USA
Biden beruft PKK-nahen Türkei-Kritiker Brett McGurk in den Nationalen Sicherheitsrat

Washington – Der designierte US-Präsident Joe Biden nominierte am Freitag Brett McGurk, einen unverblümten Befürworter der amerikanischen Militärpräsenz in Syrien und entschiedenen Gegner der türkischen Regierung, als Koordinator für den Nahen Osten im Nationalen Sicherheitsrat. McGurk, ein Veteran des US-Sicherheitsestablishments, der in verschiedenen Funktionen unter aufeinanderfolgenden demokratischen und republikanischen Regierungen diente, hat die türkische Regierung häufig wegen ihrer Rolle in Syrien und ihrer breiteren regionalen Politik kritisiert, berichtet Middel East Eye. McGurk hat seine Rolle als US-Gesandter bei der internationalen Koalition zur Bekämpfung des IS Ende 2018 wegen der Entscheidung von Präsident Donald Trump, die amerikanischen Truppen aus Nordsyrien abzuziehen, aufgegeben. Biden gab McGurks Ernennung am Freitag zusammen mit der Nominierung anderer nationaler Sicherheitsbeamter und Kabinettsmitglieder offiziell bekannt. Wegen seiner Rolle bei der Stärkung der Partnerschaft zwischen den US-Truppen und den kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF), die von der YPG-Miliz geführt wird – einem syrischen Ableger der in der Türkei ansässigen PKK – haben türkische Regierungsvertreter und auch Oppositionspolitiker McGurk lange Zeit mit Misstrauen betrachtet. Im Jahr 2016 kam es zu Spannungen zwischen Ankara und Washington, nachdem in sozialen Medien ein Foto McGurks mit einem Kommandanten der YPG, Polat Can, auftauchte. Can, Sprecher und Mitbegründer des syrischen PKK-Ablegers „Volksverteidigungseinheiten“ (YPG), teilte über seinen Twitter-Account ein Bild, auf dem er McGurk gerade eine Auszeichnung überreicht. Umgehend verbreitete sich das nicht datierte, alte Bild über zahlreiche Accounts, das aus einer Zeit stammt, als Can noch PKK-Kommandant war. Eine Anfrage an den damaligen Sprecher des U.S. State Departments, John Kirby, beantwortete dieser mit der Aussage, er habe nicht die Personalausweise aller YPG-Kämpfer. „Das ist nichts Neues. Wir haben unsere Bedenken bezüglich dieser Gruppe deutlich gemacht“, erklärte Kirby, nachdem er die Frage erst als nicht aktuell abgetan hatte. Die Türkei hatte wiederholt ihre Sorge hinsichtlich des Naheverhältnisses zwischen PKK und PYD zum Ausdruck gebracht und einem möglichen Informations- und Waffenaustausch zwischen diesen. Die PYD könne auf Grund ihrer PKK-Nähe nicht als legitime politische Kraft oder Vertreterin der syrischen Kurden betrachtet werden, so Ankara.

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Während die auch in Deutschland als Terrororganisation eingestufte PKK in großen Teilen der hiesigen Medien und bei Politikern eine gewisse Sympathie genießt, bleiben die Hilferufe verschiedener Minderheiten aus den Regionen im Norden Syriens und des Irak in Deutschland weitgehend ungehört.

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US-Krise
„Aufstachelung zur Gewalt“: Twitter sperrt Donald Trump dauerhaft

Washington – Twitter teilte am Freitag mit, dass es den Account von US-Präsident Donald Trump mit mehr als 88 Millionen Followern aufgrund des Risikos einer weiteren Aufstachelung zur Gewalt nach der Erstürmung des US-Kapitols am Mittwoch durch Hunderte seiner Anhänger dauerhaft gesperrt hat. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, folgt der Schritt einer jahrelangen Debatte darüber, wie Social-Media-Unternehmen die Konten von mächtigen globalen Führern moderieren sollten. Die außergewöhnliche Entscheidung folgte zwei Tage nachdem Trump Tausende von Anhängern aufgefordert hatte, zum Kapitol zu marschieren. Daraufhin stürmten Trump-Anhänger das Gebäude. Dabei kamen vier Menschen ums Leben. „Nach eingehender Prüfung der jüngsten Tweets des @realDonaldTrump-Kontos und des Kontexts um sie herum haben wir das Konto aufgrund des Risikos einer weiteren Aufstachelung zur Gewalt dauerhaft gesperrt,“ zitiert Reuters das Unternehmen. Facebook kündigte am Freitag an, Trumps Account bis mindestens das Ende seiner Amtszeit als Präsident zu sperren. Während der Kongresssitzung zur Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden haben am Mittwoch Anhänger Trumps das Kapitol gestürmt. Vier Menschen kamen dabei ums Leben.

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Während der Kongresssitzung zur Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden haben am Mittwoch Anhänger Trumps das Kapitol gestürmt. Dabei sind vier Menschen ums Leben gekommen.

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Corona-Krise
Stamp: Virologen sollen nicht so oft in Talkshows auftreten

Köln – NRW-Familienminister Joachim Stamp hat Virologen angemahnt, sich mit Auftritten in Talkshows zurückzuhalten. „Zum wissenschaftlichen Diskurs gehören kontroverse Diskussionen über Annahmen und Hypothesen. Talkshows sind aber nicht das geeignete Format dazu“, sagte der FDP-Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Durch die TV-Auftritte der Wissenschaftler sei „eine Situation entstanden, in der sich jeder auf seinen Lieblingsvirologen berufen“ könne. „Das führt zu unversöhnlichen Positionen, die in den sozialen Netzwerken aufeinandertreffen. Das hilft uns in der Pandemiebekämpfung keinen Schritt weiter“, sagte Stamp der Zeitung. Stamp: Corona-Meldewesen ist inakzeptabel Stamp hat zudem das Krisenmanagement der Bundesregierung bei der Bekämpfung der Pandemie kritisiert. So sei das Meldewesen stark verbesserungswürdig: „Dass die Datenlage derzeit bundesweit nicht aussagekräftig ist, finde ich ungeheuerlich“, sagte der FDP-Politiker dem Kölner Stadt-Anzeiger. Es ist „inakzeptabel“, dass am Dreikönigstag in Bayern und Baden-Württemberg keine verlässlichen Zahlen erhoben worden seien. „In einer solchen Krise muss in der Verwaltung auch an Feiertagen notwendige Arbeit sichergestellt werden. Da muss jetzt ein Ruck durch manche Ämter gehen“, fügte Stamp hinzu. Kritik übte der NRW-Familienminister an der Teststrategie in den Alten und Pflegeheimen. Er hätte es „befürwortet, den Fokus viel früher und stärker auf die Hochbetagten in Pflegeheimen zu richten, als über immer stärkere Einschränkungen für alle zu diskutieren. Für ihren Schutz hätte der Bund frühzeitig mehr Testkapazitäten zur Verfügung stellen müssen“, sagte der Vizeministerpräsident von NRW der Zeitung.

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Wissenschaftler an der Bilkent-Universität in Ankara haben ein neues Diagnosesystem entwickelt, das das Coronavirus innerhalb kürzester Zeit nachweisen kann. Der unangenehme Nasenabstrich werde dafür nicht mehr benötigt.

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Auto-News
Albanien plant 840-PS-Supersportwagen Illyrian Pure Sport

Tirana – Arrera Automobili, im Besitz des albanischen Autodesigners Qendrim Thaqi, plant die Produktion des 840 PS starken Supersportwagens mit dem Namen Illyrian Pure Sport, wie das Unternehmen mitteilte. Illyrian Pure Sport soll der erste albanische Supersportwagen werden. „Pure Sport“ wurde von demselben Designer entworfen, der auch bereits am Porsche 9RE arbeitete, Qendrim Thaqi. Jetzt will Thaqi durch seine Firma Arrera Automobili den Pure Sport zum ersten albanischen Supercar machen, so Arrera Automobili in einem Facebook-Post, berichtet bne. Der 28-jährige Thaqi wurde im Kosovo geboren und lebt heute in Deutschland. Er hatte in der Vergangenheit seine Idee für einen Nachfolger des Porsche 918 Spyder entworfen. In einem Interview mit dem Automobilportal Motor1 verriet Thaqi, dass er bereits ein Team aus Ingenieuren und Karosseriedesignern zusammengestellt habe. Der neue Supersportwagen Illyrian Pure Sport wird von einem 6,2-Liter-LT2-V8 mit Doppelturboaufladung angetrieben, dessen 840 PS über eine Achtgang-Tremec-Doppelkupplungsautomatik an alle vier Räder gehen, so das Unternehmen. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 375 Kilometer pro Stunde und die Beschleunigung von 0-100 km/h mit 2,7 Sekunden angegeben. https://youtu.be/F6nmb-7PCHI

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Der Start der Fertigung verzögere sich um ein Jahr gegenüber einem Ende Juli angekündigten Plan.

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Lissabon
Türkei wünscht Normalisierung der Beziehungen mit Frankreich

Lissabon – Um die Beziehungen zu normalisieren, arbeiteten Frankreich und die Türkei an einer Roadmap, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu Reportern nach einem Treffen mit dem portugiesischen Außenminister Augusto Santos Silva in Lissabon am Donnerstag. Die bisherigen Gespräche liefen gut. Çavuşoğlu habe ein sehr konstruktives Telefongespräch mit dem französischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian gehabt. Ankara sei bereit, die Beziehungen zu seinem NATO-Verbündeten zu verbessern, wenn Paris die gleiche Bereitschaft zeige. „Wir waren uns einig, dass wir an einem Fahrplan zur Normalisierung der Beziehungen arbeiten sollten“, betonte der türkische Außenminister. Die Türkei und Frankreich haben seit Monaten Meinungsverschiedenheiten über Konflikte in Syrien, Libyen, dem östlichen Mittelmeer und Berg-Karabach in Aserbaidschan, sowie über die Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed in Frankreich.

Paris: Ankara ernennt Macrons Studienkollegen als neuen Botschafter

Im Dezember ernannte Ankara einen ehemaligen Studienkollegen des französischen Präsidenten als neuen Botschafter in Frankreich.

Der 47-jährige Ali Onaner studierte gemeinsam mit Emmanuel Macron von 2002 bis 2004 im Rahmen der Léopold-Sédar-Senghor-Förderung an der Nationalen Hochschule für Management (ENA), berichtet das französische Nachrichtenmagazin Le Point.

Onaner, der fließend Französisch spricht, wurde nach seinem Abschluss am Charles-de-Gaulle-Gymnasium in Ankara für zwei Jahre Botschafter der Türkei in Tunesien, wo er an vorderster Front die militärische Intervention des Landes in Libyen begleitete, für die er sich in den tunesischen Medien vehement einsetzte. Ankara unterstützte die Regierung in Tripolis, während Frankreich die andere Seite wählte, die des Führers aus dem Osten Libyens, General Haftar.

Libyen ist eines der vielen Themen, die zwischen der Türkei und Frankreich für Spannungen sorgen, und Ali Onaner wird viel dazu beitragen, die bilateralen Beziehungen zu erleichtern. Onaner ist ein enger Vertrauter von Außenminister Mevlüt Cavusoglu und war von 2017 bis 2018 sein Stabschef. Zuvor war er Leiter der Menschenrechtsabteilung im Außenministerium in Ankara. Onaner und Macron tauschten im September Nachrichten auf Twitter aus. Ersterer ermutigte den sogenannten „Klassenkameraden“, „weiterzumachen“, nachdem der französische Präsident auf Twitter – in türkischer Sprache – eine Aufforderung an die Türkei gepostet hatte, einen „wohlwollenden, verantwortungsvollen Dialog, ohne Naivität“ zu beginnen.

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– Frankreich – Ehrenlegionmedaille für Ägyptens Präsident Abdel Fatah El-Sisi

Der französische Präsident gehört zu den größten Kritikern des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Macron wirft Erdogan die Missachtung der Menschenrechte und die Einschränkung von Pressefreiheit vor. Dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fatah El-Sisi verlieh Macron in einer feierlichen Zeremonie in der vergangenen Woche nun jedoch die höchste Auszeichnung des Landes, die Ehrenlegionmedaille.

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Ukraine
Präsident Selenskyj dankt Erdogan für Evakuierung ukrainischer Seeleute aus Libyen

Kiew – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan für die Hilfe bei der Evakuierung der seit 2016 in Libyen festgehaltenen ukrainischen Seeleute gedankt. „Ich freue mich, unsere Matrosen, Mitglieder der Besatzung des Tankers Kapitän Khayyam, nach fünf Jahren Gefangenschaft in Libyen zu Hause begrüßen zu können! Die Ukraine vergisst nie und lässt ihre Leute nicht in Schwierigkeiten. Besonderen Dank an Recep Tayyip Erdoğan für die Hilfe bei der Evakuierung unserer Bürger. Die Ukraine schätzt die Unterstützung der Türkei,“ schrieb Selenskyj am Freitag auf Twitter.
(Screenshot/Twitter)
Im Februar 2016 hielt die libysche Küstenwache in den Hoheitsgewässern den unter der Flagge von Sierra Leone fahrenden Tanker Captain Khayyam fest. Unter den Besatzungsmitgliedern waren Staatsbürger der Ukraine, der Türkei und Aserbaidschans. Im März 2016 wurde die Besatzung wegen des Verdachts auf Schmuggel von Erdölprodukten verhaftet und im Dezember 2017 zu fünf Jahren Haft verurteilt.

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– Ankara – Ukraines Premier Schmyhal wünscht Freihandelsabkommen mit der Türkei

Die Türkei sei ein wichtiger strategischer Partner für die Ukraine, sagte Denys Schmyhal am Sonntag.

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Türkei
Erdogan zu den Uni-Demos: „Dahinter stecken Terroristen“

Istanbul – Der türkische Präsident hat am Freitag ein Treffen mit den demonstrierenden Studenten in Istanbul abgelehnt. „Warum sollte ich mich mit den Studenten treffen? Sie stecken nicht hinter den Demos“, sagte Recep Tayyip Erdogan gegenüber Reportern nach dem Freitagsgebet. Die eigentlichen Planer seien „Terroristen“, erklärte der türkische Staatschef und erwähnte dabei die Istanbul-Vorsitzende der oppositionellen CHP Canan Kaftancıoğlu. Erdogan bezeichnete die Politikerin als „DHKP-C Militantin“. Die DHKP-C (Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front) ist eine marxistisch-leninistische Untergrundorganisation in der Türkei. Sie verfolgt das Ziel, die Staatsordnung in der Türkei durch einen bewaffneten revolutionären Akt zu zerschlagen. Dabei bedient sie sich in der Türkei auch terroristischer Methoden. Der Oppositionspolitikerin wird eine Nähe zu der Gruppe vorgeworfen. Laut türkischen Medien sei bei den Demos die Hymne der Organisation gespielt worden. Zahlreiche Oppositionspolitiker verurteilten die Festnahmen und auch die Ernennung des neuen Rektors. Der Oberbürgermeister der türkischen Millionenmetropole Istanbul Ekrem Imamoğlu etwa, solidarisierte sich mit den Studenten und Professoren in einem Tweet.

„Ich bin auf der Seite des gerechten Kampfes der Studenten und Akademiker der Boğaziçi-Universität“, twitterte Ekrem Imamoğlu am Montag nach einem Polizeieinsatz gegen protestierende Studenten vor dem Südcampus in İstanbul. Der Bürgermeister forderte zudem in seinem Tweet, die Vetternwirtschaft aus allen Bereichen zu entfernen. Dies würde auch eine anhaltende Talentabwanderung ins Ausland stoppen.

„Junge Menschen aus allen Denkrichtungen werden dann gemeinsam für unsere Zukunft arbeiten. Ich bin auf der Seite des gerechten Kampfes der Studenten und Akademiker der Boğaziçi-Universität“ so Imamoğlu. Auch Politiker der IYI Partei verurteilten die Festnahmen der Studenten. Zahlreiche Studenten verurteilten die Bezeichnung als „Terrorist“. „Wir sind Studenten“, riefen sie gemeinsam vor der Uni. Boğaziçi-Demos Studenten und Professoren der renommierten Boğaziçi Universität in Istanbul, demonstrieren seit der vergangenen Woche gegen die Ernennung eines neuen Direktors durch Präsident Recep Tayyip Erdogan. Der neue Direktor, Melih Bulu, war 2015 für die regierende AKP als Abgeordnetenkandidat angetreten. Die Studenten kritisieren die Ernennung als undemokratisch und fordern das Recht ein, ihren eigenen Direktor zu wählen. „Wir wollen keinen ernannten Rektor. Er wird gehen, wir bleiben!“, riefen die Studenten. Neuer Rektor zeigt Verständnis für Studenten In einem Gespräch mit der Tageszeitung Hürriyet sagte Bulu, der neue Rektor der Boğaziçi-Universität, er habe solche Reaktionen erwartet und verstehe die Gefühle der protestierenden Studenten. „Ich war auch einmal ein Student. Sie [Studenten] verbrauchen ihre Energien gerne mit diesen Dingen, weil sie noch jung sind. Ich sehe das nicht als ein Problem an. Mit der Zeit werden sie es verstehen, wenn sie sehen, was für ein Rektor ich bin“, sagte Bulu der Tageszeitung. Auf die Frage nach seiner politischen Zugehörigkeit sagte Bulu, der bei den Parlamentswahlen 2015 für die regierende Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) kandidierte, er sei nicht mehr in der Politik tätig. „Ich bin seit 2009 in der Wissenschaft, ich habe kein Interesse an der Politik, ich bin Akademiker“, sagte Bulu und schlug vor, dass die Leute „einen Blick“ auf die Universitäten werfen sollten, wo er Rektor und Dekan war.  

Corona-Krise
OECD-Bildungsexperte Schleicher begrüßt Berliner Schulöffnungspläne

Der Bildungsdirektor der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Andreas Schleicher, hat die Pläne des Berliner Senats, die Schulen trotz Corona-Lockdowns schrittweise zu öffnen, begrüßt. Im Inforadio vom rbb sagte Schleicher am Freitag, Bildung sei immer Beziehungsarbeit und nicht nur Wissensvermittlung. „Gerade in den ersten Schul- und Lebensjahren ist der Präsenzunterricht einfach nicht ersetzbar. (…) Insofern ist der Ansatz in Berlin, wenn das die Gesundheitslage zulässt, sehr vernünftig, dass man gerade bei den kleinsten Kindern schnell anfängt, auch in begrenzten Klassen.“ Bei den höheren Jahrgängen könne auch der Wechselunterricht, die Digitalisierung, etwas erreichen, so Schleicher. Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass das digitale Angebot in Deutschland noch sehr begrenzt ist. Schleicher forderte außerdem so viel wie möglich Ersatzunterricht und Zusatzangebote in den Ferienzeiten. „Jetzt einfach zu sagen, das Schuljahr ist verloren und wir setzen das einfach irgendwann obendrauf, ist keine akzeptable Lösung.“

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– Corona-Pandemie – Ex-Corona-Leugner fordert Mitmenschen zum Maskentragen auf

Der 50-jährige Chuck Stacey aus Florida nahm das Virus bis vor Kurzem nicht so ernst und hielt es wie viele Skeptiker für eine Art Grippe. Auch Masken hielt er für nutzlos und trug sie nicht.

Ex-Corona-Leugner fordert Mitmenschen zum Maskentragen auf

Immobilien
Trotz Corona: Mieten stiegen auch 2020 um bis zu 12 Prozent

Eine aktuelle Analyse der Angebotsmieten von Wohnungen (40 bis 120 m²) in 80 deutschen Großstädten zeigt:
  • Wohnen wurde auch 2020 vielerorts teurer: In 67 von 80 untersuchten Städten steigen die Mieten im Vergleich zum VorjahrSpitzenreiter München verteuert sich weiter: Angebotsmieten sind bei 18,60 Euro pro Quadratmeter – 2 Prozent mehr als 2019
  • Mieten in Köln steigen um 6 Prozent auf 11,50 Euro, in Hamburg um 3 Prozent auf 12,10 Euro
  • Trotz Mietendeckel: Berliner Mieten klettern um 5 Prozent auf 12,50 Euro, da Preise im unregulierten Neubau heftig anziehen
  • Leichte Entspannung in kleineren Hochschulstädten, weiterhin günstiges Preisniveau für Mieter in ostdeutschen Städten
Im Krisenjahr 2020 lässt sich am Wohnungsmarkt keine Trendwende beobachten. Die anhaltende Corona-Pandemie hat keine merklichen Auswirkungen auf die Angebotsmieten: In über 4 Fünftel der Großstädte steigen die Quadratmeterpreise von Wohnungen mit 40 bis 120 Quadratmetern im abgelaufenen Jahr weiter. Das zeigt ein Vorjahresvergleich von immowelt für 80 deutsche Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Auch in der teuersten Stadt München klettert das Mietniveau weiter: Der Quadratmeterpreis erhöht sich um 2 Prozent auf 18,60 Euro im Median. Millionenstädte verteuern sich weiter In anderen bereits hochpreisigen Metropolen wird das Wohnen ebenso teurer. In Köln steigt das Preisniveau bei Neuvermietungen um 6 Prozent auf 11,50 Euro, in Hamburg um 3 Prozent auf 12,10 Euro. Noch teurer ist es in Berlin, wo Mietwohnungen für 12,50 Euro pro Quadratmeter angeboten werden. Die Hauptstadt ist jedoch ein Sonderfall, denn dort soll der im Februar 2020 eingeführte Mietendeckel eigentlich einen weiteren Anstieg verhindern. Bestandswohnungen werden in der Tat günstiger, aber das Angebot schrumpft. Obendrein klettern die Mieten in unregulierten Neubauten (Baujahr ab 2014) nun umso stärker, wie eine immowelt Auswertung aus dem November zeigt. Über das ganze Angebot betrachtet wachsen die Angebotsmieten daher auch in Berlin um 5 Prozent. Bis zu 12 Prozent: heftige Zuwächse im Umland von Stuttgart Die höchsten Anstiege verzeichnen Reutlingen mit 12 Prozent (10,30 Euro) und Pforzheim mit 9 Prozent (8,50 Euro). Beide sind nur knapp über der Marke von 100.000 Einwohnern, aber einerseits wirtschaftlich prosperierende Städte und andererseits unweit des Ballungsraums Stuttgart. In der Landeshauptstadt stieg der Preis auf 13,60 Euro (+3 Prozent). Reutlingen und Pforzheim waren schon immer auch für Pendler attraktiv. Diese Attraktivität dürfte angesichts steigender Home-Office-Quoten sogar noch steigen, da Wohnungssuchende mit Option auf Heimarbeit auch weitere Wege nicht scheuen, wenn sie nicht mehr täglich pendeln müssen. Der Einzugsbereich von großen Ballungsräumen könnte so noch größer werden. Denn derzeit gilt: Hochpreisig ist und bleibt es vor allem dort, wo große Zentren von überregionaler Bedeutung in unmittelbarer Nähe sind: In Mainz steigt das Niveau auf 12,10 Euro (+5 Prozent), in Offenbach am Main auf 11,10 Euro (+5 Prozent) – beide sind bei Frankfurt am Main (14,60 Euro). In Augsburg macht sich bei 10,70 Euro (+7 Prozent) auch die Nähe zu München bemerkbar. Eine verhaltene Entlastung auf dem Wohnungsmarkt stellt sich derzeit vor allem in kleineren Universitätsstädten ein. Eine Entwicklung, die sich bereits im 1. Halbjahr 2020 in einer immowelt Auswertung angedeutet hatte. Weil es wegen Corona weniger Präsenzveranstaltungen an Hochschulen gibt, sind weniger Studenten auf Suche nach einer Bleibe. Ein leichter Rückgang der Angebotsmieten von 3 Prozent ist in Heidelberg (11,60 Euro) und Erlangen (10,60 Euro) zu beobachten. In Münster sinkt das Niveau im Vorjahresvergleich um 4 Prozent auf 10 Euro. Über 25.000 Studierende sind in Potsdam eingeschrieben. Nach zuletzt starken Anstiegen, auch wegen der Nähe zu Berlin, pendelt sich das Niveau mit einem Rückgang von 5 Prozent derzeit bei 9,90 Euro ein – ein Grund dürfte auch das Ausbleiben von Studienanfängern auf Wohnungssuche sein. Im Osten weiterhin günstiges Niveau Höhere Preise bei Neuvermietungen müssen auch Wohnungssuchende in Großstädten in Ostdeutschland bezahlen, allerdings bleibt das Niveau im deutschlandweiten Vergleich weiterhin niedriger. Leipzig und Dresden sind beliebte und boomende Städte, trotzdem finden Mieter noch Wohnraum zu Preisen von unter 8 Euro pro Quadratmeter: In Dresden werden im Median 7,70 Euro verlangt – 3 Prozent mehr als 2019. Leipziger müssen bei Neuvermietung im Mittel 7,00 Euro (+3 Prozent) für den Quadratmeter zahlen. Ein Ausreißer im Osten ist Jena: Dort steigt das Preisniveau auf 9,30 Euro und ist damit 2 Prozent höher als 2019. In der Vergangenheit sorgten dort vor allem die vielen Studierenden für eine große Nachfrage nach Wohnraum und gehobene Mieten. Trotz Corona scheint das Niveau in der thüringischen Stadt derzeit noch nicht ausgereizt.

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– Finanzen – Stadt vs. Land: Wo sich der Umzug finanziell lohnt

StepStone hat die Gehaltsdaten und Lebenshaltungskosten der 10 größten Städte Deutschlands und der angrenzenden Landkreise analysiert. Viele Arbeitnehmer*innen finden ein Leben auf dem Land zunehmend attraktiv – da sie durch Corona mehr von zu Hause arbeiten können. Wer statt in Berlin im Landkreis Oder-Spree wohnt und arbeitet, hat am Ende des Monats mehr als doppelt so viel Geld übrig.

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Corona-Pandemie
Corona-Impfstoff: Türkisches Pharmaunternehmen Abdi Ibrahim erhält Lizenz für Produktion

Istanbul – Das führende türkische Pharmaunternehmen Abdi Ibrahim gab am Donnerstag bekannt, dass das türkische Gesundheitsministerium dem Unternehmen die Genehmigung zur Herstellung und Abfüllung von Dosen mit inaktiven sowie mRNA-basierten Impfstoffen gegen das neuartige Coronavirus erteilt hat, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu (AA). „Wir sind derzeit in der Lage, 20 Millionen Impfstoffe zu produzieren“, sagte der Vorsitzende des Unternehmens, Nezih Barut, in einer schriftlichen Erklärung und betonte, dass die Firma über die Technologie und Infrastruktur verfüge, die für die Impfstoffproduktion und die Abfüllung der Fläschchen erforderlich sei. Das Unternehmen sei bereit, kurzfristig zusätzliche Investitionen zu tätigen, wenn die Produktion größerer Mengen von COVID-19-Impfstoffen erforderlich sei, berichtet AA weiter. „Die Genehmigung des Gesundheitsministeriums als Ergebnis der Inspektionen ist ein Beweis dafür, dass wir Impfstoffe auf Weltniveau produzieren können“, fügte er hinzu und verwies auf die Investitionen des Unternehmens in die Biotechnologie, die er als die Zukunft des Pharmasektors bezeichnete. Barut: „Bei Abdi İbrahim, dem größten türkischen Pharmaunternehmen mit 100 Prozent inländischem Kapital, hat uns die Vision, Leben zu heilen, stets durch unsere 108-jährige Geschichte geleitet. In diesen herausfordernden Zeiten setzen wir alle unsere Ressourcen ein, um die vom Gesundheitsministerium geleitete Mobilisierung zur Bekämpfung der Pandemie voll zu unterstützen. Wir haben die erste Charge des Impfstoffs produziert und an das Gesundheitsministerium geliefert, das bereits in den COVID-19-Behandlungsprotokollen des Ministeriums aufgeführt ist.“ Er erklärte, dass Abdi İbrahim die gesamte Jahresproduktion des Impfstoffs an das Gesundheitsministerium spenden werde, beginnend mit den 1,6 Millionen Dosen, die im April produziert werden sollen, und sagte weiter: „Wir hoffen wirklich, dass dieses Medikament Ärzte, Apotheker, Krankenschwestern und alle medizinischen Fachkräfte unterstützen wird, die mit großer Entschlossenheit, Anstrengung und Aufopferung arbeiten, um unsere Menschen zu heilen.“ Abdi Ibrahim kauft 28,5% der Schweizer OM Pharma Im September vergangenen Jahres kaufte Abdi Ibrahim auch 28,5 Prozent des in der Schweiz ansässigen Biotech-Unternehmens OM Pharma für 530 Millionen Dollar. „Mit diesem Partnerschaftsabkommen wird der lange Trend, dass türkische Firmen von ausländischen Unternehmen übernommen werden, zum ersten Mal umgekehrt“, so Barut. Laut einer Erklärung des Unternehmens ist Abdi Ibrahim durch die Akquisition das erste und einzige türkische Pharmaunternehmen, das eine strategische Partnerschaft mit einem europäischen Partner eingeht. „Die Partnerschaft und vor allem unsere biotechnologischen Produkte werden unseren Zugang zu neuen Märkten erleichtern, insbesondere zu Lateinamerika, China und den USA“, sagte Barut. Ebenso werde OM Pharma nun einen leichteren Zugang zum Nahen Osten und Nordafrika haben, wo Abdi Ibrahim eine bedeutende Präsenz genießt.
Die Pandemie hat die Bedeutung einer einheimischen Pharmaindustrie hervorgehoben“, betonte er. „Als Marktführer in der Türkei in den letzten 18 Jahren haben wir unsere Ambitionen immer hoch gehalten. Wir sind das erste türkische Unternehmen, das unter den globalen Top-100-Pharmaunternehmen rangiert. Wir haben eine der fortschrittlichsten pharmazeutischen Produktionsanlagen in der Türkei und in Europa aufgebaut. Wir haben mit AbdiBio eine führende Position in der Biotechnologie in der Türkei eingenommen. Wir eröffneten Produktionsstätten in Kasachstan und Algerien. Wir investierten in ein Start-up-Unternehmen in den USA, um neue Moleküle zu erforschen. Wir hielten immer ein Auge offen für Akquisitionsmöglichkeiten in Europa und den USA, die wir als Führungsmöglichkeit für die pharmazeutische Industrie unseres Landes sahen.

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Unter Hochdruck suchen weltweit Forscher nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigte am Mittwoch an, dass ein in der Türkei entwickelter Impfstoff im April kommenden Jahres einsatzbereit sein werde.

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