S-400 Luftabwehrsystem
Nach Bundeswehr-Abzug: Putin bietet Türkei gemeinsamen Bau von Abwehrraketen an

Russland ist laut Präsident Wladimir Putin nicht nur zum Verkauf seiner S-400-Luftabwehrsysteme an die Türkei bereit, sondern auch zur gemeinsamen Produktion dieser Systeme auf dem türkischen Territorium.

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Moskau (nex) – Die Gespräche zwischen der Türkei und Russland über den Erwerb des S-400 Luftabwehrsystems sind in die entscheidende Phase getreten. Auf einer Pressekonferenz hatte der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik bereits im April darauf hingewiesen, dass die NATO-Staaten kein finanziell tragbares Angebot für ein alternatives Verteidigungssystem vorgelegt hätten.

Russland ist laut Präsident Wladimir Putin nicht nur zum Verkauf seiner S-400-Luftabwehrsysteme an die Türkei bereit, sondern auch zur gemeinsamen Produktion dieser Systeme auf dem türkischen Territorium. Dies berichtet das russische Nachrichtenportal Sputnik.

Militärexperte Mesut Hakki Casin hat in einem Interview mit Sputnik drei Gründe genannt, warum Ankara dieses gemeinsame Projekt unbedingt brauche. Laut Casin, einem Professor von der Akademie der Luftstreitkräfte in Istanbul und ehemaligem Offizier der türkischen Luftwaffe, sollte Ankara alles dafür unternehmen, um die gemeinsame Produktion von S-400-Systemen mit Russland aufzunehmen.

Zuerst würde das die Sicherheit des Landes stärken, so Casin gegenüber Sputnik. Zweitens würde das das Ausbildungsniveau der türkischen Militärfachkräfte erhöhen und drittens das türkische militärische Ingenieurwesen auf ein qualitativ neues Niveau bringen.

Russland sei einer der Spitzenreiter im Bereich der Herstellung von Luftabwehrsystemen weltweit und die Türkei hätte Casin zufolge seit Anfang der 90er des 20. Jahrhunderts einen wesentlichen Fortschritt im militärtechnischen Bereich erzielt.

Er glaube, eine türkisch-russische Zusammenarbeit bei der Herstellung von Raketenabwehrsystemen sei eine völlig reale Perspektive und die türkische Industrie sei zu einer solchen Kooperation bereit, so der Militärexperte weiter.

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