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ASALA-Terror: Türkei gedenkt ermordeten Staatsbediensteten Dursun Aksoy

Die Türkei gedenkt heute der Ermordung eines Staatsbedienstetern durch die armenischen Terrororganisationen ASALA und JCAG. Verwaltungsattaché Dursun Aksoy, 39, wurde 1983 vor seinem Haus in Belgien ermordet. 

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Ankara – Die Türkei gedenkt heute der Ermordung eines Staatsbedienstetern durch die armenischen Terrororganisationen ASALA und JCAG. Verwaltungsattaché Dursun Aksoy, 39, wurde 1983 vor seinem Haus in Belgien ermordet.

Am 14. Juli 1983, um 10.30 Uhr Ortszeit, wurde Aksoy, als er vor seiner Wohnung sein Auto starten wollte, in den Hals und in die Brust geschossen. Der 39-jährige türkische Diplomat starb noch am Tatort.

„Ich habe aus dem Fenster geschaut“, sagte der Augenzeuge Serge van Peborrgh über das Attentat, „ich sah das Opfer in sein Fahrzeug einsteigen. Es stand eine Person außerhalb des Wagens. In diesem Moment hörte ich zwei Schüsse.“ Der Attentäter sei schnell vom Tatort geflohen.

Drei armenische Terrorgruppen übernahmen die Verantwortung für den Mord – die Armenische Geheimarmee für die Befreiung Armeniens (ASALA), die Justizkommandos des armenischen Völkermords (JCAG) und die Armenische Revolutionsarmee (ARA).

Der Augenzeuge habe den Attentäter, der später in den Niederlanden verhaftet wurde, identifiziert. Er sei jedoch freigelassen worden, da mehrere Zeugen ihm ein Alibi lieferten. Sie sagten aus, dass er sich zum Zeitpunkt des Attentats in Frankreich aufgehalten habe. Seine anschließende Freilassung löste in der Türkei große Empörung aus.

Obwohl die belgischen Behörden zusagten, dass die Ermittlungen fortgesetzt würden, sind bis heute – mehr als 35 Jahre später – keine weiteren Verdächtigen festgenommen worden, und der Mörder von Aksoy bleibt straffrei, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. 

In den Jahren 1975 bis 1984 wurden türkische Botschafter und Diplomaten weltweit zum Ziel der  ASALA und ähnlicher Gruppierungen.

ASALA tötete in diesem Zeitraum bei verschiedenen Anschlägen insgesamt 42 türkische Diplomaten, um die türkische Regierung zu zwingen, sich öffentlich zu dem so genannten Völkermord an den Armeniern im Jahr 1915 zu bekennen, Entschädigungszahlungen zu entrichten und Territorium für einen armenischen Staat abzutreten.

Die Terrorakte der Armenier nahmen zwischen 1980 und 1983 zu. In dieser Zeit fanden 580 der insgesamt 699 Anschläge statt. Die Terrorattacken endeten im Jahr 1986.