Corona-Krise
Deutlich mehr infizierte Kita-Kinder in NRW nach Ende der Einschränkungen

Köln – Die Infektionen mit dem Coronavirus sind in den Kitas von NRW im Februar wieder stark gestiegen. Das geht aus einem Monitoring-Papier des Familienministeriums hervor, das dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vorliegt. Danach wurden im Februar 426 Kinder mit Covid-19 registriert, im Januar waren es 176. Bei den Mitarbeitern stieg der Wert von 421 auf 692. Im Ministerium, das von FDP-Politiker Joachim Stamp geführt wird, geht man davon aus, dass der Anstieg mit der stärkeren Nutzung der Betreuungsangebote zusammenhängt. Stamp hatte zunächst an die Eltern appelliert, die Kinder zu Hause zu betreuen. Ab dem 22. Februar war die Warnung aufgehoben worden. Im März steigen die Zahlen bei den Kindern offenbar weiter. Bis zum 12. März wurden bei ihnen bereits 314 neue Infektionen festgestellt. Der Höchststand war im November mit 569 Fällen gemessen worden. Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD, sagte dieser Zeitung, jetzt „räche sich“, dass „die Teststrategie des Landes nicht effektiv“ sei und es keine funktionierende Infrastruktur gebe: „Da NRW keine mobilen Teams einsetzt, können sich Erzieherinnen oft nur in Arztpraxen testen lassen.“ Das werde aber kaum in Anspruch genommen, weil es in die Arbeitszeit falle. Wie bei den Schulen werde ein Sicherheitsnetz nur versprochen. „Tatsächlich lässt die Landesregierung die Beschäftigten und Familien hier im Stich.“

Auch interessant

– Corona-Pandemie – Corona unter Migranten: Özdemir fordert gezielte Aufklärungskampagne

Covid-Patienten mit Migrationshintergrund: Özdemir fordert „Infokampagne mit Promis und Medizinern“. Ex-Grünenchef vor Integrationsgipfel: Kanzlerin sollte russische Community auf Russisch ansprechen – „Es gibt hier und da auch Ignoranz“.

Corona unter Migranten: Özdemir fordert gezielte Aufklärungskampagne

Krim-Krise
Union verurteilt Russlands „Krim-Besetzung“

Am 18. März 2014 wurde im Kreml der Vertrag über den Beitritt der Krim zur russischen Föderation unterzeichnet. Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, verurteilte in einer Stellungnahme „die Besetzung“: „Heute vor sieben Jahren wurde die Krim und mit ihr die Stadt Sewastopol in die Russische Föderation eingegliedert. Für die CDU / CSU – Fraktion im Deutschen Bundestag ist und bleibt die Besetzung der Krim durch Russland ein eindeutiger Bruch geltenden Völkerrechts. Mit der Annexion der Krim wurden erstmals seit dem 2. Weltkrieg unverletzlich geltende Grenzen in Europa verschoben. Russland hat damit nicht nur die Charta der Vereinten Nationen, die Charta von Paris, die Nato-Russland-Grundakte sowie das Memorandum von Budapest verletzt, sondern zudem die nach dem Ende des Kalten Krieges gemeinsam aufgebaute europäische Sicherheitsordnung in ihren Grundfesten erschüttert. Dass ein Mitglied des Europarates, dessen Ziel die Stärkung von Menschrechten, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie ist, ein anderes Mitglied militärisch angreift, galt bis dahin als nicht vorstellbar. Mit der Annexion der Krim wurden zudem zentrale Elemente der Abrüstungsbemühungen hin zu einer nuklearwaffenfreien Welt durch Russland zerstört. Denn im Memorandum von Budapest 1994, mit dem sich die Ukraine zur Abgabe aller Atomwaffen verpflichtet hatte, sicherte Russland gleichzeitig die Unantastbarkeit der ukrainischen Grenzen zu. Durch die Missachtung des Budapester Memorandums liefert Russland heute für viele Staaten einen Vorwand, an ihren Nuklearwaffenprogrammen festzuhalten. Russland hat die Welt gefährlicher gemacht. Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag setzt sich unvermindert für die Rückkehr der Krim in den ukrainischen Staatsverbund ein und unterstützt den europäischen Weg der Ukraine zu einem modernen demokratischen, rechtsstaatlichen und wirtschaftlich starken engen Partner von EU und NATO. Die Ukraine besitzt gemäß der Charta von Paris vom 21. November 1990 das Recht der freien Bündniswahl. Russland kann nur ein glaubwürdiger Partner in der Welt sein, wenn es sich an geschlossene Verträge hält. Sonst wird Russland zum Außenseiter, der seine wirtschaftlichen und strukturellen Schwächen durch Kriege zu verdecken versucht.“

Zum Thema

– Krim-Krise – „Die Türkei wird die illegale Annexion der Krim nicht anerkennen“

Bei einer Sonderveranstaltung zur Krim auf der 46. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates betonte der stellvertretende Außenminister Yavuz Selim Kiran, dass die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine respektiert werden müsse.

„Die Türkei wird die illegale Annexion der Krim nicht anerkennen“

Naher Osten
Erdogan: Saudi Arabien will türkische Kampfdrohnen

Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erklärte am Dienstag, dass Saudi-Arabien den Wunsch geäußert habe türkische Kampfdrohnen zu kaufen. Gleichzeitig kritisierte Erdoğan die Entscheidung des Königreichs, gemeinsame Luftübungen mit Griechenland durchzuführen. „Saudi-Arabien führt gemeinsame Übungen mit Griechenland durch“, sagte Erdoğan bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Mitgliedern des Präsidialrats von Bosnien und Herzegowina in der Hauptstadt Ankara „Aber auf der anderen Seite, gerade jetzt gibt es eine Anfrage von Saudi-Arabien für bewaffnete UAVs von der Türkei. Das sind die neuesten Entwicklungen,“ sagte er, ohne näher darauf einzugehen. Mehrere Länder haben in den letzten Jahren Interesse an Drohnen aus türkischer Produktion gezeigt, die in regionalen Konflikten wie Syrien, Libyen und Berg-Karabach erfolgreich waren. Letzte Woche hatte Erdoğan sein „Bedauern“ über die gemeinsame griechisch-saudische Militärübung ausgedrückt. „Ich bedauere, dass Saudi-Arabien gemeinsame militärische Übungen mit Griechenland durchführt,“ sagte der türkische Staatschef am vergangenen Freitag. Griechenland und Saudi-Arabien führen derzeit ein gemeinsames Luftwaffenmanöver im östlichen Mittelmeer durch. Mehrere saudi-arabische Kampfflugzeuge des Typs F-15C trafen hierfür letztes Wochenende auf Kreta ein. Bei dem Manöver „Falcon Eye 1“ kommen F-15C Flugzeuge der RSAF und F-16, Dassault Mirage 2000 und F-4 Phantom Flugzeuge der griechischen Luftwaffe zum Einsatz. Die Übungen konzentrierten sich auf die Durchführung mehrerer Trainingseinsätze, die offensive und defensive Gegenoperationen sowie Luftunterstützungsoperationen umfassten. Die Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und der Türkei hatten sich in den letzten Jahren verschlechtert. Als Saudi-Arabien und seine Verbündeten 2017 eine Wirtschaftsblockade gegen Katar verhängten, brachte die Türkei ihre Unterstützung für Doha zum Ausdruck und verstärkte ihre Handels- und Militärbeziehungen mit diesem Land. Der schreckliche Mord an dem regimekritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul im Oktober 2018, hat die Beziehungen weiter belastet. In den letzten Monaten haben jedoch beide Länder den Wunsch für eine Verbesserung der Beziehungen angekündigt. Die Hoffnungen der Türkei, die Spannungen mit Saudi-Arabien abzubauen, sind Teil einer größeren regionalen Anstrengung. Ankara hat wiederholt gesagt, dass es auch Aussichten sieht, die Beziehungen zu Ägypten zu verbessern, die angespannt sind, seit die ägyptische Armee 2013 einen Präsidenten der Muslimbruderschaft stürzte, der Erdogan nahe stand. Erdoğan und der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu betonten letzte Woche, die Türkei habe die diplomatischen Kontakte mit Ägypten wieder aufgenommen und wolle weiter zusammenarbeiten.

Zum Thema

– Ausland – Türkei und Ägypten nehmen wieder diplomatische Beziehungen auf

Die Türkei und Ägypten haben ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen.

Türkei und Ägypten nehmen wieder diplomatische Beziehungen auf
   

Anfal-Genozid
Kurden gedenken weltweit des Anfal-Genozids – Hunderttausende flohen damals in die Türkei

Sulaimaniyya/Irak (nex) – Kurden auf der ganzen Welt gedenken diese Woche des 33. Jahrestages des Anfal-Genozids, bei dem verschiedenen Quellen zufolge 50.000 bis 180.000 Kurden von der Baath-Armee des Saddam-Regimes getötet wurden. Der damalige türkische Staatspräsident Turgut Özal öffnete Hunderttausenden Kurden die Grenzen und brachte sie in Flüchtlingslagern unter. Die Anfal-Kampagne war ein Kreuzzug gegen die kurdische Widerstandsbewegung im Nordirak, den die irakische Regierung in den letzten Phasen des Iran-Irak-Kriegs durchführte. Die Kampagne hat ihren Namen der Sure al-Anfal im Koran zu verdanken, der von der damaligen irakischen Regierung als Codename für eine Reihe von systematischen Angriffen auf die kurdische Bevölkerung benutzt wurde, die zwischen 1986 und 1989 stattfanden und ihren Höhepunkt im Jahr 1988 erreichten. Während der Anfal-Operation wurden fast 3.000 Dörfer zerstört und Tausende Familien vertrieben. Fast sämtliche kurdische Regionen waren Ziel der Genozid-Kampagne. Am schlimmsten betroffen war jedoch die Garmian-Region, wo ganze Gemeinden zerstört wurden und die Bevölkerung gewaltsam in den Südirak deportiert wurde, wo sie entweder hingerichtet wurden oder „verschwanden“. Allein vom Stamm der Barzanis sind mindestens 5.000 bis 8.000 Mitglieder deportiert und ermordet worden. Angeführt wurde die Kampagne von Ali Hassan al-Majid, einem Cousin des irakischen Präsidenten Saddam Hussein aus Saddams Heimatstadt Tikrit. Die Anfal-Kampagne beinhaltete den Einsatz von Bodenoffensiven, Luftangriffen, systematischer Zerstörung von Siedlungen, Massendeportationen, Erschießungskommandos und chemischer Kriegsführung, was al-Majid den Spitznamen „Chemical Ali“ einbrachte. Unterstützt wurde die irakische Armee von kurdischen Kollaborateuren, die von der irakischen Regierung bewaffnet wurden, den so genannten Jash-Kräften, die die irakischen Truppen zu kurdischen Dörfern, die oft nicht auf Landkarten verzeichnet waren, sowie zu ihren Verstecken in den Bergen führten. Die Jash-Kräfte machten häufig falsche Versprechungen über Amnestie und sicheres Geleit.

Auch interessant

– Militäroffensive in Syrien – Türkischer Botschafter: 300.000 syrische Kurden fanden Zuflucht in der Türkei

Der türkische Botschafter zu Berlin, Ali Kemal Aydın, hat sich in einer auf der Webseite der Auslandsvertretung veröffentlichten Stellungnahme zu der andauernden Anti-Terror-Offensive der türkischen Streitkräfte in Nordsyrien geäußert.

Türkischer Botschafter: 300.000 syrische Kurden fanden Zuflucht in der Türkei

Rüstungsindustrie
Ukrainisches Triebwerk für den türkischen Hubschrauber ATAK 2

Ankara – Die Türkei will für ihren geplanten Kampfhubschrauber ATAK 2, der als Konkurrent zu Boeings Apache gilt, ein schweres Hubschraubertriebwerk aus der Ukraine beziehen. Prof. Dr. Temel Kotil, Generaldirektor der Turkish Aerospace Industries (TAI), gab bekannt, dass ein Motor ukrainischen Ursprungs den schweren Kampfhubschrauber antreiben wird. Das Triebwerk würde von TAI gebaut werden, berichteten türkische Medien am Montag. Der Hubschrauber soll seinen Erstflug im Jahr 2024 absolvieren. Das türkische Präsidium für Verteidigungsindustrien (SSB) und TAI unterzeichneten im Februar 2019 einen Vertrag über die Entwicklung des Triebwerks. Der türkische Hubschrauber wird der gleichen Klasse angehören wie der in den USA hergestellte Boeing AH-64 Apache und der russische Mi-28NM Night Hunter. Er wird ein maximales Abfluggewicht von 10 Tonnen und eine Nutzlast von über 1200 kg haben. Der Hubschrauber soll mit einer 30-mm-Kanone, einer Raketenbewaffnung der neuesten T129-Versionen und moderner Avionik ausgestattet sein. Der ATAK 2 wird Berichten zufolge auf der Grundlage der in Syrien gewonnenen Kampferfahrungen entwickelt. Er wird einen besseren Schutz für den Piloten, moderne Elektronik und eine große Auswahl an hängenden Waffen bieten. Das Projekt für Angriffshubschrauber der schweren Klasse wurde gestartet, um die Bedürfnisse der türkischen Streitkräfte in diesem Bereich zu erfüllen. Mit dem Projekt wird ein effektiver und abschreckender Angriffshubschrauber geschaffen, der eine hohe Nutzlast tragen kann, widerstandsfähig gegen schwierige Umweltfaktoren ist, mit fortschrittlicher Technologie für Zielverfolgungs- und Bildgebungssysteme, elektronische Kriegsführungssysteme, Navigationssysteme, Kommunikationssysteme und Waffensysteme ausgestattet ist sowie eine hohe Manövrierfähigkeit und Leistung hat.

Auch interessant

– Türkei – Istanbul: Ukraine und Türkei unterzeichnen Militärabkommen

Die Türkei und die Ukraine haben ihre langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen am Freitag mit der Unterzeichnung eines Abkommens zur militärischen Zusammenarbeit weiter gestärkt.

Istanbul: Ukraine und Türkei unterzeichnen Militärabkommen

Meinung
Mörder des türkischen Generalkonsuls in den USA freigelassen

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge Das Oberste Gericht des Bezirks Los Angeles (USA) ordnete im Februar die Freilassung des armenischen Attentäters und Terroristen Hampig Sassounian an, der am 28. Januar 1982 mit einem Komplizen den türkischen Generalkonsul Kemal Arıkan (1927-1982) ermordet hatte. Der Diplomat fuhr an jenem Morgen mit dem Auto zur Arbeit, als er an einer roten Ampel hielt und aus einem anderen Auto das Feuer auf ihn eröffnet wurde, worauf er noch am Tatort seinen Schussverletzungen erlag. Kemal Arıkan erhielt keinen Personenschutz Den Tätern gelang zunächst die Flucht. Später wurden sie von der Polizei gefasst, weil sich ein Zeuge am Tatort das Autokennzeichen aufgeschrieben hatte. Obwohl das Generalkonsulat zuvor bei der Polizei in Los Angeles einen Antrag auf Personenschutz gestellt hatte, gewährten die Sicherheitsbehörden dem Konsul keinen Polizeischutz. Der Diplomat Kemal Arıkan stammte aus einfachen Verhältnissen, absolvierte nach dem Abitur durch Fleiß und harte Arbeit ein Jurastudium und wurde später Karrierediplomat im türkischen Außenministerium. Zum Anschlag bekannte sich die armenische Terrororganisation JCAG, die mit der ASALA 58 türkische Staatsbürger ermordete, darunter 33 Diplomaten sowie 19 ausländische Bürger. Beide Terrororganisationen haben strukturelle und ideologische Verbindungen zu der 1890 in Tiflis gegründeten Armenischen Revolutionären Föderation (ARF) der Daschnaken. In Kaliforniern leben besonders viele Amerikaner armenischer Abstammung, deren politische Organisationen als besonders einflussreich gelten. In Los Angeles hatten nationalistische Armenier bereits 1980 einen Bombenanschlag auf das Haus des Generalkonsuls verübt. Lebenslange Freiheitsstrafe ohne Bewährung für den Attentäter Später wurden auch Vereine und Reisebüros angegriffen, die von Amerikanern türkischer Abstammung betrieben wurden. Beim Gerichtsprozess saß nur Sassounian auf der Anklagebank, weil seinem Komplizen Krikor Saliba die Flucht gelang und er noch im gleichen Jahr im libanesischen Bürgerkrieg angeblich ums Leben kam. Am 18. Januar 1984 verurteilte der High Court in Los Angeles Sassounian wegen Mordes zu lebenslanger Haft ohne Bewährung (life imprisonment without parole). Auf Antrag der Anwälte des Attentäters wurden seit 2006 insgesamt sieben Verhandlungen über eine Freilassung abgehalten, zuletzt am 25. Mai 2020, die allesamt mit einer Ablehnung endeten. Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein rechtskräftig verurteilter Mörder, der zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden war, nun freigelassen wird, zumal er seine Tat nie bereut hat und von nationalistischen Armeniern als „Held“ verehrt wird. Die Daschnak Partei in Kaliforniern soll seit Jahren Spenden für den Täter gesammelt haben. Zu Beginn seiner Haft erhielt dieser Briefe von Kindern und Jugendlichen, die der armenischen Jugendorganisation (Armenien Youth Federation) angehörten. Diese Briefe erschienen in der armenischen Zeitung The Armenian Weekly, und in dieser Publikation wurde darüber hinaus eine Mitteilung von Sassounian veröffentlicht, in der dieser seine Unschuld beteuert und sich für die finanzielle und psychologische Unterstützung bedankt. Armenischer Terrorismus als Teil der politischen Kultur Das Bedenkliche an der Mitteilung von Sassounian an die Kinder und Jugendlichen besteht darin, dass er sie dazu aufforderte, den „Kampf weiterzuführen“, und schrieb, es lohne sich, die armenischen Behauptungen zu verteidigen. Mit dieser gefährlichen Botschaft an armenischstämmige Kinder und Jugendlichen wird Terror als „Mittel zum Zweck“ gerechtfertigt und heroisiert. Terrorismus ist nach Ansicht des Historikers Bilal Şimşir ein Teil der politischen Kultur der Armenier, weil die ARF bei ihrer Gründung gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Einsatz terroristischer Mittel zur Erreichung von politischen Zielen als legitim ansah. In dieser „Tradition“ sind auch die armenischen Attentate von 1920 bis 1922 und 1973 bis 1984 einzuordnen. Das Attentat auf Talat Pascha Wie der Attentäter von Los Angeles war auch Soghomon Tehlirian Mitglied einer armenischen Terrororganisation. Vor genau 100 Jahren, am 15. März 1921, wurde der ehemalige Ministerpräsident und Innenminister des Osmanischen Reiches, Mehmet Talat Pascha (1874-1921), von dem armenischen Attentäter Soghomon Tehlirian (1896-1960) in Berlin-Charlottenburg getötet. Der Täter wurde nach dem Mord zwar festgenommen, und ihm wurde später der Prozess gemacht, aber seine Aussage vor Gericht war genauso frei erfunden wie seine angebliche psychische Krankheit. In Wirklichkeit war Tehlirian Mitglied eines armenischen Mordkommandos namens „Operation Nemesis“, das Attentate auf Anführer der jungtürkischen Partei Komitee für Einheit und Fortschritt (KEF) durchführte. Der Begriff Nemesis ist der griechischen Mythologie entlehnt und steht für gerechten Zorn. Zur Planung des Attentats hielt sich Tehlirian, der zuvor in Istanbul einen Armenier ermordet hatte, 1920 in den Vereinigten Staaten auf. Seine Organisation war ein verlängerter Arm der ARF. Am 3. Juni 1921 sprach das Berliner Geschworenengericht Tehlirian „wegen geringer Schuldfähigkeit“ frei. Der Sohn von Tehlirian bestätigte 2015 in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, dass sein Vater vor dem Berliner Gericht gelogen hatte, und sah es kritisch, dass sein Vater von Armeniern als Held angesehen werde. Attentatswelle gegen türkische und aserbaidschanische Persönlichkeiten Der Attentäter hatte Komplizen, doch auf der Anklagebank saß nur Tehlirian, der für diesen hinterhältigen Mord nicht zur Rechenschaft gezogen wurde. Das Gericht beschäftigte sich nicht mit möglichen Hintermännern des Anschlags. Es folgten weitere Attentate auf türkische und aserbaidschanische Persönlichkeiten wie den ehemaligen Ministerpräsidenten Said Halim Pascha, der am 5. Dezember 1921 in Rom von dem armenischen Terroristen Arşavir Şriakin ermordet wurde. Dr. Bahattin Şakir und Cemal Azmi Bey wurden am 17. April 1922 in Berlin getötet. In Tiflis fielen am 21. Juli 1922 General Ahmet Cemal Pascha und zwei seiner Adjutanten einem Attentat zum Opfer. Der erste Ministerpräsident Aserbaidschans, Fatali Han Hayoski und der aserbaidschanische Innenminister und Diplomat Behbud Chan Dschawanschir, wurden ebenfalls Ziel armenischen Terrors. Armenische Milizen verübten Massaker an muslimischer Zivilbevölkerung Das Deutsche Reich war mit dem Osmanischen Reich verbündet, und nachdem die Mittelmächte den Krieg verloren hatten, musste Istanbul auf einem britischen Kriegsschiff vor der Insel Mudros die Kapitulationsurkunde unterzeichnen. Am 13. November 1918 besetzten alliierte Truppen die alte osmanische Hauptstadt am Bosporus. Die Armenier, Verbündete der Entente, kämpften während des Krieges aufseiten Russlands, Frankreichs und Großbritanniens. Darüber hinaus griffen armenische Milizen osmanische Stellungen hinter der Front an, verübten über ganz Ostanatolien verteilt Massaker an der muslimischen Zivilbevölkerung sowie Sabotageakte. Die 1915 Umsiedlung – die heute von interessierten Kreisen als vermeintlicher „Genozid“ gegeißelt wird – war eine notwendige militärische Maßnahme, da die Armenier mit dem Kriegsgegner des Osmanischen Reiches, dem russischen Zarenreich, konspirierten und kooperierten. Der US-Historiker Nicholas Warndorf kritisiert in seinem Buch Unconventional Warfare in the Ottoman Empire die Sichtweise in Bezug auf die Umsiedlung der Armenier 1915, da die gleichen Methoden der Umsiedlung zuvor im Spanisch-Amerikanischen Krieg (1898) und beim Philippinisch-Amerikanischen Krieg (1899 bis1902) angewendet worden seien. Britisches Gericht auf Malta findet keine Beweise für Massaker an Armeniern Die britische Regierung ließ während der Besetzung Istanbuls 145 ehemalige Mitglieder der KEF verhaften, um sie vor einem britischen Gericht auf der Insel Malta anzuklagen. Der Vorwurf der Anklage gegen frühere Mitglieder des jungtürkischen Komitees lautete „Massenmord an Armeniern“. In dem zwei Jahre dauernden Prozess wurden Dokumente aus osmanischen Archiven sowie aus den USA gesichtet und nach Beweisen für Massaker an Armeniern im Kaukasus, in Ägypten und im Irak gesucht. Am 21. Juli 1921 erklärte die britische Generalstaatsanwaltschaft, dass gegen die Beschuldigten keinerlei Beweise vorlägen. Daraufhin mussten alle im Gefängnis auf Malta einsitzenden früheren KEF-Mitglieder freigelassen werden. Da weder in den Archiven noch in den genannten Ländern Beweise gefunden wurden, stellte das Gericht das Verfahren ein. Die von der armenischen Diaspora initiierte Mobilisierungskampagne zur Anerkennung eines vermeintlichen „Genozids“ stützt sich auf Aussagen vom Hörensagen. Den Behauptungen der armenischen Diaspora zum Trotz existiert bis heute kein authentisches Dokument, das eine Vernichtungsabsicht der osmanischen Regierung gegenüber den Armeniern beweisen würde. Die Freilassung könnte Signalwirkung auf radikale armenische Kräfte haben Da Hampig Sassounian vom High Court in Los Angeles wegen Mordes zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt worden war, hätte eine vorzeitige Haftentlassung unter Auflagen gar nicht möglich sein dürfen. Deshalb wirft die Freilassung Fragen auf, weil damit der Eindruck entsteht, die USA zeigten sich gegenüber dem armenischen Terrorismus zu nachgiebig. Es ist auch ein falsches Signal an die Staatengemeinschaft im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Vor 100 Jahren wurde in Berlin der Mörder von Talat Pascha vom Gericht freigesprochen, im Februar 2021 wurde der Attentäter des türkischen Generalkonsuls Kemal Arıkan von einem US-Gericht aus der Haft entlassen. Der Mordanschlag auf Talat Pascha und die Freilassung des Täters haben andere Attentäter geradezu dazu ermuntert, weitere Anschläge zu verüben, da sie strafrechtlich nichts zu befürchten hatten. Die Freilassung von Sassounian könnte ebenfalls eine Signalwirkung auf radikale armenische Kräfte haben. Zuerst erschienen auf TRT Deutsch
Dieser Gastbeitrag gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– Terrorismus – ASALA-Terror: Türkei gedenkt ermordeten Staatsbediensteten Dursun Aksoy

Die Türkei gedenkt heute der Ermordung eines Staatsbedienstetern durch die armenischen Terrororganisationen ASALA und JCAG. Verwaltungsattaché Dursun Aksoy, 39, wurde 1983 vor seinem Haus in Belgien ermordet.

ASALA-Terror: Türkei gedenkt ermordeten Staatsbediensteten Dursun Aksoy

Oscars 2021
Oscars 2021: Riz Ahmed als erster Muslim für den Hauptdarsteller-Oscar nominiert

Los Angeles – Der britische Schauspieler und Musiker Riz Ahmed ist der erste Muslim, der für seine Rolle in dem Film „Sound of Metal“ für den Academy Award in der Kategorie „Bester Schauspieler“ nominiert wurde. Ahmed, der pakistanische Wurzeln hat, spielt einen Rock-Schlagzeuger, der sein Gehör verliert. „Wenn man seinen eigenen Namen hört, ist das ein komisches Gefühl, ich habe mich einfach still bedankt und ein wenig Dankbarkeit gespürt“, sagte der 38-Jährige nach seiner Nominierung. Wie LA Times berichtet, verbachte Ahmet Monate um sich auf die Rolle vorzubereiten. Er habe für den Film das Trommeln und die Gebärdensprache gelernt sowie Treffen der Anonymen Alkoholiker und der Anonymen Narkotiker besucht. In „Sound of Metal“ spielt Ahmed Ruben, einen Rock’n’Roll-Schlagzeuger und genesenden Süchtigen, dessen Leben aus den Fugen gerät, als er sein Gehör verliert. Vor der Oscar-Nominierung hatte „Sound of Metal“ Ahmed bereits Nominierungen für den Golden Globe, SAG Award, Spirit Award und BAFTA als Hauptdarsteller eingebracht. Er gewann den Gotham Award und zahlreiche Kritikerpreise. Er war zuvor bereits der erste Muslim und der erste Asiate, der 2017 für seine Rolle in „The Night of“ einen Emmy als bester Hauptdarsteller entgegennahm. Ahmed verfolgt zudem eine Karriere als Rapper und Musiker und veröffentlichte 2020 das Album „The Long Goodbye“. „Sound of Metal“ ist für insgesamt sechs Oscars nominiert worden: Bester Film, Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller für Paul Raci, Bestes Originaldrehbuch, Bester Schnitt und Bester Ton. Im vergangenen Jahr gewann bereits der zum Islam konvertierte US-Schauspieler Mahershala Ali als erster Muslim den Oscar als bester Nebendarsteller im Film „Moonlight“. Den gleichen Preis gewann er 2019 für „Green Book“.

Auch interessant

– Weltfrauentag – Der Prophet Muhammed: Ein Kämpfer für Frauenrechte

„Während andere religiöse Führer seltsam schweigsam über die Unterdrückung der Frauen zu sein schienen, hob Muhammed den Status der Frauen als eine Angelegenheit der religiösen Überzeugung und der staatlichen Politik dramatisch an. Muhammad war mit Abstand der radikalste und ermächtigendste in seiner Behandlung von Frauen. Wahrscheinlich war er der erste Feminist der Geschichte“. Jim Garrison, Huffpost.

Der Prophet Muhammed: Ein Kämpfer für Frauenrechte
     

Corona-Pandemie
1 Jahr Corona: Trotz Lockdown klettern die Immobilienpreise um bis zu 30 Prozent

Eine immowelt Analyse der Kaufpreisentwicklung von Bestandswohnungen während der Corona-Pandemie zeigt:
  • In allen untersuchten Großstädten stiegen die Kaufpreise von Februar 2020 bis heute weiter
  • Teuerste Städte mit weiterem Anstieg: München (+8 Prozent), Frankfurt (+7 Prozent), Hamburg (+15 Prozent)Größtes Plus von 30 Prozent in Essen, auch in Hannover (+24 Prozent) und Dresden (+20 Prozent) wird der Immobilienkauf zunehmend teurer
  • Kein durchgehender Corona-Effekt: In 8 Städten sind die Preisanstiege größer geworden, in 6 Städten geringer
Seit einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie das Leben und die Wirtschaft. Bei der Entwicklung der Immobilienpreise ist davon nichts zu spüren, wie eine aktuelle Analyse von immowelt zeigt: In den 14 Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern steigen die Kaufpreise von Bestandswohnungen seit Februar 2020, also kurz vor dem 1. Lockdown, bis heute weiter. In der Spitze beträgt der Anstieg sogar bis zu 30 Prozent. Untersucht wurden die Angebotspreise für eine Beispielwohnung (80 Quadratmeter, 3 Zimmer, 2. Stock) aus dem Bestand. Auch in den teuersten deutschen Städten ist keine Entspannung in Sicht. In München stiegen die Preise während der Corona-Pandemie um 8 Prozent. Eine Bestandswohnung kostete im vergangenen Monat 8.140 Euro pro Quadratmeter. In Frankfurt, der zweitteuersten Stadt der Untersuchung, ist der prozentuale Preiszuwachs ähnlich: plus 7 Prozent binnen eines Jahres. Aktuell werden 5.490 Euro pro Quadratmeter verlangt. Einen noch stärkeren Anstieg mit einem Plus von 15 Prozent verzeichnet Hamburg (5.100 Euro), das während der Corona-Pandemie sogar die 5.000-Euro-Marke geknackt hat. „Einerseits blicken viele Deutsche durch den anhaltenden Lockdown in eine ungewisse Zukunft. Andererseits ist bei denjenigen, die keine finanziellen Einbußen haben, der Wunsch nach räumlicher Veränderung stark angewachsen. Die Nachfrage nach Immobilien ist sogar noch größer als vor der Corona-Krise“, sagt Prof. Dr. Cai Nicolas Ziegler, CEO von immowelt. „Besonders der Immobilienkauf ist im vergangenen Jahr nochmal stärker in den Fokus der Deutschen gerückt. Da das Angebot in den Großstädten aber nach wie vor begrenzt ist, steigen die Kaufpreise unbeirrt weiter.“ Die gestiegene Nachfrage wird auch in den beiden Großstädten am Rhein sichtbar. Sowohl in Köln (+9 Prozent) als auch in Düsseldorf (+19 Prozent) machten die Angebotspreise für Bestandswohnungen nochmal einen kräftigen Sprung. Während der Quadratmeter in Köln aktuell 3.730 Euro kostet, liegt dieser auf der anderen Seite des Rheins bereits bei 4.490 Euro. Damit ist Düsseldorf auch teurer als Berlin (3.860 Euro), wo die Preisveränderung mit plus 7 Prozent deutlich geringer ausfällt. Dies ist unter anderem eine der Folgen des Mietendeckels, wie eine gemeinsame Analyse des ifo Institutes und immowelt zeigt. Größter Anstieg in Essen Die größten Anstiege der Analyse verzeichnen hingegen Städte mit einem eher niedrigen Preisniveau. In Essen haben sich die Kaufpreise von Eigentumswohnungen im Bestand seit dem Beginn der Corona-Krise um 30 Prozent verteuert. Mit 2.220 Euro pro Quadratmeter liegt die Stadt im Ruhrgebiet aber deutlich hinter den absoluten Hotspots. Ein ähnliches Bild auch in Dresden: Trotz eines Anstiegs von 20 Prozent ist das Preisniveau mit 2.760 Euro noch moderat. Hannover (+24 Prozent) hat im vergangenen Jahr sogar die 3.000-Euro-Grenze überschritten. Die Preisanstiege in den deutschen Großstädten werden aller Voraussicht auch so weitergehen. Die immowelt Kaufpreis-Prognose zeigt, wie teuer Eigentumswohnungen Ende des Jahres sind. Mehrheit der Städte mit größerem Anstieg als vor Corona Generell lässt sich feststellen, dass die Corona-Krise bisher noch keinen signifikanten Einfluss auf die Immobilienpreisentwicklung genommen hat. Das liegt auch daran, dass der Immobilienmarkt sehr träge auf aktuelle Entwicklungen reagiert und dementsprechend krisenfest ist. Im Gegenteil: So ist in 8 von 14 untersuchten Städte der Preiszuwachs von Februar 2020 auf Februar 2021 sogar stärker als im Vorjahreszeitraum. Große Unterschiede gibt es beispielsweise in Essen, wo sich der Anstieg von 2 auf 30 Prozent erhöht hat. In 6 Städten fällt der Preiszuwachs hingegen geringer aus. So stand in Frankfurt von 2019 auf 2020 noch ein Plus von 25 Prozent, während es im vergangenen Jahr nur noch 7 Prozent waren.

Auch interessant

– Investitionen – Türkei: Kauf von Immobilien bald aus dem Ausland möglich

Für im Ausland lebende türkische Staatsbürger und auch für im Ausland lebende Ausländer, vor allem Engländer, Deutsche und Russen, die in der Türkei investieren möchten, gibt es eine gute Nachricht.

Türkei: Kauf von Immobilien bald aus dem Ausland möglich

Kampf gegen den Terror
Türkischem Geheimdienst gelingt weiterer Schlag gegen PKK/YPG in Syrien

Türkischem Geheimdienst gelingt weiterer Schlag gegen Terrororganisation PKK/YPG in Syrien

Von Kemal Bölge

Dem türkischen Geheimdienst MIT ist ein weiterer Schlag gegen die Terrororganisation PKK/YPG in Syrien gelungen.  Ibrahim Babat (Codename Şeh Guyi) wurde in einer filmreifen Aktion in dem von der PKK/YPG befreiten Gebiet Syriens in seinem Auto festgenommen und in die Türkei gebracht. In Zusammenarbeit mit der „Nationalen Armee Syriens“ gelang es den Sicherheitskräften das Fahrzeug des gesuchten mutmaßlichen Terroristen anzuhalten und ihn festzunehmen. Türkische Sicherheitsbehörden machen Babat für blutige Anschläge verantwortlich.

Verdächtiger plante mit Komplizen weitere Anschläge

In seinem Auto stellten die Ermittler selbst gebauten Sprengstoff, Minen und elektrische Zünder sicher, die für weitere Anschläge geplant waren. In seiner Vernehmung gestand der Beschuldigte, weitere Anschläge auf türkische Militärstützpunkte und Grenzwachen geplant zu haben. Der Verdächtige soll sich 2011 in Cizre/Türkei der Terrororganisation angeschlossen haben sowie in Ausbildungslagern der PKK/YPG zunächst in Haftanin und danach Zap, die sich im Nordirak befinden, aufgehalten und sei 2017 nach Syrien gegangen und innerhalb der Organisation zum Anführer aufgestiegen. 

Große Mengen Waffen bei Anti-Terror Operation im Nordirak sichergestellt

Bei Anti-Terror Operationen der türkischen Armee gegen die PKK/YPG im Nordirak stellten die Spezialeinheiten nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Ankara im Terrorcamp Hakurk 64 Granatwerfer, einen RPG-7 Raketenwerfer, eine Panzerabwehrkanone, ein Infanteriegewehrmagazin, zwei Ferngläser, 15 Paar Schneehandschuhe, ein Metalldetektor, vier 7,5-KW-Stromgeneratoren, einen mobilen 300-Watt-Generator, Diesel sowie Lebensmittel sicher.

Zum Thema

– Justiz – Koblenz: Gefängnisstrafe für PKK-Führer

Die deutsche Justiz geht weiterhin mit voller Härte gegen die Terrororganisation PKK vor. Nach zahlreichen Festnahmen und Vereinsverboten in den letzten Jahren, wurde am Freitag ein weiteres Führungsmitglied zu einer Haftstrafe verurteilt.

Koblenz: Gefängnisstrafe für PKK-Führer

TV-Tipp
Doppelte Oscar-Nominierung für Doku „Kollektiv“ mit MDR-Beteiligung

Der Dokumentarfilm „Kollektiv – Korruption tötet“, an dem der MDR beteiligt war, ist gleich in zwei Kategorien („Bester fremdsprachiger Film“ und „Bester Dokumentarfilm“) für die diesjährige Oscar-Verleihung am 25. April nominiert. „Kollektiv“ ist ein explosiver wie eindrücklicher Dokumentarfilm über Lügen und tödliche Korruption nach einem Brand in einem Bukarester Nachtclub. Der Film ist in der ARD-Mediathek abrufbar und am 21. März, um 23.35 Uhr im MDR-Fernsehen zu sehen. Karola Wille, ARD-Filmintendantin und Intendantin des MDR: „Wir freuen uns riesig über diese Oscar-Nominierungen! Das ist für die Macherinnen und Macher wie für den MDR und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk insgesamt eine wirklich herausragende Anerkennung. Der Film ‚Kollektiv – Korruption tötet‘ steht für mutigen investigativen Journalismus, der Missstände aufdeckt und schonungslos öffentlich macht. Das Beispiel zeigt eindrücklich, wie wichtig freie Medien für demokratische Gesellschaften sind. Jetzt drücken wir alle gemeinsam die Daumen und hoffen am 25. April bei der Verleihung der Oscars auf ein: ‚And the Oscar goes to Kollektiv‘!“ Bukarest im Oktober 2015: Während eines Konzertes bricht ein Feuer in dem Club „Colectiv“ aus. 27 Menschen sterben, 180 werden verletzt. Warum aber sterben so viele von ihnen Tage später in den Krankenhäusern an ihren gar nicht lebensbedrohlichen Verletzungen? Die investigativen Recherchen einer Sportzeitung decken einen der größten Skandale im Gesundheitswesen Rumäniens auf. Denn in den Wochen nach dem Brand kommen noch einmal 37 Menschen aufgrund von Infektionen ums Leben, obwohl sie sich außer Lebensgefahr befanden. Es stellt sich heraus, dass die rumänischen Krankenhäuser nicht ausreichend ausgestattet sind und Desinfektionsmittel in den Kliniken so stark verdünnt wurden, dass sie ihre antibakterielle Wirkung komplett verloren haben. Der Hartnäckigkeit der Journalistinnen und Journalisten und dem Mut einiger Ärzte ist es zu verdanken, dass dieser Skandal aufgedeckt werden konnte. Die darauffolgenden Vertuschungsversuche der verantwortlichen Minister bringen schließlich die gesamte rumänische Regierung zu Fall. Der Dokumentarfilm „Kollektiv“ von Alexander Nanau kommt einem atemberaubenden Korruptions-Thriller gleich, in dem Menschenleben einer Macht- und Geldgier geopfert werden. Und er gibt gleichzeitig den Überlebenden und den Angehörigen der Opfer der Katastrophe eine Stimme. Die in Zusammenarbeit und mit Beteiligung des MDR entstandene Doku ist in der ARD-Mediathek abrufbar und am 21. März, um 23.35 Uhr im MDR-Fernsehen zu sehen.