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Putin-Berater: „USA werden Kurden sich selbst überlassen“

Das einzige Ziel der Vereinigten Staaten sei es, in der Türkei, im Irak, in Syrien und in anderen Ländern Konflikte zu verursachen, indem sie Kurden dazu benutzen, Menschen voneinander zu isolieren und das Sykes-Picot-Abkommen zu verwirklichen, so Nikolajewitsch.

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Ankara (nex) – Der ehemalige russische Diplomat Matusow Wjatscheslaw Nikolajewitsch, der die türkische Hauptstadt Ankara besuchte, äußerte sich gegenüber der türkischen Tageszeitung Yeni Safak zu Putins Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und den jüngsten Entwicklungen in der Region.

Zur Bedeutung der Eurasischen Wirtschaftsunion sagte Nikolajewitsch, dass die eurasischen Gemeinschaften die aufsteigenden Stars der Zukunft seien, und nicht die Europäische Union oder der Westen. Der Westen habe seinen Höhepunkt in der Politik erreicht, während Eurasien ein junges und frisches Gebilde mit großem Potenzial darstelle.

Nikolajewitsch erklärte, dass Russland Präsident Erdogan als bedeutsamen Weltpolitiker und eine starke Person ansehe, die eine wirkliche Sanktionskraft im Nahen Osten habe. „Iran und Russland waren nicht die Initiatoren des Astana-Prozesses und des Waffenstillstands. Es waren Erdogans Ziel und Bemühungen, diesen Konflikt zu beenden. Wir wissen, dass er einen großen politischen Einfluss hat. “

„Den USA wird es nicht gelingen, durch die Instrumentalisierung der Kurden die Türkei zu teilen“

Das einzige Ziel der Vereinigten Staaten sei es, in der Türkei, im Irak, in Syrien und in anderen Ländern Konflikte zu verursachen, indem sie Kurden dazu benutzten, Menschen voneinander zu isolieren und das Sykes-Picot-Abkommen zu verwirklichen, so der russische Diplomat weiter. Den USA werde es nicht gelingen, durch die Instrumentalisierung der Kurden die Türkei zu teilen. 

„In dem Moment, in dem sie [die Vereinigten Staaten] erkennen, dass dies nicht passieren wird, werden sie die Kurden sich selbst überlassen. Sie werden nicht riskieren, es mit der Türkei, dem Iran, Irak, Syrien sowie der arabischen und muslimischen Welt aufzunehmen“, sagte der russische Diplomat gegenüber Yeni Safak.

In Bezug auf die aktuelle politische Situation im Irak sagte Nikolajewitsch, dass Kurden im Irak schon sehr große Territorien erhalten hätten und er nicht glaube, dass sie mit einem Referendum allein so leicht einen Staat gründen könnten. „Das wäre deren Ende. Es gibt in der Region kein Land außer Israel welches solch einen Staat unterstützt“, so Nikolajewitsch.

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