Gaza-Konflikt
Israelis flüchten in die Türkei

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Antalya – Nach Syrern, Ukrainern und Russen, wählen auch im momentanen Nahostkonflikt zahlreiche Israelis die Türkei als Zufluchtsort. Medienberichten zufolge gibt es aufgrund des anhaltenden Konflikts mit der Hamas bereits Schwierigkeiten, Flüge von Tel Aviv nach Antalya zu buchen, heißt es. Vor den Schaltern der Turkish Airlines am Ben Gurion Flughafen bildeten sich große Menschenansammlungen und lange Warteschlangen. Flüge seien bereits ausgebucht. Niederländisches Schiff ändert Route

Zudem habe das unter niederländischer Flagge fahrende Luxuskreuzfahrtschiff Nieuw Statendam aufgrund des Konflikts seine Route geändert und werde in der türkischen Küstenstadt Alanya anlegen. Wie das türkische Tourismusportal Turizm Güncel berichtet, befinden sich auf dem Schiff 2.542 Menschen, darunter 1.300 Amerikaner, 300 Kanadier, 300 Österreicher, britische und belgische Touristen sowie 957 Besatzungsmitglieder.

Kerim Taç, Vizepräsident des Hafenmanagements von Alanya (ALIDAŞ), erklärte, dass sich keine israelischen Touristen auf dem Schiff befänden und teilte mit, dass das Luxusschiff vom Hafen von Alanya aus vor Anker gehen werde.

Krieg in Israel Gegen 6:30 Uhr wurden viele Israelis von Sirenen geweckt, nachdem Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert worden waren. Die Hamas gab an, in einem ersten Sperrfeuer 5.000 Raketen abgefeuert zu haben. Israels Militär gab an, dass 2.500 Raketen abgefeuert wurden. Die Stärke, die Raffinesse und das Timing des morgendlichen Angriffs haben Israel, das über eines der modernsten Geheimdienstsysteme der Welt verfügt, offensichtlich überrascht. Hamas-Kämpfer drangen mit Motorrädern, Pick-up-Trucks, Paragleitern und Schnellbooten aus dem Gazastreifen in den Süden Israels ein und griffen 22 Orte an. Muhammad Deif nannte die Operation Al-Aqsa-Sturm. Hamas-Sprecher Khaled Qadomi erklärte gegenüber Medien, dass die Militäroperation der Gruppe als Reaktion auf eine Reihe von Provokationen israelischer Politiker und Siedler an der Jerusalemer Al-Aqsa-Moschee, die zu den heiligsten Stätten des Islams gehört, sowie auf die jahrzehntelange Gewalt und Diskriminierung der Palästinenser durch Israel durchgeführt wurde. Wie hat Israel reagiert? Als Reaktion auf den Angriff startete Israel die so genannte Operation „Schwerter aus Eisen“, bei der seine Jets den Gazastreifen bombardierten. „Wir befinden uns im Krieg, und wir werden gewinnen“, sagte Premierminister Benjamin Netanjahu am Samstag in einer im Fernsehen übertragenen Erklärung. Er sagte, das Militär werde alle seine Kräfte einsetzen, um die Fähigkeiten der Hamas zu zerstören. Aber er warnte: „Dieser Krieg wird Zeit brauchen. Er wird schwierig sein.“ „Verlassen sie sofort diesen Ort“, sagte er den Bewohnern des Gazastreifens, die keine Möglichkeit haben, das winzige, überfüllte Mittelmeergebiet mit 2,3 Millionen Einwohnern zu verlassen, das von Israel auf dem Land-, See- und Luftweg blockiert wird. Nach Einbruch der Dunkelheit wurden die Luftangriffe intensiviert, wobei Wohnhäuser in riesigen Explosionen dem Erdboden gleichgemacht wurden, darunter ein 14-stöckiges Hochhaus im Zentrum von Gaza-Stadt. Israel erklärte am Sonntag offiziell den Krieg und kündigte am Montag an, die Versorgung des Gazastreifens mit Strom, Lebensmitteln, Treibstoff und anderen lebenswichtigen Gütern einzustellen – eine Entscheidung, die nach internationalem Recht einem Kriegsverbrechen gleichkommt. Der Ausbruch der Gewalt kommt zu einer Zeit, in der Israel mit den größten Protesten seiner Geschichte gegen Netanjahus Vorschlag konfrontiert ist, den Obersten Gerichtshof in einer Weise zu reformieren, die Kritiker als Schwächung der Institution bezeichnen. Netanjahu tut dies, während er wegen Korruption vor Gericht steht. Auch das israelische Militär muss sich wegen des schlimmsten Versagens des Geheimdienstes in den letzten 50 Jahren vor Gericht verantworten. Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch aus Israel. Aktuell ist die Lage noch nicht vollständig zu überblicken. Daher lassen sich nicht alle Informationen zum Krieg in Israel und zur Hamas unmittelbar unabhängig überprüfen.

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– Geschichte – Doku: Der türkische Reisepass – The Turkish Passport

Der Dokumentarfilm „The Turkish Passport“ erzählt die Geschichte von Diplomaten der türkischen Botschaften und Konsulate in mehreren europäischen Ländern, die während des Zweiten Weltkrieges zahlreiche Juden retteten

Doku: Der türkische Reisepass – The Turkish Passport
 

TV-Tipp
Almanya in Anatolia – Wie deutsch ist die Türkei?

2023 wird die Türkische Republik 100 Jahre alt. Wie haben die Deutschen die Gründung beeinflusst? Warum sind sie damals in die Türkei gegangen und warum kommen sie heute? „Almanya in Anatolia“ – ein Roadtrip voller persönlicher Begegnungen und beeindruckender Bilder.
Die Filmemacherin Candan Six-Sasmaz ist die Tochter eines türkischen Gastarbeiters und nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf einen opulenten Streifzug durch die Republik am Bosporus, bei der sie viel Neues über die Türkei, aber auch über die Deutschen und Deutschland erfährt. Wer hätte gedacht, dass Deutsche vor 160 Jahren ein Dorf in der Türkei gründeten? Dass zwar Staatsgründer Atatürk Ankara zur türkischen Hauptstadt ernannte, aber ein Deutscher die Stadt plante? Und dass 100 Jahre vor den ersten türkischen Gastarbeitern, Deutsche als Gastarbeiter in die Türkei gingen? Dass ein deutscher Weltkonzern neun Jahre nach seiner Gründung anfing, in der Türkei zu arbeiten und seit 165 Jahren dort ist, inzwischen mit der modernsten Anlage des Unternehmens? Und eine deutsche Prinzessin im ersten Weltkrieg hier an der Front starb? Überraschende Geschichten vor atemberaubenden Kulissen – die Zuschauer erleben die Türkei der Deutschen. Es ist eine 5500 Kilometer lange Reise durch 34 Provinzen, durch ein Land, das ähnlich viele Einwohner zählt, aber mehr als doppelt so groß ist wie Deutschland. Im Film begegnet man Deutschen, die in der Türkei eine neue Heimat gefunden haben und Türken mit deutschen Wurzeln, die schon seit mehreren Generationen am Bosporus leben. Man erfährt, dass die Wiege des christlichen Glaubens im türkischen Midyat liegen, besucht eine der größten deutschen Communities außerhalb Deutschlands. Und man trifft Jürgen Schulz, oberster Repräsentant der Bundesrepublik in der Türkei. Für ihn ist die Beziehung zwischen Deutschen und Türken einzigartig und so facettenreich wie kaum eine andere. Neben den Menschen, die die Zuschauer auf dieser Reise kennenlernen, gibt es einzigartige Landschaften zu entdecken, die unter UNESCO-Schutz stehen. Da sind die märchenhaften Feenkamine Kappadokiens oder die Gesteinsterrassen von Pamukkale sowie, an der malerischen Sehnsuchtsküste Antalyas, beeindruckende Spuren der Jahrtausende zurückgehenden Geschichte des Landes. SENDETERMIN: 28.10.2023, 21:40 – 23:10 Uhr 3sat  

Welt-Thrombose-Tag
Thrombose: Mehr als 40.000 Tote pro Jahr in Deutschland

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Berlin – Am 13. Oktober ist Welt-Thrombose-Tag. Allein in Deutschland sterben immer noch mehr als 40.000 Menschen jedes Jahr an den Folgen einer Lungenembolie – das sind mehr Menschen als durch Verkehrsunfälle, Aids, Prostata- und Brustkrebs zusammen. CDU-Politiker Philipp Mißfelder, Fernseh- und Radiomoderatorin Stephanie Tücking, Serena Williams, ehemalige Tennis-Weltranglisten-Erste, Marina Abramovic, international berühmte Performancekünstlerin, sie alle haben eine Lungenembolie erleiden müssen – nur Williams und Abramovic haben das potenziell tödliche Ereignis überlebt. Nach Herzinfarkt und Schlaganfall stellt die Lungenembolie die dritthäufigste Herz-Kreislauf-Erkrankung dar. Viele der durch Lungenembolie verursachten Todesfälle könnten verhindert werden, wenn mehr Wissen über erste Anzeichen einer Thrombose oder über geeignete Prophylaxemaßnahmen in der Bevölkerung vorhanden wäre. „Wir alle müssen endlich mehr tun, damit gesicherte Thromboseaufklärung zu den Menschen kommt. Das öffentliche Bewusstsein über Risikofaktoren, Anzeichen und Symptome von thromboembolischen Erkrankungen ist noch zu gering“, fordert Prof. Rupert Bauersachs, wissenschaftlicher Leiter des Aktionsbündnisses Thrombose, anlässlich des 10. Welt-Thrombose-Tages am 13. Oktober 2023. Weltweit steht jeder vierte Todesfall in Zusammenhang mit einer Thrombose. Bei einer Thrombose bilden sich potenziell tödliche Blutgerinnsel in einer Arterie (arterielle Thrombose) oder Vene (Venenthrombose). Einmal gebildet, kann ein Gerinnsel den normalen Blutfluss verlangsamen oder blockieren und sogar losbrechen und zur Lunge oder anderen Organen wandern. Thrombose ist die oft vermeidbare zugrunde liegende Ursache von Herzinfarkt, thromboembolischem Schlaganfall und venöser Thromboembolie (VTE), den drei häufigsten kardiovaskulären Ereignissen. Um die Aufklärung voranzutreiben, geht das Aktionsbündnis dahin, wo die Menschen sind. In diesem Jahr führt das Aktionsbündnis Thrombose eine Aufklärungsaktion im Berliner Shopping-Center Alexa am 13. Oktober von 10 bis 20 Uhr durch. Attraktion und Aufklärungshilfe wird ein überdimensioniertes Organmodell einer Vene sein. Der Welt-Thrombose-Tag unterstützt das globale Ziel der Weltgesundheitsversammlung vorzeitige Todesfälle durch nicht übertragbare Krankheiten bis 2025 um 25 Prozent zu reduzieren. Der WTT wurde 2014 von der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) als Reaktion auf die Forderungen von Mitgliedern nach einem weltweiten Aktionstag initiiert.

Berlin
Linken-Bundestagsabgeordneter wird Mitglied der Berliner SPD

Berlin – Der Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze hat wie angekündigt die Partei Die Linke und deren Bundestagsfraktion verlassen. Lutze stellte zwischenzeitlich einen Aufnahmeantrag in der SPD. Wie der SPD-Landesverband in Berlin mitteilte, wurde diesem bereits entsprochen. Lutze ist demnach als neues Parteimitglied im Kreisverband Friedrichshain-Kreuzberg aufgenommen worden. Mehrere Medien hatten darüber berichtet, dass Lutze sein Bundestagsmandat behalten und nun Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion werden will. Der Politiker hatte seinen Schritt unter anderem damit begründet, dass er Die Linke nicht mehr als „Korrektiv“ sozialer Fehlentwicklungen wahrnehme. Der Berliner SPD-Landesvorsitzende Raed Saleh nannte die Entscheidung „nachvollziehbar“ angesichts der Entwicklung der Partei Die Linke im Bund. Die Bundestagsfraktion der Linken gerät durch den Wechsel weiter unter Druck, berichtet rbb. Sollten weitere Parlamentarier die Fraktion verlassen, würde sie ihren Fraktionsstatus verlieren. Nach dem Weggang von Lutze schrumpft die Fraktion auf 38 Mitglieder. Das ist nur knapp über der Grenze von 37, die für diesen Status erforderlich ist. Unklar ist weiter, ob die ehemalige Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht eine eigene Partei gründen will.

Glücksspiel
Online-Casinos ohne Handynummern: Wie funktionieren sie

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Wer im Internet sein Glück auf die Probe stellen will, der möchte mitunter so anonym wie möglich bleiben. Eine Möglichkeit, um anonym bleiben zu können? Man entscheidet sich für ein Online Casino ohne Handynummer. Das heißt, die Telefonnummer wird nicht angegeben und kann in weiterer Folge auch nicht zweckentfremdet werden. Denn immer wieder gibt es Werbung auf dem Smartphone, bei der man sich fragt, woher kennen die meine Nummer? Doch worauf ist zu achten, wenn man gezielt nach einem Online Casino sucht, das nicht die Handynummer des Kunden verlangt?  Handelt es sich um legale und seriöse Plattformen? Gibt es Casinos ohne Handynummer? Ja. Auch wenn sich diese Art des Online Casinos nicht in der Mehrheit befindet, so gibt es doch eine breite Vielfalt an Plattformen, die keine Handynummer benötigen. In der Regel sind es international orientierte Anbieter, die versuchen, ihren Kunden bestimmte Freiheiten zu schenken. Hat das Online Casino eine Lizenz, so muss man sich keine Gedanken darüber machen, ob es sich um einen unseriösen oder gar betrügerischen Anbieter handelt. Fehlt die Lizenz, ist das aber nicht automatisch der Hinweis schlechthin, dass hier Betrüger am Werk sind. Wichtig ist, sich mit Blick auf die Test- und Erfahrungsberichte selbst ein Bild darüber zu machen, ob das Online Casino seriös und empfehlenswert ist. Denn Seriosität bedeutet nicht, dass das Online Casino auch kundenfreundlich agiert. Ein Online Casino ohne Handynummer mit deutscher Lizenz gibt es nicht. Das aus dem Grund, weil bei deutscher Lizenz verschiedene Auflagen zu erfüllen sind – das beginnt bei einer strengen Verifizierung und endet bei der Einschränkung, dass der maximale Einsatz nur 1 Euro betragen darf. Schlussendlich spricht das genau gegen die Philosophie, die Betreiber haben, wenn sie ein Online Casino ohne Handynummer anbieten. Ist ein Online Casino ohne Handynummer sicher? Im Regelfall sind Online Casinos heute SSL verschlüsselt. Das heißt, der Spieler muss keine Angst davor haben, dass seine Daten abgefangen und missbräuchlich verwendet werden. Es gibt heutzutage kaum noch Online Casinos, die sicherheitstechnische Mängel aufweisen. Finden sich jedoch in den Test- und Erfahrungsberichten Hinweise, dass es mitunter nicht ganz klar ist, welche sicherheitstechnischen Technologie zum Einsatz kommen, sollte man eventuell die Finger von dem Anbieter lassen. Das sind die Vor- und Nachteile Die Eingabe der Handynummer ist entweder Teil der Registrierung oder wird spätestens im Zuge der Verifizierung verlangt. Aufgrund der Tatsache, dass es beim Online Casino ohne Handynummer keine derart strenge Verifizierung gibt, darf sich der Kunde über eine geringe Zeitersparnis freuen. Zudem hat der Spieler den Vorteil, dass seine Telefonnummer später nicht missbräuchlich verwendet werden wird. Das heißt, der Spieler genießt eine größere Anonymität und behält zudem die Kontrolle über seine Telefonnummer. Zu beachten ist, dass viele Online Casinos ohne Handynummer auf Malta oder Curacao lizenziert sind. Das heißt, es handelt sich um seriöse Anbieter, denen das Vertrauen geschenkt werden darf. Jedoch befinden sich Online Casinos ohne Handynummer in der Minderheit, sodass explizit nach Anbietern gesucht werden muss. Zudem gibt es keine Einzahlung via SMS. Worauf sonst noch zu achten ist Wer plant, in einem Online Casino ohne Handynummer das Glück auf die Probe zu stellen, sollte sich auch mit dem Spieleangebot sowie dem Kundendienst und auch den Zahlungsoptionen auseinandersetzen. Welche Spiele finden sich in einem Online Casino ohne Handynummer? In der Regel gibt es klassische Tischspiele und Slots. Einige bieten auch Live Casino an. Das heißt, es gibt das Spiel direkt gegen den Dealer. Ist man auf der Suche nach bestimmten Slots oder Varianten diverser Spiele, sollte man zuvor einen Blick auf das Spieleangebot werfen, um keine böse Überraschung zu erleben. Gibt es einen umfangreichen FAQ Bereich, einen Live Chat oder ist unter anderem auch die Kontaktaufnahme über soziale Netzwerke möglich? Die Kontaktaufnahme mit den Mitarbeitern sollte nicht völlig ignoriert werden, weil man im Falle von Schwierigkeiten schnelle Hilfe wünscht. Zudem ist es auch ratsam, auf die möglichen Zahlungsoptionen zu blicken, wobei es auch hier darum geht, ob Gebühren für die Ein- oder Auszahlung anfallen.

Mor Ephrem
Türkei: Christen Danken Erdogan für Kirchenbau

Istanbul – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nahm am Sonntag an der Eröffnungsfeier der syrisch-orthodoxen Kirche Mor Ephrem in Istanbul teil. Nach jahrelanger Arbeit öffnete die Kirche im grünen Stadtteil Yeşilköy im europäischen Teil Istanbuls ihre Pforten für die Gläubigen. Die Eröffnung der Kirche ist ein wichtiger kultureller und politischer Moment für die Türkei. Erdogan legte den Grundstein für den Bau der Kirche für die 17.000 assyrischen Christen in Istanbul im Jahr 2019. „Die Solidarität, die hier heute gezeigt wird, finde ich sehr wichtig“, sagte Erdogan zu den Gläubigen.
„Wir schützen immer die Unterdrückten vor den Unterdrückern. Das ist unsere Pflicht.“
Das assyrische Christentum geht auf Gemeinschaften zurück, die im ersten Jahrhundert nach Christus in einer Region lebten, die sich von der südöstlichen Türkei bis nach Syrien und Irak erstreckt. Die Kirche ist von historischer Bedeutung, da sie nicht nur die erste assyrische Kirche ist, sondern auch die erste Kirche, die in der Geschichte der modernen Türkei gebaut wurde. In den letzten Jahren wurden zahlreiche türkische Kirchen restauriert und wiedereröffnet. Erdogan sagte am Sonntag, dass seit der Machtübernahme seiner islamisch geprägten Partei im Jahr 2002 bereits 20 bestehende Kirchen renoviert worden seien. Aber die Mor Ephrem „ist die erste neu gebaute Kirche, die seit Gründung der türkischen Republik ihre Pforten geöffnet hat“, sagte der Leiter der assyrischen Gemeinde, Sait Susin, der Nachrichtenagentur AFP per Telefon. „Wir sind sehr glücklich“, so Susin weiter. Susin:  „Unser Staat und unsere Regierung haben mit viel Feingefühl auf unsere Anfrage reagiert. Hier ist der Wille unseres Präsidenten von Anfang bis Ende sehr wichtig. Wir möchten allen, die dazu beigetragen haben, unseren unendlichen Dank aussprechen, insbesondere unserem Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der uns die Erlaubnis gegeben und uns geholfen hat“.

Zum Thema

– Türkei – Kirchenoberhaupt der Orthodoxen dankt Erdogan für Kloster-Eröffnung

Zu den unzähligen Kirchen und Klöstern, die in den vergangenen Jahren in der Türkei restauriert wurden, reiht sich ein weiteres christliches Gotteshaus ein.

Kirchenoberhaupt der Orthodoxen dankt Erdogan für Kloster-Eröffnung

Gaza-Konflikt
Kommentar: Das völkerrechtlich verbriefte Recht Israels

ein Gastkommentar von Nabi Yücel

Es war unfassbar, wie viele namhafte Leute den Terror der PKK/YPG in der Türkei, Syrien oder im Irak verteidigten oder Verständnis zeigten. Das war laut diesen Herrschaften „Widerstand“ oder „Befreiung“, und nicht Terror. Es ist auch gegenwärtig unfassbar, wie schnell sich diese Meinung ändert, wenn es um die palästinensische Terrororganisation Hamas geht, die derzeit in Israel wütet.

Und nein, ich verteidige weder die Hamas, noch Israel. Im Hinblick auf die gegenwärtig getöteten oder in Geiselhaft genommenen Zivilisten, ist das ebenfalls Terror, wie der Terror der IDF im Gazastreifen.

Ich beackere auch nicht alle Konflikte, spiele mich je nach Gutdünken oder eiskaltem Kalkül heraus als Moralapostel oder Verfechter des „Widerstands“ oder „Befreiung“ auf, um damit zwangsläufig eine offene angreifbare Flanke zu bieten; die Zeit kommt unweigerlich.

Ich habe jetzt z.B. nicht die Probleme wie Bodo Ramelow (Linke), dem Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, der heute den Terrorismus der Hamas in Israel schärfstens verurteilt und sich mit Israel solidarisiert, aber 2018 den Terrorismus der PKK bzw. YPG gegen die Türkei mit einem Tweet verunglimpfte, sich nicht solidarisierte, stattdessen trotzig „YPG YPG YPG...“ tippte.

Ich biete Kritikern nicht auch noch die Flanke dar, in dem ich die Anti-Terror-Operationen der Türkei in Nordsyrien oder Nordirak nach Terroranschlägen verurteile und relativiere, wie es Düzen Tekkal (Bundesverdienstkreuz-Trägerin) wenig später tut, in dem sie den Terrorismus in Israel verurteilt.

Es ist doch ziemlich amoralisch, wenn man den Terrorismus der Hamas nicht als „Widerstandsbewegung“ anerkennen will, aber die der PKK/YPG als solche stets unterstreicht, wie Cansu Özdemir (Linke) es derzeit in sozialen Medien vorführt.

Aber die Knaller kommen ja noch…

Wenn eine Medico-Aktivistin wie Anita Starosta den Anti-Terror-Einsatz der Türkei in Nordsyrien als gezielte Bombardierung von „zivilen Infrastrukturen“ bezeichnet, die von Aserbaidschan wiederhergestellte Souveränität in Bergkarabach als ethnische Vertreibung von Armeniern tituliert, was wird sie wohl denen vorwerfen, die mit Anti-Terror-Operationen Terrorismus im Gazastreifen verfolgen? Wenn sie denn überhaupt was dazu in sozialen Medien postet!

Es sind aber auch gestandene Politiker, die Regierungsgewalt haben, wie Michael Roth, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages. Heute erklärt Roth folgerichtig, Israel habe das Recht und die Pflicht sich zu verteidigen und konsequent gegen Terrorismus vorzugehen. Was sagte Roth nur wenige Tage zuvor; ich zitiere:

„Es ist so traurig. In der Region Bergkarabach droht eine zweitausendjährige armenische Geschichte zuende zu gehen. Dafür trägt Aserbaidschan die Verantwortung.“

Trägt also Israel die Verantwortung für eine womöglich zu Ende gehende palästinensische Geschichte, weil sie in den Gazastreifen gezwängt werden, in dem immer mehr israelische Siedlungsgebiete auf palästinensischem Boden entstehen?

Und dann betritt die Außenministerin Annalena Baerbock die Politbühne, um klare Kante zu zeigen. Ich zitiere:

„Hamas eskaliert die Gewalt. Ich verurteile die terroristischen Angriffe aus Gaza gegen #Israel aufs Schärfste. Gewalt & Raketen gegen Unschuldige müssen sofort aufhören. Israel hat unsere volle Solidarität & das völkerrechtlich verbriefte Recht, sich gegen Terror zu verteidigen.“

Die Separatisten der russischen „Volksrepubliken“ Donezk und Luhansk sind aber Baerbock zufolge doch Terroristen, weshalb die Bundesregierung die Ukraine uneingeschränkt unterstützt und sich mit ihr solidarisiert.

Aserbaidschan hat nicht das verbriefte Recht gehabt, sich die armenischen Besatzer Bergkarabachs – der sogenannten „Republik Arzahk“ – vom Leder zu streifen, obwohl sie mehr als 30 Jahre darum verhandelt hat und um Frieden bemüht war. Es soll sogar von militärischen Maßnahmen gegen armenische Terroristen absehen und zum Verhandlungstisch zurückkehren, wie es Baerbock fordert. Ob sich Baerbock das auch in Bezug zu Israel vorstellen könnte?

Auch die Türkei hat hinter vorgehaltener Hand der Bundesregierung nicht das verbriefte Recht wie Aserbaidschan, wenn es sich gegen den Terror der PKK/YPG zur Wehr setzt und das Völkerrecht in Anspruch nimmt. Deshalb darf sie auch keine gesamtgesellschaftliche Solidarität erwarten, sondern bekommt eine schriftliche Note mit Schleife. Irgendwie scheint die europäische Werteunion insgesamt eine merkwürdige Auffassung von Völkerrecht zu haben. Je nach Land und Leute, entscheidet sie sich dafür oder dagegen.

Etwas verwirrend wie ich finde! Und so etwas will in der Welt ein Mitspracherecht haben. Wer Recht und Ordnung, Richtig oder Falsch nicht richtig vermitteln kann oder Partei ergreift, der hat doch eigentlich sein Mitspracherecht verwirkt!


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

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Es wird angesichts des israelischen Vorgehens im Westjordanland von Tag zu Tag immer wichtiger, sich die Frage zu stellen, worin die Motivation Israels liegt.

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Gaza-Konflikt
Aserbaidschan: Solidarität mit Israel

Baku – Für Israels Unterstützung Aserbaidschans im Bergkarabach-Krieg gegen Armenien, zeigen sich nun auch Aserbaidschaner ihrerseits solidarisch mit Israel. Nach Angriffen auf israelische Städte durch die Hamas, solidarisierten sich zahlreiche Aserbaidschaner, darunter auch Nachrichtenagenturen und Politiker, mit Israel. Die englischsprachige Azeri Times etwa teilte auf Twitter ein älteres Foto der berühmten Flametowers in der Hauptstadt Baku, die mit der israelischen Fahne beleuchtet wurden. Azerbaijan stands with #Israel!!!„, war darunter zu lesen, Aserbaidschan steht an der Seite Israels.   „We stand with Israel“, schrieb eine Aserbaidschanerin. Azeri Times stellte im Kommentarbereich jedoch klar, dass dies eine redaktionelle Meinung ist und die Zeitung keine Verbindung zur Regierung in Baku habe. „Dies ist unsere redaktionelle Meinung. Wir sind nicht mit der aserbaidschanischen Regierung verbunden. Wir werden von keiner staatlichen Stelle finanziert oder unterstützt“, so die Zeitung. Die Beziehungen zwischen der Republik Aserbaidschan und dem Staat Israel gelten als gut. Die Unterstützung Israels für Aserbaidschan im zweiten Karabach-Krieg und die Unterstützung Irans für Armenien während und nach dem Krieg sowie seine aggressive Politik gegenüber Aserbaidschan führten zu einer Annäherung zwischen Israel und Aserbaidschan. Israel war eines der ersten Länder, das Aserbaidschan anerkannte, das 1991 seine Unabhängigkeit erklärte. Die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern wurden 1992 aufgenommen, und 1993 eröffnete Israel seine Botschaft in Baku. Wirtschaftliche und soziale Faktoren sowie gegenseitige strategische Interessen wurden zu den wichtigsten Faktoren, die die beiden Parteien einander näher brachten. Die Beschaffung fortschrittlicher Militärtechnologie für den Kampf gegen Armenien während des Krieges und die Nutzung des Einflusses der mächtigen jüdischen Lobby im Westen als Gegengewicht zu Russlands Hegemonie in der Region machten Israel zu einem wichtigen Akteur für Aserbaidschan. Andererseits machten Aserbaidschans reiche Energieressourcen und seine geopolitische Lage als Nachbar des Iran das Land für Israel unverzichtbar. Nach dem Beginn des Normalisierungsprozesses zwischen der Türkei und Israel gewannen die Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Israel an Schwung. Aserbaidschan eröffnete im Juli 2021 ein Handelsbüro in Tel Aviv und im März 2022 ein Tourismusbüro. Verunsichert durch die engen Beziehungen Aserbaidschans zur Türkei und zu Israel, eröffnete der Iran ein Generalkonsulat im armenischen Kapan. Aserbaidschan beschloss, im Oktober 2022 eine Botschaft in Israel zu eröffnen und ernannte im März 2023 den ersten Botschafter in Israel überhaupt. Was sind die Ziele der Besuche zwischen Aserbaidschan und Israel? Im Jahr 2023 wurden die Besuche zwischen den beiden Ländern intensiviert; Israels Geheimdienstminister Gila Gamliel besuchte Baku, bevor der aserbaidschanische Außenminister Jeyhun Bayramov Israel anlässlich der Eröffnungszeremonie der Botschaft im März einen Besuch abstattete. Der israelische Außenminister Eli Cohen besuchte Aserbaidschan ebenfalls im April, zusätzlich zu einigen hochrangigen Treffen.

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Kommentar
Kemal Kılıçdaroğlu – Der Kaiser ist nackt!

ein Gastkommentar von Nabi Yücel

Das dänische Kunstmärchen über den Kaiser mit neuen Kleidern ist eine schöne Parabel von der Macht der Einbildung, überzeugend anzukommen, politisch zu Punkten und gesellschaftlichen Druck auf die Regierung auszuüben. Der türkische Oppositionsvorsitzende Kemal Kılıçdaroğlu (CHP) läuft seit Jahren nackt durch die Politbühne und immer mehr Leute rufen hinterher: der Kaiser ist doch nackt!

Wer überzeugen will, seines Amtes würdig sein will, die Illusion aufbaut, für das Land und die Leute da zu sein, der darf die Illusion und Ideale der Menschen nicht zerstören.

Eigentlich wissen es alle, dass der Kaiser nackt rumläuft, aber sehr viele der Oppositionsanhänger halten stoisch daran fest, Kemal Kılıçdaroğlu in den Regierungsposten hieven zu können. Viele verkennen noch immer, dass die älteste Partei der Türkei, die CHP, mit Kılıçdaroğlu längst Geschichte ist.

Gegenwärtig führt die türkische Armee eine Anti-Terror-Operation im Nordirak und in Nordsyrien durch. Seit Tagen hatte sich Kılıçdaroğlu hierzu nicht geäußert und auf Stumm geschaltet. Er war schlichtweg abwesend, während die Parlamentsarmee von Mustafa Kemal Atatürk mit modernsten Waffen, Kommunikationssystemen und einer außerordentlich geschickten diplomatischen wie militärischen Taktik, die völkisch-kurdische PKK in den Nachbarländern verfolgt und in die Schranken verweist.

Diese Armee konnte binnen weniger Stunden eine Vielzahl der Infrastruktur zerstören, die von der PKK, deren syrischen Schwesterorganisationen YPG, PYD und SDF benutzt werden. Damit hat man auch den Geldhahn langanhaltend zugedreht.

Vor einem Tag wurde eine unbemannte türkische Aufklärungsdrohne beim Einsatz von einer US-amerikanischen F-16 über Nordsyrien abgeschossen. Daraufhin flogen nicht nur türkische Kampfdrohnen, sondern türkische F-16 Kampfflugzeuge Einsätze in diesem Gebiet.

Heute erklärte Selçuk Bayraktar, CEO der Baykar und Konstrukteur von Drohnen, dass der Vogel abgeschossen sei, man selbst sich aber an den Flug erinnern könnte.

Kuş ölür, sen uçuşu hatırla…

Dann betritt Kemal Kılıçdaroğlu die Bühne, nackt! Die Illusion, all die Ideale verflogen! Er faselt irgend etwas von abgeschossenen Flugobjekten, gekaperten Schiffen, die man aus dem Ausland wahrnehme, statt von der türkischen Regierung. Dann poltert er los, weshalb die Regierung sich dem Wohlwollen der Mächte beuge etc..

Noch einmal: Kılıçdaroğlu vermeidet tunlichst die Dreibuchstaben-Organisationen beim Namen zu nennen. Er spricht zwar von Terror und verurteilt diese auch, aber die drei Buchstaben wollen einfach nicht aus seinem Mund fallen. Und wenn das Nationalparlament der Parlamentsarmee das Mandat zum Auslandseinsatz erteilt, um die innere wie äußere Sicherheit des Landes aufrechtzuerhalten, heißt der erste der sich dem entgegenstellt, Kemal Kılıçdaroğlu.

Er ist auch der erste, der einen Einsatz mit all seinen Folgen kaputtredet, aber nie der erste, der diesen Einsätzen die Daumen drückt. Vielleicht sollte ein Bürger in Ankara geschwind mal in der CHP-Zentrale vorbeischauen und mir sagen, ob die türkische Fahne am Gebäude auf Halbmast steht. Ich ahne nämlich nichts gutes!


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

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– Maria Callas Biopic – „Maria“: Türkischer Schauspieler wird Angelina Jolies Film-Liebhaber

Die Oscar-Gewinnerin Angelina Jolie soll in einer Filmbiografie unter der Regie von Pablo Larraín die griechisch-amerikanische Ikone –  Sopranistin Maria Callas – spielen.

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Kommentar
„Berlin kann Aserbaidschan nicht vor den Kopf stoßen“

ein Gastbeitrag von Nabi Yücel

Die Aufregung über die Anti-Terror-Operation der Türkei in Nordsyrien gegen die völkisch-kurdische PKK erregt die Gemüter in sozialen Medien. Merkwürdigerweise halten sich Bundesregierung wie Medien auffallend schmallippig.

In Zusammenhang mit der aserbaidschanischen Region Bergkarabach gibt es eine gegensätzliche Haltung. Die Medien schießen aus allen Rohren, die sozialen Netzwerke überbieten sich bei ihrer Entrüstungsorgie, während die Scholz-Regierung es bei einem Fingerwink und der Äußerung der Besorgnis belässt.

Woher rührt diese gegensätzliche Haltung, diese janusköpfige Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland? Man kann zumindest behaupten, dass diese Außenpolitik einen fatalen Eindruck in anderen Ländern hinterlässt, der früher oder später auf die eigenen Füße fallen wird.

Spätestens seit Amtsantritt des Kabinetts unter Olaf Scholz (SPD) in der Ampelkoalition mit der FDP und den Grünen sowie nach der 24-stündigen Anti-Terror-Operation Aserbaidschans am 19. September hat sich diese moralische wie völkerrechtliche Janusköpfigkeit unter Beweis gestellt. Noch deutlicher wird es, wenn man die derzeitige Hysterie über die militärische Operation der Türkei in Nordsyrien gegen die völkisch-kurdische Terrororganisation PKK in sozialen Netzwerken sowie Medien betrachtet, wobei auch hier unterschiedliche Reaktionen zu erkennen sind.

Das hat einen einfachen Grund: Lobbyismus. Lobbyismus, der in Jahrzehnten des Aktivismus in höchsten politischen Kreisen Eindruck schinden konnte, die private Meinung dieser Politiker formte. Nur, die private Meinung und Haltung einer Annalena Baerbock als Außenministerin hat wie das mediale Uninteresse oder gar exzessive Interesse keine Bedeutung, wenn regierungspolitische Interessen konterkariert werden und die Bundesregierung es bei einem „na na!“ belässt oder sich erst gar nicht dazu äußert.

Noch deutlicher kann man das in Bezug zur EU oder Frankreich erkennen. In einer Fragerunde des EU-Parlaments äußerte sich der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell zur Anti-Terror-Operation Aserbaidschans und bezeichnete die Operation als „absolut inakzeptabel“. Konsequenzen kündigte auch er allerdings nicht an, während das EU-Parlament Aserbaidschan als Schuldigen darstellte. Offensichtlich hatte sich das EU-Parlament mit der mehr als 30-jährigen Besatzungsmacht Armenien in Bergkarabach angefreundet und den Völkerrechtsbruch geschluckt.

Dieselbe Kröte hatte die französische Außenministerin Catherine Colonna geschluckt, um in Jerewan sich einen Fauxpas zu leisten. Colonna hatte in einem X-Beitrag (ehemals Twitter) ein Bild des auf türkischem Territorium stehenden Berges Ararat gepostet, in der sie meinte, jetzt in Jerewan angekommen zu sein. Eventuell schuldete die Madame der armenischen Diaspora in Frankreich diesen Beitrag angesichts des Verlustes eines besetzt gehaltenen aserbaidschanischen Territoriums? Colonnas Politkarriere scheint auf der armenischen Diaspora aufgebaut zu sein, denn, das französische Außenministerium wie auch die Regierung mussten sich mit diesem Fehltritt der Madame Colonna gegenüber Aserbaidschan, vor allem der Türkei, erklären.

Die bittere Pille mussten aber alle schlucken, weshalb ja das Geschreie zumindest in Fragen zur Region Bergkarabach groß ist. Deshalb wirken die europäischen Regierungen so blass, haben sich geradezu in Deckung begeben. Zu sehr hatte sich die politische wie mediale Landschaft in Europa von der armenischen Diaspora wie auch den politischen Führern und Sympathisanten der PKK angefreundet, deren Sicht verinnerlicht. Das offenbart ja die gegenwärtige unterschiedle janusköpfige Haltung in der Außenpolitik.

Ist auch verständlich. Jahrzehnte konnten Lobbyisten das Interesse der Medien erhaschen, Politiker konnten so ihre Karriere aufbauen, was zu einer moralischen Bringschuld führte. Heute ernten Lobbyisten die Früchte dieser Arbeit, in dem sie die Medien wie auch Politiker aufhetzen bzw. dazu drängen, etwas zu unternehmen. Medien reagieren entsprechend, weil sie jahrzehntelang ein Dogma mitaufgebaut haben und die Gesellschaft damit aufzogen.

Politiker, Medien und die Gesellschaft bleiben diesen Dogmen so lange treu, wie es ins eigene Weltbild passt, aber die Realität überholt sie irgendwann. Dann, wenn die Außenpolitik der Bundesregierung mit der Realität konfrontiert wird und Völkerrecht verbindlich eingehalten werden muss, steht das nicht mehr zu Debatte.

Deshalb schickt sich die Bundesregierung nicht an, Aserbaidschan vor den Kopf zu stoßen, weil sie sich damit völkerrechtlich betrachtet eine blutige Nase einholen würde. Deshalb mault die Bundesregierung zwar über die Anti-Terror-Operation der Türkei in Nordsyrien, ist aber völkerrechtlich betrachtet zum Zuschauen verdammt.

Das heißt sprichwörtlich, die Hunde bellen, die Karawane zieht aber unbeeindruckt weiter. So eine Karawane hält nur dann an, wenn eine andere Karawane den Weg kreuzt. Auf deutsch: Das Engagement der Lobbyisten und Sympathisanten mag auf den ersten Blick zwar Früchte tragen, aber wie sagte der verstorbene Bundeskanzler Helmut Kohl während einer Pressekonferenz am 31. August 1984: „Entscheidend ist, was hinten rauskommt.“


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

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Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die damalige „Autonome Region Berg-Karabach“ (NKAO) brach Ende 1987 aus und weitete sich nach dem Zerfall der Sowjetunion zu einem vollumfänglichen Krieg aus.

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