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Erdogan erneuert Ankündigung: „Ich trete zurück, wenn Öl-Deal mit IS bewiesen wird“

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erneuerte seine Ankündigung, er trete zurück, sollte bewiesen werden, dass die Türkei Öl vom IS gekauft habe. Gleichzeitig forderte er den russischen Präsidenten Vladimir Putin dazu auf, zu US-Berichten über angebliche Deals eines russisch-syrischen Geschäftsmannes mit den Terroristen Stellung zu nehmen.

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Paris (nex) – Die USA haben die türkische Behauptung bestätigt, wonach der russische Su-24-Kampfjet, der vor einer Woche an der türkisch-syrischen Grenze von türkischen F-16 abgeschossen wurde, zuvor türkischen Luftraum verletzt habe.

„Die uns zugänglichen Informationen, darunter Beweismaterial aus der Türkei selbst und unsere eigenen Aufzeichnungen, deuten darauf hin, dass das russische Flugzeug den türkischen Luftraum verletzt hat“, erklärte Elizabeth Trudeau, Sprecherin des U.S. State Departments, am Montag in Washington. „Wir wissen auch, dass die Türken die russischen Piloten im Vorfeld der Luftraumverletzung mehrfach gewarnt haben sollen, aber keine Antwort erhalten haben.“

Die USA bekräftigen das Recht der Türkei, ihren Luftraum zu verteidigen. „Aber wie der Präsident hat auch Außenminister Kerry gesagt, es ist wichtig, dass die Russen und Türken zu diesem Zeitpunkt miteinander sprechen und Maßnahmen zur Deeskalation der Situation setzen“, fügte Trudeau hinzu. Unterdessen wies der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Rande des Klimagipfels erneut die „Verleumdung“ vonseiten seines russischen Amtskollegen Vladimir Putin zurück, wonach die Türkei von der Terrororganisation IS Öl kaufe.

In seiner Erklärung unterstrich Erdogan, die Türkei bekenne sich dazu, den Terror vom IS in jeder möglichen Weise zu bekämpfen und wiederholte seine bereits vor ein paar Tagen gemachte Ankündigung, wonach er sein Amt zurücklegen werde, sollte irgendein Öl-Ankauf der Türkei von IS bekannt werden.

„Sobald eine solche Anschuldigung bewiesen werden sollte, würde die Ehre unserer Nation mich zu diesem Schritt zwingen“, so Erdogan. „Ich würde nicht im Amt bleiben. Ich frage aber auch Herrn Putin, ob er dies tun würde?“

Der russische Präsident solle stattdessen Ölankäufe russischer Staatsangehöriger vom IS erklären. Erdogan erklärte, US-Quellen hätten bestätigt, dass ein russisch-syrischer Doppel-Staatsangehöriger vom IS Öl gekauft und dieses an die syrische Regierung unter Präsident Bashar al-Assad weiterverkauft hätte. „Russland sollte zu allererst dazu Stellung nehmen“, so Erdogan. Die russische Behauptung, Ankara kaufe Öl von der Terrororganisation, sei „unmoralisch“. Solche Behauptungen müssten bewiesen werden. Die Türkei wisse genau, woher sie ihr Öl beziehe. „Wir kaufen aus Russland, dem Iran, Aserbaidschan, Katar und Nigeria. Wir werden keine Verleumdungen akzeptieren.“ Die Türkei wolle im Angesicht der russischen Sanktionen „geduldig, nicht emotional“ agieren, bevor man selbst irgendwelche Maßnahmen ergreife.

Putin hatte im Vorfeld seine Behauptung erneuert, die Türkei hätte den Kampfjet abgeschossen, um Öllieferungen vonseiten des Daesh abzusichern. Der Abschuss sei ein „großer Fehler“ gewesen und obwohl beide Präsidenten in Paris wären, sei er mit Erdoğan nicht zusammengetroffen.

 

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