Armenischer Gedenktag
Türkischer Oppositionspolitiker Kemal Kilicdaroglu verurteilt Frankreich

Der Vorsitzende der größten Oppositionspartei der Türkei hat am Mittwoch die Entscheidung Frankreichs, den 24. April zum Nationalfeiertag des so genannten armenischen Völkermords zu erklären, scharf verurteilt.

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Ankara (nex) – Der Vorsitzende der größten Oppositionspartei der Türkei hat am Mittwoch die Entscheidung Frankreichs, den 24. April zum Nationalfeiertag des so genannten armenischen Völkermords zu erklären, scharf verurteilt.

„Drittländer können die Spuren dieser Tragödie nicht auslöschen und die Wunden mit unbegründeten und unnötigen Entscheidungen heilen“, sagte Kemal Kilicdaroglu, Vorsitzender der Republikanischen Volkspartei (CHP), in einer schriftlichen Erklärung.

Der Oppositionsführer sagte, dass die Ereignisse von 1915 für das türkische und armenische Volk „traumatisch“ seien und „tiefe Wunden“ in den kollektiven Erinnerungen der beiden Gemeinschaften hinterlassen hätten.

„Die Erwähnung schmerzhafter Ereignisse der Vergangenheit helfen nicht, eine Brücke zwischen der Türkei und Armenien zu bauen“, sagte Kilicdaroglu.

Neue Generationen sollten die Zukunft auf friedliche Weise und nicht in Konflikten sehen, so Kilicdaroglu.

Die Türkei erkennt die Tragödie hinter den Todesfällen hunderttausender Menschen an, die von 1915 an im Zusammenhang mit den Ereignissen in Ostanatolien während des Ersten Weltkrieges ihr Leben verloren hatten. Allerdings verwahrt sich die Türkei gegen die Beurteilung der Ereignisse als „Völkermord“ und spricht von einer beiderseitigen Tragödie.

Ankara hat wiederholt die Bildung einer gemeinsamen internationalen Historikerkommission angeregt, um die Ereignisse vom Grunde her aufzuarbeiten und historisch zu bewerten. Die Regierung des Osmanischen Reiches hatte 1915 die Deportation armenischer Bevölkerungsteile aus der Region beschlossen, nachdem sich armenische Terrormilizen und Teile der Bevölkerung mit der russischen Armee verbündet hatten, die im Osten an der Kaukasusfront in osmanische Gebiete vorrückte.

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