Sechs tote Soldaten, sechs tote IS-Milizen
Tschetschenien: IS bekennt sich zum Anschlag auf russischen Stützpunkt

Sechs russische Soldaten seien am heutigen Freitagmorgen bei einem Angriff auf eine Abteilung der Nationalgarde durch IS (Daesh)-Milizen in Tschetschenien getötet worden.

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Ankara (nex) – Sechs russische Soldaten seien lokalen Medienberichten zufolge am heutigen Freitagmorgen bei einem Angriff auf eine Abteilung der Nationalgarde in Tschetschenien getötet worden.

Der Vorfall, für den bislang noch nicht identifizierte bewaffnete Milizen verantwortlich seien, habe sich nach einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur TASS gegen 2:30 Uhr Ortszeit in der nordwesttschetschenischen Ortschaft Naurskaja ereignet.

„Während des Kampfes wurden alle Gangmitglieder neutralisiert“, berichtet TASS weiter.

Sechs Kämpfer seien getötet worden, es gebe unter den Angehörigen der Nationalgarde neben sechs getöteten Gefallenen Verletzte, deren Anzahl jedoch nicht bekannt gegeben wurde.

Später habe sich TASS zufolge der IS (Daesh) zu dem Anschlag bekannt.

„Die Terrorgruppe IS (Daesh) hat sich zu dem Anschlag auf die russische Nationalgarde in der Ortschaft Naurskaja in der tschetschenischen Republik bekannt“, erklärte ein Sprecher der Nationalgarde und fügte hinzu:

„Dies ist ein erneuter Beweis dafür, dass die Russische Nationalgarde im Kampf gegen den internationalen Terror an vorderster Front steht.“

Der russische Präsident Wladimir Putin habe den Anschlag als einen tragischen Vorfall bezeichnet, heißt es in einem Statement des Kreml.

Kremlsprecher Dimitri Peskow habe darauf hingewiesen, dass der Präsident der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, die Situation unter Kontrolle habe.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion im Jahr 1991 erklärte Tschetschenien seine Unabhängigkeit. Russland entsandte daraufhin Truppen in das Land – der Erste Tschetschenienkrieg, der von 1994 bis 1996 dauern sollte, brach aus.

1996 endete der blutige Krieg mit einem Waffenstillstandsabkommen. 1999 marschierte die russische Armee erneut in die autonome Republik Tschetschenien ein.

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