CIA-Foltermethoden
USA: CIA-Generalinspektor vernichtet „aus Versehen“ Festplatte mit Folterbericht des Senats

Wie US-amerikanischen Medien am gestrigen Montag zu entnehmen war, hat der Generalinspektor der CIA „versehentlich“ die einzige Kopie eines Senatsberichts über die Foltermethoden der Behörde vernichtet.

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Washington (nex) – Wie US-amerikanischen Medien am gestrigen Montag zu entnehmen war, hat der Generalinspektor der CIA „versehentlich“ die einzige Kopie eines Senatsberichts über die Foltermethoden der Behörde vernichtet.

Christopher Sharpley hatte bereits im vergangenen August den Senatsausschuss darüber unterrichtet, so die Medien, dennoch wurde der Zwischenfall erst öffentlich bekannt, als die Dienstaufsichtsbehörde keine neue Kopie des Berichts vorlegen konnte.

Der 6 700 Seiten umfassende aus Depeschen und Memos erstellte Bericht des Geheimdienstausschusses des Senats enthält Details über den Einsatz von „Waterboarding, Schlafentzug und anderen aggressiven Verhörmethoden“ der CIA in ausländischen Gefängnissen.

Die damalige Ausschussvorsitzende, Senatorin Dianne Feinstein, gab Ende 2014 Kopien des Berichts zur Überprüfung heraus, unter anderem an das Büro des Generalinspektors sowie andere US-amerikanische Geheimdienstbehörden einschließlich der CIA.

Medienberichten zufolge lud Sharpley die Datei im Intranet der Behörde hoch und vernichtete gemäß den Verfahrensvorschriften die Harddisk.

Doch ein weiterer Mitarbeiter löschte die Datei mit dem Bericht, offensichtlich hatte er die Anweisung des Justizministeriums missverstanden, die Datei nicht zu öffnen, damit diese nicht unter das Informationsfreiheitsgesetz falle.

Seit Anfang vergangenen Jahres versuchte der derzeitige Ausschussvorsitzende Senator Richard Burr sämtliche Dateien der Geheimdienste zu retten.

Feinstein drängte Berichten zufolge die interne Aufsichtsbehörde der CIA, eine Kopie des Berichts vorzulegen.

Nachdem das Büro des Generalinspektors den Bericht nicht liefern konnte, sandte Feinstein einen Brief an die Justizministerin Loretta Lynch und den CIA-Direktor James Clapper, der bestätigte, dass die einzige Kopie des Berichts im Büro des Generalinspektors verloren gegangen sei.

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump verspricht, bei seiner Wahl die Folter wiedereinzuführen.

„Würde ich Waterboarding genehmigen? Darauf könnt ihr euren Arsch drauf wetten, dass ich es genehmigen würde – und zwar auf der Stelle!“, versprach er auf einer Kundgebung im vergangenen Jahr.

„Und ich würde sogar mehr als das genehmigen. Macht euch nichts vor, Leute. Es funktioniert, okay? Nur ein dummer Mensch würde behaupten, dass es nicht funktioniert“, fügte er hinzu.

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