Tote Im Gazastreifen
Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kritisiert Israel

Tel Aviv (nex) – Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat die tödlichen Schüsse der israelischen Armee auf palästinensische Demonstranten scharf kritisiert und das Vorgehen Israels bei den Massenprotesten mit mindestens 18 Toten an der Gaza-Grenze verurteilt. Das Vorgehen sei kalkuliert und nicht rechtmäßig gewesen, sagte der stellvertretende Nahost-Direktor Goldstein in Tel Aviv. Für die Toten seien die leitenden israelischen Beamten verantwortlich. Sie hätten den Einsatz scharfer Munition gegen die Demonstranten angeordnet. Israelische Soldaten hätten zudem „exzessive Gewalt“ angewendet. Das Ergebnis seien „vorhersehbare Tode und Verletzungen der Demonstranten“, die dabei keine „unmittelbare Bedrohung für das Leben“ der Soldaten gewesen seien. Bei Protesten waren im Gazastreifen am Karfreitag mindestens 18 Palästinenser während einer Demonstration für das Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge und deren Nachkommen in das Gebiet des heutigen Israel erschossen worden. Israel lehnt die Rückkehr ab.    

Berlin
Gute Nachrichten für Diesel-Fahrer

Berlin (nex) – Vorerst soll es in Deutschland keine Diesel-Fahrverbote geben. Darin scheint sich auch die Große Koalition aus Union und SPD einig zu sein. Das berichtet die „Bild“ „Höhere Dieselsteuern oder Fahrverbote würden jetzt die Falschen bestrafen. Auch die blaue Plakette ist keine Lösung. Nichts davon würde die alten Diesel sauberer machen“ zitiert die Zeitung Umweltministerin Svenja Schulze (SPD). Die Autofahrer treffe keine Schuld, so die Ministerin gegenüber der „Bild“ weiter. Sie hätten ihre Autos gekauft, weil sie dachten, dass sie umweltfreundlicher seien. Vielmehr hätten die Hersteller betrogen und müssten nun reagieren. Auch der niedersächsische Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) sprach sich gegen Fahrverbote aus. „Man darf nicht vergessen: Die meisten Menschen meinen, die Luft sei immer schlechter geworden, aber das Gegenteil ist richtig. Die Luftwerte sind über die Jahre stetig besser geworden“, zitiert „Bild“ Weil. Weil sitzt auch im Aufsichtsrat von Volkswagen.        

Irak
Bagdad: Sechs Türkinnen zum Tode verurteilt

Bagdad (nex) – Ein Gericht in Bagdad verurteilte am gestrigen Montag sechs türkische Staatsbürgerinnen zum Tode und eine weitere zu lebenslanger Haft wegen Mitgliedschaft in der Terrororganisation IS. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf eine Quelle des Gerichts. Die Frauen hätten sich im vergangenen Jahr den Kämpfern der Peshmerga ergeben, nachdem sie aus Tal Afar geflohen waren, einem der letzten IS-Stützpunkte, die im vergangenen Jahr von den irakischen Sicherheitskräften zurückerobert wurden. Alle Frauen seien im Gericht mit kleinen Kindern erschienen, so die Quelle gegenüber der AFP. Die Frauen hätten ausgesagt, dass sie ins Land gekommen waren, um sich ihren Männern anzuschließen, die für den IS kämpften. Mit derselben Anklage verurteilte ein irakisches Gericht bereits im Februar 15 weitere Türkinnen zum Tode. Wie die AFP weiter berichtet, schätzten Experten, dass im Irak insgesamt etwa 20.000 Menschen wegen angeblicher Mitgliedschaft im IS inhaftiert sind. Es gebe keine offizielle Zahlen. Mindestens 560 Frauen sowie 600 Kinder seien wegen Verwandschaft zu mutmaßlichen IS-Kämpfern festgenommen worden.

Krise in Katalonien
Riexinger: Abschiebung von Puigdemont stoppen

Linken-Chef appelliert an Oberlandesgericht: Abschiebung von Puigdemont stoppen Osnabrück (ots) – Linken-Chef Bernd Riexinger hat das Oberlandesgericht in Schleswig aufgefordert, die Abschiebung des in Schleswig-Holstein festgenommenen katalanischen Separatistenführers Carles Puigdemont jetzt noch zu stoppen. Riexinger fordert Freilassung des katalanischen Separatistenführers: „Es liegt kein Straftatbestand vor“ „Ich fordere die Freilassung von Puigdemont, da kein Straftatbestand vorliegt“, sagte Riexinger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Am Tag des von Puigdemont organisierten katalanischen Unabhängigkeitsreferendums habe es keinerlei gewalttätige Ausschreitungen gegeben. Eine Abschiebung des katalanischen Ex-Regionalchefs wäre daher „ein fatales, politisches Signal – europaweit“. Trotz des europäischen Haftbefehls dürften Menschen, die wegen ihrer politischen Überzeugung verfolgt würden, nicht ausgeliefert werden, sagte Riexinger. Er forderte die Bundesregierung auf, im Fall Puigdemont „klare Bekenntnisse und politische Haltung zu zeigen und nicht die Justiz vorzuschieben“. Die spanischen Behörden wollen die Auslieferung des Katalanen wegen der Straftatbestände der Rebellion sowie der Veruntreuung öffentlicher Gelder erreichen und erwirkten daher einen Europäischen Haftbefehl. Die Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holstein nannte das spanische Auslieferungsersuchen gestern nach „intensiver Prüfung“ zulässig und hat beim Oberlandesgericht in Schleswig einen Auslieferungshaftbefehl für den Separatistenführer beantragt.

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Medizin
Sodbrennen: Was bei Essen und Getränken beachtet werden soll

Refluxkrankheit: Was darf ich?
Sodbrennen kennen viele Menschen. Meist tritt saures Aufstoßen oder Brennen im Oberbauch, das hinter dem Brustbein nach oben zieht, nach dem Genuss bestimmter Speisen, im Liegen oder bei viel Stress auf. Nach einigen Minuten oder Stunden legt sich Sodbrennen in der Regel wieder. Daneben kann sich der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre auch als Verschleimung, Räuspern, Kratzen im Hals oder Schluckbeschwerden äußern. Neben diesen kurzzeitigen Beschwerden, kann es aber auch zu permanenten Problemen kommen. Hier spricht man von der Refluxkrankheit.
Was bei Essen und Getränken beachtet werden soll
Welche Nahrungsmittel für Schwierigkeiten sorgen, unterscheidet sich von Patient zu Patient. Einige allgemeine Leitlinien für die Ernährung gibt es allerdings. Als erste Regel gilt: Achten Sie individuell darauf, was Ihnen nicht gut tut und Refluxbeschwerden auslöst, aber auch auf das, was Ihnen gut tut und keine weiteren Beschwerden verursacht. Bereits durch eine sorgfältige Auswahl der Getränke, können Beschwerden gelindert werden. Durch kohlensäurehaltige Limonaden und Mineralwasser kommt es auch bei gesunden Menschen zum Luftaufstoßen, da der Körper das Gas ausleitet. Bei Betroffenen der Refluxkrankheit steigt hier in der Regel jedes Mal etwas Magensäure mit auf, daher sind stilles Wasser und verschiedene Tees besser geeignet, den Durst zu stillen. Saure Säfte, stark gesüßte Getränke, Alkohol und Kaffee können das Sodbrennen ebenfalls verstärken. Der Magen muss bei fettigen, kalorien- und kohlenhydratreichen sowie großen Mahlzeiten besonders viel Magensäure bilden. Die Verweildauer im Magen verlängert sich deutlich, der „Druck nach oben“ hält länger an. Dies gilt es jedoch zu vermeiden, um den Reflux nach dem Essen einzudämmen. Viele Patienten haben Beschwerden, wenn das Abendessen spät eingenommen wird und fett- und kohlenhydratreich ist, mittags sind diese Mahlzeiten hingegen problemlos zu verzehren. Scharfes Essen kann die Schleimhäute zusätzlich reizen, daher sollten Speisen moderat gewürzt und Extreme möglichst gemieden werden. Dies gilt vor allem für asiatische Gerichte.
Vorsicht auch bei Obst und Gemüse
Ohne Frage, Obst und Gemüse sind gesund und wichtig für den Körper, da sie Vitamine und Mineralstoffe liefern. Wer von der Refluxkrankheit betroffen ist, sollte aber Vorsicht walten lassen. Denn säurehaltiges Obst und Gemüse kann nicht nur den Darm plagen, sondern auch Sodbrennen verursachen. Hierzu zählen etwa Tomaten, Zwiebeln und Sauerkraut. Auch Obst wie Orangen, Mandarinen, Grapefruits, Äpfel, Trauben und Himbeeren können Beschwerden bereiten. Problemlos genießbar sind meist Kartoffeln, Karotten, Kürbis, Blumenkohl, Bananen und Mango. Auch hier gilt: Achten Sie auf Ihre individuellen Verträglichkeiten
Hilfe aus dem Kräutergarten und andere Tipps bei Sodbrennen
Verschiedene Tees wirken beruhigend auf den Magen, zudem hilft viel trinken generell, um die Magensäure zu verdünnen und vom Mageneingang wegzuspülen. Zu den wirksamen Kräutertees zählen Kamille, Fenchel, Anis, Schafgarbe und Kümmel. Auch Ingwer kann helfen (aber in Maßen, damit die Schärfe nicht zu Beschwerden führt). Bei einem akuten Fall von Sodbrennen hilft oft auch ein großes Glas Wasser. Des Weiteren ist es ratsam, drei Stunden vor dem Zubettgehen nicht mehr zu essen, damit der Magen und in der Folge auch Sie zur Ruhe kommen. Eine leichte Hochlagerung des Oberkörpers in der Nacht sorgt zudem dafür, dass Magensäure nicht in die Speiseröhre übertreten kann. Ein paar Minuten Bewegung nach dem Essen beschleunigt die Magenentleerung und kann sehr hilfreich sein.
Tritt keine Linderung ein: Ab zum Arzt!
Wer über 4 Wochen mit Refluxbeschwerden zu kämpfen hat und allein durch eine Ernährungs- und Verhaltensumstellung keine zufriedenstellende Besserung erreicht, sollte sich in ärztliche Behandlung begeben. Denn auf Dauer kann die Magensäure die Speiseröhre nicht nur akut entzünden, sondern auch zu chronischen Veränderungen führen, die ein erhöhtes Risiko für Speiseröhrenkrebs darstellen können. Dies sollte unbedingt zumindest einmal untersucht werden. Manchmal liegt auch gar keine Refluxkrankheit vor und andere Therapieansätze können für eine Besserung sorgen. Manche Veränderungen muss man regelmäßig kontrollieren, um schwerwiegende Veränderungen frühzeitig entdecken zu können. All dies kann Ihnen Ihr Gastroenterologe nach sorgfältiger Abklärung beantworten. Insbesondere kann er für Sie geeignete Therapieformen (Medikamente, Operationen, Coaching, Entspannungstraining) empfehlen, wenn sie sinnvoll und erfolgsversprechend sind.  
Dr. med. Christof Pfundstein
  • Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Notfall- und Ernährungsmedizin
  • eigene Praxis in München
Dr. Pfundstein war in verschiedenen Kliniken und Praxen tätig, bevor er sich 2013 in seiner eigenen Privatpraxis in München Bogenhausen niederließ. Mit hohen Ansprüchen widmet er sich allen gastroenterologischen Erkrankungen und Untersuchungen – von Darmspiegelungen über Hämorrhoiden bis zu Sodbrennen.  

Reisen
Beliebteste Flughäfen: Istanbul weltweit auf Platz drei

Hamburg (ots) – Der Singapore Changi Airport ist der beliebteste Flughafen 2018 – so das Ergebnis einer umfangreichen Auswertung* von 50.000 Kundenbewertungen, die vom Online-Reiseportal eDreams durchgeführt wurde. Damit ist der südostasiatische Flughafen im Vergleich zu 2016 nicht nur auf Anhieb in die Top 10 aufgestiegen, sondern konnte sich auch direkt die Spitzenposition im Ranking unter den weltweit führenden Flughäfen sichern. Auf Platz zwei folgt der Zürich Airport, der im Vergleich zu 2016 eine Position gutmachen konnte. Vor allem der Wartebereich hat es den Reisenden angetan und wurde prompt mit dem besten Rating belohnt. Der Istanbul Atatürk Airport konnte sich als Newcomer im Ranking 2018 den dritten Platz sichern. Spitzenplätze neu besetzt Im Vergleich zu 2016 konnten sich nur wenige Flughäfen auch in 2018 unter den Top 10 halten Dazu zählen der Airport Zürich (Platz 2), der Flughafen München (Platz 5) sowie der Frankfurt Airport (Platz 7). Mit dem Düsseldorf International Airport ergänzt auf Platz 6 ein deutscher Flughafen die Riege der besten zehn. Auch er ist ein wahrer Newcomer, der 2016 noch nicht in der Top 10 vertreten war. Damit gehören insgesamt drei deutsche Flughäfen zu den beliebtesten Airports weltweit. Helsinki-Vantaa und Glasgow International, die Topplatzierten aus dem letzten Jahr (Platz 1 u. Platz 2), sind 2018 nicht mehr im Ranking zu finden. Berliner Flughäfen bei Reisenden unbeliebt Doch deutsche Flughäfen finden sich nicht nur im Ranking der beliebtesten Airports, sondern auch unter den Top 5 der unbeliebtesten Flughäfen 2018. So belegen die beiden Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld den dritten und vierten Platz auf der Unbeliebtheitsskala. Schönefeld konnte sich damit immerhin gegenüber seiner Position als schlechtester Flughafen 2016 leicht verbessern. Als weltweit unbeliebtester Flughafen geht aus der Umfrage der marokkanische Mohamed V Airport hervor, dicht gefolgt vom Ciampino Airport in Rom. Die zehn beliebtesten Airports 2018 1. Singapore Changi Airport 2. Zürich Airport 3. Istanbul Atatürk International Havalimani Airport 4. Copenhagen International Airport 5. Franz Josef Strauss Airport, München 6. Düsseldorf International Airport 7. Frankfurt International Airport 8. Adolfo Suárez Madrid – Barajas Airport 9. Fiumicino Airport, Rom 10. Heathrow Airport, London Die fünf unbeliebtesten Airports 2018 1. Mohamed V Aiport, Casablanca 2. Ciampino Airport, Rom 3. Flughafen Tegel, Berlin 4. Flughafen Schönefeld, Berlin 5. Luton International, London Flughäfen für Feinschmecker, Shopping-Liebhaber und lange Wartezeiten Zusätzlich zu einer Gesamtbewertung wurden die Reisenden auch um ihre Einschätzung in den Einzelkategorien „Beste Restaurants“, „Shopping“ und „Wartebereiche“ gebeten. In der Kategorie „Beste Restaurants“ konnte sich mit dem El Dorado Airport in Bogotá ein echter Newcomer durchsetzen, gefolgt von den Flughäfen Zürich (Platz 2) und Adolfo Suárez in Madrid (Platz 3). Am besten shoppen lässt es sich laut Bewertungen in den Geschäften des Ranking-Gesamtsiegers: Singapore Changi Airport. Aber auch in der bayrischen Landeshauptstadt kommen Shopping-Begeisterte laut Umfrage auf ihre Kosten. Der Franz Josef Strauss Flughafen landet hinter Singapur auf Platz 2 und somit noch vor Zürich. Und wo wartet es sich am besten? Reisende gaben an, dass ihnen die Wartebereiche am Flughafen Zürich am besten gefallen, gefolgt von Singapore Changi und London Heathrow. Der Sieger des letzten Rankings Dallas/Fort Worth Airport und der drittplatzierte Frankfurt International Airport schaffen es 2018 nicht in die Top 3. * Analysiert wurden insgesamt 50.000 Bewertungen von Reisenden, die 2017 mit eDreams geflogen sind und nach ihrer Rückkehr automatisch per E-Mail um eine Bewertung des Flughafens gebeten wurden. Aufgenommen in die Wertung wurden Flughäfen, die mindestens 150 Bewertungen erhalten haben.

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Der sich noch im Bau befindliche dritte Flughafen in Istanbul wird nach den Worten des türkischen Ministers für Verkehr, Schifffahrt und Kommunikation, Ahmet Arslan, einen großen Beitrag für die Wirtschaft leisten und Arbeitsplätze schaffen.

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Kiel
Staatsanwaltschaft will Puigedemont abschieben

Kiel (nex) – Die Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holstein will Kataloniens Ex-Präsidenten Carles Puigdemont an Spanien ausliefern. Beim Oberlandesgericht in Schleswig-Holstein sei bereits ein Auslieferungshaftbefehl für ihn beantragt worden. Die Richter prüfen nun den Haftbefehl und entscheiden, ob die Auslieferung zulässig ist. Puigdemont wurde am Sonntagmorgen bei der Einreise aus Dänemark in Deutschland festgenommen. Er war auf der Rückreise von Finnland nach Belgien, wo er im Exil lebte. Am Freitag hatte der oberste Gerichtshof Spaniens Strafverfahren gegen ihn und weitere katalanische Politiker eröffnet. Gegen Puigdemont und sechs weitere Politiker wurden Haftbefehle erlassen. Puigdemont und seinen Kollegen drohen in Spanien wegen Rebellion, Volksverhetzung und Unterschlagung 30 Jahre Gefängnis. Er setzte sich im vergangenen Oktober nach Belgien ab. Bayernpartei-Vorsitzenden Florian Weber verurteilte in einer Erklärungn die Entscheidung der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holstein: „Formaljuristischer Spitzfindigkeiten direkt aus dem Elfenbeinturm ohne jeden Bezug zur Realität – anders kann ich die Aussagen der Staatsanwaltschaft nicht werten. Noch habe ich Hoffnung, dass die Gerichte das Auslieferungsansuchen zurückweisen. Diese Hoffnung hat aber heute einen Dämpfer erhalten. Ich kann nur an das Gericht appellieren, sich nicht zum verlängerten Arm der Bundesregierung zu machen, die es sich mit der spanischen Zentralregierung nicht verscherzen will. Eine Einmischung in den katalanisch-spanischen Konflikt sollte die Bundesrepublik, gerade im Hinblick auf die Historie, tunlichst vermeiden.“

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Prominews
Christine Neubauer : „Heute bin ich im Reinen mit mir!“

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Hamburg – Der TV-Star Christina Neubauer (55) hat sich verändert. Die laute und lustige Schauspielerin war DAS Gesicht der ARD und auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, als sich ihr Leben vor rund sieben Jahren schlagartig veränderte. Sie hatte sich in der Lebensmitte neu verliebt und ihren Mann verlassen. Was folgte, war ein Tsunami, beruflich wie privat. Christine Neubauer verrät exklusiv im Interview mit Meins (EVT 04.04.), wie sie diese Zeit überwunden hat und was ihr Halt gibt. Die Schauspielerin war lange Zeit starken Anfeindungen ausgesetzt und wurde verachtet. In der Öffentlichkeit als Ehebrecherin abgestempelt zu werden ging nicht spurlos an ihr vorbei: „Ich tue mich noch immer sehr schwer, zu akzeptieren, dass so ungerecht über mich geurteilt wurde. Da wurde ein konstruiertes Bild von mir präsentiert, dem ich so gar nicht entspreche. Das macht mich heute noch sprachlos und diese Machtlosigkeit ist für mich psychisch schwer zu ertragen. Als Opfer darfst du scheinbar keine Seele haben…“ Inzwischen hat Christine Neubauer ihren Frieden für sich gefunden. „Ich schöpfe meine Energie aus der Schönheit des Lebens und all dem Positiven, was ich erleben darf. Trotz aller Niederschläge, die ich hatte. Ich habe das Urvertrauen, immer wieder aufstehen zu können und mit mir im Reinen zu sein – das motiviert mich! Ich bin ein sehr sensibler und verletzlicher Mensch. Aber ich versuche immer das Gute darin zu sehen und mache mir das sehr oft bewusst. Das ist mir, als ich jünger war, nicht so gelungen. Aber heute im Alter hilft mir die Gelassenheit, darauf zu vertrauen, dass selbst nach schlechtesten Zeiten die guten wieder kommen.“ Die Anstrengungen und der Schmerz der Vergangenheit zahlten sich aus. Bei Dreharbeiten in Chile lernten sich Christine Neubauer und der spanischsprachige Fotograf José kennen und lieben. „Liebe ist nicht berechenbar. Sie ist etwas, was wir weder bestimmen noch greifen können. Sie passt in keinen Terminplaner und kommt, wenn man am wenigstens damit rechnet – ohne uns zu fragen!“ Die Schauspielerin ist stolz auf ihre Entscheidung: „Mut zu haben lohnt sich immer! Alleine es getan zu haben, auch auf die Gefahr hin, zu scheitern, ist die Belohnung – für einen selbst! Einfach mutig zu tun, was wir uns wünschen, stärkt uns!“ Seit ein paar Jahren hat Christine Neubauer eine Wohnung in der Altstadt von Palma auf Mallorca gemietet und verbringt viel Zeit auf der Insel. Auf die Frage, ob sie sich ganz bewusst von Deutschland und den Erinnerungen distanziert, antwortet sie: „Ach nein, ganz so ist es nicht. Aber ich liebe die Insel seit Jahren. Es war immer schon ein Traum von mir, in der Altstadt von Palma zu leben, inmitten von Cafés und Geschäften, so voll im Treiben. Und natürlich ist das Wetter großartig für meine Stimmung. Die Sonne tut mir gut.“

Tourismus
Köln führt die Hotelpreise im ersten Quartal an

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Köln – Deutschlandweit sind die Hotelpreise im ersten Quartal und im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um rund ein Prozent auf 88 Euro gestiegen. Dies ergab eine Auswertung des Hotelportals HRS. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Hotelpreise in vielen Städten um zwei bis sieben Prozent. Köln führt die Liste der deutschen Städte mit 112 Euro an. In Europa ist Zürich mit 170 Euro und weltweit Sydney mit 200 Euro an der Spitze. Deutschland: Köln führt die Hotelpreise im ersten Quartal an Die höchsten Hotelpreise mussten Gäste in Köln bezahlen: Internationale Messen wie die imm cologne, die Süßwarenmesse ISM und nicht zuletzt der Karneval trieben die Hotelpreise im ersten Quartal auf durchschnittlich 112 Euro (+3,7 Prozent zum Vorjahr). Auf Köln folgen Frankfurt am Main mit 108 Euro und Stuttgart mit 104 Euro. Stuttgart erzielte mit einem Plus von 7,2 Prozent das höchste Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Um fast vier Prozent gefallen sind die Preise in München von 102 auf 98 Euro. Günstigste Hotelübernachtungen innerhalb Deutschlands buchten Gäste auch in diesem Quartal in Dresden mit durchschnittlich 75 Euro pro Nacht. Europa: Amsterdam und Prag sind die Ausreißer Die Hotelpreisentwicklung in Europa war im ersten Quartal 2018 sehr unterschiedlich: Die meisten Preisschwankungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bewegen sich im einstelligen Prozentbereich. Einzig die Ausreißer Amsterdam (135 Euro) und Prag (74 Euro) erzielten Preissteigerungen von rund zehn Prozent. Auch wenn die durchschnittlichen Hotelpreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken, zählten Zürich (170 Euro), London (165 Euro) und Kopenhagen (136 Euro) im ersten Quartal zu den teuersten Städten Europas. Schlusslicht der europäischen Destinationen ist Istanbul: Hier sanken die Preise im Vergleich zum ersten Quartal 2017 um sieben Prozent auf nun 69 Euro. Welt: Globaler Rückgang der Hotelpreise im ersten Quartal Anders als in Europa und Deutschland sind die Hotelpreise der wichtigsten globalen Destinationen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Im Schnitt sanken die Hotelpreise in den betrachteten Monopolen um 5,5 Prozent. An der Spitze der globalen Auswertung steht im ersten Quartal Sydney mit einem durchschnittlichen Preis von 200 Euro (Vorjahr: 206 Euro) pro Hotelübernachtung, gefolgt von Washington (194 Euro, Vorjahr: 226 Euro) und New York (189 Euro, Vorjahr: 193 Euro). Am Ende der Auswertung steht Kuala Lumpur mit 62 Euro, obwohl die Preise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 15 Prozent zugelegt haben. Zur Auswertung: Betrachtet wurden alle nicht stornierten Hotelbuchungen im Zeitraum 01.01.2018 bis 31.03.2018 über das Portal HRS sowie der entsprechende Vorjahreszeitraum. In der Auswahl berücksichtigt wurden sowohl Einzel- als auch Doppelzimmer, mit und ohne Frühstück in Hotels der Kategorien 1 bis 5 Sterne. Ausgewertet wurden Destinationen mit entsprechend großem Buchungsvolumen.

Naher Osten
Saudischer Kronprinz: Israelis haben Recht auf eigenes Land

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Riad (nex) – Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat Israel überraschend das Recht auf ein eigenes Land zugesprochen. In einem Interview mit dem US-Magazin „The Atlantic“ sagte er, dass sowohl Israelis als auch Palästinenser das Recht auf ihr eigenes Land hätten. „Alle Menschen haben das Recht, friedlich in ihrem Staat zu leben“, so der 32-jährige Kronprinz. Ein Friedensabkommen sei nötig, um für alle Stabilität zu gewährleisten und normale Beziehungen zu unterhalten. Saudi-Arabien erkennt Israel diplomatisch nicht an und unterstützt die Palästinenser.  Hinter verschlossenen Türen hat sich das Verhältnis zwischen den einstigen Erzfeinden jedoch gebessert. Saudi-Arabien hatte im vergangenen Monat erstmals sogar seinen Luftraum für ein Passagierflugzeug mit dem Ziel Israel geöffnet. Als Grund für die Annäherung der beiden Staaten sehen Beobachter einen gemeinsamen Feind: Iran. Israel und Saudi Arabien sehen den schiitischen Iran als eine Bedrohung an.