Syrien
Drohnenangriff in Syrien: Türkischer Geheimdienst tötet ranghohen PKK-Anführer

MIT gelingt bei Anti-Terror-Operation ein weiterer Schlag gegen die PKK. Der mit Haftbefehl gesuchte Extremist wurde bei einem Drohnenangriff im syrischen Ayn al Arab getötet. Anführer wurde in seinem Versteck durch einen Luftangriff ausgeschaltet.

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Ankara – Die Türkei hat nach einem Bericht der oppositionellen Tageszeitung Sözcü ein ranghohes Mitglied der Terrororganisation PKK/YPG bei einem Luftangriff getötet.

Gegen den getöteten Extremistenanführer Ekrem Üstek lag ein Haftbefehl der türkischen Strafverfolgungsbehörden vor. Der türkische Geheimdienst soll den PKK-Anführer seit längerer Zeit nachrichtendienstlich observiert und Erkenntnisse über den genauen Aufenthaltsort gesammelt haben.

Demnach befand sich der Extremist in der syrischen Stadt Ayn al Arab („Kobani“) und traf sich im südlich gelegenen Teil der Ortschaft in einem zweistöckigen Gebäude mit anderen PKK-Mitgliedern. Am 11. Mai wurde der Terroristenanführer bei einem gezielten Drohnenangriff auf das Haus, in dem sich Üstek versteckte, getötet. Laut Sözcü galt dieser als einer der Schlüsselfiguren der YPG in Syrien.

Geländewagen der Terroristen aus der Luft attackiert

Da die türkischen Behörden ihm auf den Fersen waren, wechselte dieser ständig seinen Aufenthaltsort und befand sich in der Vergangenheit in Terrorcamps der Extremisten im Nordirak. Der Terrorist wurde vor seiner Ausschaltung 45 Tage von einem Ermittlerteam observiert. Ferner wurde ein Geländewagen zwischen Aleppo-Ayn al Arab aus der Luft attackiert, dessen Insassen sich nach Zeitungsberichtsangaben mit dem Extremistenanführer treffen wollten, bei dem zwei Terroristen mit ausländischer Staatsangehörigkeit getötet worden sein sollen.

Üstek soll in der türkischen Stadt Şırnak im Namen der PKK/KCK von Inhabern Kleiner und mittelständischer Betriebe Geld („Steuern“) für die Terrororganisation eingetrieben und Anweisungen zur Schließung von Geschäften erteilt haben. Die Große Strafkammer zu Şırnak verurteilte den Extremisten in Abwesenheit deshalb zu 15 Jahren Haft.

Nach seiner Verurteilung setzte sich dieser 2014 nach Syrien ab. Anfang der 90er-Jahre saß er wegen der Beschaffung von Waffen und Munition für die PKK schon einmal 15 Jahre im Gefängnis. Der Terrorist soll an den gewaltsamen Auseinandersetzungen vom 6-8 Oktober 2014 beteiligt gewesen sein, bei dem 53 Menschen starben.

Die Terrormiliz YPG gilt nach Ansicht der türkischen Regierung und Terrorismus-Experten als verlängerter Arm der Terrororganisation PKK in Syrien. Die PKK wird von der Türkei und den USA sowie der EU als terroristische Organisation eingestuft. Sie wird für den Tod von mehr als 40.000 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, verantwortlich gemacht.

Kemal Bölge

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