi-News –
„Man nannte mich den Müllschlucker“ – Arnold Schwarzeneggers Fitnessroutine mit 72

Mit 15 Jahren begann der am 30 Juli 1947 im österreichischen Thal geborene US-Star mit dem Bodybuilding und erreichte schon vier Jahre später den 2. Platz bei einer Weltmeisterschaft der NBAA.

„Man nannte mich den Müllschlucker“ – Arnold Schwarzeneggers Fitnessroutine mit 72

Auch interessant

Thomas: „Antike Heimat-Ansprüche Israels sind rechtlich unwirksam“

Ein Gastkommentar von Michael Thomas  Es ist höchste Zeit, Tacheles zu reden. Denn eines ist in all den zurückliegenden Jahren, nachdem der Teilungsplan 1947 zur...

Rente mit 63 vor dem Aus: Was Deutsche jetzt planen müssen

Karl Lauterbach warnt. Die Rentenkommission empfiehlt. Und die AfD-Fraktion feiert einen Vorschlag, den sie selbst seit Jahren fordert. Drei völlig unterschiedliche Player, ein gemeinsamer...

Susanne Mattner: Parallelen zwischen AfD und NSDAP

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner Ich habe mir gestern den Film „Nürnberg“ (2026) angeschaut. Und dieser Film bedrückt mich auf zwei ganz unterschiedliche Arten. Zum einen...

Riskierte Israel bewusst eine militärische Eskalation mit der Türkei?

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Der israelische Luftangriff auf den syrischen Stützpunkt Abu al-Duhur war offenbar weit mehr als ein gewöhnlicher Schlag gegen syrische Infrastruktur....

Vorsorge, Facharzt, Krankenhaus: Worauf es bei einer guten Krankenversicherung ankommt

Eine Krankenversicherung soll im Ernstfall eine möglichst gute medizinische Versorgung ermöglichen. Trotzdem konzentriert sich der Vergleich verschiedener Tarife häufig zunächst auf den monatlichen Beitrag.   Dabei...

Headlines

Riskierte Israel bewusst eine militärische Eskalation mit der Türkei?

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Der israelische Luftangriff auf den syrischen Stützpunkt Abu al-Duhur war offenbar weit mehr als ein...

Michael Thomas: „Parallelen zwischen Israel und Deutschland unter Hitler“

Ein Gastkommentar von Michael Thomas Der jüngste Ausfall vom israelischen „Sicherheitsminister“ Itamar Ben-Gvir beschreibt den Zustand Israels genauer und zeigt,...

Papst Leo XIV. verurteilt erneut Siedlergewalt

Vatikan - Der internationale Druck auf die israelische Siedlungspolitik und die ausufernde Gewalt extremistischer Siedler im besetzten Westjordanland erreicht...

Mattner: „Auch israelische Siedler können Terroristen sein“

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner Ich bin ehrlich gesagt äußerst erstaunt – und zwar positiv –, dass die Frankfurter Rundschau...

Meinung

Thomas: „Antike Heimat-Ansprüche Israels sind rechtlich unwirksam“

Ein Gastkommentar von Michael Thomas  Es ist höchste Zeit, Tacheles zu reden. Denn eines ist in all den zurückliegenden Jahren, nachdem der Teilungsplan 1947 zur...

Riskierte Israel bewusst eine militärische Eskalation mit der Türkei?

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Der israelische Luftangriff auf den syrischen Stützpunkt Abu al-Duhur war offenbar weit mehr als ein gewöhnlicher Schlag gegen syrische Infrastruktur....

Odadaki Son Yetişkin Olarak Türkiye

Konuk Yazar Nabi Yücel Mevcut durumda Türkiye, Orta Doğu'nun – ve çok daha ötesinin – jeopolitik manzarasında neredeyse nesli tükenmekte olan diplomatik bir tür; yani...

CHP: Vatandaşlar ile Parti Arasındaki Artan Kopuş

Nabi Yücel Vatandaşlarla partiler arasındaki giderek derinleşen kopuş, Türkiye'nin en köklü partisi CHP üzerinden somut biçimde gözlemlenebilir. Cumhuriyet Halk Partisi, 38. Olağan Kurultay'ın ardından ve...

Geleceğin Cumhurbaşkanı: Hakan Fidan

Polat Karaburan Recep Tayyip Erdoğan, yarım asrı aşkın bir süredir Türkiye’nin siyasi hayatına yön veriyor. 1976 yılında merhum Necmettin Erbakan’ın siyasi hareketinde filizlenen bu yolculuk,...