Berlin
Aserbaidschanisches Modell der religiösen Toleranz stößt in Berlin auf großes Interesse

Ein kultureller Höhepunkt war das Konzert des AJAM-Quartetts – ein Ensemble aus muslimischen, jüdischen und christlichen Musikern

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Unter dem Titel „Einheit in Vielfalt: Interreligiöse Stimmen aus Aserbaidschan im Gespräch“ fand am 25. Juni 2025 im Aserbaidschanischen Kulturzentrum in Berlin eine bedeutende Veranstaltung statt, die ein starkes Zeichen für religiöse Toleranz, kulturelle Vielfalt und interreligiöses Miteinander setzte. Veranstalter waren die Botschaft der Republik Aserbaidschan in Deutschland und das Staatliche Komitee für religiöse Vereinigungen.

Hochrangige Vertreter des Auswärtigen Amts und anderer Bundesministerien, ausländische Botschafter, Religionsführer, Journalisten sowie Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur waren anwesend – ein breites Spektrum der deutschen Gesellschaft, das die Wichtigkeit und Aktualität des Themas widerspiegelt.

Aserbaidschans Botschafter in Berlin, Nasimi Aghayev, eröffnete die Veranstaltung mit eindringlichen Worten: „Diese Veranstaltung verkörpert genau das, was unsere Zeit so dringend braucht: Dialog, gegenseitiger Respekt und ein echtes Miteinander über Grenzen hinweg.“

Er hob hervor, dass Aserbaidschan ein Land sei, in dem „Vielfalt nicht verwaltet, sondern gelebt wird. Wo Schiiten und Sunniten gemeinsam beten. Wo jüdische Gemeinden geschützt und geachtet sind. Wo Christen Teil des gesellschaftlichen Lebens sind – nicht am Rand, sondern mittendrin.“

Ramin Mammadov, Vorsitzender des Staatlichen Komitees, unterstrich in seiner Rede die aktive Rolle des Staates beim Schutz religiöser Freiheiten und der Förderung eines gelebten Multikulturalismus – ein Ansatz, der durch konkrete politische Maßnahmen und gesellschaftliches Engagement gestützt wird.

Der bekannte Rabbiner Abraham Cooper, stellvertretender Dekan des Simon Wiesenthal Centers (USA), sprach von Aserbaidschan als einem „Modell für religiöse Toleranz“ und betonte die Wichtigkeit, diese Realität auch international bekannter zu machen.

In einem anschließenden Podiumsgespräch berichteten führende Vertreter der muslimischen, jüdischen und christlichen Gemeinschaften aus Aserbaidschan über das friedliche Zusammenleben und das gegenseitige Vertrauen in ihrer Heimat. Sie alle bestätigten: Aserbaidschans Modell religiöser Koexistenz ist kein Ideal – es ist Alltag.

Ein kultureller Höhepunkt war das Konzert des AJAM-Quartetts – ein Ensemble aus muslimischen, jüdischen und christlichen Musikern –, das den Geist der Einheit musikalisch zum Ausdruck brachte.

Auch im politischen Berlin setzte die Delegation starke Impulse: In Gesprächen mit Armin Laschet, dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, weiteren Mitgliedern des Bundestages sowie mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Thomas Rachel, wurde das Thema interreligiöser Dialog auf höchster Ebene diskutiert.

Im Rahmen ihres Besuchs besuchte die Delegation das Haus der Wannsee-Konferenz sowie das Denkmal für die ermordeten Juden Europas im Herzen Berlins. Darüber hinaus traf sie mit Daniel Botmann, dem Exekutivdirektor des Zentralrats der Juden in Deutschland, und Abdassamad El-Yazidi, dem Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland, zusammen.

Die Delegation führte auch Gespräche mit Vertretern der Syrisch-Orthodoxen Kirche, besuchte die Şehitlik-Moschee sowie die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Diese Begegnungen unterstrichen das gemeinsame Engagement für religiösen Dialog, gegenseitigen Respekt und ein friedliches Miteinander der Glaubensgemeinschaften.

Die Veranstaltung und der Besuch in Berlin waren ein klares Bekenntnis zur Kraft des Miteinanders in einer Zeit wachsender Spaltung. Aserbaidschan hat gezeigt, dass religiöse und ethnische Vielfalt keine Schwäche, sondern eine Stärke ist – wenn sie auf Vertrauen, Respekt und gemeinsamen Werten beruht. Wie Botschafter Aghayev es ausdrückte:

„Interreligiöse Harmonie ist keine Utopie – sie kann gelebte Realität sein. In Baku, in Berlin und überall dort, wo Menschen sich entscheiden, Brücken zu bauen statt Mauern.“

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