Menschenrechtsverletzungen
    Jesiden-Politiker: PKK muss Zwangsrekrutierung unserer Kinder stoppen

    Jesidische Abgeordnete in der kurdischen Autonomieregion im Irak werfen der Terrororganisation PKK vor, ihre Kinder gegen ihren Willen zu entführen und zu Kampfhandlungen in Syrien zu zwingen.

    (Foto: AA)
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    Erbil (tp) – Jesidische Abgeordnete in der kurdischen Autonomieregion im Irak werfen der Terrororganisation PKK vor, ihre Kinder gegen ihren Willen zu entführen und zu Kampfhandlungen in Syrien zu zwingen.

    „Ich will die Weltöffentlichkeit darüber aufklären“, erklärte der jesidische Abgeordnete Sheikh Shamo und warf der Terrororganisation PKK vor, die Bevölkerung, vor allem Kinder und Jugendliche in Sindschar zu Geiseln ihres Kampfes in Nordsyrien zu missbrauchen.

    Gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu erklärte der Abgeordnete des irakischen  Regionalparlaments von der Demokratischen Partei Kurdistans (PDK), Sheikh Shamo, dass es nachweislich über 1.000 Fälle gebe, in der jesidische Kinder von der PKK gegen ihren Willen entführt und in Kampfhandlungen der PKK verwickelt worden seien.

    Es sei schon lange kein Geheimnis, dass die PKK Kinder zwangsrekrutiere. Neu sei, dass die PKK diesmal die Kinder nicht nur in der Region Sindschar einsetze, sondern nach Syrien verschleppe, um sie in die Volksverteidigungseinheiten YPG einzugliedern, so Sheikh Shamo weiter.

    In einer Ende 2015 veröffentlichten Erklärung hatte Sheikh Shamo die PKK als „Besatzungsmacht“ in Sindschar bezeichnet. Die Jesiden in Sindschar würden den „Plan der PKK“ nicht akzeptieren und fügte hinzu, dass die PKK und die PYD mit ihrem bewaffneten Arm YPG, nicht in Sindschar seien, um die Region zu befreien, sondern um sie zu besetzen.

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