Assad-Sturz
Syrien: PKK-Ableger schießt auf feiernde Syrer

Das Ende des Assad-Regimes in Syrien ist offiziell. Baschar al-Assad wird samt seiner Familie in Russland leben, während sich Mazlum Abdi als Revoluzzer ausgibt.

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Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel

Das Ende des Assad-Regimes in Syrien ist offiziell. Baschar al-Assad wird samt seiner Familie in Russland leben, während sich Mazlum Abdi als Revoluzzer ausgibt.

Das Ende des Assad-Regimes in Syrien ist offiziell. Auf der anderen Seite muss die nordsyrische Autonomieregion der Kurden unter der Kontrolle der Partei der Demokratischen Union (PYD), dem syrischen Ableger der in der Türkei entstandenen „Arbeiterpartei Kurdistans“ (PKK) nun darum zittern, die Macht zu erhalten.

Deren bewaffneter Arm, die Volksverteidigungseinheiten (YPG) sowie die 2015 gegründeten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), die auf Anraten der USA ins Leben gerufen wurde, versuchen verzweifelt nicht nur die oppositionelle Syrische Nationale Armee (SNA) am Vormarsch auf Städte wie Manbidsch zu stoppen, sondern die syrische Bevölkerung in Ar-Raqqa, Deir ez-Zor oder Tabka zu unterdrücken, die beginnen gegen sie aufzubegehren.

Das Bild, die Erzählung, dass die YPG im Westen von sich gezeichnet hatte, beginnt langsam, aber stetig zu bröckeln. In Manbidsch wurde von SNA ein Gefängnis befreit, in denen Kinder gefangen gehalten wurden, um die Familien in Zaum zu halten oder Jugendliche zu erpressen, die in die SDF zwangsrekrutiert werden sollen. In Ar-Raqqa eröffneten SDF-Milizen das Feuer auf protestierende Syrer, die den Sturz Assads feiern wollten. In der gesamten künstlich geschaffenen, von den USA finanzierten nordsyrischen Autonomieregion der Kurden, rumort es.

Derweil versucht YPG-Führer Mazlum Abdi sich als wahren Revoluzzer zu gerieren, mit auf den Zug der syrischen Revolution aufzuschwingen. Niemand in Syrien nimmt der YPG jedoch ab, gegen Assad gewesen zu sein. Vielmehr half die YPG dem Assad-Regime tatkräftig, sich an der Macht zu halten.

Vergessen ist nicht zum Beispiel die Einnahme von Aleppo, an der nicht nur die iranisch-schiitischen Milizen beteiligt waren, sondern auch kurdische Kräfte der YPG. Deshalb versuchte vergangene Woche die SDF beim Vormarsch der HTS ja auch vergeblich, sich in nördlichen Bezirken von Aleppo zu halten, wie die Regimesoldaten, die jedoch alsbald die Beine in die Hand nahmen.

Wer war aber immer schuld an der syrischen Katastrophe? Die Türkei. Was haben kurdische Revoluzzer im Westen nicht alles der Türkei attestiert und geflucht. Nach rund einem Jahrzehnt ist Assad weg, Iran hat sich abgeseilt, Russland packt die Koffer, USA gedenken sich zurückzuziehen.

Jetzt stehen nur noch die Syrer, die Türkei, und sie, die PKK im Raum. Was soll die Türkei mit denen jetzt machen?


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


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