Münchner Sicherheitskonferenz
Ex-CIA-Chef: Syrische PYD ist „Cousine der PKK“

Der ehemalige CIA-Chef David Petraeus hat am heutigen Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz die Partei der Demokratischen Union (PYD) als „die Cousine der PKK“ bezeichnet. Letztere wird von den USA, der EU und der Türkei als Terrororganisation eingestuft.

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München (nex) – Der ehemalige CIA-Chef David Petraeus hat am heutigen Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz die Partei der Demokratischen Union (PYD) als „die Cousine der PKK“ bezeichnet. Letztere wird von den USA, der EU und der Türkei als Terrororganisation eingestuft.

Petraeus wies darauf hin, dass die Syrien-Politik der Türkei und der USA der Hauptgrund für das angespannte Verhältnis zwischen den beiden Ländern USA sei. Die PYD, die er als erfolgreich im Kampf gegen den IS (Daesh) beschrieb, sei ebenfalls einen der Spannungsfaktoren dar, so der Ex-Geheimdienstler weiter.

Er würdigte die konkreten Vorschläge der Türkei zur Lösung des Syrienkonflikts, die seiner Meinung nach sehr ernstgenommen würden.

Der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik erklärte auf derselben Konferenz, dass Russland in Syrien an Gewicht gewonnen habe, weil die westliche Allianz nicht die notwendigen Schritte unternommen habe.

Isik wies darauf hin, dass die Türkei den Verlust Tausender Menschenleben seit Beginn der Syrien-Krise zu beklagen habe. Sie habe die Terrororganisationen IS (Daesh) und PKK bekämpft, während sie den Putschversuch des Gülen-Netzwerks FETÖ vereitelt habe.

„An diesem Punkt ist unsere größte Erwartung an unsere europäischen und US-amerikanischen Verbündeten, dass sie Verständnis zeigen“, so der türkische Verteidigungsminister weiter.

Die PYD als Vertreter der kurdischen Bevölkerung in Syrien zu akzeptieren wäre ein großer Fehler, warnte Isik.

Vielmehr sei die PYD eine Terrorgruppe, die von hochrangigen PKK-Mitgliedern Befehle entgegennehme und versuche, ihre Dominanz in der Region zu behaupten.

Die Beziehungen zwischen der Türkei und den USA waren zur Zeit der Obama-Administration in eine Spannungsphase eingetreten, da diese die PKK-/PYD-Terroristen in Syrien im Kampf gegen den IS (Daesh) unterstützte und den im US-Bundesstaat im selbstgewählten Exil lebenden Prediger Fetullah Gülen, das Mastermind hinter dem Putschversuch vom 15. Juli 2016, an die Türkei nicht ausliefern wollte.

Die Türkei hat wiederholt darauf hingewiesen, dass sie die Gründung eines unabhängigen Terrorstaates entlang ihrer Grenzen nicht zulassen werde und startete am 24. August 2016 die Militäroperation Schutzschild Euphrat zur Bekämpfung der PKK/PYD und des IS (Daesh) in Syrien.

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