Adlerkralle 2
Berlin zu PKK-Morden: Terror ist durch nichts zu rechtfertigen

Berlin – Die Bundesregierung hat die Tötung von 13 türkischen Staatsbürgern durch die PKK Terrororganisation scharf verurteilt. „Wie bereits der Europäische Auswärtige Dienst möchten auch wir an dieser Stelle den Familien der Opfer unser tief empfundenes Beileid aussprechen. Terror ist durch nichts zu rechtfertigen, und in bewaffneten Konflikten muss gerade das humanitäre Völkerrecht unbedingt geachtet werden“, sagte die stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amtes Andrea Sasse in einer Pressekonferenz am Montag. 13 Tote in einer Höhle im Nordirak entdeckt Die türkischen Streitkräfte führen im Rahmen der Operation „Adlerkralle 2“ seit dem 10. Februar eine Militäroperation gegen vermutete Stellungen der Terrororganisation PKK in Gara/Nordirak durch. Laut einer Mitteilung des türkischen Verteidigungsministers am Sonntag, wurden während der Anti-Terror-Operation in einer Höhle die Leichen von 13 türkischen Staatsbürgern gefunden. Zwölf seien durch Schüsse in den Kopf, einer durch einen Schuss in die Schulter getötet worden, sagte Hulusi Akar. Die Opfer waren Berichten zufolge seit 2015 und 2016 in der Gewalt der PKK. „Nach ersten Informationen, die von zwei lebend gefangen genommenen Terroristen stammen, wurden unsere Bürger zu Beginn der Operation von dem für die Höhle verantwortlichen Terroristen erschossen“, sagte Akar im Kontrollzentrum der Operation nahe der irakischen Grenze. In der Höhle seien eine große Menge an Waffen und Munition sichergestellt worden, teilte das türkische Verteidigungsministerium in einer separaten Erklärung mit.

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– Türkei – Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu verurteilt Westen für „Doppelmoral bei Terrorismus“

Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hat die „westliche Welt“ wegen ihrer „Doppelmoral“ und der „selektiven Herangehensweise“ zum Thema Terrorismus scharf kritisiert.

Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu verurteilt Westen für „Doppelmoral bei Terrorismus“
 

Türkei
Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu verurteilt Westen für „Doppelmoral bei Terrorismus“

Ankara – Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hat die „westliche Welt“ wegen ihrer „Doppelmoral“ und der „selektiven Herangehensweise“ zum Thema Terrorismus scharf kritisiert.
(Screenshot/Twitter)
„Die Doppelmoral der westlichen Welt in Bezug auf den Terrorismus und ihre selektive Herangehensweise an ‚gute Terroristen‘ und ‚böse Terroristen‘ gehen weiter“, sagte Çavuşoğlu Sonntagnacht in einem Tweet, unter Verwendung der Hashtags #PKKisaHeinousTerroristOrganisation und #PKKExecutesCivilians. (PKK ist eine abscheuliche Terrororganisation, PKK richtet Zivilisten hin) Auch Präsidentensprecher  Ibrahim Kalın verurteilte am Sonntag das „Schweigen der Welt“ zum Terror der PKK. „Sie [PKK] greift türkische und irakische Sicherheitskräfte und Zivilisten an. Sie setzt ihre terroristischen Angriffe in Nordsyrien fort. Die Welt hat die Augen verschlossen und schweigt zu den blutigen Anschlägen der PKK-Terrorgruppe. Dieses Schweigen ist ein beschämender Akt der Komplizenschaft. Wir werden jedoch nicht schweigen“, sagte Kalın am Sonntag in einem Tweet. Erdogan wirft den USA „mangelnde Unterstützung“ vor Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den USA am Montag beim Kampf gegen die PKK „mangelnde Unterstützung“ vorgeworfen. „Wenn sie unsere Allianz weltweit und in der NATO fortsetzen wollen, dann müssen Sie aufhören, sich auf die Seite der Terroristen zu stellen“, sagte Erdogan und beschuldigte die USA, die „PKK, YPG und PYD offensichtlich zu unterstützen“, obwohl sie das Gegenteil behaupteten. Im Kampf gegen das IS-Terrornetzwerk unterstützten die USA die kurdische Miliz YPG. Ankara sieht diese als verlängerten Arm der PKK. 13 Tote in einer Höhle im Nordirak entdeckt Die türkischen Streitkräfte führen im Rahmen der Operation „Adlerkralle 2“ seit dem 10. Februar eine Militäroperation gegen vermutete Stellungen der Terrororganisation PKK in Gara/Nordirak durch. Laut einer Mitteilung des türkischen Verteidigungsministers am Sonntag, wurden während der Anti-Terror-Operation in einer Höhle die Leichen von 13 türkischen Staatsbürgern gefunden. Zwölf seien durch Schüsse in den Kopf, einer durch einen Schuss in die Schulter getötet worden, sagte Hulusi Akar. „Nach ersten Informationen, die von zwei lebend gefangen genommenen Terroristen stammen, wurden unsere Bürger zu Beginn der Operation von dem für die Höhle verantwortlichen Terroristen erschossen“, sagte Akar im Kontrollzentrum der Operation nahe der irakischen Grenze. In der Höhle seien eine große Menge an Waffen und Munition sichergestellt worden, teilte das türkische Verteidigungsministerium in einer separaten Erklärung mit.  

Devisen
Türkei: Lira erreicht 6-Monats-Hoch gegenüber US-Dollar

Istanbul – Die türkische Lira stieg am Montag zum ersten Mal seit Anfang August auf unter sieben Dollar und erreichte somit ein Sechs-Monate-Hoch gegenüber dem US-Dollar. Die Währung lag am Montagmorgen Ortszeit bei 6,9750 und ist in diesem Jahr bisher um mehr als sechs Prozent gestiegen, bei weitem die beste Steigerung in den Schwellenländern. Seit November stieg der Wert sogar um mehr als 20 Prozent. Die türkische Zentralbank hatte im November eine Trendwende in ihrer Geldpolitik eingeleitet und ihren Leitzins von 10,25 Prozent auf 17 Prozent deutlich angehoben. Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hatte damals zudem überraschend den Chef der türkischen Zentralbank, Murat Uysal, nach kaum anderthalb Jahren im Amt gefeuert und den ehemaligen Finanzminister Naci Agbal zum neuen Notenbankchef ernannt. Als weiteren Grund für den Wertanstieg nennen Wirtschaftsanalysten auch eine Mitteilung der türkischen Bankenaufsicht. Ausländischen Investoren wird demnach erleichtert, Zugang zu Finanzierung in Lira zu erhalten.

Damit hebt man Beschränkungen schrittweise auf, die in den letzten Jahren eingeführt wurden. Die Bankenaufsicht erhöht den Umfang der Währungs-Swaps und Derivate-Geschäfte, die türkische Banken mit ausländischen Gegenparteien durchführen können. Dadurch wird es ausländischen Investoren ermöglicht mehr Lira durch Dollar-Swaps zu halten, nachdem ihre Möglichkeiten dazu bislang begrenzt waren, berichtet finanzmarktwelt.

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– Corona-Krise – Trotz Corona: IWF hebt Wachstumsprognose für Türkei auf sechs Prozent an

Während die Wirtschaften vieler Länder im vergangenen Jahr im Zuge der Corona-Krise eingebrochen sind und Finanzexperten auch für 2021 keine Besserungen erwarten, hat der IWF seine Prognosen für die türkische Wirtschaft für dieses Jahr auf sechs Prozent angehoben.

Trotz Corona: IWF hebt Wachstumsprognose für Türkei auf sechs Prozent an
 

Arbeitspolitik
Arbeitsminister Heil drängt Pflege-Arbeitgeber zu bundesweitem Tarifvertrag

Osnabrück – Nach der Einigung von Verdi und dem Pflegeverband BVAP auf Lohnerhöhungen in der Altenpflege sieht Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Chancen auf einen bundesweiten Tarifvertrag gestiegen. „Wenn die Sozialpartner einen Antrag bei mir einreichen und die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, werde ich diesen Tarifvertrag für die gesamte Pflegebranche für verbindlich erklären“, kündigte Heil im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) an. „Das führt zu substanziell besseren Lohn- und Arbeitsbedingungen. Die Gespräche laufen, und ich hoffe, dass alle dazu beitragen, dass es gelingt.“ Die Gewerkschaft Verdi und der BVAP hatten Anfang Februar einen Tarifabschluss finalisiert, der Lohnerhöhungen von bis zu 25 Prozent über zweieinhalb Jahre vorsieht. Heil drängte die anderen Akteure, sich der Vereinbarung anzuschließen: Alle Pflegearbeitgeber sollten die Gelegenheit für diesen historischen Schritt nutzen“, sagte der Minister und wandte sich auch an die Diakonie und die Caritas: „Die kirchlichen Arbeitgeber haben die Möglichkeit, sich über das Gesetz an den Tarifvertrag anzulehnen. Dafür haben wir extra das Tor aufgestoßen. Das wäre ein echter Durchbruch, um die Zukunft der Pflege zu sichern.“ Die Kosten sollen über Sozialbeiträge und nicht durch Steuerzuschüsse aufgebracht werden. „Dass das Geld kostet, ist völlig klar. Klar ist aber auch: Tarifsteigerungen werden über die Pflegeversicherung refinanziert“, betonte Heil in der NOZ. „Es geht hier nicht nur um eine Frage des Respekts, sondern auch eine Frage der Vernunft: Ohne bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen werden wir es bald nicht mehr schaffen, ausreichend Fachkräfte in der Pflege zu finden.“

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– Pflegepolitik – Verdoppelung der Ausbildungsplätze in der Pflege nicht umsetzbar

Berlin wird sein Ziel, die Zahl der Auszubildenden in der Pflege bis 2023 zu verdoppeln, nicht erreichen können.

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Menschenrechte
Belgien: Chinas Verbrechen gegen Uiguren soll als Völkermord eingestuft werden

Brüssel – Nach den USA und Kanada wollen nun auch Abgeordnete in Belgien die Menschenrechtsverletzungen gegen Uiguren in China als Völkermord einstufen. Belgische Parlamentsabgeordnete haben eine Resolution eingereicht, in der sie ihre Regierung auffordern, die Missstände in der nordwestchinesischen autonomen Region Xinjiang als Völkermord zu bezeichnen. Am Donnerstag brachten Samuel Cogolati und Wouter de Vriendt, beide Mitglieder der Ecolo-Groen-Gruppierung, den Vorschlag ein. Sie stützten sich dabei auf die zunehmenden Beweise für Chinas Politik der Massensterilisationen und Zwangsabtreibungen, die sie als Teil einer „zwangsweisen Geburtenunterdrückungskampagne“ bezeichneten, sowie auf die Überführung einer großen Anzahl von Kindern, deren Eltern in den Internierungslagern der Region festgehalten werden, in staatliche Waisenhäuser, berichtet Radio Free Asia. Wenn die Regierung der Empfehlung der Abgeordneten folgt, wäre Belgien das erste EU-Land, das die Situation in der Region als Völkermord bezeichnet, nach den USA, die dies am 20. Januar taten. Ein kanadisches Parlamentskomitee hat Chinas Übergriffe in der Region ebenfalls als Völkermord bezeichnet. Wie RFA weiter berichtet, sagte Cogolati, der auch Co-Vorsitzender der Inter-Parliamentary Alliance on China (IPAC) ist, dass Belgien die Genehmigung des Umfassenden Investitionsabkommens blockieren sollte, das die EU und China im Dezember inmitten einer wachsenden Zahl von Berichten über Gräueltaten in Xinjiang abgeschlossen haben. IPAC hatte „alle demokratische Länder“ bereits zu einer härteren Haltung gegenüber Peking aufgerufen. „Wir können nicht weiterhin ‚business as usual‘ mit China machen, während sich die Beweise häufen, die die schrecklichsten staatlich verübten Menschenrechtsverletzungen gegen Uiguren und andere Gruppen in der Region Xinjiang dokumentieren“, so Cogolati. Es sei inakzeptabel, dass die EU bei den Menschenrechten nachgegeben hat, um ihr Investitionsabkommen mit China zu besiegeln. Die Botschaft aus Belgien und ganz Europa müsse klar sein: „Kein Deal ohne Chinas Ratifizierung der internationalen Zwangsarbeitsstandards“. Die Inter-Parliamentary Alliance on China (IPAC) ist eine internationale, parteiübergreifende Allianz von Parlamentariern aus demokratischen Ländern, die sich auf die Beziehungen zur Volksrepublik China (VRC) und insbesondere zur Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) konzentriert. Sie wurde am 4. Juni 2020, dem Jahrestag der Proteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989, gegründet. Der WUC begrüßte die Resolution am Donnerstag, wobei Präsident Dolkun Isa die Hoffnung äußerte, dass die belgische Regierung „ihren Forderungen nachkommt, indem sie den Völkermord an den Uiguren formell anerkennt und konkrete Maßnahmen ergreift, um ihn zu beenden.“ Der WUC, der Weltkongress der Uiguren, (Englisch World Uyghur Congress) ist eine Organisation der Exil-Uiguren mit Sitz in München.
(Screenshot/Twitter)
Chinas Verfolgung der uigurischen Minderheit in Xinjiang ist in den letzten Jahren eskaliert und kommt nach Ansicht von Experten einem kulturellen Völkermord gleich. Man geht davon aus, dass mehr als eine Million Menschen in Internierungslagern festgehalten werden, und es gibt immer mehr Beweise für Umerziehungsprogramme, Einschränkungen religiöser und kultureller Überzeugungen, Zwangsarbeitsprogramme, Massenüberwachung und Zwangssterilisation von Frauen. Auch Zwangsarbeit gehört zu den Vorwürfen. Trotzdem lassen Konzerne dort produzieren.

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– Menschenrechte – Zwangsarbeit: Großbritannien will China-Importe aus Uiguren-Lagern verbieten

Großbritannien will den Import von Waren verbieten, die im Verdacht stehen, in der chinesischen Provinz Xinjiang durch Zwangsarbeit hergestellt worden zu sein.

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Golf-Kooperationsrat
Saudi Arabien und Katar nehmen Handelsbeziehungen wieder auf

Doha – Der Warenverkehr zwischen Saudi-Arabien und Katar ist am Sonntag, 14. Februar, über den Grenzübergang Abu Samra wieder aufgenommen worden, teilte die Zollbehörde Katars mit. Der saudische Zoll nahm am Salwa-Grenzübergang zu Katar den Betrieb bereits am 9. Januar wieder auf. Vorausgegangen war das bahnbrechende Abkommen vom 5. Januar, mit dem das Königreich, die VAE, Bahrain und Ägypten nach einem über dreijährigen diplomatischen Streit die Beziehungen zu Doha wiederherstellten. Im Juni 2017 hatten die Golfstaaten gegen Katar eine Blockade verhängt, nachdem sie Doha unter anderem beschuldigt hatten, Terrorismus zu unterstützen und dem Iran nahe zu stehen. Katar hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen und erklärt, dass es „keine legitime Rechtfertigung“ für den Abbruch der Beziehungen gebe. Die saudische Grenze, auf die Katar für den Import von Molkereiprodukten, Baumaterialien und anderen Gütern angewiesen war, wurde in den letzten drei Jahren kurzzeitig geöffnet, um Kataris die Einreise nach Saudi-Arabien zu ermöglichen, damit diese die islamische Hadsch-Pilgerfahrt durchführen können. Der diplomatische Durchbruch kam nach einem letzten Vorstoß der scheidenden Trump-Administration und Kuwait, um ein Ende der Krise zu vermitteln. Dies geschah kurz vor der Amtseinführung des designierten US-Präsidenten Joe Biden, während sich Riad auf eine neue Regierung vorbereitet, von der erwartet wird, dass sie eine härtere Gangart gegenüber dem Königreich einschlagen wird.

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– Katar-Blockade – Türkei begrüßt Annäherung zwischen Katar und Saudi-Arabien

Die Türkei hat die Annäherung zwischen Katar und Saudi-Arabien begrüßt.

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Krieg gegen den Terror
„Adlerkralle 2″: Türkische Militäroperation auf PKK-Stellungen im Nordirak

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge

Die türkischen Streitkräfte führen im Rahmen der Operation „Adlerkralle 2“ seit dem 10. Februar eine Militäroperation gegen vermutete Stellungen der Terrororganisation PKK in Gara/Nordirak durch.

Der Einsatz begann in der Nacht um 02:55 Uhr Ortszeit, an dem neben 41 Kampfflugzeugen, Aufklärungs- und Tankflugzeugen, Drohnen, auch ATAK-Kampfhubschrauber sowie Kommando Spezialkräfte (ÖKK) und Spezialeinheiten der Gendarmerie (JÖH) eingesetzt wurden. Seit Jahren unterhält die türkische Armee auch Stützpunkte auf nordirakischem Gebiet, um gegen PKK-Terroristen vorzugehen, die Angriffe auf türkisches Territorium planen. Es handelt sich beim Anti-Terror-Kampf der türkischen Armee um einen der umfangreichsten Einsätze seit Jahren.

Der türkische Nachrichtendienst hatte nach Medienangaben Hinweise erhalten, wonach eine PKK-Terrorgruppe von iranischem Gebiet der Kandil-Berge aus sich auf den Weg gemacht habe, um über Gara Anschläge in der Türkei zu verüben. In den letzten zwei Jahren haben die türkischen Streitkräfte ihre Präsenz im Nordirak noch einmal verstärkt, weil die PKK diese Region als Rückzugsgebiet für weitere Anschläge und Transport-Route von den Kandil-Bergen über Gara nach Sincar und von dort nach Syrien genutzt hatte.

Das weitläufige Areal, von dem hier die Rede ist, erstreckt sich von der iranischen Grenze bis nach Silopi/Türkei. Zum besseren geografischen Verständnis: Gara ist etwa 40 km von der türkischen Grenze entfernt, nach Dohuk sind es 20 km und zur syrischen Grenze 82 km Entfernung. Das Operationsgebiet hatte sich für die Terrororganisation zu einem Logistikzentrum entwickelt. Da jedoch die türkische Armee die Transportwege der Terroristen aus der Luft überwacht und auch Angriffe gegen Waffentransporte durchführt, wurde es für die Extremisten schwieriger, an Waffen und Munition zu gelangen.

Früher war es für die PKK einfach über den Iran und Irak Terroranschläge in der Türkei zu verüben, weil sich diese in den massiven Gebirgszügen mit über 2.000 Metern Höhe gut verstecken und unerkannt bleiben konnten. Die Satelliten- und Drohnenaufklärung kann PKK-Stellungen und Verstecke nun auch im Gebirge orten und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Nicht jede Armee wäre in der Lage, unter diesen extrem schwierigen Bedingungen im Winter eine derartige Militäroperation in den Bergen des Nordirak durchzuführen. Verteidigungsminister Hulusi Akar gab mit den Befehlshabern der anderen Waffengattungen in der Operationszentrale der Armee eine Pressekonferenz.

Nach dessen Angaben wurden beim Einsatz mehr als 50 Ziele aus der Luft zerstört, darunter Terrornester und Lager. 48 Terroristen seien getötet und zwei Extremisten auf der Flucht aus einem Höhlenversteck festgenommen worden. „Die Militäroperation ist abgeschlossen. Unsere Heeres- und Luftwaffeneinheiten sind sicher auf ihre Stützpunkte und Kasernen zurückgekehrt“, so Akar. Die Spezialeinheiten hätten bei ihrer Operation auch Verhör- und Folterzellen, die von der PKK errichtet wurden, zerstört.

Auch aus anderen Teilen des Iraks sollen Zivilisten von den Terroristen verschleppt und in diesen Folterzellen festgehalten werden. Damit zeigt die PKK ihr wahres Gesicht, denn Sicherheitsexperten verweisen seit Jahrzehnten auf die Skrupellosigkeit und Gefährlichkeit dieser Terrororganisation hin, die nicht nur Erwachsene verschleppt, sondern auch Kinder und Jugendliche. Seit über 500 Tagen protestieren kurdische Mütter und Väter gegen die dunklen Machenschaften der PKK vor der Parteizentrale der HDP in Diyarbakır. Die Eltern fordern die sofortige Freilassung ihrer Kinder und beschuldigen die HDP ihre Kinder entführt und der PKK zugeführt zu haben. Die HDP wird verdächtigt, der verlängerte politische Arm der Terrororganisation PKK zu sein.

PKK tötet 13 Zivilisten

Die Sicherheitskräfte hätten in einem von der PKK errichteten Höhlenversteck eine grausige Entdeckung gemacht. 13 Zivilisten, die von der Terrororganisation zuvor verschleppt wurden, seien Akars Angaben zufolge exekutiert worden. Erste Untersuchungen wiesen bei einem Opfer ein Einschussloch an der Schulter und bei den anderen 12 getöteten Kopfschüsse auf.

Die zwei festgenommenen Terroristen gaben bei ihrer Vernehmung an, dass die 13 festgehaltenen Zivilisten zu Beginn der Militäroperation auf Anweisung des Höhlenverantwortlichen der Terroristen getötet worden seien. Nach Informationen von Generalstabschef Yaşar Güler habe das Operationsgebiet eine Länge von 75 km und eine Breite von 25 km umfasst. Bei der „Feindberührung“, also dem ersten Gefechtskontakt mit den Terroristen, sind nach Angaben des Vier-Sterne-Generals drei türkische Soldaten gefallen und drei verletzt worden.

Proxy war gegen die Türkei

Der Twitter-Account der US-Botschaft in Ankara veröffentlichte wegen der drei gefallenen türkischen Soldaten am 12. Februar eine Kondolenz-Mitteilung. Die USA stünden an der Seite ihres „Verbündeten“ und drückten den Familien der gefallenen Soldaten gegenüber ihr Beileid aus.

Die Mitteilung der US-Vertretung ist an Dreistigkeit und Heuchelei kaum zu überbieten, da es die Vereinigten Staaten sind, die die Terrororganisation PKK/YPG mit allen Mitteln einschließlich Waffen, unterstützen. Die USA, Israel und andere „westliche Verbündete“ benutzen Terrororganisationen wie die PKK/YPG, DAESH/IS, FETÖ und andere extremistische Organisationen als Stellvertreter, um durch eine asymmetrische Kriegsführung gegen die Türkei ihre Politik aufzuzwingen. Es findet kein zwischenstaatlicher Krieg wie früher statt, sondern ein „Proxy war“, also ein Stellvertreterkrieg, der durch Terrororganisationen gegen die Türkei geführt wird.

Nach dem erfolgreichen Einsatz der türkischen Armee gegen PKK-Terrornester in Avaşin, Metina, Hakurk, Haftanin etc. auf irakischer Seite zog sich die Terrororganisation unter anderem nach Gara zurück, weil dieses schwer zugängliche gebirgige Areal als Rückzugsort und Logistikzentrum galt. Mit der Zerstörung von Gara richten sich die Blicke nun nach Kandil, Sincar und insbesondere nach Nordostsyrien, wo die Terrororganisation mit massiver Unterstützung der US-Armee etwa 30 Prozent von Syrien besetzt hält.


Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.


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Essen – Thyssenkrupp-Stahlchef Bernhard Osburg pocht auf zusätzlichen Stellenabbau und stellt die bisher vereinbarte Beschäftigungssicherung in Frage. „Im letzten Sommer haben wir teilweise fünf Millionen Euro pro Tag verloren. Darauf haben wir reagiert und müssen das auch weiter entschieden tun“, sagte Osburg im Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). „Geschieht das nicht, sehe ich kaum Chancen, die im Tarifvertrag vereinbarte Beschäftigungssicherung zu halten.“ Der Manager forderte die Arbeitnehmervertreter dazu auf, mit dem Management über zusätzlichen Stellenabbau zu verhandeln. Bislang plant Thyssenkrupp, 3000 Arbeitsplätze in der Stahlsparte abzubauen. „Es war und ist immer unser Anspruch, beim Stahl keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen“, sagte Stahlchef Osburg. „Ob wir das halten können, hängt aber auch von den Ergebnissen ab, die wir jetzt gemeinsam mit der Mitbestimmung erarbeiten müssen.“ Der Stellenabbau müsse unabhängig von einem möglichen Verkauf der Stahlsparte an den Unternehmer Sanjeev Gupta erfolgen, sagte Osburg. „So oder so: Wir müssen daran arbeiten, möglichst wettbewerbsfähig zu sein“, sagte er. Im März will die Thyssenkrupp-Spitze entscheiden, ob Gupta mit seinem Übernahmeangebot zum Zuge kommt.

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Maastricht – In einem Airbus A330 F von Turkish Airlines, der von London kommend am Flughafen Maastricht/Aachen landete, wurde ein blinder Passagier gefunden. Dabei handelt es sich um einen 16-jährigen Jugendlichen aus Kenia. Wie das Luftfahrtmagazin Aerotelegraph berichtet, wurde der junge Mann mit massiver Unterkühlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Die niederländische Polizei untersuche, ob Menschenschmuggler hinter der Tat stecken. „Für uns ist es ein Wunder“, sagte ein Sprecher der niederländischen Polizei gegenüber CNN. „Normalerweise, wenn Menschen so reisen, sterben sie wegen der Kälte oder Sauerstoffmangel“, so Marvin Engh. Er begann seine Reise in Nairobi, der Hauptstadt Kenias, und flog von dort nach Istanbul in der Türkei, bevor er zum Londoner Flughafen Stansted weiterflog, so Engh weiter. Der einzige Flug, der am Donnerstag von Stansted aus in Maastricht landete, war die Turkish Airlines THY6305, Frachtmaschine A332, laut FlightAware, der weltweit größten Flugverfolgungsplattform. Er habe bereits um Asyl gebeten und sein Antrag werde von der niederländischen Einwanderungs- und Einbürgerungsbehörde (INS) bearbeitet, sagte Engh.

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