Verkehrssicherheit
Fahren im Alter: Das raten Expertinnen und Experten

Baierbrunn – Fast jeder Zweite ab 75 fährt noch selbst Auto. Doch ab wann steigt das Unfallrisiko? Und wie lässt sich die Fahrkompetenz feststellen? Im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ geben Expertinnen und Experten Einblick in die komplexe Thematik. Fahrtauglichkeit individuell feststellen Siegfried Brockmann, Unfallforscher und Vizepräsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats in Berlin, hält die aktuelle Diskussion über eine Altersgrenze von 70 für zu früh angesetzt. Erst ab 75 gibt es ein deutlich höheres Risiko eines selbst verschuldeten Unfalls mit Personenschaden. Brockmann befürwortet dann Testfahrten von mindestens 45 Minuten in Begleitung eines Experten. „Auf Basis der Rückmeldung unter vier Augen sollte jeder eigenverantwortlich entscheiden, was beim Autofahren noch geht. Oft können Verhaltensänderungen oder Training das Fahren sicherer machen.“ Fahrverbote sieht Ingrid Dänschel, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Hausärztin in Lunzenau bei Leipzig, als letztes Mittel. Um die Fahrtauglichkeit zu beurteilen, benutzen Ärztinnen und Ärzte zwar einen speziellen Tauglichkeitskatalog, entschieden wird aber immer individuell anhand der gesundheitlichen Gesamtsituation. „Auch bei gesundheitlichen Einschränkungen ist nicht immer ein vollständiges Fahrverbot nötig. Manchmal ist das Fahren in gewissen Grenzen möglich, etwa Strecken bis zehn Kilometer.“ Wenn es die Gesundheit erfordert, kann und muss Dänschel als Ärztin ein Fahrverbot aussprechen, auf Dauer oder vorübergehend. Passiert ein Unfall, weil man trotzdem gefahren ist, riskiert man den Versicherungsschutz und kann den Führerschein verlieren, so Ingrid Dänschel. Assistenzsysteme im Auto nutzen Pauschal sagen, dass jemand wegen des Alters nicht mehr fahren soll, kann man aber nicht sagen. „Es gibt viele, die mit 75 sehr gut und sicher fahren“, sagt Dr. Katja Schleinitz, Verkehrspsychologin und Fachbereichsleiterin einer Arbeitsgemeinschaft von TÜV/DEKRA in Dresden. Viele ältere Fahrer meiden intuitiv riskante Situationen, fahren nur am Tag oder meiden Autobahnen, so Schleinitz in der „Apotheken Umschau“. Assistenzsysteme in neueren Autos erhöhen nachweislich die Verkehrssicherheit. Ich empfehle, sich die Bedienung im Autohaus von Fachleuten zeigen zu lassen und die Systeme auch zu nutzen.“ Übrigens: Auch Medikamente können die Fahrsicherheit beeinflussen. So wirken beispielsweise Schlafmittel bis in den nächsten Tag. Aufpassen sollte man auch, wenn Dauermedikamente neu eingestellt wurden, etwa Herz-Kreislauf-Mittel. Es gibt darüber hinaus eine Vielzahl von Arzneien, die die Fahrsicherheit gefährden können. Die Apotheke kann dazu beraten. Tipp: Viele Fahrschulen bieten Rückmeldefahrten oder Fahrfitness-Checks an. Die Kosten betragen meist zwischen 75 und 100 Euro. Am besten bei Fahrschulen vor Ort erkundigen oder beim ADAC nach Adressen fragen.

Sozialausgaben
FDP-Fraktionschef: Keine Ausweitung des Sozialstaates

Berlin – FDP-Fraktionschef Christian Dürr hat die Pläne des Bundesfinanzministers zu Einsparungen bei den Sozialausgaben verteidigt. Dürr sagte am Montag im rbb24 Inforadio, Deutschland müsse an seiner „Verteidigungsfähigkeit“ und an seiner „wirtschaftlichen Stärke“ arbeiten. „Wenn uns die Geschichte eines gelehrt hat, dann, dass seinerzeit der Westen auch gegen die Sowjetunion deshalb obsiegt hat – den kalten Krieg – weil, er wirtschaftlich überlegen war. Das heißt, die wirtschaftliche Überlegenheit gegenüber Russland ist fundamental wichtig für unsere Sicherheit.“ Eine Ausweitung des Sozialstaates könne es deswegen in den kommenden Jahren nicht geben, so der FDP-Politiker. Angesprochen auf die Kindergrundsicherung sagte Dürr, dabei gehe es darum, „familienpolitische Leistungen zusammenzufassen, zu digitalisieren, zu entbürokratisieren – aber nicht einfach den Sozialstaat auszuweiten“. Es müsse sich mehr lohnen zu arbeiten, als nicht zu arbeiten. Bundesfinanzminister Christian Lindner von der FDP hatte vorgeschlagen, die Sozialausgaben drei Jahre lang einzufrieren, um mehr Geld in die Verteidigung investieren zu können.

Bauen
Kostenkontrolle bei Bauprojekten – durch Anmietung zum Vorteil

Öffentliche Bauprojekte geraten regelmäßig wegen einer unzureichenden Kostenkalkulation in den Fokus. Wofür in Städten und Gemeinden der Steuerzahler teuer aufkommen muss, ist bei Projekten im privaten Bereich alleine aus eigener Tasche zu zahlen. Mit der Leihe von Baumaschinen anstelle eines Kaufs oder Leasings bietet sich ein Ansatzpunkt, um private und gewerbliche Bauvorhaben effektiver zu gestalten und Kostenvorteile zu nutzen. Kostenfaktoren bei Bauprojekten realistisch kalkulieren Im Zuge der steigenden Lebenshaltungskosten sind auch das Bauen und die Beauftragung von Handwerkern über die letzten Jahre teurer geworden. Die Umsetzung privater und gewerblicher Projekte setzt eine präzisere Kostenplanung voraus, die dennoch realistisch und an aktuellen Marktpreisen orientiert zu erfolgen hat. Neben Material und Arbeitskraft sind Maschinen und Geräte ein Knackpunkt, um den Kostenfaktor positiv zu beeinflussen. Der Ankauf von Baumaschinen lohnt im privaten Bereich kaum, da diese einmalig zum Einsatz kommen, beispielsweise zum Ausgraben des Gartens. Unternehmen und Gemeinden denken eher über den Kauf oder das Leasing von Maschinen und Fahrzeugen nach. Trotz steuerlicher Vorteile ist diese Variante mit dem Nachteil eines überschaubaren Maschinenparks verbunden, die nicht für alle Vorhaben gleichermaßen geeignet. Hier sorgt eine Leihe für maximale Flexibilität und Individualität. Verlässlicher Partner für die Leihe entscheidend So wichtig der Kostenfaktor bei der Leihe von Baumaschinen und -geräten ist, sind Angebot und Service des Mietpartners ebenso wichtige Aspekte. Mit einem Baumaschinenverleih bei Boels und ähnlich renommierten Anbietern ist eine unkomplizierte Anfrage online möglich, die im Service überzeugt und eine vielfältige Geräteauswahl passend zum jeweiligen Projekt zusichert. Von Baggern und Bohrern bis zu begleitendem Zubehör und Konstruktionen wie Baugerüsten lässt sich über einen zentralen Mietpartner wie Boels die gesamte Auswahl an Bauequipment passend zum jeweiligen Vorhaben zusammenstellen. Sofern im öffentlichen Raum Auflagen für einen umweltfreundlichen Maschineneinsatz mit ECO-Label zu beachten sind, lässt sich dies in die Anmietung mit einbinden. Vorteil eines größeren Mietpartners ist zudem die Präsenz in zahlreichen Ländern Europas. So entfallen teure Kosten für den Transport hauseigener Maschinen, um am jeweiligen Einsatzort flexibel zu bleiben und kostenbewusst zu handeln. In Zeiten steigender Energie- und Transportkosten ein nicht unwesentlicher Faktor bei der Kalkulation. Fachberatung bei der Auswahl entscheidend Selbst Angehörige der Baubranche können im Tagesgeschäft nicht einen kompletten Überblick über die technischen Neuerungen der Maschinen- und Anlagentechnik für das Bauwesen behalten. Hier lassen sich durch einen externen und modernen Mietpartner Einblicke gewinnen, durch welche Innovationen sich Zeit, Aufwand und Energieverbrauch reduzieren lassen. Aspekte, die allesamt in eine effiziente und wirtschaftliche Durchführung professioneller Bauprojekte einspielen.

Soziale Medien
Der ultimative Leitfaden zum Erreichen der ersten 10.000 TikTok-Follower

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Willkommen im pulsierenden Universum von TikTok, einem Ort, an dem Kreativität, Trends und Gemeinschaft zusammentreffen, um einzigartige Erfahrungen zu schaffen. Viele Aspiranten träumen davon, auf dieser Plattform schnell zu wachsen, und streben die beeindruckende Marke von 10.000 Followern an.

Dieser Meilenstein ist nicht nur ein Beweis für die Beliebtheit, sondern öffnet auch Türen zu weiteren Möglichkeiten, wie Markenkooperationen und erhöhte Sichtbarkeit. Hier ist ein detaillierter Plan, der dir hilft, dieses Ziel zu erreichen, einschließlich der Überlegung, Follower zu kaufen, um deinen Start zu beschleunigen.

1. Finde deine Stimme

Der erste Schritt in deiner TikTok-Reise ist die Entdeckung deiner einzigartigen Stimme und Nische. TikTok beherbergt eine breite Palette von Inhalten, von Comedy und Tanz bis hin zu Bildungs- und Lifestyle-Videos. 

Indem du eine Nische wählst, die deine Leidenschaften widerspiegelt und in der du echtes Wissen oder Talent hast, kannst du eine authentische Verbindung zu deinem Publikum aufbauen. Deine Inhalte sollten deine Persönlichkeit widerspiegeln und einen Mehrwert bieten, der die Zuschauer immer wieder zurückkommen lässt.

2. Inhaltsstrategie und -planung

Nachdem du deine Nische definiert hast, ist es wichtig, eine konsistente Inhaltsstrategie zu entwickeln. Dies beinhaltet die Planung, wann und was du postest. Analysiere, welche Art von Inhalten in deiner Nische gut ankommt, und experimentiere mit verschiedenen Videoformaten, um zu sehen, was bei deinem Publikum resoniert. Die Verwendung von Trending-Sounds und die Teilnahme an Challenges kann ebenfalls dazu beitragen, deine Reichweite zu erhöhen und neue Follower anzuziehen.

3. Engagement und Community-Aufbau

Echtes Engagement ist entscheidend für den Aufbau einer treuen Anhängerschaft auf TikTok. Dies bedeutet, regelmäßig mit deinen Followern zu interagieren, auf Kommentare zu antworten und Inhalte zu erstellen, die zur Interaktion einladen, wie z.B. Fragen am Ende deiner Videos. Indem du eine starke Gemeinschaft um deine Inhalte herum aufbaust, förderst du nicht nur das Engagement, sondern ermutigst deine Follower auch, deine Inhalte mit anderen zu teilen.

4. Hashtags und Trends nutzen

Die richtige Nutzung von Hashtags kann deine Sichtbarkeit auf TikTok erheblich erhöhen. Verwende eine Kombination aus trendigen, nischenspezifischen und allgemeinen Hashtags, um die Chancen zu maximieren, von einem breiteren Publikum entdeckt zu werden. Achte darauf, Trends im Auge zu behalten und sie in deine Inhalte einzubinden, wenn sie zu deiner Marke passen. Dies kann deine Videos in den Fokus der TikTok-Community rücken und zu viralen Erfolgen führen.

5. Kollaborationen und Cross-Promotion

Eine weitere effektive Strategie, um deine Follower-Zahl zu erhöhen, ist die Zusammenarbeit mit anderen TikTokern in deiner Nische. Kollaborationen ermöglichen es dir, deine Reichweite zu erweitern, indem du Zugang zu den Followern des anderen erhältst. Zusätzlich kann die Cross-Promotion deiner TikTok-Inhalte auf anderen Social-Media-Plattformen neue Zuschauer auf deine Seite bringen.

6. Analyse und Anpassung

Nutze TikTok’s Analytics, um Einblicke in die Performance deiner Videos zu gewinnen. Analysiere, welche Inhalte die höchste Engagement-Rate haben, zu welchen Zeiten deine Follower am aktivsten sind und passe deine Strategie entsprechend an. Das kontinuierliche Experimentieren und Anpassen deiner Inhalte basierend auf diesen Daten kann dazu beitragen, dein Wachstum zu beschleunigen.

7. Der Kauf von Followern: Ein umstrittener, aber strategischer Schritt

Obwohl der organische Aufbau von Followern ideal ist, kann der gezielte Kauf von Followern als Initialzündung für deinen Account dienen. Diese Option sollte jedoch mit Vorsicht genossen werden. Wähle seriöse Anbieter und betrachte dies als Ergänzung zu deiner Hauptstrategie des organischen Wachstums. Der Schlüssel liegt in der Balance der Fokus sollte immer auf dem Aufbau einer engagierten und aktiven Follower-Basis durch qualitativ hochwertige Inhalte liegen.

8. Geduld und Beständigkeit

Der Aufbau einer bedeutenden Anhängerschaft auf TikTok erfordert Zeit, Geduld und Beständigkeit. Erfolg kommt selten über Nacht, und es kann Wochen oder sogar Monate dauern, bis deine Bemühungen Früchte tragen. Bleibe deinem Stil treu, sei authentisch und poste regelmäßig, um deine Follower-Zahlen kontinuierlich zu erhöhen.

Fazit

Das Erreichen von 10.000 Followern auf TikTok ist eine erreichbare Herausforderung, die Engagement, Kreativität und Strategie erfordert. Indem du dich auf die Schaffung einzigartiger, ansprechender Inhalte konzentrierst, eine starke Gemeinschaft aufbaust und strategisch mit Trends und Hashtags arbeitest, kannst du deine Präsenz auf der Plattform ausbauen.

Der Kauf von Followern kann als zusätzlicher Schub betrachtet werden, sollte aber mit Bedacht und als Teil einer umfassenderen Wachstumsstrategie eingesetzt werden. Mit Geduld und Ausdauer wirst du feststellen, dass das Erreichen und Übertreffen der 10.000-Follower-Marke ein durchaus realistisches Ziel ist.

Immobilien
Wie lässt sich die Baubranche nachhaltiger gestalten?

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Ein sensibles Thema: Baustellen

Wenn man auf Baustellen zu sprechen kommt, trifft man damit bei vielen Menschen einen wunden Punkt. Manche sind genervt von den Einschränkungen im Verkehr, andere kritisieren die hohen Kosten. Außerdem ist die Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema, wenn es um Baustellen geht. Man kann nicht auf sie verzichten – sie sind notwendig, um die Infrastruktur zu erhalten und für Sicherheit zu sorgen. Trotzdem sollte langsam ein Umdenken stattfinden und die Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen.

Moderne und energiesparende Fahrzeuge einsetzen

Auf jeder Baustelle werden große Fahrzeuge wie Radlader eingesetzt. Häufig werden diese Fahrzeuge mit Benzin betrieben, es gibt aber mittlerweile auch moderne E-Modelle. Diese stoßen deutlich weniger Schadstoffe aus, was dem Klimawandel entgegenwirken kann. Die Voraussetzung dafür ist, dass alte Fahrzeuge in großen Mengen ersetzt werden – an ihre Stelle müssen moderne, effiziente Baumaschinen treten. Diese sorgen nicht nur für weniger Abgase, sondern können durch neuste Techniken dafür sorgen, dass ein Bauprojekt schneller abgeschlossen wird.

Erneuerungen statt Neubauten

Wohl der wichtigste Punkt bei der Umstellung auf eine nachhaltige Baubranche ist: Sanieren statt neu bauen. Es gibt zahlreiche Gebäude und Bauwerke, die abgerissen werden, um Platz für Neues zu schaffen. Allerdings nimmt das in der Regel deutlich mehr Zeit in Anspruch und viel wichtiger: Es werden mehr Rohstoffe benötigt. Viele Gebäude lassen sich mit einigen Renovierungsmaßnahmen erhalten und weiterhin nutzen. Das Problem ist, dass häufig der Wunsch nach Neuem und Modernem da ist. Dabei bringen ältere Gebäude einen gewissen Charme mit sich und lassen sich ebenfalls mit modernen Techniken und Funktionen ausstatten.

Auf Großbauprojekte möglichst verzichten

Auf einige Sanierungen und den Bau neuer Wohnungen kann nicht verzichtet werden – immerhin gibt es immer mehr Menschen und der Wohnraum wird knapper. Allerdings werden zahlreiche Bauprojekte umgesetzt, die nicht zwingend notwendig sind. Dazu zählen zum Beispiel neue Shopping Malls, Freizeitparks oder Konzerthäuser wie die Elbphilharmonie in Hamburg. Für sie wurde sogar deutlich mehr Geld benötigt, als am Anfang angekündigt wurde. Natürlich sollte die Kultur unter der nachhaltigeren Baubranche so wenig wie möglich leiden, trotzdem muss in der Regierung und Verwaltung ein Umdenken stattfinden. Welche Bauprojekte sind wirklich sinnvoll? Sollte in den Bau einer Shopping Mall viel Geld investieret werden, dass man vielleicht eher für nachhaltige Projekte einsetzen könnte?

Die Wahl der Ressourcen ist wichtig

Als letztes spielt die Wahl der Ressourcen auf einer Baustelle eine wichtige Rolle. Auch hier sollte eher auf das Recycling gesetzt werden, als immer neue Rohstoffe zu verbrauchen. Zum Beispiel kann eine große Menge an Sand und Kies gespart werden, wenn man auf recycelten Beton zurückgreift. Daneben darf man die Wichtigkeit von Holz nicht außer Acht lassen. Werden viele Bäume gepflanzt, die speziell für den Hausbau verwendet werden, kann das einen Vorteil für die Umwelt mit sich bringen. Bäume speichern nämlich CO2 aus der Luft. Verbaut man das Holz dauerhaft in Gebäuden, wird auch das CO2 langfristig aus der Luft entfernt. Als letztes wollen wir das Dämmmaterial erwähnen. Auch hier sollten in Zukunft nachhaltige und natürliche Rohstoffe wie Altpapier und Seegras gewählt werden.

Bildung International
Türkei: Erstmals mehr Studentinnen als männliche Studenten

Istanbul – Der Anteil der weiblichen Studierenden an türkischen Universitäten ist auf 51,7 Prozent gestiegen und somit liegt er nun höher als der Anteil der männlichen Studenten. Der Anteil der weiblichen Studierenden an den Universitäten erreichte bereits im vergangenen Jahr 50,8 Prozent und übertraf damit zum ersten Mal die männlichen Studierenden. Auch der Anteil der weiblichen Akademiker ist gestiegen und liegt laut einem Bericht des Rates für Hochschulbildung (YÖK) nun bei 46,6 Prozent. Diese Quote liegt über dem Durchschnitt von 43 Prozent der Akademikerinnen in Europa und den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Rund 34,3 Prozent der Professoren, 41,8 Prozent der außerordentlichen Professoren und 47,4 Prozent des promovierten akademischen Personals sind Frauen. Der Bereich mit dem höchsten Anteil an weiblichen Akademikern sind die Gesundheitswissenschaften, aber auch das Interesse an naturwissenschaftlichen, mathematischen und statistischen Studiengängen hat zugenommen. Der Anteil der Akademikerinnen in den ingenieurwissenschaftlichen Fachbereichen ist in diesem Jahr ebenfalls gestiegen und zwar auf 30 Prozent. Der Anteil der Studentinnen, die im Studienjahr 2023-2024 im Fachbereich Ingenieurwissenschaften eingeschrieben sind, hat sich im Vergleich zu den Vorjahren um etwa vier Prozent erhöht und erreicht 31 Prozent, berichtet CNN Türk.

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– Türkei – Erdogans Justizreform: Zahl weiblicher Richter und Staatsanwälte erreicht Höchststand

Nach Angaben des türkischen Justizministeriums hat die Zahl der weiblichen Richter und Staatsanwälte in den letzten Jahren den höchsten Stand erreicht.

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Chodschali-Massaker
Zum 32. Jahrestag des Massenmords von Chodschali

ein Gastbeitrag von Adil Shamiyev Heute jährt sich das Massaker von Chodschali, das als das größte Einzelmassaker des Krieges zwischen Armeniern und Aserbaidschanern gilt. Seit 30 Jahren warten die Opfer auf den Tag, an dem die Gerechtigkeit siegt, ihr Leid juristisch gewürdigt wird und die Wunden der „Vergangenheit“ heilen. Chodschali war eine Siedlung, die die historischen und kulturellen Traditionen Aserbaidschans von der Antike bis zur Neuzeit widerspiegelte und repräsentierte. Seit jeher war Chodschali ein Ort von historischer Bedeutung und Bewohnung. Zahlreiche alte Denkmäler zeugen noch heute von seiner Vergangenheit. In unmittelbarer Umgebung von Chodschali finden sich Monumente der Chodschali-Gadabaj-Kultur, die zwischen dem XIV. und dem VII. Jahrhundert entstanden sind. Eine der Fragen, die die Armenier beschäftigte, war die genaue Lage von Chodschali. Diese Siedlung befindet sich etwa 10 Kilometer südöstlich von Chankendi, auf dem Karabach-Gebirgszug und entlang der Straßen Aghdam-Schuscha sowie Askeran-Chankendi. Chodschali beherbergte den einzigen Flughafen in Karabach, was seine strategische Bedeutung für die armenischen Chauvinisten unterstreicht. Eine zentrale Aufgabe der armenischen Streitkräfte bestand darin, die Askeran-Chankendi-Straße zu sichern und den Flughafen in Chodschali zu erobern. Nach einem starken Artilleriebeschuss in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1992 nahmen die armenischen Streitkräfte und paramilitärischen Einheiten die Stadt mit Hilfe des 366. motorisierten Schützenregiments der ehemaligen UdSSR ein. Massaker in Chodschali: Über 613 Menschen getötet In der Nacht des 26. Februar 1992 verübten die armenischen Streitkräfte ein vorsätzliches Massaker in Chodschali, einer kleinen Stadt in Garabagh, Aserbaidschan. In dieser Nacht wurden 613 Menschen getötet, darunter 106 Frauen, 63 Kinder und 70 ältere Menschen. Weitere 1.275 Menschen wurden in Gefangenschaft genommen, wobei einige von ihnen erschossen wurden. Die Überlebenden flohen in die Stadt Aghdam und suchten in der Moschee, die als Leichenhalle diente, verzweifelt nach ihren vermissten Angehörigen. Tag für Tag durchstreiften sie die Reihen von Leichen, die in Leichensäcke gewickelt und vom Roten Kreuz nach Aghdam gebracht worden waren. Beim Untersuchen der Gesichter der Toten wurden die Grausamkeiten offenbart, die von den armenischen Soldaten begangen worden waren. Am 28. Februar gelang es einer Gruppe von Journalisten in zwei Hubschraubern den Ort zu erreichen, an dem die Aserbaidschaner getötet wurden. Die schreckliche Szene erschreckte alle – das Gebiet war voller Leichen und Toter. Die Hubschrauberpiloten hatten den Auftrag, in den Bergen zu landen und die Leichen der Toten zu bergen. Trotz der Eskorte des zweiten Hubschraubers gelang es ihnen nur, vier Leichen zu bergen, da die Armenier das Feuer eröffneten. Als am 1. März eine Gruppe einheimischer und ausländischer Journalisten in dem Gebiet eintraf, war die Situation noch schlimmer: Die Leichen waren verstümmelt und Skalpelle wurden entfernt. Gemäß den Berichten des Journalisten Tschingis Mustafajew, der zu den Ersten an der Tatortuntersuchung gehörte, wurden unter den Opfern „Dutzende von Kindern im Alter von 2 bis 15 Jahren, Frauen und ältere Menschen“ entdeckt. Die meisten von ihnen wiesen Kopfschüsse aus nächster Nähe auf. Die Anordnung der Leichen legte nahe, dass die Menschen ohne Vorwarnung oder Chance zur Flucht kaltblütig ermordet wurden. Es gab keine Hinweise auf Widerstand oder Fluchtversuche. In einigen Fällen wurden Individuen isoliert und exekutiert, während ganze Familien Opfer wurden. Viele Leichen trugen mehrere Verletzungen, wobei eine davon stets den Kopf betraf, was darauf hindeutet, dass einige Opfer nachträglich getötet wurden, obwohl sie bereits verwundet waren. Die Ereignisse von Chodschali ereigneten sich während der Amtszeit des ehemaligen armenischen Präsidenten Sersch Sarkissjan, der zu dieser Zeit das „Komitee der Selbstverteidigungskräfte“ des illegalen Separatistenregimes leitete. Daher sind seine Aussagen eine der bedeutendsten Quellen in diesem Zusammenhang. Sarkissjans Äußerungen lassen keinen Zweifel daran, wer für die Verbrechen in Chodschali verantwortlich ist. Er sagte: „Vor Chodschali dachten die Aserbaidschaner, sie könnten sich einen Scherz mit uns erlauben, sie glaubten, dass Armenier ihre Hand nicht gegen die Zivilbevölkerung erheben könnten. Es ist uns gelungen, diesen Stereotyp zu brechen. Und so ist es geschehen. Und wir müssen auch berücksichtigen, dass unter diesen Kindern auch solche waren, die aus Baku und Sumgayit geflohen sind.“ Als er gefragt wurde, ob er den Tod Tausender Menschen bedauere, antwortete Herr Sargsyan schamlos: „Ich bedaure nichts Das Massaker von Chodschali und andere von Armenien im Zuge seiner Aggression gegen die Republik Aserbaidschan begangene Verbrechen, einschließlich Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord, stellen schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte dar. Dazu gehören Verstöße gegen das Übereinkommen zur Verhütung und Bestrafung des Völkermordes, das Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe, das Internationale Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung und andere. Bislang haben 17 Länder, einschließlich der Vereinigten Staaten, sowie die Organisation für Islamische Zusammenarbeit und die Organisation der Türkischen Staaten, eine Reihe von Resolutionen und Beschlüssen verabschiedet. In diesen Dokumenten verurteilen sie das Massaker an der Zivilbevölkerung in Chodschali als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und bezeichnen es als Völkermord. Am 22. April 2010 kam der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte zu einem bedeutsamen Urteil bezüglich der Verbrechen, die in Chodschali begangen wurden. Dabei verurteilte er die Handlungen derjenigen, die für die Gräueltaten verantwortlich waren, als „außerordentlich schwerwiegend und möglicherweise Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Nach den Präsidentschaftswahlen, die zum ersten Mal im ganzen Land abgehalten wurden, begeht das aserbaidschanische Volk den 32. Jahrestag des Völkermords von Chodschali auf andere Weise als in den Vorjahren. Nun gedenkt ganz Aserbaidschan des Völkermordes von Chodschali. Es liegt im moralischen Interesse der Republik Armenien, nicht nur die Beteiligung ihrer Streitkräfte an den Ereignissen in Chodschali, sondern auch an einer Reihe von Menschenrechtsverletzungen während des armenisch-aserbaidschanischen Konflikts anzuerkennen, um den geschundenen Seelen Genugtuung zu verschaffen. Die Anerkennung sollte nicht erfolgen, um eine Partei weiter zu dämonisieren, sondern um die Schuldigen für das begangene Unrecht zu sühnen. In der Tat können keine Worte und keine Entschuldigung den Verlust geliebter Menschen wiedergutmachen. Aber was zählt, ist das Prinzip, nicht die Verabschiedung von wortreichen Dokumenten voller Jargon. Die Leugnung von Chodschali hat nicht nur verheerende Auswirkungen auf die Opfer und ihre zerstörten Gemeinschaften, sondern birgt auch die Gefahr einer zukünftigen armenischen Realität, die auf Unwahrheiten aufgebaut ist. Sie legt den Grundstein für potenzielle zukünftige Konflikte, verstärkte Unterdrückung und zunehmendes Leid.

Rassistische Morde in Deutschland
Der NSU-Mord an Mehmet Turgut

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von Kemal Bölge

Mehmet Turgut galt als guter Junge, der sich für nichts zu schade war, um der Familie oder auch Freunden zu helfen. An jenem Tag am 25. Februar 2004, sprang er für einen Freund in einem Döner-Imbiss im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel ein.

Es war noch am Vormittag, als er den Dönerspieß einschaltet, Kaffee kocht und andere Dinge für den Tag vorbereitet. Kurz nach 10:00 Uhr treten durch den Seiteneingang zwei bewaffnete männliche Personen in den Imbiss ein und fordern ihn auf, sich auf den Boden zu legen. Wenige Minuten später schießen die Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) Mehmet Turgut in den Kopf, Hals und Nacken.

Nach der Tat wird das Opfer blutüberströmt in dem Imbisswagen gefunden und ein herbeigerufener Rettungswagen soll ihn in ein Krankenhaus bringen, doch Mehmet Turgut stirbt noch im Krankenwagen. Eine Woche nach dem Mordanschlag an Mehmet Turgut veröffentlichte die Polizei in Rostock eine Mitteilung, wonach ausländerfeindliche Motive für die Tat ausgeschlossen werden könnten.

Familien der getöteten Opfer wurden jahrelang beschuldigt und kriminalisiert

Jahrelang haben die Ermittlungsbehörden versucht den Mord an Mehmet Turgut, der nur 25 Jahre alt wurde, und anderen Morden an türkischen Kleinunternehmern sowie einem Griechen und einer Polizistin die Familien der getöteten Opfer beschuldigt, kriminalisiert und die Tat im Zusammenhang mit Organisierter Kriminalität in Verbindung gebracht.

Der bayerische Kriminalbeamte und Profiler Alexander Horn ging in einer operativen Fallanalyse bereits 2006 von Ausländerhass als Tatmotiv aus. Das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden glaubte der Fallanalyse nicht und ließ weiter in Richtung Organisierte Kriminalität ermitteln.

Jahrzehntelange Verharmlosung von Rassismus, Hass und Antisemitismus

Erst als das NSU-Trio 2011 auffliegt, kommt das wahre Ausmaß der jahrelangen Neonazi-Terrorserie zum Vorschein, aber noch immer sind weder alle Mord- und Sprengstoffanschläge noch die Banküberfälle und das deutschlandweite NSU-Netzwerk, das existiert haben muss, aufgeklärt.

Die jahrzehntelange Verharmlosung von Rassismus, Hass und Antisemitismus führte zum Erstarken des rechtsextremistischen Terrors. Die milden Urteile im NSU-Prozess in München sind eine Schande für den deutschen Rechtsstaat, weil mit dieser Entscheidung eine deutschlandweite Mordserie mit zehn Todesopfern auf drei Personen reduziert wurde, aber die Unterstützer dieses Terrornetzwerks ungeschoren davonkommen können.

Für die Familien der Opfer ist das ein Schlag ins Gesicht, weil damit staatliche Stellen die NSU-Terrorgruppe nicht entschieden bekämpft haben und damit auch den rassistischen Wahn und Antisemitismus der Neonazis.

Berlinale
Berlinale-Gewinner Basel Adra an Deutschland: Keine Waffen für Israel

Berlin – Ein Film über den Kampf des palästinensischen Aktivisten und Filmemacher Basel Adra um den Erhalt seines Dorfes im Westjordanland, das von israelischen Siedlern umstellt ist, hat bei den Berliner Filmfestspielen den wichtigsten Dokumentarfilmpreis gewonnen. Der Film handelt von der Gewalt der Siedler im Westjordanland und einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem palästinensischen Aktivisten und einem israelischen Journalisten. No Other Land ist eine israelisch-palästinensische Produktion, bei der sich Adra und der israelische Journalist Yuval Abraham die Regiearbeit teilen. Adra forderte in seiner Rede Deutschland auf, keine Waffen mehr an Israel zu liefern und wurde dafür gefeiert. Schon während der Filmpremiere bei der Berlinale hatte das israelisch-palästinensische Kollektiv einen Waffenstillstand in Gaza gefordert. „Da ich hier in Berlin bin, möchte ich Deutschland um eines bitten: die UN-Aufrufe zu respektieren und damit aufhören, Waffen nach Israel zu schicken.“ Die Berlinale-Premiere von No Other Land fand keine vier Monate nach Beginn des aktuellen Krieges zwischen Israel und Gaza statt und könnte daher als zeitgemäß bezeichnet werden. Aber durch seine jahrelange Darstellung der tödlichen Gefahr und der psychischen Belastung, die ein Leben unter Besatzung mit sich bringt, unterstreicht der Film, dass sich die Situation seit langem in einer Krise befindet, unabhängig davon, ob sie internationale Schlagzeilen gemacht hat oder nicht. Das Projekt begann 2019, als Adra Yuval Abraham und Rachel Szor, Jerusalemer Journalisten, die über die israelischen Zwangsräumungen von Anwohnern berichten, traf und ihnen seine Sicht der Dinge aus erster Hand mitteilte.

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– Gazakrieg – Baerbock: Der Gazastreifen und das Westjordanland gehören den Palästinensern

Im Westjordanland zeige sich, wie nötig, aber auch gefährdet die zwei-Staaten-Lösung sei. Der illegale Siedlungsbau untergrabe dauerhaften Frieden und die Siedlergewalt mache das Leben der Menschen oft unmöglich

Baerbock: Der Gazastreifen und das Westjordanland gehören den Palästinensern

Gastkommentar
Bayraktar: Vom Heizkörper zur Stealth-Drohne

ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Kennen Sie die TV-Dokumentationsserie des ZDF „Von der Keule zur Rakete – Die Geschichte der Gewalt“? Was die Menschheit in ihrer Geschichte der Gewalt für Entwicklungen hingelegt hat, gerät angesichts des ersten Fluges der türkischen Stealth-Drohne ANKA-3 in den Schatten. Hier die Tragikomödie über den Heizkörper zur türkischen Stealth-Drohne. Glaubt man ehemaligen hochrangigen Offizieren der türkischen Armee bzw. Gendarmerie, so war bis weit in das Jahr 2014 hinein der türkische Grenzschutz mit Gedeih und Verderb der israelischen Drohne „Heron“ ausgeliefert. Entweder kamen die Aufklärungs-Informationen verspätet oder gar nicht erst an. Und wenn, waren die Informationen mit den örtlichen Verhältnissen nicht deckungsgleich. Das Ergebnis? Der Terrorismus konnte im Grenzgebiet nicht effektiv bekämpft werden, ganze Bataillone türkischer Sicherheitskräfte wurden dabei aufgerieben, ohne dass ihnen dabei ein Entsatz zu Hilfe eilen konnte. Zu dieser Zeit lag die Eigenentwicklung an Waffen gerade einmal bei 20 Prozent. Nicht einmal einen eigenen Infanterie-Sturmgewehr konnte man entwickeln, weil das manchen wohl nicht in den Kram passte. Man muss das nun nicht als Verschwörung von Mächten abtun, zumal das vor allem aus dem Inneren kam und von Innen zu verantworten ist. Wenn die israelischen Vermarkter der Heron oder andere Rüstungsanbieter aus dem Ausland, Gelder unter der Hand fließen ließen, um an die lukrativen Aufträge der türkischen Streitkräfte zu kommen, dann liegt es vor allem an jedem Einzelnen, der diesen Einkauf absegnen ließ und sich damit abhängig machte. Diese ehemaligen hochrangigen Offiziere, die die ungeheuerlichsten Storys erzählten, sind derzeit bei Baykar angestellt oder beratend tätig und waren einst Weggefährten einer ungewollten Entwicklung, die heute ihresgleichen sucht: Autonome Drohnen wie der TB2. Wie die Gebrüder Bayraktar, CEOs der Baykar, diese Zeit erlebten, dass muss man in der TV-Dokumentation „Kızılelma“ selbst erfahren haben. Man kann das nicht mit Worten beschreiben. Ich bin sicher, manchen läuft es eiskalt über den Rücken. Jedenfalls ließen sich die Gebrüder Bayraktar mit dem Vater nicht unterkriegen und bauten eine Aufklärungsdrohne, dann eine bewaffnete Drohne und gegenwärtig ist man dabei in Konkurrenz zur Tarnkappendrohne Anka-3 von der TAI (Turkish Aerospace Industries) die Kızılelma noch in diesem Jahrzehnt einsatzbereit der türkischen Armee zu übergeben. Beide, vor kurzem der Nurflügler Anka-3 sowie die Kızılelma, absolvierten ihren ersten Jungfernflug erfolgreich, weil Hunderte Ingenieure sowie Ingenieurinnen mehrere Jahre rund um die Uhr schufteten und dabei vollumfängliche Unterstützung erfuhren. Diese Burschen und Mädels opferten ihre Freizeit, vernachlässigten die Familie, konnten teils das Aufwachsen der eigenen Kinder nicht miterleben. Denn, sie beschäftigte nur die Frage, wie man den Soldaten, Gendarmen und Polizisten unter die Arme greifen kann, die ihrerseits keine Freizeit haben, ihre Familie vernachlässigen oder die Entwicklung der eigenen Kinder nicht miterleben können, damit alle Bürger ihrer Freizeit nachgehen, ihre Familie umarmen und ihre Kinder wohlbehütet aufwachsen sehen können. Bis vor rund 10 Jahren war das eben nicht möglich, weil manche dieser Bürger meinten, für nichts und niemanden Rücksicht nehmen oder aufopfern zu müssen; auch dann nicht, wenn dabei Sicherheitskräfte oder Soldaten ums Leben kommen. Heute ist das anders und die Entwicklung schreitet unweigerlich und mit großen Schritten voran.
(Screenshot/Cumhuriyet)
Wenn man die Entwicklung vom Heizkörper zur Stealth-Drohne aus dieser Warte aus betrachtet, kann man den zynischen Vergleich manch eines Pappenheimers, der 2021 eine Komponente der ANKA-3 als Heizkörper (häuslicher Natur) bezeichnete – was wiederum die Tageszeitung „Cumhuriyet“ aufgriff und tief wie breit darüber sinnierte – nicht wirklich verstehen. Offensichtlich gibt es bei diesem Typus von Mensch noch immer die Grundhaltung, dass die Sicherheit des Landes in den Händen jener liegen sollte, die oben schalten und walten, wie es ihnen beliebt; und dabei kräftig absahnen dürfen.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Thema

– ANKA-3 – Türkische Tarnkappendrohne absolviert erfolgreich Testflug

Die türkische Rüstungsindustrie boomt. Nach der erfolgreichen Bayraktar TB2 hat auch die Tarnkappendrohne ANKA-3 ihren Jungfernflug erfolgreich absolviert.

Türkische Tarnkappendrohne absolviert erfolgreich Testflug